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Die Stimme · 1929-01-10 · Heft 54 (10.1.1929) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 54 (10.1.1929)
Date
1929-01-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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IV. fc fc Abonnementpreise: Für Oesterreich: Monat]. S 1-50, viertel]. S 420, ganzj. 16.— / Deutschland: Monatl. Gold mark I.—, viertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—. vierteljährlich Dinar 40.— Jüdisthe Zeitung Ersaitelntf Icdcn Donnerslotf 9?cd«ftMon und Jtdminiatwution: WUsm, I., HauAcnfldiilaste V - Tel. R 20-3 SV Polen: Monat). Zloty 2.30, viertelj. Zloty 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monat). Lei 45.—, viertelj. Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Üebriges Ausland: MortatL Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 10. Jänner 1929 (28. Tebeth 5689) Nummer 54 Die im redaktiooenen Teil -befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet Rüstet zum XVI. Kongreß! Schekel-Aufruf der zionistischen Exekutive. Zionisten! Der XVI. Kongreß naht heran! Das Aktionskomitee hat den Beginn des Kongresses auf den 2 8. Juli 1 929 festgesetzt. Dieser Termin bestimmt zugleich das Ende der Schekelperiode. Nur Sehekalim, deren Gegenwert bis zum 27. Mai 1929, also spätestens auf zwei Monate vor Kongreßbegipn, an die Exekutive ja4>geftoTt ist, dürfen den .V^chriften t gemäß bei Festsetzung der auf die-Länder, entfallenden Anzahl von Kongreßdefegierten. be.rücksipljttf^f; werden. . Nüf fünf Jcnappe Monatef verbleiben fijr eine intensive? Werbe- und Schekelafbeitj für die- Vorbereitung eines der bedeutungsvollsten Kongresse in' der Geschichte der zionistischen Bewegung. Die Exekutive ist, gestützt durch die erneuten Beschlüsse des Aktionskomitees, entschlossen, alles, zu tun,; um die Einberufung der Gründungsversammlung des Councils der erweiterten Jewish Agency, baldmöglichst nach dem Kongreß, m sichern. Der Kongreß wird, so hoffen wir, die Männer und Frauen wählen, die die zionistische Idee und Organisation in den leitenden Körperschaften delr erweiterten. Jewish Agency vertreten werden, er wird Beschlüsse fassen, die für die Politik der zionistischen Organisation innerhalb das neuen Ärbeifsbundes richtunggebend sein werdpn. Der Kongreß. bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus, den Abschluß einer alten ruhmvollen, den Anfang einer neuen, noch, größeren Epoche. Abschluß und Anfang so zu verbinden, kann nur ein Kongreß berufen sein, der die .zionistische Organisation und Bewegung in allen ihren Teilen in Kraft und Größe repräsentiert. Unser Ruf ergeht an alle die, die mutigen und vertrauenden Herzens glauben,, daß der Zionismus in der Gestaltung der neuen Aufgabe seine bezwingende Macht überzeugend erweisen wird, wie auch an die, die vor dem legitimen Forum, des Kongresses nochmals Zweifel äußern und etwa andere Vorschläge machen wollen. Unsere Mahnung an alle lautet: , Seid zur Stellet Z1 on 1 s t eh! Nützet die kommenden Monate für eine große, alle Schichten des jüdischen Volkes erfas-; sende Werbearbeit.. Stärkung der zionistischen ..Organisation ist Vorbedingung für jeden Fortschritt, ist Bürgschaft für ein endliches Gelingen , unseres AVerkes, Alle zionistischen Qruppen sind - sich in .dieser, Erkenntnis, in der Forderung einer *qualitativ und; quantitativ : mächtigen zionistischen Bewegung einig., Unsere gemeinsame Arbeit mit anderen wird fruchtlos bleiben, wenn, der motorische Antrieb des Zionismus und der zionistischen Organisation nachJäßt. Die zionistische Organisation umspannt die Welt, Die Welt mißt die Stärke jeder demokratischen Bewegung, auch der unseren, an der Zahl ihrer Anhänger. Wir wissen, daß Hunderttausend von Juden, ja die Mehrheit des jüdischen Volkes, von der zionistischen Idee erfaßt ist. Ab$r Pdch vleles rriuß geschehen, um den ideellen Sieg des Zionismus auch organisatorisch, •uch zahlenmäßig zum Ausdruck^ zu bringen. Nur unermüdliche Werbung kann immer wach* sende Massen ihrer Würde und der Art bewußter Volksgenossen dem Zionismus gewinnen. Diese Werbearbeit ist je.tat oberste Pflicht! Die Exekutive .erklärt hiedurch die Monate Adar I und Adar 11 5689 — Februar und März 1929 zu Schekelmonaten. Wir Wiederholer die Anweisung früherer Jahre: Es ist Pfliqht der Landes- und Sonderverbände, unverzüglich alle Anstalten zu treffen, um in diesen Monaten einen wesentlichen Teil der zionistischen Energien auf die Schekelarbeit zu lenken. Die Sdhekel- In den letzten Monaten stand das Projekt einer internationalen, vom Völkerbund zu garantierenden Anleihe für den: Palästina-Aufbau im Mittelpunkt der Erörterungen der vom. letzten Zionistenkongreß gewählten Anleihekommission und vor der Tagung des Aktionskomitees in Berlin hieß es, Präsident Weizm a n n werde nach Beendigung der Aiktionskomiteesjtzu-ng persönlich die Anleiheverhandlungen mit den maßgebenden Finanzfaktoren führen. Weizmann muß jedoch seines Gesundheitszustandes wegen nach der Aktionskomiteetagung eine Arbeitspause vop mehreren Wochen eintreten lassen und wird die angekündigten Verhandlungen nicht führen. Doch nicht dies allein ist der Grund, warum die Frage einer internationalen Anleihe für Palästina in den Hintergrund tritt; vielmehr ist es heute bereits klar, daß für die Realisierung dieses Projektes sehr geringe Aussichten bestehen und daß es, wenn überhaupt auf diesem Wege eine Anleihe zu erhalten ist, noch lange Zeit dauern würde, bis ein positives Resultat zu erreichen wäre. Es wurden auch die Möglichkeiten einer englischen Anleihe für den Palästina-Aufbau geprüft, ohne daß sich jedoch bessere Perspektiven eröffnet hätten. Da auch, wie bereits seinerzeit berichtet, die Verhandlungen mit einem amerikanischen Bankenkonsortium über eine Anleihe, für deren Rückzahlungs- und Beachten Sie in dieser Nummer u. a. folgende Aufsätze und Berichte: Katharina Steiner und Philipp Halsmann. Der Prozeß Goldmark. Von Dr. Georg Weiner. Stürmische Konstituierung des Wiener Kultusvorstandes. Der Privatsekretär des «bösen Dämon Rußlands». Gespenster. Von E. P. Die Ostjuden in Deutschland. Von pr., Israel Taubes. Die liberalen Juden und die Jewish Agency. Beditinen-UeberfaU auf Chedera. Qas nationale Kapital im Palästina-Aufbau. Von Ing. S. Kaplansky (Jerusalem)., Die Jütische Wanderwig toJ Jahre 1928. Zur Verbreitung .des hebrlischep Buches» Sport, Schach, Rätsel, Humor» . mitwirken, Massenschekelversammlungen müssen .organisiert, durch Wort und Schrift soll für die zionistische Idee gekämpft und geworben werden. Ein jeder Zionist muß fühlen, daß er für die Ausbreitung des zionistischen Gedankens mitverantwortlich ist. ‘ Zionisten! Rüstet Euch, zum XVI. Kongreß* Verbreitet, den Schekel! Die Exekutive der zionistischen Organisation* Dr. Chaim Weizmann Nahum Sokolow Dr. S. Brodetsky, F. H. Kisch, L. Lipsky, F. Rosenblüth, H. Sacher, H. SzoId. Zinsendienst der j ü d i s c li e Nation a 1 f o n d s die nötigen Sicherheiten bieten sollte, gesch e itert sind, so hat die gegenwärtig in Paris tagende zionistische Anleihekommission wieder auf den. schon seinerzeit auf getauchten Plan einer inneren Anleihe zurückgegriffen. Der Pariser Korrespondent des zionistischen Tagbjattes «H a j e t» will nun aus sicherer Quelle erfahren haben, daß für die Durchführung dieses Planes eine neue Form gefunden wurde, welche g ü ns t i g e Aussichten, auf Realisierung hat; wir geben die Mitteilungen dqs Blattes über, diese neue Form der inneren Anleihe mit aller in der Anleihefrage und ihrer so häufig von Gerüchten beeinflußten Erörterung notwendigen vorsichtigen Reserve wieder;.sie lautem: Die Anleihekommission berät gegenwärtig dem Plan einer inner.en Anleihe, .den der bekannte Zionistenführer und Finanzfachmann H. Zlatopolski entworfen hat. Dieser Entwurf stützt sich in der Hauptsache auf die Garatie von Versicherungsgesellschaften. Einzelheiten:sind selbstverständlich noch nicht bekannt, doch es steht fest, daß bereits Verhandlungen mit bedeutenden Versicherungsgesellschaften geführt wurden, deren Ergebnis einer raschen Reaüsierungsmöglichkeit dieses Planes günstige Perspektiven eröffnet. Die Anleihesumme soll fünf Millionen Pfund betragen. Die Bedingungen sind dem Vernehmen nach solche, daß die . Anleih etitres leicht bei B a n k in s t i tuten Absatz finden könnten, so;daß.ein kostspieliger und umständlicher Apparat zur Unterbringung der Obligationen bei Einzelpersonen erspart werden könnte* Wie gut informierte Stellen angeben, stellt diese Form der Anleihe eine rentable Bankentransaktion dar, die ohne größere Schwierigkeiten ausführbar wäre. Die Anleihekommission hält jetzt fast täglich Beratungen ab und konferiert mit den für die neue Anleiheform in Betracht kommenden Finanzkreisen, bei denen sich — schon des neuen Anleihetyps halber, den der Vorschlag Zlatopoiskis darstellt und der auch weiterhin für sogenannte Kleinanleihen brauchbar wäre — lebhaftes Interesse kundgibt. Soweit der Pariser Korrespondent,des «Hajet»; eine offizielle AeufWung zu seinem 'Angaben liegt olcM vo&j blödes müssen, soweit es noch nicht geschehen ist, unverzüglich verteilt und unterverteilt werden. Die Jugend Und die Frauen sollen in der großen Schekelkampagne innere Anleihe für Palästina? Daß Projekt der Vöikerbundanleihe verschoben — Die zionistische Anleihekommissiori berät eine neue Anleiheförm

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