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Die Stimme · 1928-06-14 · Heft 24 (14.6.1928) · page 15

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 24 (14.6.1928)
Date
1928-06-14
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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Nr. 24 DIE STIMME Seite 15 Ein Meisterschwimmer-Zwillingspaar: Die erst vierzehn Jahre alten Zwillingsschwestem Bemice und Phylüs Zittenield in New York, welche jüngst im Dauerschwimmen über zehn englische Meilen die sensationelle Zelt von 5 Stunden 3 Minuten erreichten. Unser Bild zeigt die Schwimmzwillinge beim Training für das Schwimmen New York—Boston. Die Tragödie der Hakoah Das Spiel gegen Admira 0 : 2 verloren. — Im sonntägigen Kampf gegen W< A. C. fällt die Entscheidung über die Erstklassigkeit. Nur noch einige Tage und man wird alles wissen. Sonntag, den 17. Juni abends wird ein großes jüdisches Ereignis vollzogen sein. Denn die Frage, ob die Fußballmannschaft der Wiener Hakoah erstklassig bleibt, oder nach fast zwanzigjährigem Bestand unter 13 Vereinen als Vorletzter in das Nichts der zweiten Klasse zurückfallen muß, ist mehr als eine Vereinsangelegenheit, mehr als ein jüdisch-sportlicher Fall, ist ein Markstein in der jüdisch-nationalen Bewegung. Der Verlust einer Position, wie sie die Erstklassigkeit der Hakoahmannschaft bedeutet, einer freilich schon seit langem getrübten Möglichkeit der werbenden Kraft für den Gedanken des jüdischen Aufbaus wäre eine klare Niederlage auf dem Wege der jüdischen Regeneration. Daß jüdische Kräfte viel stärker sein müssen, als die der anderen, um nur gleich so stark zu bleiben, als diese, hat sich in den letzten Wochen erwiesen. Denn gegen Jüdisches bildet sich ja immer instinktiv eine Einheitsfront der anderen, die zu überwinden doppelt und dreifach gesteigertes Können erfordert. Die derzeitige Hakoahmannschaft ist nicht besser und nicht schlechter als ein halbes Dutzend der Wiener Vereine. Aber der Gang der Ereignisse auf dem grünen Rasen in den letzten Wochen war immer so, daß die neben der Hakoah vom Abstieg gefährdeten Vereine Terrain gewannen, die jüdische Mannschaft aber zurückblieb. Am verflossenen Sonntag geschah folgendes: Der noch ungünstiger als Hakoah placierte Verein B. A. C. gewann das Spiel gegen Austria und brachte es auf 18 Punkte, wodurch er sich bereits rettete, ungeachtet dessen, daß er noch ein Spiel zu erledigen hat, indem er noch weiteren Punktegewinn erzielen kann. Hakoah hatte gegen ihren alten Rivalen aus der zweiten Klasse, Admira, zu spielen, der noch mindestens einen Punkt benötigte, um sich den endgültigen Sieg in dieser Meisterschaftskampagne zu sichern. Nun, die Admira hat beide Punkte aus diesem Kampf gewonnen. Noch bis zur Pause stand das Gefecht 0:0. Die Hakoahner kämpften mit dem Mute der'Verzweiflung, aber die Kraft der Begeisterung und Opfermut genügten nicht, um den Sieg zu erzwingen. Ein unerwarteter Treffer der Admira bald nach der Pause verwirrte die Reihen der Hakoahner, die viertelstundenlang den Meister nicht zu Atem kommen ließen. Die alte Schwäche der jüdischen Mannschaft, die Schußunfähigkeit des Angriffes, konnte sowie während der ganzen Kampagne, aus den geschaffenen Situationen keine Treffer herausschlagen und ein zweites, wie es heißt, irreguläres Goal der Admira besiegelte die Niederlage der Blauweißen. Zu gleicher Zeit aber gelang ^3em Brigittenauer A. C. der Sieg gegen Austria. Die Konstellation lautet also: Der B. A. C. ist, wie gesagt, außer Gefahr, mit 18 Punkten. Hakoah und der W. A. C. weisen je 16 Punkte auf, so daß der am kommenden Sonntag auf dem Pratersportplatze zur Austragung gelangende Schlußkampf Hakoah—W. A. C. die Entscheidung über Sein oder Nichtsein bringen wird. Hakoah muß gewinnen, um in der ersten Klasse zu verbleiben. Ein unentschiedenes Ergebnis wirkt sich zugunsten des W. A. C. aus, da er dann mehr Siege als die Hakoah aufzuweisen hätte, was bei gleicher Punktezahl maßgebend ist. Der W. A. C. hat eine gute Mannschaft, aber vielleicht siegen die stärkeren Nerven. Werden die auf Seite der Hakoah sein? Hakoah hat sich heldenhaft geschlagen Ueber das Match Hakoah — Admira schreibt die »Stunde«: »Hakoah« hat sich heldenhaft geschlagen. Ihre Feldüberlegenheit vor der Pause war eklatant, bei Admira wollte der Sturm sich zu dieser Zeit' nicht zusammenfinden. Was nüta;t jedoch die Ballführung bis zum Tor, wenn sich im entscheidenden Moment kein Mann findet, dessen Können und Ruhe den allein zählenden Schlußpunkt hinter die Offensivaktion setzt?« Makkabi Meister der dritten Klasse Ost. Der jüdische Amatenrverein Makkabi hat einen großen Erfolg aufzuweisen. Das sonntägige Spiel gegen Fair wurde, da der Gegner zu spät antrat, dem Makkabi 3:0 gutgeschrieben, wodurch der jüdische Verein die Meisterschaft der dritten Klasse Ost gewann. Im Freundschaftsspiel gegen Fair siegte Makkabi 3:2. Heimkehr aus Amerika Die ehemaligen Spieler der Wiener Hakoah, die zuletzt in New York tätig waren, sind mit Ausnahme Wortmanns, der beim Verein National spielt, zurückgekehrt. Bei den meisten Fußballern handelt es sich nur um eine Urlaubsreise, da jetzt die Saison in Amerika beendet ist. Ernö Schwarz hat, wie wir bereits seinerzeit meldeten, einen Antrag vom schottischen Meister, dem Klub Glasgow Rangers. In Wien sind von jüdischen Spielern außer Schwarz noch Drucker, Fabian, Häusler, Grünwald, Gold und Guttmann eingetroffen. Eisenhofer, Fischer, Grosz und Molnar sind nach Budapest weitergefahren, Dr. Sehillinger nach Prag zurückgekehrt. Wien gewinnt den Schwimm-Städtekamp! gegen Berlin mit Hilfe der jüdischen Sportler Den kürzlich im Dianabad ausgetragenen Schwimm- Städtekampf Wien gegen Berlin konnten die Wiener mit 74 : 43 Punkten sicher gewinnen, was zum großen Teile auf die Mitwirkung der Hakoah-Mitglieder zurückzuführen war. Erste Plätze errangen die Hakoahnerinnen Hedy Bienenfeld und Fritzi L ö w y, . dann Goldberger und Nassau. In der Wiener Wasserballmannschaft, die gegen Berlin 4:4 spielte, waren vom jüdischen Verein Klein, Haftel, Flesoh und Reich tätig. Mitteilungen des Keren Kajemefh Wien, I., Kärntnerstr. 28. Tel. 77-4-85 86. II. Jahrg. Juni 1928 — Siwan 5688 Landau 5.—; Karl Hochmann 6.—; M. F. Körner 4.63; I«r. Bauer 4.34; Ludw. Pöllak 5.—; jAV. Emunah 3.91. XI. Bezirk: Karl Schwarz 3.30; Jul. Trau 8.10; XlV. Bezirk: Peretz Fisch ^uart* Lurion 3.—j XV. Bezirk: Heinrich Frisch; XVII. Bezirk: Ignatz Rotter 12.50; Lisi Bratspieß 3.—; Ign. Wolf 8.40; Mendt Weiss 3.—; Paula Pfau 5.22: Dr. Bohin 5.—; XIX. Bezirk: Bela Fränket 6.—; Rud. Kaler 10.—; Hamburger 10.—; Dr. Neuer 6.—; Therese Mendel 5.—; Klara Hochmann 9.—; Markus Greif 3.50; Samuel Fürst 3 XX. Bezirk; Aron Käufer 4.—; Maier LauteHbach 5.20; Leo Gruber 3.—; Dr. Karl Schlamm 5.10; Else Pollak 3.—. Allgemeine Spenden S 525,— Versicherung 500.—; Josef Selzer 5.—; Z. Tupi 20.- Tempelspenden S 128,10 Durch Jehuda Schmiedt Bethaus „Beth Jizchak" 25.—; durch H. Fränkl Bethaus „Schomer Israel" 93.60: Tempelspenden XXI. durch Isr. Kultusgemeinde 9.50. Chajes-Wald (XVII. Liste) Durch Leo Adlersbeng 10.—; Leo Adtersberg 6.—; Diverse 4.—; durch O. M. Welt 43.—; O. M. Welt 10,—; Dr, Julius Konstantin, Oberwarth 10.—; Chajes 5.—; diverse 18.t-: durch S. Picker: J. M. Jägefndorf 20.—; Dr. Richard Koch 10.—: durch Max Schattner: Michael Schaum anl. der Geburt seines Sohnes Chaim 20.—; Mirjam 10.—; durch Meilen: Elisser Woll a. N. seiner Mutter Helene 10.—; Nachtrag: durch Frl. Gisela Reichsfeld 38.50; Ella Austerlitz 14.—; Helene Goldberg 10.—; Gisela Reiohsfeld 6.—; Samuel Glücker 5.50: diverse 3.—. Imitaschen S 96.73 Michael Zipper 17.72; Pinkas Spritzer 7.82: Moses Klein 4.10; J. A. V, Emunah 2,32; „Achwah" 2.44: Brith Hamischmar 6,29; Hitachduth 2.20; Verband d. ZSJ. 3.30; Lauterhach 2.10; Jakob Schwarz 5.80; Schnur 4.80; Scherzer 11.80: Moritz Niewes 4.80; Lehrlingsheimf „Zukunft" durch Kawinar 16.30; St. Pölten 4,86, Ausweis Nr. 21. Summe der Eingänge vom 29. Mai bis 5. Juni 1928 . S 2.002.92 Summe der Eingänge von Rosch Haschanah 5688 . S 92.213.69 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten Büchsen 1129.09; Allgemeine Spenden 525.—; Tempelspenden 128.10; Baumspenden 124.—; Imitaschen 96.73. Spezillkation der Eingänge nach Bezirken und Gruppen geordnet Zentrale 705.98; Prater 88.—; III. Bezirk 93.60: XIX. Bezirk 68.17; XX. Bezirk 97.41; XXI. Bezirk 9.50; Zion. akad. Verbindungen und Vereine: J. A. V. Emunah 2,32; J. A. V. Ivria 113.52; Kartell d. Z. T. V. 67.56; Massadah 3.—: „Achwah" 112.44; Blau-Weiß 198.39; Brith Hamischmar 17,70; Erez Israel 20.—; Haschomer Hazair 64.58; Hitachduth 2.20; Mirjam 10.- Verband d. Z. S, J. 20.76; Verband der Radik, Zionisten 62.80; Verband zion. Mittelschüler 7.53; Lehrlingsheim „Zukunft" 16.30; Provinz: Innsbruck 176.30; St. Pölten 44,86. Chajes-Wald Für den Chajes-Wald wurden bisher 1591 Bäume aufgebracht; zur Komplettierung desselben fehlen somit noch 8409 Bäume. Keren Kajemeth, Leoben Laut Mitteilung des Keren Kajemeth-Komniissärs für Leoiben wurde die Leitung der Büchsenleerung Gg. Herrn David S p i e s s übertragen. Herzl-Grabgang > Zum diesjährigen Herzl-Grabgang hat der gewesei^/ Bezalel-Schüler, Herr Samuel Kretschmer, ein Abzeicheh. hergestellt, welches die Teilnehmer am Herzl-Grabgang als offizielles Abzeichen tragen werden. Es ist aus Metall hergestellt, stellt den Grabstein von Theodor Herzl dar und trägt die hebräische Aufschrift ,JCewer Herzl 5688". Büchsenleerung Mai — Abrechnung Die KKL-Kommissäre, die bisher die Mai-Leerung noch nicht abgerechnet haben, werden hiemit aufgefordert, es endgültig zu tun. Büchsen S 1129.09 I. Bezirk: Anton Klein 3—; Ign. Gerstmann 3.94; II. Bezirk: Meier Flasker 5.—; Leo Wang 3,68; Leop, Grünwald 4,50; Fini Schächter 3.60; Gertrude Adler 5.70; David Andacht 3.—; N. Karniol 3,90; Dr. Wilhelm Grüß 38.—; David Kessler 4.19; Gedalje Müller 3.29; Sandor Günsberger 3.54; Willy Steppier 5.—; Dr. Isidor Klaber 4.30; Rest. Willner 3.50; F. Rosenblatt 3.—; Jakob Schwarz 4.—; Wilhelm Stern 3.—; Dr. Joachim Grübel 15.74; Simon Eichner 8,50; Pinkas Fisch 5,—; Fischl Hirsch 3.70; Pinkas Herzlich 5.—; Leopold Stern 3.63; Peisaoh Meilen 4.24; Singer 11.70; Mendel Kremenitzer 6,47; Rabbiner .Twersky 3.—; Dr. Theodor Schäfer 5.50; Länderer 3.—; Berta Meller 3.09; Rubin Tauibmann 3.—; David Leisner 3.70; Regine de Majo 3.—; Elias Mann 3.16; Ottilie Löwenthal 16,70; Dr. Rosenthal 16,02; David Reisemann 3.80; Heinrich Broczyner 3.60; Hersch Leib Strum 13.40; F. Piowati 3. —; Weissmann 3.—; Dr. S. Zalosczer 3.20; Ab. Stern 3.20; Moses Rath Geschäft 5.—; Moses Rath Wohnung 5.—; Arnold Takacz 6.—; D. Friedländer 5.02; S. Barbasch 3.—; Abs. Jur. Osias Spitz 6.—; Dr, Gerson Kümmel 3.20; Marienberg 3.10; Julie Vigdor 6.90; Adler 4.30; Jakob Brandstädter 27.20; Max Ernst 3.80; Johanna Stark 4.60; Moses Rottenberg 5.—; Helene Spira 3.90; Hersch Köni'gisfest 4.03; Adolf Rosenbaum 6.70; Lotte Maier 3.—; Irma Wellwarth 3.07; Leiser Roseniblum 5.—; Wilhelm Gross 4.—; Tatian Gross 4.70; Walter Strasser 4.78; David Maier 3,—; Ernst Rosner 3.60; Wilhelm Stern 3.—; Eva Kleiner 3.14; Georg Pollak 8.10; VI. Bezirk: Dr. Max Bernhard 5.—; Emil Feldmann .7.29; David Selzer 9.12; Bella Schwarz 8.20; Dr. Max Deutsch 5.—; Dr. .Simon Holdengräber 4. —; Dir. Albert Smolensky 3.—; IX. Bezirk; Dr. Maxim Steiner 5.—; Pauline Bernhard 14.02; Isidor Haarband 3.—; Philipp Kantor 12.56; Bnai Brith Loge Massada 3.30; Dr. Fritz Eckstein: Loge Wahrheit 97.15; Schwesternvereinigung Loge Wahrheit 8.—; Dr. Albert Blau 3,22; Dr. S. Plaschkes 5.02; ■ „Oie bezauberndste Stimme dieser Zeit“ Josef Rosenblatt der weltberühmte Kantor, Konzertsänger und Komponist aus New York singt Mittwoch, den 27. Juni 1928,8 Uhr abends, im Großen Konxerthaussanl Reichhaltiges Programm religiöser, klassischer und volkstümlicher Gesänge. — Begleitet von dem berühmten Pianisten A. EIIstein aus New York. Wer die Kompositionen in den auf der ganzen Welt verbreiteten Grammophon platten „Josale Rosenblat t’s“ gehört hat, wird die Gelegenheit nicht verfehlen, den populären Künstler persönlich zu hören. Karten zu S 3*— bis S 15*— und Logen zu S 100*— bei der Konzerthauskassa, Kehlendorfer, Gerngross u. bei den Buchhandlungen Lewit, Schlesinger, Rath. Einziges Konzert ln Wien ■ . «jSI LEBENSVERSICHERUNGS-GESELLSCHAFT GEGRÜNDET IM JAHRE 1883 Versioherungsbestand am Ende 1927 Garantiemittel Ende 1927 $ .... 1 Milliarde, 500 Millionen Schilling J190 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen imj, Jahre 1927 70 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft.*5 Österreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Po en, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Ägypten Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen m. j._ t* i_ _a _*-l__ UaJa. Am* «k Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen Jeder Art ab Neueingeführt: Kinder-Versorgungs-Versicherung (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsversicherung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitale nach dreijähriger Dauer der Invajiditflt,}. j 0001000000010001000200010001010100020223535353235323538923234848234823324823485348232348484853020001 484848535348232353535323234848485348232348232353484823232353482353484853482323482348484853482323482353 0148234823235323232323484823484853485353

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