Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 50 (13.12.1928)
- Date
- 1928-12-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S4fe fO DIE STIMME Nf. 60 borg ä® Bürgerrecht erhielten. Eine große ZaM sicher Nofiaen gibt interessante Reminiszenzen wieder. Die Veröffentlichung der Randnotizen durch Chajcs zeugt von einer erforschten und gediegenen Arbeit, die gutes Material für die Geschichte und Kulturgeschichte der Juden ßefert; es wäre nur noch zu wünschen, daß der Herausgeber baldigst auch das hebräische Original veröffentlicht T. Abraham Schwadron: Ans der Ziooistenpredlgt eines Fanatikers and anderer. (Benjamin Harz-Verlag, Öerlln- Wten.) «Statt Jeder besonderen Anzeige» ein — in Gedanken entworfener — Brief, für den ein von «Geschäftskorrcspoitdetre» Ueberlastetcr diesen Weg der Beförderung wählt: lieber Dr. Schwadron! Schon vor mehr als zwanzig Jaforen __ in den wohlig durchräuchcrten Räumen des Ca# Börse oder Cafd Brarrrmcr — gaben Sie mir Rätsel aufzulösen; ich konnte nie begreifen, wie ein Mensch von schüchtern-sanfter Art, fachlicher wie schachlicher Beschaulichkeit zuneigend, dann und wann ohne sichtbaren Anlaß jäh losbrechen und, vom Ucbermaß eruptiver Kraft hilflos gemacht, beinahe schluchzend drauflosschimpicn konnte. Nach langen Jahren — Sie waren meinem Gesichtskreis entschwunden — las ich Ihre «Mauschelpredigt eines Fanatikers» und «Von der Schande euerer Namen» und stand wieder vor einem Rätsel-- Wie kann einer nur so wehrlos sein vor Zorn und Galle, daß er Erscheinungen» die komisch sind, ernst nimmt? Dann brachten Sie eine große jüdische Autographensammlhmg zusammen, die Sie der Nationalbrbfiothek in Jerusalem schenkten, und gingen nach Erez Israel; was Sie dort tun, ist mir nicht zur Kenntnis gekommen; in meinen Gedanken, die Ihnen gut sind, züchten Sie Blumen, besorgiieh Wind und Wetter wägend für das Wohl Ihrer Schützlinge. Nun senden Sdc mir eine SchrKt und darin — wieder Rätsel — reden Sie in Zungen, Mann! Aller Karl Kraus, der Ihnen dann und wann unterläuft, ist verziehen und vergessen; denn Sie haben mutig einen Satz hinausgeschrien: «Das i.s t der lebenslängliche Rentner seiner zionistisch-idealistischen Jugendverirrung»; so umreißen Sic den «bewährten Gesinnungsgenossen», der da ist, immer da, stets bereit, zu Fest und Bankett, stets fertig zum Bemerktworden und zur Gruppenaufnahme. So ist er in der Arbeit und in der Diskussion, in der zionistischen Theorie und in der Praxis, in Rozwadow und hi Tel-Aviv. Damals, vor zehn oder zwölf Jahren, wunderte ich mich, daß Sie auf einen komischen Typ des Uebergangs so viel Ernst verwenden; heute weiß ich, daß dlser Ucbergang nie vollzogen wird und daß daher seine Typen nicht mehr komisch oder ärgerlich, sondern — weit schlimmer — schädlich und ruinös sind, sie alle, die ihre asoziale Art mit Demokratie verbrämen, die «jüdischakademischen Bürger», die Ausiesezionisten, die Seeiensamerer und die — Professionals. Und ich bewundere Ihren Blick, Schwadron, der die alle schon vor Jahren durchschaut hat; es ist der Weitblick eines religiösen (für einen Fanatiker sind Sic zu mitgerissen in schraerzv oll er Scham). Zionismus ist eine religiöse, eine Gewissenssache und ist heute beherrscht von der «ewigen Galuth» der Feiertägler, denen Feste, die die Religion geschaffen, willkommener Anlaß zum Gschnas, und Werke, die sie gebietet, Bemühen und Bemerktsein bedeuten* Diese furchtbare Erkenntnis überfäHt Sie von Zeit zu Zeit und entstößt Ihnen zorniges Schluchzen; heute erst verstehe ich Sic, Schwadron, und leiste Ihnen Abbitte als einer, der an der von Ihnen formulierten «Bedrohung des Zionismus durch die Zionisten» um so schwerer leidet, da ihm der Ekel vor den Ueberflüssigen nicht einmal die Wohltat explosiven Ausbruchs gewährt. In mitfühlender Freundschaft drücke ich Ihre Hand Siegfried Schmitz. Dr* Max Grünfeld: Mährische Dorfjuden. (Brünn 1928. Jüd. Buch- und Kunstverlag. Preis 15 Kc.) Dr. Max Grünferid, Kind eines mährischen Ghetto, und als solcher gründlicher Kenner der mährischen Judengasse, versucht in einer Reihe — zum Teil sehr humoristischen — Schilderungen, das Leben der kleinen Judengemeinden Mährens literarisch festzuhalten. Eine Reihe von Originalen, wie sie jede Judengasse beherbergte, ziehen an uns vorüber, daneben wird aber auf das geruhsame Leben der abgehetzten nnd mühebeiadenen Juden der kleinen Stadt anschaulich geschildert. Der Jugend von heute wird das BilchfeJn viel Interessantes, weil Neues bieten. L- Kunstchronik Vom jüdlfchen Theater io Paris erhalten wir von Herrn Bernhard W i 111 c r, deffen Wirkfamkeit an den Wiener jiidifchen Bühnen dem Publikum wohl noch in guter Erinnerung iß und dtr jetzt dem Keßlerfchen Enlemblc in Paris und London angehört, einige intereffante Mitteilungen; er fchreibt unter anderem: „Zum erften Male wird in Paris jUdifches fhfcaAe tn größerem Stile gef pich; das Keßlerfche Enfemble, das zirka 20 Mitglieder hat, fpiclt in einem Theatergebäude, welches 2000 Zufchauer faßt. Es wird Operette, Melodrama und Schaufpicl gepflegt. Aus dem Sprechbühnenrepertoire, für AUe jüdischen und hebräischen Gesänge, welche von Oberkantor Josef R os e n b 1 a 11 auf neben* zeräusebfreien Columbia-Platten aufgeaommen wurden, hält das Musikhaus «Excelsior», Wien, L, Adlergassc 5 und II., Kleine Pfarrsasse 28, stets auf La««* .(Entgeltlich*). das ein eigener Regiffeur (M. Liampe) fungiert, feien befonders hervorgehoben „Tewjc, der Milchige" und „Schwer zu fein ein Jud*' von SchoJem Alejchem, deffen Komödie „200.000" jetzt vorbereitet wird; auch Gordin wird viel gefpielt. In der Operette wird auf moderne und reichhaltige Ausftattung mit ftarkem Orchoftcr und Chor fowie Balletteinlagen Wert gelegt. Das Theater iß ßark bcfucht; an den Samstagen und Sonntagen, den ftärkftcn Theatertagen, vereinigen Geh überdies in Paris wohnhafte jüdifche Schaufpieler und Schaufpielerinnen (etwa tj an der Zahl), die kein feiles Engagement haben, zu gelegentlichen Aufführungen, fo daß an diefen Tagen drei verfchiedene jüdifche Theateraufführungen, gewöhnlich fämtliche vor ausverkauften Hlufern, ftattfinden. Als Kuriofum fei angeführt, daß das Publikum nach den Aufführungen „Anfprachen" verlangt, für die es im Enfemble einen fpezicllen Redner gibt, der den Zuhörern die „Neuigkeiten" jüdifcher und nichtjüdifdicr Art mitteilt.“ Konzert. Am 17. November fand in den Räumen der „Bnci Brith“ (IX„ Univcrfitätsflraße 4) ein von der SdiwefternVereinigung veranftaltetes Konzert ftatt, welches die zahlreichen Zuhörer mit einem jungen Quartett b-kanntmachte, an dem auch die breite Oeffcntlichkeit nicht achtlos wird vorübergehen können. Es find dies die Herren Bela Z u k m a n n, Guido Branntweiner, Wilhelm Amtmann und Jakob M a rg o 1 e n, die fidi an eine ganz bedeutende Aufgabe licranwagten. Sie brachten das Streichquartett in Es-Dur von D v 6 r a k. Auffaffung, Präzifion der Wiedergabe, Vortrag und Zufammcnfpiel Ilanden durchaus über dem gewöhnlichen Niveau und fidiern diefem jungen Quartett einen ehrenvollen Platz unter den beflehcnden Quartettveremigungen. Außerdem glänzte Herr Bela Zukm&nn als Solofpieler und brachte Mozart, Paganini und Sarafate vollendet zum Vorträge. Fräulein Elfe Kubie fang, von Kapellmeifter Mittler begleitet, Lieder von Korngold, Giordano und Puccini, und überrafchte die Zuhörer durch die gutgefdiulte Stimme, die befonders in den oberen Lagen durch ihren vollen Klang feffelt. Wir werden uns freuen, diefe glänzenden Mufikcr im großen Konzcrtleben begrüßen zu können. R~g. Ela Zangwill-Gedechtaisfonds. Unter Beteiligung von Professor Basch, Jean Richard Bloch, Marc Chagall, den Schriftstellern Fl cg und Kessel, Maxa Nor da u und Andrö Spire wurde in Paris ein Gedächtnisfonds für den verstorbenen englisch-jüdischen Dichter Zangwrll geschaffen. Ein jüdischer Rechenkünstler. Der aus Polen stammende jüdische Rechenkünstler S. F i n k e I s t e i n wurde von der Danziger Technischen Hochschule eingeladen, sich in einer Sitzung aller wissenschaftlichen Institutionen und Fakultäten der Hochschule befragen zu lassen. Zahlreiche Gelehrte gaben Finkelstem schwierige Rechenprobleme aiuf, die er alle gelöst hat. Künftlerifdier Wettbewerb für ein Kongreßabzeichen. Die Exekutive der ZionifKfchen Organifation hat einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für ein A b z c i ch e n des 16. Zioniflenkongrcffes ausgefchricben. Es handelt fich um die Herftellung eines künfiJerifchcn Abzeichens für die Kongreßdclegierten, das gleichzeitig auch als ein Signet in allen den Kongreß betreffenden Publikationen verwendet werden kann. Für den beften Entwurf ift ein Preis von 120 Mark ausgeletzt. Zur Teilnahme an dem Wettbewerb find alle jüdifchen KünfHer berechtigt. Die Entwürfe muffen fpäteftens iy. Februar 1929 bei der Exekutive in London (77 Great Ruffcll Street, W. C. x) eingercicht werden, von der die Beftimmungen über die Einzelheiten des Preisausfchreibens bezogen werden können. Jüdifche Künftlerfpiele (II., Pratcrflraße 34). W o ch c nprogramm: Freitag, den 14. d. M„ Samstag und Sonntag „Das Mädel vom Orient",, Montag: Gedenkabend für Max Streng, Dienstag „Das Mädel vom Orient“, Mittwoch „Die drei Kaileß.“ Schach Aus dem Budapester Herbstturnier Halbindische Verteidigung. Weiß: Marshall. -— Schwarz: A. Steiner* (Gespielt in der 8. Ruudc des Siestaturrwers in Budapest, September 1928.)' 1. d2~<14, Sg8—16. 2. Sgl—1*3, c7—e6. 3. Lei—g5, c7—co1). 4. c2—e42), h7—h6a). 5. LgöXifi, Dd8Xf6. 6* Sbl—c3, c5X44* 7. e4—e54), D16—48. 8. Sf3Xd4, Dd8—c7. 9* f2—f4, a7—aG. 10. Sc3—e48), Dc7—b6. 11. c2—c3, d7—d5°). 12. e5Xd67), Sb8—d78). 13* D<11—b38), Db6Xb3. 14. a2Xb3, Sd7—f6. 15. Lfl—b5f, K©8—d8. 16. Se4Xf6, g7XI6. 17* d6—d7J0), Lc8Xd7. 18- Lb5Xd7, Kd8Xd7. 19/ 0-0-0, Lf8—d6. 20. Thl—flu), fG-45. 21, Tfl—f3, K<17—c712). 23. g2—g3, Ld6—c5. 33* Tf3—d3, Ta8—d8. 24* Sd4—f3, Td8Xd3. 35. TdlXd3, Th8—d8. 26, Kcl—c2, Lc5—12. 27. b3—b4, Td8—d6. 28* Kc3-42, TdöXd3t. 29. Kd2Xd3, f7—f6. 30. c3-c4?13), Kc7-d6. 31. Sf3—h4, Lf2—eil 32* b4—b5, a6Xib5. 33. c4Xb5, Kd6—<1514)* 34. Sh4-g6, Lei—b4. 35. Sg6—h4, Lb4—d6. 36. Sh4—f3, e6—e5. 37. I4Xe5, f6Xe515). 38. Sf3—h4, e5—e4t. 39* Kd3—e3, Kd5—e5. 40. SM—g€f, Ke5—f6. 4L Sg6—h4, Ld6—e5. 42. b2—b3, Le5-e7. 43. Sh4—g2, Kf6—g5. 44* Ke3—e2, Lc7—bG. 45. Sg2—f4, Kg5—g4. 46. Ke2—fl19), Kg4—f3. 47* Sf4—g6, Lb6—c7. 48. Sjf6—h4t1T), KJ3—g4* 49. Sh4—g2, Lc7~b6. 50. Sg2—f4, h6*-h5! 51. Kfl—g2, h5—-hd! 52. h2—h3t18), Kg4—g5. 53. Sf4—e6f, Kg5—f6. 54. Sc6—f4, Lb6—a5* 55. g3—g4, La5—42! 56. St4—d5f, KI6—06. 57. Sdö—c7t, Ke6—<J618). 58* Sc7—e8t, Kd6-d720). 59. Sc8-g7, f5—14. 60. Sg7-f5. f4—13t. 61* Kg2—f2, Ld2—«5. 62. Sf5—d4, Lg5—e7* 63. b3—b4, Le7Xb4. 64. Sd4—b3, Kd7—e6. 65. Kf2—e3, Ke6—©5. 66. g4—g5, b7—b6. 67* g5—g6, Ke5—f6* 68. Sb3—d4, Lb4—c5. 69* g6—g7, KI6Xg7. 70. Ke3Xe4, Lc5X44. Weiß gibt auf. Steilung nach dem 29. Zuge von Schwarz- Anmerkungen x) Die stärkste Antwort, welche den Wert des vorangegangenen Lauf er zuges in Frage stellt- ) Besser ist e3. Der Textzug rührt von dem Hamburger Meister Wagner her, ist aber von fraglicher Güte* a> Viel besser ist 4* Db6! Wie z. B. in der Partie Walter—Kmoch, Brünn 1928, geschah. 4) Mit DXd4 hatte Wdß auf Jeden Fall das bessere Spiel infolge seines Entwicklungsvorsprunges. Audi der Textzug ist gut* c) Recht schwach gespielt! Ld3 war natürlich und gut. G) 11. — DXb2, 12. Le2 nebst 12. 0-0 wäre für Weiß sehr aussichtsreich. ) Wieder schwach! Weiß 12. Sf2i, DXb2, 13* Tel, DXa2, 14. kdß hatte Weiß noch immer starken Angriff. V 12. — LXdö scheitert an 13. SXe6! usw. Der Bauer d6 lauft nicht davon. ®) Vergibt die letzte Möglichkeit, Vorteil zu erlangen. Er sollte Dd2 nebst 0-0-0 ziehen. lu) Um dem Gegner nicht im Endspiel das Lauferpaar zu überlassen. “) Schlecht wäre 20. f5, e5!, weil der Bauer f5 zu schwach wird. 12) Es hat SXf5 nebst Tf3—d3 gedroht. — Mit viel Glück hat Schwarz nach seinem schwachen 4. Zug die Gefahren von Eröffnung und Mittelspiel iiberstanden und hat jetzt infolge seines starken Läufers das etwas bessere Spiellu) Der entscheidende Fehler. Bei passivem Verhalten hätte sich das Spiel wahrscheinlich remis halten lassen. u) Viel besser als auf Eroberung des Bauern b5 zu spielen, wobei der Springer auf der Königsseite zu viele Angriffsniögliehkeiten behielte. J,j) Schwarz hat die Auflösung des Doppelbauern erzwungen und steht nun klar auf Gewinn. lö) Es drohte Lgl- 17) Marshall verteidigt sich geschickt, aber er kämpft iür eine verlorene Sache. 1S) Danach erlangt Schwarz zwei verbundene Freibauern. Aber es gab eben keine vernünftigen Züge mehr. 10) Falls Kd7, so 58. Sd5 und f4? scheitert 59. Sf6f nebst 60. SXe4. a0) Nun aber ist’s ausf4 ist nicht zu verhindern und die beiden verbundenen Bauern gewinnen von selbst, Jüdischer Sport Die körperliche Erziehung der jüdischen Jugend in Palästina lieber dieses Thema hielt kürzlich Turnlehref Hugo Rosenthal aus Haifa Vorträge Ln mehreren Städten Deutschlands. Rosenthal schilderte, nuiit welchen ungeheuiren Schwierigkeiten das Erziehungswerk Ln Palästina verbunden sei, da Ln erster Linie eine Tradition fehle, d. h. eLne Bindung an irgendwelche Verga ngenh ei t ser leb nisse der Nation. Die Jugend, die Ln Palästina erzogen wird, stammt aus allen möglichen Ländern, und der Lehrer »steht, trotz des gemeinsamen Lebensstils, keiner geschlossenen Einheit gegenüber; ferner ist auch nicht ohne Bedeutung, daß die Kinder mindestens ein bis zwei Jahre unter den veränderten klimatischen Verhältnissen zu leiden haben. Das Ziel des palästinensischen Erziehungswerkes ist selbstverständlich der jüdische Mensch, und das ist nur auf zwei Wegen möglich: 1. Ueberwindung der Tnaditionslosigkeit durch Schaffung einer neuen Tradition und 2. durch Schaffung eines einheitlichen Menschenschlages. Man versucht eine Tradition zu schaffen durch gemeinsame, immer wiederkehrende Erlebnisse, z. B. durch Einrichtung des Tages der Pflanzungen, an dem sämtliche Kinder lilnauisz'Lohen und jedes ein Bäumchen pflanzt, das es auch später pflegen muß, d»ann durch große Sportfeste, die regelmäßig am Lag Beomer stattfänden, und durch Feiern am 20. Tanimus, dem Todestag Th. Herzte, die aber durchaus nicht den Charakter von Trau er feiern tragen', schließlich die alljährlichen Schulwanderungen, die im Ferienmonat Nissan vorgenommen werden. Die älteren Schüler sind auf diecien Fahrten bis zu zehn Tagen unterwegs, und es müssen mangels Eisenbahnlinien und Ortschaften weite Strecken zu Fuß zurückgelegt werden; die ganze Verpflegung und die Zelte usw. werden auf besonderen Gepäckwagen mit geführt. Den zweiten Weg, die Schaffung des einheitlichen Meuschentyps, sucht man durch Erziehung zur produktiven handwerksmäßigen Arbeit und durch Leibesübungen zu erreichen. Bereits ln den Kindergärten müssen die Drei jährigen leichte Gartenarbeiten machen und lernen, mit Schere und Nadel umzugehen. Wenn die Kinder später in die Grundschule übergehen, verstehen sie bereits zu zeichnen und zu basteln und werden in einem planmäßigen Aufbau mit einem Handwerk bokanmtgemacht. Dieser Unterricht, der durchschnittlich sechs Wochenstunden in Anspruch nimmt, beginnt mit Bearbeitung von Papier und Pappe, geht dann zur Holz- und schließlich zur Metallbearbeitung über. Ein großer Teil der Einrichtungsgegenstände des Internats, wie Tische, Stühle und Schränke