Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1928-09-13 · Heft 37 (13.9.1928) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 37 (13.9.1928)
Date
1928-09-13
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3053752-3053753-3053789--0586-3055873
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 87 DIE STIMME Seife rr 141 PriMdeot dar 0L .& A. (geet. 1826). 15. SctaeK, beitec. 18. Bluts tiHcndes Mittel 19. Nagetier. 20. Papageienart 25. SoWatenabteälung. 27. Stadt in Italien. 29. Kampfplatz. 30. Griechischer Philosoph. 32. Ausruf. 33. Vorsilbe. 34 KJosterbruder (Abkzg.). 3ß. Weiblicher Vorname. 37. WVnteftportgerat 38. Bibi, bekannter Berg. 4Ö. Längenmaß. 41. Englische Kolonie in Sudostafrika. 43. Berggeist, Gnom. 45. Spaß. 46. Vorbild, Abbild. 47. Schubfach, Pult 48. Astrolog WaMcnatcws. 50. Oesterreichisctoer Bundesstaat 51. Nordische Gottheit 56. Bezddmung. 56. Europäische Hauptstadt 60. Gebtrgsemschnitt. 61. Lebensbutid. Ergänzungs-FÜUrätsel e c e, g, h, i, k, 1, o, s, t t. '*v; In die leeren Felder sind obige Buchstaben derart ein- «dsetzen, daß in den wagfechten Reihen 6 Wörter entstellen Die erste und die letzte senkrechte Reihe ergeben dann je eben deutschen Dichter. Das Problem des Zionismus in der Hakoah Keine endgültige Klärung in der Generalversammlung. Die Generalversammlung der Hakoah, die am Montag abends abgehalten wurde, ist jn vieler Beziehung bemerkenswert Fast vierhundert Mitglieder, darunter die ehemaligen Präsidenten Dr. Körner und Ing. Kramer, waren anwesend, was jedenfalls das große Interesse für den Verein beweist. Die Referate.derzwölf Sektionen gaben einen Ueberbück über die umfassende sportliche Tätigkeit der Hakoah, die zweifellos auch ohne den Fußballbetrieb ein bedeutender Allroundverein wäre. Dem Kassebericht war zu entnehmen, daß die Schulden um ungefähr 5 Ö. 0 00 Schilling herab gemindert werden kannten und noch ebensoviel betragen. Bedauerlich ist die finanzielle. Bedrängnis der F e c h t s e k t i o n, für die doch bei soviel materiellem Opfern der Förderer auch etwas getan werden könnte. Die Frage des Amateurismus und P r o f e s s i onalismus sowie die Bildung'der Fußballmannschaft des F. C. Hakoah wurde merkwürdigerweise überhaupt ni c h t berührt. Dagegen nahm das Problem der Richtung des Vereines in jüdischem Sinne einen breiten Raum kt der Debatte ein. Der Vorsitzende, Ehrenpräsident Dr. Fritz Löhner-Beda, erklärte, daß der Verein nach wie vor in den Intentionen der.Gründungsidee, das heißt ira jüdischnationalenSinne weitergeführt werdenwird. Das Wort von der «unpolitischen» Richtung der Hakoah sei so zu verstehen, daß der Verein nicht für Zwecke irgendeiner der vielen zionistischen Gruppen oder Parteischattierung politisiert werden dürfe. Die Hakoah sei jedem Juden zugänglich und es werde angenommen, daß jeder, der dem Verein beitritt, in sich das Bewußtsein des Judentums trage. Die Worte Herz 1 s: , «Das Judentum wird entweder nicht sein oder es wird zionistisch sein», seien die Tendenz der Hakoah. Das Mitglied der Schwiunmsektion Viktor Kornmehl stellte den A n t r a g, es möge zur Durchführung der Bestimmungen in den Statuten bezüglich des Zionismus, für die übrigens einige Verbesserungen angenommen wurden, eine eigene Kommission geschaffen werden. In der sich daran schließenden Debatte warnte Dr. Valentin Rosenfeld davor, neben der sportlichen Tätigkeit noch in zionistischer Beziehung Zwangsmaßregeln einzuführen. Näch lebhafter Kontroverse, in der auch die zionistenfeindliche Haltung der «Austromarxisten» betont wurde, und nachdem festgestellt wurde, daß zionistische Referate bereits statutarisch festgelegt seien, wurde der Antrag Kommieihl m i t knapper Majorität a b g e 1 e h n t Dr. Löhner, der wieder zum Präsidenten gewählt wurde, übernahm provisorisch auch die Leitung des Zionistischen unddesju-gendreferates. Als geschäitsfübrender Vizepräsident wird Herr Dezsö Herbst tätig sein, ln die Klublritung wurden noch gewählt die Herren Königsberg, Dir. MargulI6s und Dozent Dr. Deutsch. Als medizinischer Beirat wird Dr, Heiter, als juristischer Dr. Menkes amtieren. Zu Revisoren wurden Fritz Sonnenschein, Oskar Schladnich und Josef S k a 11 bestimmt Die große Auseinandersetzung über die Frage des politischen Bekenntnisses von Hakoah-Mitghedern soll in einer eigens hiezu einzuberufenden Versammlung stattfinden. VeretellrStMl Tank, Roma, Saum, Odem, Reti, Reiz, Sela, Sen!, Fort, Talk, Nora»»Siam, Dame, Bart, Star, Lade» Furt Die Buchstaben obiger Wörter arod derart nrozustdlen, daß neue Wörter entstehen, deren Anfangsbuchstaben daan eta bekanntes Sprichwort ergeben. Afiflftftfagen der Rfttset mm Nr. 36 Kreuzworträtsel: Wag recht: 1. Pisa. 5> Tran. 8. Staub. 10. Meran. 11. Tapir. 13. Ala. 15. Eene. 18. Ovai 19. Ilona- 21. Emil. 22. Reh. 23. Rossini. 25. Oel. 26. Arena. 28. Esten. 30. Non. 31. Mur. 33. Ase. 34. Tee. 35. Als. 36. Log. 37- Das. 39. len. 42. Irade. 44 Irene. 47. Rat. 49. Tataren. 51. Pa«. 53. Alias. 55. Nagen. 56, GoK. 57. Tante. 59. Jan- 60. Armee. 61. Eitel 62. Erlau. 63. Ula, 64. Inka- — Senkrecht: 2. Ispahan. 3. Stil. 4. Aar. 5- Tre. 6. Rabe- 7. Anemone. 9. Balsam. 10. Manier. 11. Torf. 12. Ave- 14 loa. 16. Nie. 17, Elle. 19. Ion. 20. Ans. 23. Renegat 24. Italien. 27. Roter. 29. Essen. 32. Ufa. 36. Litanie. 37. Detail. 38. Sirene. 40. Nepomuk. 4L Grat 43. Dan. 45. Ren. 46. Kufe- 48. Aha. 50. Aga. 52. Me. 54 St«. 56. Gran. 58. Eta. 6b. AU. Zahlenrätsel: 1. Sparta. 2. Celebes. 3. Huegel. 4. Orchidee. 5. lohn. 6. Eremit. 7. Mumie. (Scsholem Alechem-) Glelchung3rätsel: Kap-HEUe—c)+CMetesen—$enHTer= Kapellmeister, Hakoah in klarer Führung Die jüdische Mannschaft konnte auch ihr drittes Spiel in der Meisterschaft der zweiten Klasse überlegen gewinnen. Sie schlug ihren Gegner vom Sonntag, Bewegung XX, 7:0. In der ersten Hälfte war bereits der Stand von 2:0 erreicht. Dadurch hat die Hakoah 6 Punkte «reicht und führt klar in der Tabelle. Die Schärfe und Gehässigkeit der gegen die Hakoah angewendeten Spielweise traf auch in dieser Begegnung zutage. Die Vereine spielen mit größter Erbitterung gegen die jüdische Elf, um ihr diesen Erfolg zu erschweren. Es wird mit allen Mitteln gearbeitet, um die Hakoah durch Verletzungen ziu schwächen. Die Provokation der jüdischen. Spieler ist ein beliebtes Mittel, um dem an sich nicht sehr befriedigenden Schiedsrichter Gelegenheit zu geben, Hakoahner zu maßregeln. So wurde diesmal N e u- •feld nach einer vorangegangenen-Roheit eines Gegners in drakonischer Weise mit dem Ausschluß be straft. In der jüdischen Mannschaft debütierte der., aus Amerika zurückgekehrte Gold, der der Hakoah wiedei beigetreten ist, als linker Verteidiger mit großem Erfolg. Erst in der 37. Minute gelang es den Blau-Weißen, aus einem Sololauf Mausners den ersten Treffer zu erzielen. Zwei Minuten später verwandelte Newfeld einen Elfmeterstoß. Nach der Pause schoß Mausner drti weitere Tore. Ein Eigengoal des Gegners und ein Treffer Heß’ stellten das Endresultat her. Die große Anteilnahme für die Kämpfe der von dem bekannten Zionisten Max Schiff mann geleiteten Mannschaft zeigte sich wieder in dem starken Besuch des Wettspieles, dem der Punktewettkampf der ersten Liga zwischen F. A. C. und W. A. G voranging. Trotz des gleichzeitig auf der Hohen Warte stattfiifd enden Mitteleuropa-Cupmatchs Admira— Ferencvaros hatten sich in der Krieau fast 6000 Zuschauer emgefunden. Folgende Hakoahmannschaft bestritt das Spiel: Oppenheim; Scheuer, Gold; Potlack, Strohs, Fried; Schweinburger, Heß, Neufeld, Mausner, Katz. , , , Das jüdische Gddtaod <Se «Wfinfe dec ersten Liga* Es ist die alte Geschichte: Das Geld der Juden ist rin Faktor, mit dem man überafl rechnet Man nimmt es mit Freuden, aber eben so gerne versucht man, dem jüdischen Publikum eins zu versetzen, beim gleichen Anlaß, bei dem man sich vom jfkfi sehen GeW Sanierung verspricht Die Sensation der vor kurzem begonnenen Henbstmristeftchaft ist dfc Zuschaoefzitfer, die sich bisher Sonntag für Sonntag bei den Kämpfen der Hakoah eingebunden hat Die Anhänglichkeit des jüdischen Publikums und sein Interesse für den Neuaufstieg der Blau-Weißen hat bereits erstklassige Wiener Ligavereine veranlaßt, gemeinsam mit der Hakoah Veranstaltungen durchzuf Öhren. So werden die Krieauer am 23. d., anläßlich des Debüts von Rapid in der Herbstmeisterschaft, auf dem W. A. C.»PIatz das Vorspiel bestreiten. Am letzten Sonntag hat vor dem Meisterschaftsmatch der Hakoah gegen Bewegung XX der erstklassige Punktekampf F. A. C.—W. A. G stattgefunden. Es hat nicht geringe Ueberraschung >m Wiener Fußball hervorgerufen, daß das Spiel der Vereine der ersten Liga das Match der jetzt zweitklassigen Hakoah eingeleitet hat. Der W. A. G sträubte sich ohnehin dagegen, mußte aber dem Wunsche des Floridsdorfer A G, d!er Platzwahl hatte, gemäß den Verbandsbestimmungen entsprechen, ln einem Teile der Presse, besonders im «Sporttagblatt», wurde wegen der «Erniedrigung» der ersten Liga lebhaft Klage geführt. In demselben «Sporttagblatt», das vor einiger Zeit die Teilnahme der Hakoah an der. Meisterschaft als erhaltenden Faktor des Wiener Fußballsportes bezeichnet hat — ein anderes Blatt sprach dieser Tage von der Hakoah als Haupttreffer der zweiten Liga — wurde von «Würdelosigkeit der ersten Klasse» gefaselt Vor acht Jahren, als die Hakoab als zweitklassiger Verein io Gesellschaft von Erstklassige« den Pokal der «Reichspost» gewarnt, hat man anständigerwesise nur das Geld des jüdischen Publikums *m Auge gehabt. Dem «Sporttagblatt» blieb es Vorbehalten, in Würdigung des jüdischen Geldes von «Würdelosigkeit» zu sprechen. Hagibor Wasserballmeister der Tschechoslowakei Der jüdische Verein Prags hat einen großen Erfolg erzielt. Im Entscheidtmgskampf um die WasserbaUmeisterscha.1t der Tschechoslowakei schlug Hagibor den P. ,F. E aus Bratislava. Die jüdischen Wasserballer haben in der letzten Zeit sprunghaft Fortschritte gemacht Der seinerzeitige Prager Aufenthalt des Mitgliedes der Wiener Hakoah Reich und die Spiele mit dem Wiener Brudervereiü waren für Hagibor von großem Vorteil. In der tschechoslowakischen Auswahlmannschaft ist Hagibor ständig durch mehrere Spieler Vertretern- Die Erringung des Wasserball- 'Meistertitels der Tschechoslowakei durch Hagibor ist zweifellos ein bedeutender jüdischer Sporterfolg. '■ Gute Leistungen beim Makkabifest in Breslau Der deutsche Kreis im Macca bi - Weltverb an« trug neulich in Breslau seine leichtathletischen Meisterschaften aus. Dabei konnten die Berliner Vertreter gute Erfolge erzielen. Levin (Bar Kochba) gewann die 100 Meter in 10,8, mit einem halben Meter vor seinem Ver-‘ einskameraden Kurz L Ueber 800 Meter wurde Bergmann (Berlin) von seinem Vereinskameraden Janklowitz geschlagen, da er noch nach dem in 53 Sekunden überlegen gewonnenen 400-Meter-Lauf erschöpft war. 3000-Meter-Meister wurde Katz (Bar Kochba) in 9:18 mit 40 Meter Vorsprung von Cohen (Berlin). Die Berliner belegten in der Sprintstaffel 4X100 Meter mit 44 und 46,7 Sekunden die ersten beiden Plätze,. Der Tennisklubkampf ^wischen Hakoah (Wien) und M a k k a b i (Brünn) endete in der Krieau 10 :10 unentschieden. Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Verefoherungsbeatand Garantiemittel Ende 1927 1 Milliarde und 600 Millionen Schilling 192 Millionen Sohilllng Prämien- und ZIneeneInnahmen Im «fahre 1927 71 Millionen Sohilllng TlUgkeftegebfet der Qeeelleohnft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik' Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türkei, Aegypten Die Geselleohtft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Weuefngefflhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rück* erstattung der eingezahiten Prämien bei Ableben des Kindes) Invalidltitevereloherung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals naoh dreijähriger Dauer der Invalidität) m JÜDISCHER SPORT iPiniwüiHMinai mmmm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.