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Die Stimme · 1928-08-30 · Heft 35 (30.8.1928) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 35 (30.8.1928)
Date
1928-08-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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oQnv iv DIE STIMME Mr. 35 keiten a der Rochade. — T) Dieser Tausch ist verfehlt, er schwächt bedenklich die schwarzen Felder und stärkt die wct&e Mitte KhS nebst Le7 und f5 war die richtige, vortedhafte Fortsetzung. — *) Se4 muß verhindert werden. — ®) Die Krise der Partie ist herangereift. Es soHte sich nun in wenigen Zügen heraussteilen, wer die besseren Chancen hat — 10) Weiß strauchelt. Richtig war 17. SXc4, eXd, 18. cXd, TXd4, 19. sco nebst Belagerung des Bauern c6, der auf die Dauer kaum zu halten ist. Nun kommt Schwarz rasch in klaren Vorteil. — n) Ursprünglich wollte Capablanca 18. Dhn niehen, um auf 18. ----- cXd mit 19. Sgö fortzufahren. Jetzt aber bemerkte er, daß Schwanz dann mit 19. — h6 20. SXf7-f, TXf7, 21. DXf7, dXc die Qualität opfert und durch das Uebcrgcwicht auf der Damenseite gewinnt. Die Lage wird nun für Weiß mit jedem Zug schlimmer. — 12) Die gegnerische Mittel Stellung muß um jeden Preis gesprengt werden; andernfalls kommt der schwarze Springer entscheidend nach d5. — 13) Das Nehmen mit dem Springer führt fordert zum Verlust, weil dann Weiß im 25. Zuge nicht vorstellen kann. — M) Erzwungen. Auf 25. Khl gewinnt 25. — Dd5, 26. f3, Te8!, drohend sowohl TXe4! als auch Lse4 usw. Auf 25. kfl folgt 25. -*LX«4! 26. DXe4, Dh34-, 27. Kel, DXc34usw. mit leichtem Gewinn. Es bleibt also nur das Qualitätsopfer übrig, um den Mattangriff zu stoppen. — t5> Bd wichtigem Gegenspiel sollte rmn die weiße Partie rettungslos verloren sein. Aber Niemzowitsch braucht zu lange, um seine Nerven nach den voran gegangenen Aufregungen zu beruhigen. Er begeht jetzt einige kleine Fehler, so daß Weiß neuerdings Chancen bekommt. — lß) Viel stärker war das Damentauschoffert 27. — Dd6. Z. B.: 28. DXd6, TXd6, 29. e4 (die einzige Chance), fXe, 30. fXe, Tf3, und Schwarz gewinnt ohne Mühe, da er mit einem Turm eingedrungen ist und der weiße König abge schrotten bleibt. — 1T) Viel vorsichtiger war abXbS, derm nach dem Textzug wird die letzte Gewinnchance, weiche sehr starte — 18) Vergibt die letzte Gewinn Chance, welche in 3t. — Dd6 bestand. Zwar kann dann Weiß mit 32. Dd4, MDb6, 33. DXb6, TXdb, 34. db usw. lebhaften Widerstand leisten, doch muß die Qualität schließlich triumphieren. — *.•) Darauf hatte sich Niemzowitsch in der Vorausberechnung verfassen. Der Springer war natürlich nicht zu nehmen. — 20) Oder: 35. — Drd6, 36. SXd6, TXf5, 37. d8D-f-, Tf8, 38. Dc7, TXd6, 39. DXc2 und das Endspiel steht auf Remis. — 21) Eine böse Uebenrasch-ung für Niemzowitsch, der nur mit 36. TXgb-h hXg, 37. Dh6 gerechnet hatte, worauf 37. Db6-f nebst Df6 leicht gewinnt. Das Textzug ist viel stärker, es droht Matt in zwei. Das folgernde Qualitätsopfer ist ziemlich erzwungen. — ’n) Capabianca bot mm Remis an, was Niemzowitsch akzeptierte, und zwar im Hinblick auf die Folge 37. De8-K Tf8, 38. TXgö-f, hXg, 39. DXgb-h Kh8, 40. Dh6-{- usw. mit ewigem Schach. Kunstschach J. Scheel (Casopis 1916, 1. und 2. Preis geteilt.) Matt in 3 Zügen. Lösung der EndspielstuÄe ln Nr. 34 1. d4, TXd4, 2. e7, T<&+, 3. Kg71, Td8, 4. Kf7 und gewarnt (Wenn 2. — Te4, 3. Se6, .Kd7, 4. Sc5-f und gewinnt) . Rätselecke. Redigiert von Joto. Magisches Silbenquadrat Wagrecht senkrecht 1 2 3 2 8 In iedes Feld ist eine der untenstehenden Silben derart einzusetzen. daß Wörter von folgender Bedeutung entstehen: 1. Pflanze, 2. Getschergeröll, 3. Strom in Afrika. Silbern Gal, rrri, mo, mo, ne ne, rä, se, se. Adreßrätsel Horrn r t Paul Padang Wien •Was für ein Geschäft hat der Herr? Kreuzworträtsel 1 1 nj r- 5 r*‘ ■ L_ □ 1 □ fiT" ■ □ U Ta* ta* d 14 ■ ps \T rr“ ■L ■ ■ Ts” 19 n Q n 57“ U 22 ■ :3 24 m 25 □ 26"” 27 23 ■ 29 i 1 i 30 □ l n H sT” 33 34 ■ |S6 ST" 88 H BiP" i i i 58 4Ö~ 41 4?" IT" R p | 4 > "i!l itß ■ 47 IT” Ja" | *'ri i L ST" t ■ 53 ■ " 1 □ 9 |65 u c i i ■ r 86 c c n LJ l LJ LJ Ü Wag recht. 1. Göttin des Unheils. 5. Nebenfluß der Saale. 8. Vorfall. 10. Medikamentcnform. 11. Bischofsmütze. 13. Das Wenigste, Geringste. 15. Leichte Fußbekleidung. 17. Bindewort 18. Stimmlage. 20. Wacholderschnaps. 21. Papiermaß. 23. Wassergeist 25. Turngerät 26. Fahrgast. 29. Astrolog Wallcnstcins. 30. Vcrbindungsstiift. 32. Alpenblitme. 37. Inhaltslos. 39. Fliüssigkeitsrest. 40. Anhänglich, ergeben. 43. Sinnesorgan. 45. Englischer Untertan. 47. Vorsilbe. 48. Jüdischer Stamm. 50. Rundbau. 52. Menschenrasc. 54. Auswahl. 55. Vorbau, Balkon. 56. Flüssiges Fett. 57. Ist (lat.). Senkrecht 2. Goldimitation. 3. Schlingpflanze. 4. Gebirgseinschnitt. 5. Weiblicher Vorname. 6. Hundeschur; auch Fluß in Dcutschand. 7. BaumhüMe. 9. Franzos. Physiker (gest. 1853). 10. Nadelbaum. 12. Weiblicher Vorname. 13. Nebenfluß der Drau. 14. Planet. 15. Schmale Brücke. 16. Knecht. 19. Weiblicher Vorname. 22. Lanze. 23. Erdteil. 24. Strich, Umriß. 25. Franzos. Festung. 27. Und (engl.). 28. Gefrorenes Wasser. 31. Sinnestätigkeit 33. Flachs. 34. Fürwort. 35. Stadt in Böhmen. 36. Körperteil. 37. Schicksal. 38. Eine Verlassenschaft antreten. 41. Ständiger Ocldcrt.'zg. 42. W.T ■' : Nibelungenlied. 44. Zögling (französ.). 46. Gebirge in Nordafrika. 49. Stadt in Rußland. 51. Verlassen, wüst. 53. Mäßig warm. Auflösung der Rätsel In Nummer 34 Kreuzworträtsel: Wagrecht: 3. Ger. 5. Bis. 7. Reseda. 9. Oberon. 12. Reno. 14>Eeon. 16. Eton. 18. Gebet. 21. Leda. 23. Len. 24. Senegal. 26. Tra. 27. Diana. 29. Tre. 30. Asten 32. Erbe. 34. Rate. 36. Udo. 37. Terz. 39. Giro. 41. Berg. 43. Eisen. 45. Tau. 47. Neger. 50. Lee. 51. Entente. 54. Ehe. 55. Urne. 57. Aorta. 58. Ares. 59. Sieb. 61. Riga. 63. Natter. 64. Parade. 65. Lea. 66. Tave. — Senkrecht: 1. Besen. 2. Tirol. 3. Gerona. 4. Ren. 5. Beg. 6. Sonett 8. Doge. 10. Beta. 11. Held. 13. Eber. 15. Saar. 17. Teil. 19. Ente. 20. Eger. 22. Drei. 24. Satrdine. 25. Laterne. 28. Neige. 31. Serge. 33. Bor. 35. Ate. 38. Tier. 40. Otto. 41. Bunt. 42. Zehe. 43. Ekil. 44. Sensal. 46. Aera. 48. Gerade. 40. Rest. 52. Nalbe. 53. Tara. 56. Eiter. 58. Agave. 60. Eta. 62. Ira. Magisches Quadrat: 1. Samum. 2. Aren«. 3. Meute. 4. Unter. 5. Maerz. Logogriph: Main — Kain. Scherz und Humor On parle jargon Zwei Herren fahren in der Berliner Elektrischen von einem angebrochenen Abend heim. Sic erzählen einander jüdische Witze. Kfemgeoht. Schwelgen im Jargon.. Ihnen gegenüber sitzen, die Pfeife im Mund, eitrige Arbeiter; sie belauschen das Paar wohlgefällig. Plötzlich nimmt einer dde Pfeife aus dem Mwnd und fragt hinüber: «Die Herren sind Oest’reicher?» Und auf das zustimnuende Kopfnicken der beiden: «Merkt man sofort an der Aussprache!» Zu lauge ln einem jüdischen Städtchen in Rußland gelang es dem Popen, der auf die «Seelenrettung» der Juden erpioht war, durch schweren Druck auf die jüdische Bevölkerung zwei Juden zur Taufe zu bringen. Er bestellte sie für einen Nachmittag in die Kirche, aber er selbst kam nicht Dde beiden warteten eine, sie warteten zwei Stunden, dann wurde es ihnen zu lange und sohHeßÜch meinte der eine: «Worauf sollen wir noch warten? Gehen wir lieber M'incha dawnen!» TUDISCHER SPORT Die jüdische Sportbewegung als Schrittmacher des österreichischen Sportes Zum Weltrekordler-Schwimm-Meeting der Hakoah In den letzten Tagen war Wien der Schauplatz eines Schwimmfestes, dessen Niveau durch die Qualität der Teilnehmer bisher in dieser Stadt noch nicht erreicht worden war. Die rührige Schwimmsektion der Hakoah, die seit einer Reihe von Jahren dem österreichischen Schwimmsport neue Impulse gibt und ein immer .größeres Publikum für diesen Spoi^zweig zu interessieren versteht, hatte es unternommen, einige der berühmtesten Schwimmer der Welt nach Wien zu bringen. Die bei dem dreitägigen Meeting des jüdischen Vereines gestarteten Schwimmer zählen zu den schnellsten aller Zeiten. Der Schwede Arne B o r<g, den die Blau-Weißen schon im Vorjahre dem meSiSwa '>? * j ■MM ,;*i 'XI hupp jm&mm %&}* . '' 3&iiÜiÜÜ Rudolf Zimet. SrW>£' yf'-A. Vjf*/.<!*■■ V.!■, Wiener Publikum vorgeftthrt haben, der Amerikaner Georges Kojac, dessen Landsmännin Martha Norel ia s sind Inhaber zahlreicher Weltrekorde. Der vierte Gast, der Amerikaner Buston Craibbe kommt gleichfalls in seinen Zeiten den Weltbestleistungen nahe. Kojac hat übrigens im D i a n a b a d e i n e n neuen W el t rek o rd a u fges tei l t. Es ist klar, daß die Produktionen so glänzender Vertreter des Schwimmsportes, deren Stil, Schulung und Methoden überaus instruktiv sind, für die weitere Entwicklung dieses Sportzweiges in Wien von großem Propagandawert sind. Die vollen Häuser des Meetings beweisen übrigens die Anteilnahme des Publikums für interessante Veranstaltungen. Die jü<Hsche Initiative hat also wieder einmal den österreichischen Sport in hervorragender Weise befrachtet. 25 Jahre Makkabi-Mitglied Es gibt wenige Sportleute, die mit solcher Liebe und Aufopferung für die jüdische Sache tätig sind wie der bekannte jüdische Sportlehrer Rudolf Zürnet, der in Kürze sein 25jähriges Jubiläum als Makikabi-Mitgiied feiert. Als Allroundsportsmann hat er in den Gründungsjabren der jüdischen Turnvereine und der Hakoah fleißig mitgearbeitet und zu deren Aufschwung beigetragen. Er war nicht nur in Wien, sondern auch, nach Absolvierung der Hochschule für Leibesübungen in Berlin, lange Jahre in Deutschland als geprüfter Sportlehrer tätig. Seine langjährigen Erfahrungen, speziell in der Gymnastik, im Turnen und im Konditionstraining bat Zimet auch sportjoumaKstisch verwertet und damit gute Dienste geleistet Seitdem die Gymnastikkurse des «Makkabi IX», Liechtensteinstraße 20, von Zimet geleitet werden, hat der Verein durch seine ersprießliche Arbeit sehr gewonnen, was die große Mitgliederzahl und der gute Besuch der Tum abend e beweist. Seinen guten Ruf, besonders als Spezialist in der Gymnastik, beweist auch die Berufung in den Vorstand des Verbandes der österreichischen Sportlehrer. Anläßlich des 30jährigen Bestandes des «Makkabi IX;. der durch Jutoiläums'festlicbkeiten im nächsten Frühjahr, verbunden tmt einem großen Schauturnen, gefeiert werden soU, wird auch gleichzeitig die Ehrung der 25jährigen Mitgliedschaft des Sportlehrers Zimet stattfinden. Jüdische Box-Erfolge in Berlin Der jüdische Boxklub Maccabi konnte durch einen überraschend hoben Sieg über den Stettiner Sportklub von 13:1 Punkten den wertvollen Pokal der Gemeinde Heringsdorf erringen. Die K.-o.-Sieger waren Malz über Ruppel in der 2, Runde. Buchbaum

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