Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 30 (26.7.1928)
- Date
- 1928-07-26
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. BO DIE STIMME Seite II ♦ Die Klubleitung des Touristik- und S k i - K1 u b «Hakoab». * Die Administration unseres Blattes ist.J^e^ feit, anfällige Spenden für obigen Zweck entgegenzunchmen. Weniger Projekte! Nachdem ein wenig tüchtiges Management sich als unfähig erwiesen hatte, die Termine der entscheidenden. Schlulispielc zu vertauschen, nachdem infolgedessen die Hakoah in der Fußballmeisterschaft mit einer wahren Präzision .die Polle des Watschenmannes übernommen hatte, der sich der Reihe nach jenen Vereinen stellte, die gerade, noch eine n Sieg zur Beibehaltung der Erstklassigkeit und einen Punkt zur Erlangung der Meisterwürde benötigten, in einem Zeitpunkt, wo eben diese beiden Vereine auch noch gegeneinander zu spielen hatten, nachdem ferner das Existenzmatch mit dem zweiten Todeskandidaten, vermutlich zur .Hebung der Finanzen des. siegreichen Gegners, als Schluß spiel zelebriert worden war, folgte die Periode der gereizten Verärgerung mit geheimnisvollen Ankündigungen, Drohungen, und der entschiedenen Erklärung, keinesfalls iit der zweiten Klasse, zu kämpfen. Tagelang war nun durch die verschlossenen Türen des Konklaves nichts zu erfahren, bis endlich die Beratungen zur Einigung gediehen waren und der aufhorchenden Mitwelt der entscheidende Beschluß kundgetan wurde: haibcmus aüiatcurismum! ‘ Aber schon kürze Zeit nachher kursierten Professioiialgerilclitc, die bald offizielle Gestalt annahmen und die nun geeignet sind, die c r s t c Enuiiziation zu. einer Farce zu degradieren. Man will das von einem anderen Sportklub verordnet Rezept, das für sämtliche Vereine, nur gerade für die. Hakoah nicht anwendbar ist, nun für eigenen Gebrauchbenützen. Daibei geht man sogar noch um ein gutes Stück weiter*- inan errichtet einen «amerikanischen» Betrieb und schafft für die „orthodoxen“ Interessenten eine Dependance:'-den Aniateürishius. Hier soll'auch, da wohl bei der zu gcv/ärtigendcii Spielstarke dieser Abteilung nicht allzu viel Zulauf, geschweige denn propagandistischer Wert zu erwarten ist, vermutlich allmählich der Nachwuchs ausgcbrfitct werden. Parallel dazu sucht man in der Geschwindigkeit bei mehr und minder gut besuchten Werbcversammlungen aus .stark an jüdischen Goals interessierten Männern das nötige Geld fiir den Professionalismus hcrauszuputnpen. Ganz abgesehen davon, daß die Stabilität dieser auf längere Sicht berechneten Geldzufltissc gewöhnlich" gleichen Schi itt mit der Beständigkeit der erzielten Tore hält, erscheint die zweite Voraussetzung für diese neu hinausposauntc Kombination noch labiler: Die amerikanische Fuilballgarde der Hakoah. Kcfn amerikanischer Manager, gibt den nach Europa heimkehrenden Fußballspielern einen Vertrag, ppt, Wen er wieder haben will, dem telegraphiert er es im August und schickt ihm das entsprechende "Handgeld. Bis zur Klärung dieser Situation werden sich alle-Spieler *z w c i Eisen im Feuer halten ünct werden, wenn Amerika ruft, selbst bei einem schon liier unterschriebenen Vertrag, nickt gut zuriickgehalten. .werden können. Daß bei dpm durch Jahre völlig vernachlässigten : Nackwuchs der Hakoäii-Fußballmannschaft eine Entscheidung, die also 'notgedrungen die amerikanischen ..Spieler zurtraurigen Basis macht, nicht liier getroffen werden kann, liegt auf der Hand. . Wenn nun schon Reassümieriingcn gefaßter Beschlüsse — etwas anderes ist es night — durchgeführt werden müssen, dann möge man, um ernst genommen zu.wcrr. den, mit der Veröffentlichung doch solange zuwarten, bis man klar sieht, wen Amerika hier zu lassen bereit ist und . ob mit diesem Material — nunmehr rein sportlich betrachtet — das neuerliche Experiment des Professionalismus verantwortet werden kann. In der Zwischenzeit hat sich der verdienstvolle Ehrenpräsident der Hakoah Dr. Löhner-Beda zu Wort gemeldet und seine Erklärung, die zu gründende Berufsspiclermannschaft ginge den Klub nichts an, fügt sich charakteristisch In die Serie der Programme ein, mit denen die Hakoah im Laufe kurzer Zeit nun aufzuwarten weiß. Der Name tut gar nichts zur Sache. Die jüdischen Sportler waren es, die die Hakoah zu einer Marke, zu einem Begriff gemacht haben und die jüdischen B e r u f s f .u U b a 11 e r werden als diese Marke weiter gelten, gleichviel welchen Namen ihre Mannschaft trägt. j-.' Das allerneueste „Bulletin“ Das unwürdige Spiel der letzten Wochen bei der FI a k o a li scheint seinem Ende entgegenzugehen. Der Mißbrauch des Gedankens der körperlichen Erziehung der jüdischen Jugend zu Zwecken des Geschäftssportes ist nach dem großen Schiffbruch allem Anscheine nach schon im Keime der Wiederaüfrichtuiig erstickt worden. Das Feilschen mit den „amerikanischen“ Spielern hat zu täglichen „Bulletins“ über den Stand der Hakoah-Angelegenheil, das heißt'über die Gründung einer neuen Professionalabteilung geführt. Das jüdische Publikum will eine starke Mannschaft hieß es, und sei bereit, die dazu notwendigen Geldmittel durch Zeichnungen für ein Jahr aufzubringeu.. Die nette Pröfesslonalmanuschaft des „Proponentenkomitees“ wurde als^Mlttcl zu dem höheren Zweck der jüdischen' Propaganda hingestcllt, als Werbefaktor für den jüdisch-nationalen Gedanken, der aus der Keimzelle dieser Berufsspielcrgruppe neu gestärkt hervorgeben werde. ''" Es mußte zu dem jüngst abgehaltenen Fuliballtuniieiv. In der Krieau kommen., um die „starke“ Hakoah auch sportlich ad absurdum zu führen, pie aits^r einen Ajija^ teuren bestehende Elf der C r i c k e t e r, bei denen der ehemalige Hakoahspleler aus der Friedenszelt Artur K o- H s c h ausgesprochene idealistische. Arbeit leistet, besiegte dJe .Hakoahmannschatt,.in der: die „'Amerikaner“ Fabian, Drucker, Schwarz und Eisenhofer tätig waren, 312. Tags darauf' uritorlag die Hakoah gegen eine ersatzgeschwächte Viennamannschäft' 2:4. Verdrossenheit tthd D e m o r a! 1 s i c r u ti g charakterisieren die an den beiden Tagen ins Feld gestellte Mannschaft der Hakoah. Montag entstand die groteske Situation, daß im Klubheim der Blau-Weißen gleichzeitig zwei verschiedenartige Sitzungen tagten. Düs in Abbröcklüng befindliche P r o p o n enteil Komitee beschloß, unter endgültigem Verzicht auf die „Ainerikane r“, mit dem bestehenden Material, von dem übrigens die Hälfte weggravitiert, in die Meisterschaft der zweiten Liga cinzutreten. Gleichzeitig fand in einem Nebenraum eine B e s p r e'c ft u n g a 1 l e r Sektionsleitcr der Hakoah statt, in der die Solidarität de* Sektionen mit Dr. Löhner ausgesprochen wurde.; Wenn nicht alle Anzeichen trügen, hat der Gedanke des Professionajistnus bei det Hakoah endgültig ausgcspielt. Alles andere kann nur ein privates Abenteuer sein ’ und wird als sqhjhcs enden. Die gesunde Kraft der Sektionen bietet die Gewähr, daß" die Hakoah-im Sinne ihrer Mission für den jüdischen Wiederaufbau wertvolle Arbeit leisten wird, freilich immer ohne den verderblichen Geist des Professionalismus. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I„ Kärntnerstraße 28. Teieph'Oti 77-4-85/86. ■ Postsparkässenkonto 100.208. Ausweis Nr. 27. Summe,tfer Eingänge -vom 10. bis. 18. Juli 1928 . S 1.436.25 Summender Eingänge v',"Rösch'Haschanah 5688 S 99.644.08 Spezifikation der Eingängenach Speudenarten. Büchsen 362.02;.allgemeine. Spenden 174.81; Bauimpcnden 510.—; Sammlungen bei Veranstaltungen 213.38; Sammlungen1 bei -FäiniliehfeierHchkeitcn 116.20; Tempelspenden 27.—Spenden anläßlich von Promotionen 20.—; Unitascheu 7.84; Gold-Buch 5.81. Spezifikation der Eingänge nach Bezirken und Gruppen ...... geordnet. Zentrale 509.79; II. Bezirk 30.—, III. Bezirk 16.—; IV./V. Bezirk 185.81: VI./VIII.»Bezirk 50.—;, XIX. Bezirk 27.—; XXL Bezirk 20.—: Jugendverein Erez Israel 165.44; Hechaluz 3.28;-. J. S. A. J: 14:38; Mäkkabi IX. 136.97rMirjam 125.07; V. Z. S. J. 23.95; Verband der Radikalen Zionisten 4.56; Provin z: Mödling 124.—. Büchseö: S 362,02. JI. Bezirk: David Pap’orlsch 3.4S, Heinrich Nebenzahl 4.—, Farn. Rabb. S. Funk 6:68;.Willi Steplcr 4.45, Menasche Baron 3.83; III. Bezirk: Hermine Spitzer 16.—/David .: Siegfried; Hajek gibt in seinem, sowie im" Namen so.in.or Kinder Ghana und Wilhelm die trau-, rige Nachricht,:.daß seine innigst geliebte Gattin,; bezw. Mutter . /■' am 88,. da. n?£h .kurzem Leiden, 53 Jahre alt, verschieden ist | Mit der Toten verlieren wir die liebevollste Gattin uhd aufopferndste Mutter Leisner 3.50; IV. Bezirk: Dr. Karl Weis 28.65, i. Nußbaum 3.—; VI./VIII. Bezirk: David Gucbinder 5.04, Jakob Tür 3.75; IX. Bezirk: Jetti Zipper 4.30. Sigmund Kümmel 3.70, Josef Ehrmann 3.83, Jakob Spieß 3.20, Dr. Isidor Sadger 44.10, Apotheke Hacker 3.54, Ernst Wachtl 3.70, Karl Liebei 5.—. Dr. Josef Nobel 5.49: XIII. Bezirk: Hermann Grün 4.49. Allgemeine Spenden: S 17-4.81. Buße in der Kanzlei Dr. Max Bernhardt erlegt 50.—; Provinz: Mödling, Zion. Ortsgruppe 124. . Chajes-Wald (23. Liste). Friedrich Sinnreich 300.—, Frau Rabb. Resel Friedmann 30.—, Sektfon IV./V. 180.—: durch Frau Salomea Rottenberg 95.—, durch Frau Adele Mayer 85.— : Leo Rosncr u. Frau 15.--, Herr und Frau Zaloscer 10.—. Phönix-Kino 10.—, Herr H. 10.—, Frau Else Löwingcr 10.—, Frau Olga Schaitl 5.; -, Oskar Weiß 5.-—, Rudolf Hauser; 5.-^ I.cn Rainer 15.—. Sammlungen bei Veranstaltungen: S 213.38. Erez Israel: Sammlung beim Herzl-Grabgaiig 121.—, J. S. A. J.: Sammlung beim Hcrzl-Grabgang 14.38, Mirjam: Sammlung beim Herzl-ürabgang 78.—. Sammlungen bei Famllienfeierllchkeiten: S 116.20. Sammlung bei Brith Miiah des Sohnes des Herrn Isidor und Frau Elfriedc Hermann 44.20, Sammlung bei Brith Miiah des Benjamin Wilheim durch Herrn Dozenten Dr. Robert Wilhelm 72.—: Doz. Dr. Wilheim 10.—, Dr. Goldstein 10.—, Dr. Eckstein 10.—, Arch. Neubrunn 10.—, Norbert Hochstimm 10.—, Dr. Leo Goldhammer 10.—, Donnert 5.—, Dr. Knöpfmacher 5.—, Dr. Chaim Tartakower 2.—. Tempelspenden: S 27.—. Isr. Tempeivcrein XfX. Bezirk 27.—, Hermann Wald 10.—, Jakob Hahn 15.—, M. Halpern 2.—. Spenden anläßlich von Promotionen: S 20.—. Dr. Ferdinand Knecht an!, seiner Promotion 10.—, Dr. Ferd. Knecht a. N. Dr. Joachim Paporisch anl. seiner Promotion 10.—. Iraitaschen: S 7.84. Hechaluz durch JoSef Färb 3.28, Verband der Radikalen Zionisten: Nebenzabl 4.56. Gold-Buch: S 5.81. / Goldbuclt Sektion IVJV. 5.81, Arthur Holzer 2.61, F. Müller 3.20. Chajes-Wald. Für den Chajes-Wald wurden in Wien 1782 Bäume aufgebracht. Zur Komplettierung desselben fehlen somit noch 8218 Bäume. Neue Spendenart. Uebcr Anregung des Herrn Dr. Ferdinand Knecht führen wir eine neue Spendenquellc ein: Gesinnungsgenossen und Freunde deS Keren Kajemeth werden ersucht, die Tatsache ihrer Promotion mit unserem Aufbauwerke in Palästina durch Pflanzung von Bäumen zu verknüpfen. Im heutigen Ausweise veröffentlichen wir die ersten Spenden aus diesem Anlasse. BiT» tll5m p- T. Publikum zu Kenntnis an bringen, deu ich ab 1. Juli 1928, emo streng “W3 .Wien, XX., Klosterneuburgerstrsße 60 aoter besonderer Anfslehtdes Oborbanptos dor polnischen Creueinde Wiens. Khrwürden Itabblner M. Mayersohn ■ bnaasiiHmirbin pttofl b» mw nrmn nnn -tra’bt» trwmtö tk» tttiö Deusan jjnn ne pV© nun Tn« ■»««* «arttCCmeetf habe. THgllch frische und erstklassige *8pezlal-Erzeugnisss feinster WurslhsbbcS Seldawuireni, auch Provinzversand Hochaehtan ge voll Tel. A 41-1-39 Selchvraronfabrik, Wien, XX., Klesterneuburgerstr. 60 Frauen, Nervöse, Zuckerkranke, Hartleibige essen im eigenen Interesse täglich das dunkle Siinonsbrot! Reich an Nährsalzen und Vitaminen In dSuuen Schnitten mit Butter eine Delikatesse. Sehr bequem, Siraonsbrotpäckchen in Scheiben (Staniolpapier) in den besseren Delikatessengeschäften zu haben. Simonsbrotfabrik, Wien-Kagran 8 - Täglich Postversand - Export GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 V ■ Versicherungsbestand am'Ende Feber Garantiomittel Ende 1927 1988:1 Milliarde 660 Millionen Schilling 190 Millionen SohiHing Prflmien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1927 70 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten 'Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neue) noef Ohrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invalidi tatsvereloherung . (Zahlung einer Rente bei Eintritt c|®r Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung (£es versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität) j