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Die Stimme · 1928-08-02 · Heft 31 (2.8.1928) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 31 (2.8.1928)
Date
1928-08-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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Nr. »1 DIE STIMME Seite 11 daß ans der Fußbalteetoiofi der Hakoah in jeder BeeSehumg wieder etwas wird. Die Rüdklkehr und Erhaltim-g Artur KoBsch‘ wäre für den jüdischen Sport em wTikchätasbarer Gewinn und würde viele mit der voriäuftg halben Lösung bei der Rakoalh versöhnen. Die Krise der jüdischen Amateurvereine Die Interesselosigkeit der jüdischen Oeffentlichkeit gegenüber den jüdischen Amateursportvereinen hat dazu geführt, daß der jüdische Amateurfußballsport in Wien vor dem vollständigen Zusammenbruch steht. Während in den ersten Nachkriegsjahren in Wien fast 16 jüdische Fußballvereine bestanden, die hunderten jüdischen Jungen Gelegenheit zur körperlichen Betätigung boten, vegetieren heute fünf jüdische Sportvereine. Dem Abströmen der jüdischen Amateurvereine in das sozialdemokratische Lager wird teilnahmslos zugesehen. Die großen finanziellen Schwierigkeiten der jüdischen Klubs werden nicht gemildert. Did Vereine erhalten von keiner Seite materielle Unterstützungen und die Mitglieder allein sind nicht imstande, die Klubs zu halten. Sportlich werden die jüdischen Vereine durch den Fußbaüverband arg benachteiligt. So wurde dem S. C. Makkabi, der in der dritten Klasse Ost die Meisterschaft errang, diese auf dem grünen Tisch ab gesprochen und dem S. C. Alexandria zuerkannt. Mit Ausnahme Makkabis haben alle anderen jüdischen Vereine schlecht ab geschnitten. Hasmonea nahm die Meisterschaft von der leichten Seite und muß das mit dem A b s t i e g in die zweite Klasse büßen. Hagibor landete in der zweiten Klasse Ost auf dem drittletzten Platz, Menorah und Hechawer besetzten die letzten Plätze in der dritten Klasse Ost Bei Hechawer ist eine schwere Krise ausgebrochen, die zur Auflösung des Vereines führen dürfte. Die einzige jüdische S t e m m s e k t i o n der Welt, die früher der K a d i m a h angehört hat, ist dem Poale- Zion beigetreten und hat dort unter dem Namen Cheruth einen jüdisch-sozialistischen Arbeiterverein ins Leben gerufen. Der Verein wird von Poale-Zion und von der sozialdemokratischen Partei wirksam unterstützt. Die K a d i m a h ist nur mehr ein Schatten von einst und nimmt an keiner Meisterschaft teil. Da das jüdische Publikum .anscheinend nur für Professionalvorführungen Interesse hat, ist der jüdische Amateursport zum Sterben verurteilt Der Arierparagraph im Alpenverein. Aus Berlin wird berichtet: Die Klage der seinerreichischen Alpenvereines ausgeschlossenen sieben zeit aus der Sektion Berlin des Deutschen und Oesterjüdischen Mitglieder auf Aufhebung der Ausschließung ist nunmehr vom Kammergericht ab gewiesen worden. Der Ausschluß war seinerzeit im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen über die Judenfrage erfolgt. Die Ausgeschlossenen hatten dagegen Klage erhoben und bei der Zivilkammer ein obsiegendes Urteil erlangt. Daraufhin legte die Sektion Berlin Berufung beim Kammergericht ein, der stattgegeben wurde. Den Klägern wurden die Kosten des Verfahrens auferlegt. Es gibt für jüdische Sporttreibende eben keine andere Möglichkeit, als die mit jüdischem Geld lebensfähig gemachten Hakenkreuzsportverbände zu verlassen und in jüdisch-bewußte Organisationen einzutreten. Am Samstag, den 28. d. werden die Olympischen Spiele in Amsterdam feierlich eröffnet. Unter den österreichischen Teilnehmern sind die Juden vertreten durch: Hedy Bienenfeld, Klara Bornett, Fritzi Löwy, durch den Fechter Lion und den Ringer S c h 1 a n g e r. Der Warschauer Makkabi im eigenen Schwimmstadion Wie uns aus Warschau berichtet wird, hat dort vor einigen Tagen die Eröffnung der eigenen Schwimmanstalt, des sogenannten Schwimmstadions des „Makkabi“ auf der Weichsel unter besonderen Feierllohkeiten stattgefunden. Die Anlage ist die schönste in ganz Polen, ist zwei Stock hoch und bat, von außen gesehen, die Gestalt eines Hochseedampfers. Das Bassin Ist 25 Meter lang und 6 Meter breit. Die Anstalt hat auch eine ganze Reihe von geräumigen Kabinen, ein eigenes Klubzimmer und ein großes Sonnenbad. Etwa 700 Personen, unter ihnen Vertreter der Regierung, des Stadtrates, der jüdischen und polnischen Sportvereine in Warschau, sowie zahlreiche jüdische Organisationen waren zur Eröffnungsfeier erschienen. Der Präsident des „Makkabi“, Dr. Färber, gab ln seiner ErftfhMngsrede einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte dieses neuen Sportzentrums, dessen Errichtungskosten im Betrage von 70.000 Zloty durch Spenden der Vereinsmitglieder, durch Zuwendungen einer Anzahl wohlhabender Juden und einen Beitrag des Stadtrates ln der Höhe von 5000 Zloty aufgebracht wurde. Es sprachen noch die Delegierten des Stadtrates und einige jüdische Sejmdeputierte, worauf unter den Klängen der polnischen Nationalhymne, der „Tikwah“ und der „Techesaknah“ das Schwimmstadion für eröffnet erklärt wurde. Der pal&tioensisdfe AMred-Mond-Pokal Der Sportverein „Hapoel“ (Der Arbeiter), der erst vor kurzem den palästinensischen Fußbaflpokai errungen hatte, hat, wie aus Jerusalem gemeldet wird, auch den Melchett-Pokal, der von Lord Melchett (Sir Alfred Mond) für das beste Fußballteam gestiftet wurde, errungen. Eine palästinensische Auswahlmannschaft, die von Lord Melchett begründet and gefördert wird, begibt sich, wie wir bereits berichtet haben, im Oktober nach England, um gegen einige der besten englischen Teams zu spielen. Es werden etwa 20 Fußballer sein, die die palästinensische Landestracht tragen und ein palästinensisches Banner mit sich führen werden. u * Die neue Touristenhütte der «Hakoah» (Entwurf Battrat Dr. Arnold Karplus) Für das Tourfstenbeim der Hakoah wurden uns auf Grund des Aufrufes in Nr. 30 unseres Blattes, von Herrn Wilhelm Blüh, Graz, Annenstraße 31, S 200.— überwiesen. Kestler (Hakoah) übersiedelt aus beruflichen Gründen nach P r o ß n i t z, wo er beim dortigen Makkabi als Spieler tätig sein wird. ErnÖ Schwarz, der hervorragende, frühere H:|.oah- Spieler, fährt dieser Tage nach Schottland, um sein seinerzeit von uns gemeldetes Engagement beim schottischen Fußballmeister Glasgow Rangers anzutreten. Nach Amsterdam ist auch der bekannte Schwimmtrainer der Hakoah, Zsiga Wertheimer, in Begleitung seiner Schützlinge Bienenfeld und Löwy gefahren. Im Grazer Team hat auch ein Spieler der dortigen Hakoah am letzten Sonntag mitgewirkt. Es ist der Tormann Kraus, der sich gegen die schußgewaltigen Admirastürmer, die den Angriff der Wiener Auswahlmannschaft bildeten, sehr gut gehalten hat. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I., Kärntnerstraße 28. Telephon 77.485/86. Postsparkassen-Konto 10Ö.208. Ausweis Nr. 28. Summe der Eingänge vom 19. bis 26. Juli 1928 S 1.051.92 Summe der Eingänge v. Rosch Haschanah 5688 „ 100.696.— Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten. Büchsen 669.42, Baumspenden 235.10, Sammlungen bei Familienfeierlichkeiten 74.54, Herzl-Abzeichen 35.20, Imitaschensammlungen 14.96, Allgemeine Spenden 12.70, Spenden anläßlich von Promotionen 10.—. Spezifikation der Eingänge, nach Bezirken und Gruppen geordnet. Zentrale 68.66, Zion. Sektion Leopoldstadt 100.—, Zion. Sektion Prater 49.70, Kwuzah Achwah 157.58, Brith Hätnlschmar 15.20, J. S. A. J. 49.60, Mirjam 15.—, Verband Büchsen: S 669.42. I. B e z i r k: Firma Armin Biel 8.36, S. C. Hakoah 10.—, Dr. Leonhard Eckstein 6.40, Dr. Nadja Stein 10.—, Max Diamant 4.50, Max Eckstein 17.—, I. Frankel 3.—, Simon Kobn 4.50; II. Bezirk: Dr. Paul Steiner 5.67, Schächter 4. , Eisig Torczyner 3.63, M. Abramowicz 11.—, Elias Blumctifeld 3.40, Josef Lemberger 5.—, Gustav Austerlitz 6.35. Bernh. Grünhut 10.—, David Kessler 3.01, Ing. Robert Stricker 5.—, Dr. Armin Kohn 4.20; IV. Bezirk: Pinkas Engelstein 3.—, Julius Blitz 5.60, Lfly Brod 10.—> Artur Holzer 3.60, Irma Schnabel 3.32, Ludwig Adler 4.30, S. Rokowitzky 3.30, Dr. Friedmann 11.34, Dr. Max Schnabel 3.IO, Anna Seemann 4.10, Dr. H. Löw 4.14, Leo Fischer 13.—, Nahum Magasanik 4.—, Dr. Basch 3.—, Fritz Fischei 3.— . Samuel Nachwalger 3.56, Jakob Borak 9.—, Hermine Brah 3.10, Wölf Heller 5.20, Hans Altschul 10.78, Siegmund Feldmann 3.—; VII. Bezirk: Maximilian Bassel 5.—, Leopold Schorsch 3.70, Jakob Groß 10.10, Brüder Haber 4.30, Doktor Groß 3.50, Frieda Pollack 3.21, Dr. Scheli 3.11, Dr. Heiririch Kiwe 3.—, Dr. Adolf Grünberg 5.—, Marianne Stern 4. —; VIII. Bezirk: Dr. Berthold Steif 5.—: IX. Bezirk: Juda Kanner 3.89, Versorgungshaus 7.73, Rosa Jorisch 3.05. Chajes-Wald (24. Liste). Verband der Radikalen Zionisten: durch Frau Ph. Brenner Spendenerlös bei Vermietung von Fenstern beim Festzug Sonntag, den 22. Juli 90.—; Bez.-Rat N. Rappaport Sammlung 100.—: Jehuda Rintzler 50.—, Singer u. Horowitz 10.—, Schanzer 5.—, Dr. Selzer 10.—, N. Rappaport 5. —, Kahane 10.—, Dr. Rosenhaupt 10.—; Frau Pauline Halberstamm a N. Marietta Leiter 1 Baum 10.—; Kwuzaii Achwah Sammlung 35.10: Fischer 3.—, S. Vogel 3.—, Samuel Kern 3.—, R. Preiss 3.—. Sammlungen bei Familienleierlicbkeiten: S 74.54. Verband der Radikalen Zionisten: durch Frl. Löw- Scherzer Sammlung bei Hochzeit Löw 27.54; Zion. Sektion Prater durch Frau Sophie Brückenstein-Chune Dörfler und Leo Schräge Sammlung bei Hochzeit Weinig-Günsberg, Baden, 47.—: Dr. Günsberg 15.—, Sch. Günsberg 5.—, Doktor B. Berger 5.—, Leon Schräge 5.—, Gerson Günsberg 5.—, Weinig 3.—. Herzl-Abzeichen: S 35.20. Am Verkauf der Herzl-Abzeichen beteiligten sich: Brith Hamischmar 15.20, Kwuzah Achwah 20.—. Imitaschensammiungen: S 14.96. Bernhard Grünhut 4.80, Josef Brenner 4.32, Kwuzah Achwah 5.84. Allgemeine Spenden: S 12.70. Dr. Benno Schwoner 10.—, Sektion Prater Sammlung bei Beten am 25. Juli 2.70. Spenden anläßlich von Promotionen: S 10.—./ David Paporisch anl. der Promotion seines Sohnes Dr. Joachim Paporisch 10.—. Nachtrag. Für den Chajes-Wald sind noch folgende Spenden eingegangen: Sammlung durch Frau Berta Berliner-Bato in Sauerbrunn 35.—: Rosa Werth 5.—, Fischer 2.—, Achselrad, 5.—, Lederer 5.—, Blejotek 1.—, Rosa Adler 2.—, Samstag 1.—, Günsberg 1.—, N. N. 1—, Halpern —*90, Jostlicz 1.—, Glinert 3.—, Freier 2.50, Berliner-Bato 2.—, Engel Charlotte 1.—, N. N. 1.—* Horn 1.—. Palästina-Bibliothek des Keren Kajemeth Jerusalem. Das Hauptbureau des Keren Kajemeth in Jerusalem gibt seit einiger Zeit in hebräischer Sprache eine „Palästinabibliothek“ heraus. Der Zweck derselben ist es, in interessanten, künstlerisch hochwertigen Darstellungen jüdisches Land und Leben in Palästina zur Darstellung zu bringen. Das erste Buch: „Ness Zionah“, welches den bekannten hebräischen Dichter Sch. Ben Zion zum Autor hat, stellt in klassischer, beinahe biblisch anmutender Art, die wundervolle Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Kolonie „Ness Zionah“ dar. Dieses Buch erregte allgemeines Wohlgefallen, so daß wir genötigt waren, eine zweite Bestellung beim Hauptbureau zu machen. Als zweites Bändchen erschien: „Jam Hamei ach“ (Das tote Meer) von S w e r d 1 o f. Auch dieses Buch, zirka 80 Seiten stark, das ebenso wie das erste vollständig punktierten Text sowie sehr interessante Illustrationen besitzt, enthält eine anziehend geschriebene Darstellung des toten Meeres in Geschichte und in der Gegenwart. Den Höhepunkt der Darstellung bildet eine unter Leitung des Verfassers stattgefundene Reise palästinensischer Schüler längs der Ufer des toten Meeres. Alfl drittes Büthlein ist angekündigt die Geschichte und Entwicklung der Siedlung und Ackerbauschule „Mikweh Jisrael“. Trotz ausgezeichneter Ausführung kostet jedes Bändchen bloß S 1.50. Bestellungen nimmt das Bureau des Keren Kajemeth, Wien, I., Kärntnerstraße 28, der Radikalen Zionisten 121.86, Verband d. Z. S. J. 29.18, Zirenu 445.14. JL/ao GlölG UttUUVIlCU VUIl OG11. oeu 4.1011 1SI vorrätig. Lebensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Vareloherungabeetand am Ende Feber Garantiemittel Ende 1927 1928:1 Milliarde ÖBO Millionen Schilling 180 Millionen Schilling Prämien- und Zineenelnnahmen Im . «Jahre 1927 70 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Geeeileohaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neueingeführt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeltrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invalidltätsvereioherung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals naoh dreijähriger Dauer der Invalidität)

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