Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1928-12-28 · Heft 52 (28.12.1928) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 52 (28.12.1928)
Date
1928-12-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3053752-3053753-3053804--0782-3056084
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

OIE STIMME Wf. 89 jütischen Sache neue Freunde gewannen. Nach einem Prolog und Anzünden der Chanukahüchter wirr dm zwei C hart ukah-Einakter von Dr. Willy Samstag unter der Regie des Vireobmann-cs Dr. Karl 1< a t z von den jungen und erwachsenen Mitgliedern des Vereines wie auch eine einaktige .Musikposse unter Regie van Fr!. Ros! Quittner aufgefülhirt. Den Abschluß des offtzellen Teiles bildeten Vorführungen klassischer Tänze. Sämtliche Aufführungen wurden mit begeisterten Beifall aufgenommen. Nach dem offiziellen Teile wurde bis ’l-Ci Uhr früh in animiertester Weise getanzt. Zionistische Bezirkssektion Brigittenau. Freitag, den 28. Dezember: Talmudvortrag des Herrn Isak Schönfeld. Sonntag, den 30.: Feier zu Ehren unseres Ehrenpräsidenten Herrn Löb! Ta u bes. Mittwoch, den 2. Jänner 1929: Vortrag: Dr. Leo Goldhammer: «J-ikT Süß Oppenheimer». Alle Veranstaltungen finden im Heime, XX., Jägerstraße 30, um 168 Uhr statt. Demnächst werden Hebräischkiurse für Fortgeschrittene und Anfänger eröffnet. Anmeldungen werden jeden Abend entgegengenommen. Klub jüdischer Frauen. Mittwoch, den 9. Jänner, Vä5 Uhr, Cafe Colonnaden (I.. Rathausplatz 4). Vertrag Dr. Martha Hof mann: <rD:e Juden in der Literatur der Gegenwart». — Mitgbederarmeklungen bei Frau Dozent Kornfeld, XVII!., Hochschulstraße 21. Zionistische Bezirkssektion XVI—XVH. In der Gmeraiversaimmlung der zionistischen Be/.irkssckfon wurde zum Ehrenvorsitzenden Herr Leopold S i t z ra a n n, als Obmann Musik bei Granowsky Von Alice Jacob-Loewenson (Berlin). Die Musik int «Moskauer Jüdisch-Akademischen Theater» — gleichviel, ob sie von Achron, Pulver, Goldfaden oder ob sie Volksmusik ist — hebt sich trotz ihres neuzeitlichen Gewandes deutlich als jüdisch gegen das Russische, Orientalische, Europäische der Theaterkunst Granowskys ab. Was die ostjüdische Volksmusik — soweit sie wirklich echte jüdische Musik ist — am evidentesten von russischer Volksmusik unterscheidet, ist ihr religiöser Ursprung, ihre auch im modernsten Operettenchanson nicht zu verkennende Abstammung von der Synagogalmusik. Am deutlichsten zeigt sich diese Herkunft wohl in den wortelosen chassidischen Melodien — die, ursprünglich Erfindung eines Chasan (Vorsänger) oder eines Rabbi — ganz «weltlich» ins Volk eingegangen sind. Um die Merkmale spezifisch jüdischer Musik zu bezeichnen, die von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart sich immer von neuem vorfinden, sei betont, daß ihr innerster Wesenszusammenhang in den Elementen der traditionellen Singweisen besteht, in den Urtypen jüdischer Melodik, den sogenannten «Niganini», nach denen die liturgischen Texte gesungen werden. Ferner sei als das Einfachste, Handgreiflichste erwähnt: der obstinate, bei aller Schwermut oft seltsam «fröhlich» wirkende Molicharakter; eine monotone Umspielung weniger Töne; ihre pathetische Ausdehnung und Akzentuierung an ganz unerwarteten Punkten; ein plötzliches Uebergehen jn marsch- und fanzartlge Rhythmen; eine unsymmetrische, oft ungegliedert- und darum unendlich-scheinende Melodie; eine eigentümlich bewegte Art von melodischer Ornamentik; sprechende Anschmiegung an Wort und Inhalt;^ eine ungeheuer eindringliche, oft ans Groteske grenzende Ekstase des Ausdrucks. Und schließlich liegt gerade in der Art der Organisation aller dieser Momente, in ihren Misehungs- und Bindungs-Verhältnissen der merkwürdige Typus einer «jüdischen» Musik. Also: alles Motivische und Thematische, was dieser Theatermusik zugrunde liegt, ist jüdisch; alle Lieder und Tänze sind jüdische Lieder und Tänze. Die Entwicklungsgeschichte der jüdischen Musik — entsprechend der ganzen Spannungskurve der jüdischen Geistigkeit, vom Ringkampf mit dem Transzendenten, über die Miseren und Freuden eines volkhaft-naiven Alltags, bis zur bittersten Selbstpersiflage — ist hier in allen ihren Niederschlägen vertreten: vom versprengten Rezitativ aus Bibel- und Gebetsweise, von ehassidischer Kontemplation und Fanatik, über Volkslied und Rundtanz bis zum selbstkarikierenden Operettenschlager, und dies alles in einer Einheit, wie sie bunter, lebendiger und konkreter kaum vorgestellt werden kann. Die hier zum Ausdruck kommende Haltung, die rational-gewollte, die bewußte Intention geht nun mit aller Deutlichkeit auf einen Abbau dieser historisch verwurzelten Einstellungen und äußert sich sogar nicht mehr in einer pathetischen Feindschaft, sondern bereits in souveränstem Humor. Aber die (wenn auch humoristische) .Aggression kann gar nicht ganz, bis in den Kern hinein, vollzogen werden; denn in der Berührung mit den archaischen Gegenständen des M’L'riffs erweisen sich diese als eine’ nicht auszumerzende, ja als die weitaus stärkere Energiequelle Alle diese «mystischen» Atome — so sehr sie durch die ironische «Einklammerung» schließlich auf ein Minimum herabgesetzt und nur als folkloristisches Kolorit verwandt werden — bleiben das Ferment des Ganzen, das zutiefst Sinngebende und Wirksamste. Psychologisch (melodisch) prävaliert das Alte, artistisch (harmonisch und instrumental) das Neue. Nach alledem nimmt es nicht wunder, daß auf den folkloristischen Fundus von seiten der harmonisierenden Ausdeutung und sonstiger musikalischer Mittel nicht tiefer eingegangen wird. Man benutzt ihn ledgilich zum Aufbau einer guten, wirkungsvollen, temperament- Herr Dr. Bo hin, afs Stellvertreter die Herrn Dr. Po!l<ak und Brandes, als Schriftführer dk Herren Piper und Klieger, aJs Kassier Herr S a f f i e r gewählt. Der weitere Vorstand der Sektion setzt sich aus den Vertretern der Vereine Scheweth-Achim (Herren Einleger und Weißhaar), Beth-Jizcbek (Herren Adler und Morgenstern), Ahawath-Schalom (Herren Breßfer tmd Ratin) zusammen. Als Veranstaltungsreferenten wurden die Herren Rosenberg und Feiwel gewählt. Kinderchanukahfest des Vereines Scheweth*Achim (Wien, XV!.). Am 9. d. M. fand im Vereinshefm ein Kinderchanukahfest statt. Nach den Eröffnungsansprachen der Herren Einleger und Weißhaar haben die Kinder der hebräischen Schule des Vereines, die unter der Leitung des Herrn Brzezinsky steht, durch die Aufführung eines Theaterstückes in hebräischer Sprache bewiesen, daß sie in kurzer Zeit große Fortschritte in der hebräischen Sprache gemacht haben, wendig auch in diesen Bezirken jüdische Erziehungsarbeit Kinderchanukahfest des Vereines Beth-Jizchok. Am Sonntag den 16. & M. fand im Brauhaussaal in Ottakring ein vom Verein Beth-Jizchok veranstaltetes Könderchanukahfest statt. Der große Andrang der Kinder zeigte, wie notwendig auch in diesen Bezirken züdischc Erziehungsarbeit ist. Das ganze Programm wurde von Kindern durch geführt und so manche Kinder, die bis nun keine Ahnung von Chanukah hatten, wurden für das Jüdische gewonnen. Einschreibungen für den Hebräischkurs für Kinder im Alter von 6 bis 14 fahren finden im Vereinsheime XVI., Stöberplatz 5, statt. geladenem, impressionistischen Theatermusik; mit starken Rhythmen, aparten koloristischen und naturnachahmendem Einfällen sowie allen Effekten heutiger Instrumentation. Der ganze Duktus ist ohne Frage von Offenbach beeinflußt. Ueberhaupt scheint ja Goldfaden — der um 1875 die ersten jiddischen Theater begründet und sie als Direktor, Regisseur, Dichter und Komponist mit mehr als sechzig Stücken versorgt hat — so eine Art ostjüdisqhcr Offenbach en miniature gewesen zu sein. Am originellsten ist wohl die Musik zur «Hexe». Aus der Verbindung von Goldfadens konventioneller Sentimentalität mit A c h r o n s, des eigentlichen Autors, berauschender Rhythmik und farbenprächtiger Instrumentation (endlos langer Harfen-Orgelpunkt!), aus der Verarbeitung von Synagogal-Meiodien zu einem kratzig-bexigen Dämoncm-Singsang, aqs der Verwandlung eines melancholischen in einen wikh-orgiastisefoen Tanz ergibt sich ein verblüffend-einzigartiges Genre von Theatermusik. Noch elementarer respektiert Leo Pulvers Musik 2u «200.000» und zur «Reise Benjamins III.» die jüdische Melodie als Einheit und bringt Ihre Milieu- und Gefühlsassoziationen noch stärker zur Geltung. Bei aller verschleierten Lyrik zeichnen sich beide Komponisten durch realistische und «sachliche» Gesinnung aus. In Granowskys Gesamtkunstwerk hat auch die Musik eine quasi «kollektivistische» Funktion. Sie soll im Gegensatz zur konventionellen Theatermusik in keiner Weise illustrativ ergänzen; sie ist der Motor/die führende Kraft. Unterstützt von der Dramatik und Plastik der jüdischen Melodie, reguliert sie die Dynamik und Metrik der Bühnenvorgänge. Sie leitet ein, retardiert, accelleriert, akzentuiert, mildert und übertreibt, faßt zusammen und löst. Der wirblige Rhythmus in allem Bühnengeschehen wird von der Musik angegeben, springt auf die Gesten der Akteure über und löst sich auf in alles überwältigende, alles auf den Kopf stellende, zappelnde, wackelnde, hyperrealistische, hyperphantastische Bewegungsbilder, die — immer gegliedert, präzis und schwingenddeicht ebenso sp«khaft-piötzlich vorbei sind, wie sie entstanden waren. Umgekehrt bemächtigt sich das Orchester gewisser Sprechmotive und Sprachmelodien und ahmt sie nach, verschick und verzackt. Auch das szenische Geschehen als solches wirkt musikhaft: jede Mimik, jedes Wort, die ganze Form der Stücke, die von Leitmotiven der Handlung durchsetzt sind, die choristische Imitation einer Bewegung, der kanonhafte Aufbau mehrerer Vorgänge, alles ist offenbar nach der Partitur ausgearbeitet. Und ebenso das Sprachliche. Das an Moduiation und Nüapcen, an Expressivität unerschöpfliche Jiddisch mit seiner Neigung zu Diminutiven und Interjektionen, das ostjüdische Organ mit seinem Umschlagen aus tiefster Stimmiage zu höchstem Diskant, seinem Changieren zwischen konträren Affektfarben ist zu musikalischer Verwendung prädestiniert, zu einer Skala von Mischungen aus Sprache Sprechsingen, Gesang. So wird etwa das in allen Schattierungen schillernde «Tä’ . . tä’ . . tä’ . . tä’ . . tä’ . .!» der Hexe — hier zu einem Urgesang seniler Dämonie. Map darf es sagen: diese Theaterkunst ist aus dem Geiste der Musik geboren. Von Büchern Martin Buber: Die cbassidlscben Bücher. Des Basischem — Tow Unterweisung im Umgang mit Gott. (Beides im Verlag Jakob Hegner, Hellcrau, 1928.) Unsere raschlebige Zeit hat beinahe schou die große Wirkung vergessen, welche vor nahezu einem Vierteijahrhundert das Erscheinen der ersten chassldisejien Bücher Bubers in der jüdischen und in der nichtjüdischen Welt ausgeübt hat, eine im Grunde liier nie dort unbekannte Welt gotterfüllten Lebens durch Darstellung und Umdichtung enthüllend. Gewiß war cs unrichtig, wie es. manchmal geschah, die geistige Persönlichkeit Bobers mit der von ihm allein in vollendeten Formen dargestellten geistigen Lebenssphäre zu Identifizieren, obwohl er, wie aus seiner kleinen Schrift: «(Mein Weg zum Chassidismus» hervorgeht, aus innerem Schicksal zu derselben kam. Und auch der Chassidismus selbst war ja bis dahfu nicht nur dem Westen ein fernes, unbekanntes Land, sondern in seiner Reinheit dem Judentum überhaupt Vergangenheit. Aber gerade deshalb war es eine bedeutende Tat, diese letzte mystische Bewegung im Judentum, die zugleich eine mächtige Volksbewegung war und als solche sich noch erhaltcu hat, in ihren sichtbaren Gestaltungen: in Lehren, Lebensformen, Legenden und Märchen der Kenntnis und dem Verständnis vor allem der nach neuen geistigen Lebensinhalten suchenden Gegenwart nahezubringen. Die vorliegende Sammlung nun enthält — wenige Streichungen abgesehen — die sämtlichen chassldischen Bücher Bubers in eitlem Bande vereinigt, nebst einigen Nachträgen, zum Beispiel aus der legendarischen Biographie des Baals ehern, während OriginaHlbersetzungen einem neuen, großen Sammelwerke und einigen kleineren Schriften Vorbehalten bleiben. Von prinzipieller Bedeutung ist ganz besonders das ausführliche Geleitwort, das die geistesgeschichtliche Stellung des Chassidismus, seine Beziehungen namentlich zu christlichen Strömungen der Neuzeit sowie zum Spinozismus behandelt und mit dom mau sich, auch bei teilweise anderer Einstellung, auselnaiulersetzeu muß. Zutreffend charakterisiert Buber den Sinn dieser Bewegung, daß sie das Leben selbst in den Gottesdienst cinbeziehen, das Erleben Gottes am wahren Erleben der Welt erffi'len will, oder, wie cs im Vorwort zu dem anderen Buche in der Wen duiig ausgedrückt ist: «die Welt in Gott lieben». Dieses kleine Büchlein gehört nun wieder zu den Perlen des chassi'dischcti Lehrgutcs, cs enthält dasselbe in konzentriertester Gestalt. Die kleinen Aussprüche des Baalschem, welche Schüler überlieferten, konnten, recht durchgelebt, einen Weg der suchenden Seele bahnen. In der Uebefsetzung bot wohl die größte* Schwierigkeit der Begriff des «Tikkun», der eine Stufenleiter von «Verbesserung» bis zur stetigen «Erlösung» umfaßt (vielleicht fibcrliaunt ständige langsame Erlösung bezeichnet) und mit dem Terminus «Ausrichtung» zwar ziemlich wörtlich, aber nicht überzeugend übersetzt ist. Aui einige besonders ergreifende Stellen des Büchleins, das sich sehr gut zu kleinen Geschenken eignet, sei speziell hingewiesen. Sic handeln vom richtigen Dienste (S. 38, 39), von der «wahren Ausrichtung» ('S. 56—5'''), von der Hingabe im Gebet (S. 68* 69), von Hochmut und Demut (S. 92, 93) (auch in dem. Stück: «Vom Eifer und vom Werk», S. 26). Ernst Müller* Max Brod: „Zaubcrreitfi der Liebe“ (Roman. Paul Zfor* nay - Verlag, Wien, Berlin, Leipzig) iR weitaus mehr, als wir vulgär unter einem Liebesroman verliehen. Mag auch das getarnte innere und äußere Gefchehen genährt fein von den Problemen, die um die große Liebe waren und aus ihr wurden, cs geht doch fchließlich um mehr, um einen Menfchcn, feine notwendigen inneren Konflikte und deren fchönc Löfungqn. Es ifk das Neue und Schöne diefes Buches, daß cs in großartiger Form des Romans, voll reicher und fchöner Bilder — die äußere Handlung begibt fidi auf dem Dampfer, der nach Aegypten fährt und fpäter in den neuartigen Regionen des neuen Paläflina-Rctrofpcktivs —r ein großes pfychologifches Bekejmtpis gibt, die Löfung von tiefen inneren Kämpfen. Die Hauptperfon, diefer Rudolf Chriilof Nowy, „der alte Prager“, wie er felbfl fich nennt, das ifl kein Liebesromanheld (im üblichen Sinn), vielmehr ein Suchender, ein Mann höchficr ethifchcr Ideale, an dem fich die feltfamflen Verwirrungen vollziehen und der, nun bereit, die Konfequenzen aus ihnen zu ziehen und feinen großen Gegnern das Feld zu räumen, fchließheb in einem höheren Sinne über üc alle Hegt und diefem Dafein erhalten bleibt. Alle die Mcnfchen, denen wir hier begegnen, find irgendwie Befeffcnej Kämpfernaturen, das Kompromiß Scheuende. Die leuchtende Geflalt des großen Freundes, der zu zart und zu rein, an dem Böfcn der Welt zugrunde geht, fein jüngerer Bruder, froher Chaluz in Erez Ifracl, bedingungslos und hart, dabei voll Schlichtheit und Anmut, daun des erfteren Gegenpol, der zum Satiriker und Haller wird, und fchließlidi die herrliche Figur Lena, die Geliebte, die freiwillig aus dem Leben fcheidet, von tief Rem Zwiefpalt erdrückt. Es ifl ein fchönes Symbol: Das Aeußere der Handlung vollzieht Geh auf dem Wege nach dem jüdifchcn PaläRipa, und je nähfcr wir ihm kommen, um fo eher iöfen fich Krämpfe, kommen EfkenntnifTe, wandelt fich der Held. So wie wir alle von diefem kleinen Land „am Rande der WüRc“ in irgendeiner Form Erlöfupg erhoffen, ebenfo ifl das hier geilaltet und in Gefchehen aufgclöft. In der jungen jüdifchen Siedlung dann, in Giwath Afunah hier vollzieht fich Entfchcidcqdcs und Großes, d^s fich auch auf die übrige Welt auswirkt, hier wir-» die curopäjfchp Seele geheilt. Wohl unpöu'g, bei einem Werke Max Brods befonders auf die Schönheit der Sprache, Klarhrit der Diktion und die fonftigen Vorzüge reiffter ErzählcrkunR hinzuweiffin. Dcgqoch kpnftatiert tpan eine große Steigerung all deffen, fo wie ojzo eß dem Autor deutlich anmerkt, wie ihn f$ip Stoff gefeffelt bat i-r unmittelbare Nachwirkung feiner Paläftina-Reife -r und wie er, parallel mit feiner Hauptfigur und mit uns, fich inww tp«hr Reigen und gegen Schluß des Buches immer größere Klarheit und Kraft gewinnt. Das fch«ne Buch gibt jedem einzelnen fehr viel. Kein Freund Erez Ifracls im bef puderen raögp cs unterlaßen, es zu lefen. G. F. Redaktiousschluß und Schluß der Inseraten« annahme Dienstag um U Uhr mitten Später Gelangende Einsendungen können keiae in die laufende Nummer finden. WISSEN / KUNST / LITERATUR

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.