Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 29 (19.7.1928)
- Date
- 1928-07-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 29 WE STHflfi! ——....«nmtss JÜDISCHER SPORT Die Tennissektion der Hakoah in Brünn Hakoah (Wien)—Makkabi (Brünn) 12:12 unentschieden. (Von einem Reisebegleiter.) Seit Wochen war die Brünner Reise das Hauptgespräch der Tennissektion der Hakoah. Wie sehr die Hakoah auf diese Begegnung mit dem Bruderverein Wert legt, geht adl besten daraus hervor, daß neben den aktiven Spielern noch eine große Anzahl von „Schlachtenbummlern*4 die Reise mitmachte. Unter Führung des Sektionsleiters Földes nahmen an der Reise teil: Als Vertreterin der Damenmannschaft Fräulein Jakobsohn, während die Herrenmannschaft die Herren Geiringer, Grünfeld, Dr. Hammermann, Dr. Lichtblau, Ing. Pollak, Ostermann, Stelndler und Sektionsleiter Földes vertraten. Der Ausgang des Tenniskampfes entspricht vollkommen dem Kräfteverhältnis. Bei uns waren es Ing. Pollak und Ostermann, die besondere Leistungen boten, während bei den Brünnern vor allem Fischer und Schick gutes Tennis vorführten, Alle übrigen spielten in gewohnter Form. Der Höhepunkt des Kampfes war unstreitig das Match Jakobsohn gegen Zeisel. Fräulein Jakobsohn trat krank an. Sie begeisterte durch ganz hervorragendes Spiel und kämpfte buchstäblich um jeden Punkt Ungeheuren Beifall zollte die große Zuschauermenge ihrem Siege. Sie mußte nach dem Match gelabt werden. Der Brünnei Bruderverein zeichnete sich wieder durch seine traditionelle Gastfreundschaft aus. Allen voran der verdienstvolle Sektionsleiter des Makkabi, Herr Weiner samt Gattin, denen die Damen Dr. Kars, Bäumt, Allerhand assistierten. Eine Expedition der Hakoahleichtathleten zu den Olympischen Spielen Festabend der Kadimah-Amsterdam. Die Leichtathletiksektion der Hakoah entsendet zu den Olympischen Spielen nach Amsterdam eine Expedition von ungefähr 15 Personen, die unter Führung ihres Trainers Bierbrauer am 26. d., um 9 Uhr früh, Wien verläßt. Unterwegs stoßen der frühere sportliche Leiter der Sektion, Fritz Bürger, der beruflich in Amsterdam tätig ist, sowie zwei Mitglieder, die bereits am 6. d. per Rad abgereist sind, zu der Gesellschaft. Im Rahmen eines Festabends, der von der Kadimah in Amsterdam zu Ehren der Hakoah veranstaltet werden wird, wird Fritz Bürger eirten Vortrag halten, wobei die Athleten Gymnastikübungen vorführen werden. Pioniere des jüdischen Sportes Eine Feier bei der Hakoah. Die Hockeysektion der Hakoah veranstaltete kürzlich zu Ehren der Spieler Landesmann und Neu mann eine Feier im Klubheim. Neumann übersiedelt dauernd nach Belgien und Landesmann vollendete das fünfzehnte Jahr seiner Zugehörigkeit zur Hakoah. Was Landesmann als Allroundsi \ Ier für die Entwicklung, namentlich der Schwimm- und Hockeysektion der Hakoah, geleistet hat, gehört zu den Ruhmesblättern des jüdischen Amateursportes. Neumann hat sich besonders um die Hockeysektion große Verdienste erworben. Bei der Feier waren fast sämtliche Vereins Vertreter und viele Funktionäre des Hockeyverbandes anwesend. Sektionsleiter Földes begrüßte die Gäste, der Ehrenpräsident der Hakoah Dr. Körner hielt eine Ansprache und überreichte jedem der beiden Spieler eine goldene Uhr als Spende der Hockeysektion. Auch die Damenmannschaft stellte sich mit einem Geschenk ein. Für den Verband sprach der Vizepräsident Dr. B a r s i s. Als Ausdruck der freundschaftlichen Gesinnung überreichte der V. f. B. den zwei Hakoahnern durch seinen Sektionsleiter Hans Hai per n silberne Plaketten. Jüdische Erfolge bei den österreichischen Leichtathletikmeisterschaften Die am vergangenen Samstag und Sonntag auf dem W. A. C.-Platze abgehaltenen Meisterschaften der Leichtathleten ließen erkennen, daß die Leichtathletik in Oesterreich trotz der nahenden Olympiade absolut keine Fortschritte gemacht hat. Denn mit Ausnahme von einigen wenigen Konkurrenzen — und hier hauptsächlich nur in den Damenbewerben — wurden schwächere, oder nur unwesentlich bessere Leistungen geboten als im Vorjahre. Dies ist jedoch zum größten Telle Schuld des Verba n d e s, der durch seine Indolenz und Parteilichkeit jedes Vorwärtskommen unmöglich macht. Besonders kraß trat dies im 400-Meter-Lauf zutage, wo nicht verhindert werden konnte, daß die in diesem Rennen antretenden Athleten des W. A. F. und W. A. C. sich einen Vorlanf in der Zeit von 77 (!) Sekunden erlaubten, während im anderen Vorlauf ihr schärfster Konkurrent, Deutscher (Hakoah) zu einer Zeit von 52,8 Sekunden gezwungen wurde, um in die Entscheidung zu kommen. Das Laufen über 5000 Meter brachte der Hakoah trotz der Abwesenheit Blödys einen Sieg durch Frankl, der, ohne sich auszugeben, mit zirka 200 Meter Vorsprung einen überlegenen Sieg errang. In der 10-Kilometer- Meisterschaft wurde er in führender Position nach 5 km durch Seitenstechen gezwungen, aufzugeben. Einen Erfolg brachte der Hakoah auch die 100-KiIometer-Meisterschaft, bei der Stern trotz schlechtem Start hur ganz knapp hinter dem Sieger Dritter wurde. Sehr zu bedauern war für die Hakoah, daß Blödy infolge Krankheit nicht antreten konnte, wodurch ihr mindestens zwei weitere Meisterschaften entgingen. Ma-We. Die Hakoahschwimitier bei den österreichischen Meisterschaften Ungerechte Disqualifizierung Hedy Bienenfelda. Die kürzlich im neuen Kongreßbade durchgeführten österreichischen Schwimmeisterschaften ergaben nur mäßige Leistungen und fast durchwegs schwache Zeiten. Die abnormale Temperatur sowie die 50-Meter-Bahn und das schwere Wasser des Kongreßbades drückten auf die Form der Schwimm*', Die Hakoah erzielte ihre traditionellen Erfolge. Meisterin im Bruststil wurde wieder Hedy B i e n e n f e 1 d, im Freistil Fritzi L ö w y. Im Rückenschwimmen wurde die Bienenfeld durch parteiische Entscheidung Interessierter Schiedsrichter zu Unrecht wegen angeblichen schlechten Wendens disqualifiziert Im Freistil über 100 Meter besetzten die Hakoahner Goldberge« und Liechtenstein die ersten zwei Plätze. Eins Aktion der Tennissektion des Sportklubfl Hakoah. Die Tennissektion des Sp. K. Hakoah führt zwecks Popularisierung des Tennissportes eine Sonderaktion durch. Den Teilnehmern an dieser Aktion wird die Möglichkeit geboten, gegen einen Beitrag von nur S 35.-— vom 20. Juli bis Ende Oktober täglich an Vor- und Nachmittagen auf den Tennisplätzen des Sp. K. Kakoah in der Krieau zu spielen. Ferner wird ab 15. Juli unter Leitung eines internationalen Trainers ein Trainingkurs (auch für Anfänger) abgehalten. Teilnehmer an diesem Kurse haben keine Gebühr für die Benützung des Platzes, sondern nur einen Trainerbeltrag zu entrichten. Anmeldungen und Auskünfte erteilt das Sekretariat der Tennissektion des Sp. K. Hakoah, Krieau, Telephon R 49-4-36. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, L- TCärntnerstraße 28, Telephon 77-4-85/86, Portsparkassenkonto 100.208. Ausweis Nr. 26. Summe der Eingänge vom 6. bis 10. Juli 1928 . S 536.60 Summe der Eingänge v. Rosch Haschanah 5688 S 98JJ07.83 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten Büchsen 276.55; Sammlungen bei Fatnilienfeierlichkeiten 6a—; K. K. Abgaben von Veranstaltungen 46.15; Sammlungen bei Veranstaltungen 45.58; Baumspenden 44.50; Allgemeine Spenden 36.50; Imitaschen 14.32; Tempelspenden 10.—. Spezifikation der Eingänge nirch Bezirken und Gruppen geordnet Zentrale 176.96; II. Bezirk 40.—; Jugendgruppe Prater 18.—; III. Bezirk 13.50; XIII. Bezirk 10.—; Verband der Zion. akad. Verbindungen und Vereine 28.—; Lese- und Redehalle 41.95; I. A. V. Nehemlah 10.83; Blau-Weiß 6.—; Brith HamJschmar 6.—; Gordoniah 15.65; Hechaiuz 20.60; J. S. A. J. 10.—; Mirjam 2.10; Verband der Zion. Soz. JuT gend 70.82; Verband der Radikalen Zionisten 8.80; Verband der Zion. Mittelschüler 26.52; Provinz; Angern 49.55. Büchsen: S 276.55 Maileerung: II. Bezirk; Reg. Buchwakl 3.—, Paula Stern 3.—, Abr. Borenstein 3.05, Eugen Messiuger 3.—; IIL Bezirk: Josef Brüll 10.30, Prof. Artur Freud 6.—, Marianne Duschitz 5.70. — J u 1 i 1 e e r u n g: II. Bezirk: Heinrich Brocziner 4.30, Heinrich Käufer 4.82, Franziska Feuerstein 3.—, Dr. Moritz Rosen 10,—, Gutwald 5.—, Leon Grünberg 4.10. Markufl Tabak 4.39; VI/VIII. Bezirk: Anna Seite 11 Qrünberg 4.10, Markus Tabak 4.39; VI/VIIT. Bezirk: Anna 3.37, Dr. Karl Kapraük 5.—, Dr. A. Karplus 5.—, Rosa Bernstein-Schur 6.—; IX. Bezirk: Sala Hirschhorn 6.07, Sigmund Grünfeld 6.07, Simon Gang 3.82, Lazar Grün 5.30, Abraham Singer 16.—, Dr. Nahum Blauer 3.26, Anna Fastmann 3.—; XIX. Bezirk: Grete Fuchs 4.60, Ernst Käufler 3.14, Benno Maier 6.14, Sam. und Isidor Geiringer 5.—, Hugo Bardach 5.—, Dr. Alois Heller 3.—, Dr. Max Tischler 3.—, Norbert Stiassny 3.—. — Provinz: Durch Frau Selma Wichs 49.55, Rudolf und Lutz Wichs 21.—, Frieda Thorden 6.56, Wilhelm Drill 6.—, M. Bernstein 5.07, Bernhard Hermann 4.37, Berta Kolb 4.05, Sandor Gerber 2.50; Nachtrag für Krems: Karl Rephahn 20.—, Iakob Sachs 7.—, Farn. Neuner 5.—, Norbert Sachs 3.—, Josef Pisker 2.—, Leo Löwenkron 1.—, Arnold Kerpen —.90, Sam. Neubauer —.90, Otto Auspitz —.50. Sammlungen bei Familienfeierüchkeiten: S 63. Sammlung bei Hochzeit Hahn-Ing. Davidoff durch Herrn Nuta Pfau 63.—: Sam. Hajm 5.—, Moses Hahn 5.—, Michel Meiseimann 5.—, Nuta C. Pfau 5.—, Julius Hoff 5.—, H. Weinstein 5.—, Teitelbaum 5.—, Josef Stern 5.—, David 5.—t Toni Kessler 5.—, Diverse 13.—. K. K. Abgaben von Veranstaltungen: S 46.15 10 Prozent vom Vortrag Dr.Weisl 18.15; Verband der Zionist. Akad. Verbindungen und Vereine: 10 Prozent von Herzl-Feier im Hotel Continental 28.—. Sammlungen bei Veranstaltungen: S 45.58 I. A. V. Nehemia: Sammlung in der Mensa academica durch Leon Liebergail 10.83; Sammlung bei Herzl-Feier im Hotel Continental durch Mädchengruppe Gordoniah 15.65: Sammlung bei Vortrag Dr. Weisl durch Hechaiuz 19.10. Chajes-Wald (22. Liste) W. Rechnitzer 5.—; durch Isr. Kultusgemeinde Zwh- Jing 40.—< Allgemeine Spenden: S 36.50 Amalie Dressier 10.—; durch Bartfeld: Dr. Ernst Müller 3.—y Gerson Günsberg 10.—; durch Simon Gaspard 13.50: Zeisel und Adler 7.—, Glück und Eckstein 6.50. Imitaschen: S 14.32 Lese- und Redehalle 5.52; Verband der Radikalen Zionisten: Klumak 8.80. Tempelspenden: S 10. Tempelverein XIII 10.—. Chajes-Wald Für den Chajes-Wald wurden in Wien 1729 Bäume aufgebracht. Zur Komplettierung desselben fehlen somit noch 8271 Bäume. Herzl-Grabgang Am Verkauf der Herzl-Grabgang-Abzeichen sowie an den Sammlungen beteiligten sich folgende Gruppen: Herzl-Abzeichen: Mirjam 272.89, Jugendgruppe Leopoldstadt 141.16, Achwah 78.90, Gordonia 49.30, Hechaiuz 48.33, J. S. A. J. 43.57, Erez Israel 41.80, Chajes-Gymnasium 4.—, Diverse 2.50; Sammlungen: Erez Israel 121.—, Mirjam 78.—, J. S. A. J. 14.38. Freitag, den 27. null, 7 Uhr abends und Samstag, den 28. null, 8-30 Uhr früh idto roe> wird der weltberühmte Oberkantor Josef Rosenblatt aus New York In der Synagoge „Beth Israel", II., Leopoldsgasse 29 mit Chor vorbeten. Die strengste UeberWachung, daß nur Inhaber von numerierten Platzanweisungen Einlaß finden, wird getroffen. Bequemlichkeitshalber wird es ausnahmslos keinen einzigen Stehplatz geben. Separate Platzanwelsunsen an Herren für Freitag abends und Samstag früh; an Damen nur für Freitag abends in der Kanzlei, II., Leopoldsgasse 29 von 3 bis 8 Uhr, in der Buchhandlung Rath, II., Taborstraße 20 a, Belf, 1., Rabensteig 3 und in den Restaurationen Barschak, 11., Große Schiffgasse 3, Baron, 11., Große Schiffgasse 19, „Wienea“, 11., Obere Donaustraße 91 und Hotel Guth, 11., Hollandstraße 14. Lebensversicherungs- DLJ MIV Gesellschaft L rlUI iIA GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Verslchsrungsbestand am End» Feber Garantiemittei Ende 1927 1928:1 Milliarde B60 MillionenSohllling 190 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahr» 1927 70 Millionen Sohllling Tätigkeitsgebiet der Qeaellaohaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien;' Türkei, Aegypten Die Geeell80haft sohlleßt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neuelngefflhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeltrag, Rüokeratattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) lnval1ditätsver»loh»runfl (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität)