Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1928)
- Date
- 1928-05-31
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 DIE STIMME Nr. 22 *) Es drohte sowohl S d 5 als auch S f 5. Nun aber bekommt Weiß die offene f-Linie. 5) Dieser Bauer darf wegen 21. DXb 7 nicht geschlagen werden. ®) Weiß hat ausgezeichnet gespielt. Vielleicht war jetzt d 5 stärker. 7) Nun hat es denn Anschein, als wäre Schwarz total verloren. Es droht T e 6—e 7, SXh 6f und T h 7 matt. 8) Eine sehr feine Parade, bei der Schwarz alles folgende vorausgesehen haben mußte. °) Ein raffinierter Anschlag, der aber noch raffinierter abgewiesen wird. Bei anderen Fortsetzungen verflüchtigt sich aber der weiße Vorteil ebenfalls. 10) Nicht sofort 39. ... TXe8 wegen 40. SXf6 und gewinnt. J1) Erzwungen! Falls 42. K f 2? so T f 8! und gewinnt. ia) Eine sehr interessante, beiderseits gut gespielte Partie. Rätselecke Redigiert von Joto. ' Kreuzworträtsel I 1 | 2 i i 3 4 5 6 7 8 J i 1 1 8 I 1 10 11! H m 12 ■ 13 14 15 16 17 S 18 19 | 20 9 21 22 23 |24 ■ 25 i! i ■ 26 27! j 28 1 1 M Ri 29 aas m 30 fg 31 | 32 | ■ 33 34 H 35 | M ■ im 36 37 ■ 38 39 m 40 | ■ 411 42 43 1 M 44 1 1 45 i ■ 46 47 48 49 | «gl ■l 5ü j 1 51 H 52 53 ■ 54 i 55 j H 56 ”1 58 m aas m 59 I 60 | 61 i 62 63 1— 1 | 64 n Wagrecht: 1. Kleines Fahrzeug, — 5. Schachausdruck. — 8. Landschaft am Peloponnes. — 9. Handelsgegenstand. — 11. Hell, heiter. — 13 Papiermaß. — 16. Weibl. Vorname. — 18. Deutscher Dichter (gest. 1898). — 21. Schweizer Kanton. — 23. Sitz des Verstandes. — 25. Seemann. — .26. Armee. — 27. Büchergestell. — 29. Farbe. — 30. Teil des Klaviers. - 31. Stadt in Lettland. — 33. Nebenfluß der Donau. — 35. Stadt in Deutschland. — 36. Griech. Liebesgott. — 38. Vogelbehausung. — 40. Schmerz, Kummer. — 42. Art, Usus, Gebrauch. — 44. Griech. Göttin des Unheils. — 46. Sinnestätigkeit. — 49. Zeitabschnitt, — 50. Kampfplatz. — 52. Geschichte, Märchen. — 53. Papageienart. — 54. Genau, bestimmt. — 56. Ungebraucht. — 57. Europ. Scheidemünze. — 59. Wand-, Gebälkrand. — 61. Unbewohnt, verlassen. — 62. Weibl. Vorname, — 63. König von Israel. — 64, Nebenfluß der Donau. Senkrecht: 2. Flüssiges Fett. 3. Nord, männl. Vorname. 4. Oesterr. Bundesland. 5. Nebenfluß der Seine. 6, Gesangsstück. 7. Getränk. 10. Synonym für heilig. 11. Schmal, gering. 12. Männl. Vorname. 14. Himmelsrichtung. 15. Revueschauspielerin. 17. Zahlwort. 19. Drama von Ibsen. 20. Stadt in Italien. 22. Sachlich, wirklich) 24. Fluß in Jugoslawien, 26. König der Juden. 28. Ber, Naturforscher. 30. Europ. Hauptstadt. 32. Brennmaterial. 34. Gewässer. 37. Alkohol. Getränk. 39. Verpackungsgewicht. 40. Frühling. 41. Lebhaft, beweglich. 42. Großer Raum. 43. Gangart. 45, Kohlenprodukt. 47. Männl. Vorname, 48. Zahlwort. 50. Wassergeist. 51. Nebenfluß der Oise. 54, Autoreifen. 55.Verstand, Bedeutung. 58. Stadt in Neu-Italien! 60. Engl. Insel. Silben-Füllrätsel In jedes weiße Feld ist eine Silbe einzusetzen. Bei richtig gefundenen Wörtern ergibt die mittlere senkrechte Reihe einen französischen Dichter (gest. 1673). 1. Pflanze. 2. Abwesenheitsnachweis, 3. Farbe; auch Stadt in Italien, 4. Stierkämpfer, Versteckrätsei EDISON NEMESIS LEITER ASTARTE HERMANN ASIEN ANGEL PERSIEN YVONNE ENNS TUERE ERNANI IBERER MARGARETE Jedem dieser obigen Worte sind zwei aufeinanderfolgende Buchstaben zu entnehmen, die der Reihe nach gelesen eine berühmte Oper Richard Wagners ergeben. Auflösungen der Rätsel in Nummer 21 KreuzworträtseL Wagrecht: 1. Abt, 4. Los, 7. Ahorn. 8. Kanal. 10. Sahara, 13, Devise, 16. Eins. 17. Barke. 20. Elen. 21. Mae. 23. Lea. 25. Akt. 26. Tabatiere. 30. Beta. 31. Derb. 32. Made. 33. Agil, 34. Oede. 36. Äsen. 38. Sortieren. 42. Bel. 44. Ost. 45. Der. 47. Ares. 49. Areal. 51. Nana. 52. Rosine. 54. Eremit. 56. Enorm. 57. Riese. 58. Ena. 59. Nut, — Senkrecht: 1, Ahas, 2. Bor. 3. Trab. 4, Lade. 5. One. 6. Save. 7. Ahne, 9. Lila. 10. Sem. 11. Aias. 12. Grete. 14. Sekt. 15, Ent. 18. Ala, 19. Kai. 22. Matador. 24. Preisen. 26, Temes. 27. Bader. 28. Edgar. 29. Erlen. 35. Eisen. 37. Nero. 39. Tor. 40. Eta. 41. Seni. 42. Bar. 43. Lese. 45. Dame. 46. Rat. 48. Sine. 49. Aera. 50. Lein. 51. Nest. 53. Non. 55. Reu. Silbenrätsel: 1. Marter. 2. Ironie. 3. Treppe. 4. Bumerang. 5. Usedom. 6. Ebro. 7. Ruhrgebiet. 8. Grotte. 9. Elefant. 10. Rarität. 11. Fatal. 12. Ramme. 13. Edison. 14. Uncle. 15. Nahrung. 16. Drama. 17. Ernani. (Mitbuerger, Freunde, Roeraer, hoert mich anf) Zahlenrätsel: 1. Seife. 2. Tabelle. 3, Rigoletto. 4. Eleve. 5, Senegal. 6. Erker. 7. Mailand. 8. Arsenal. 9. Norden. 10. Nelson. (Stresemann.) Scherz und Humor Zufallsspiele Moritz Moszkowski liebte das Kartenspiel sehr, aber war auch am Billard und Schachbrett ein beachtenswerter Gegner. Schließlich gab er Billard und Schach auf mit der Begründung: »Billard und Schach sind Zufallsspiele. Kaum kommt man an den stärkeren Spieler — schon hat man verloren!« Dilemma In Leipzig spielt der Tennis-Weltmeister Cochet, also ein Franzose, gegen den Berliner P r e n n. Auf dem Sportplatz des Leipziger Sportklubs ist versammelt, was in der Pleißegegend Namen und Lippenstift hat. Mondänstes aller Publikümer — das sonst ichweißnichtwo sich aufhält. Aber gleichfalls sächsisch in des Wortes tiefster Bedeutung ... Denn.... Der Berliner ist durchaus nicht als ein reinrassiger arischer Deutscher anzusprechen — im Gegenteil, Gesicht und Gestus verraten die Zugehörigkeit zum auserwählten Volke. Er aber wehrt sich leonidasgleich, und der Franzmann muß seine ganze Kunst aufbieten, um den berlinisch-makkabäischen Ansturm abzuwehren. Eine elegante Dame (nicht vielleicht dernier cri de Kötzschenbroda, sondern echt rue de la paix) wendet sich an ihren Begleiter: »Nu weeß ma nich: für wen soll ma sein? Soll der Schude verlieren oder der Deutsche gewinnen?" („Simplizissimus.") Jüdischer Sport Hakoah hat einen Sieg erzielt! Das Drama des Kampfes gegen den Abstieg. Am Sonntag gab es auf dem Pratersportplatz große Sensationen. Dort wurde dem Publikum ein eigenartiges Schauspiel vorgeführt. Eine Art Derby der Abstiegskandidaten stand auf dem Programm des Fußballnachmittags und die Massen strömten in hellen Scharen hin, um sich an den ..Schlagern" zu ergötzen. Die Frage des Abstieges aus der ersten Klasse ist der rote Faden, der sich durch die Meisterschaftskampagne der Frühjahrssaison zieht. In geradezu dramatischer Verknüpfung wandert durch Wochen ein halbes Dutzend Vereine durch die Gefahrenzone der Tabelle nebeneinander, Nur eine Mannschaft ist erst kürzlich am Wege gestorben. Die sympathischen Simmeringer sind durch ihren Punktestand endgültig dem Abstieg verfallen. Der zweite Verein, den entsprechend den Bestimmungen das Los des Ausscheidens treffen soll, war bis zum letzten Sonntag nicht ermittelt. Das Problem ist wieder ungelöst geblieben. Die Regie des Zufalls wußte es wieder einmal so einzurichten, daß die Entscheidung weiter in Schwebe bleibt. W. A. C. und Slovan spielten unentschieden und teilten die Punkte, sie zerfleischten sich nicht, wodurch wiederum jeder dieser Vereine vor Hakoah Terrain gewann. Dann kam das mit größter Spannung erwartete zweite Spiel des Tages: Hakoah gegen Simmering. Nun, es wurden von keiner Seite besondere Leistungen geboten. Die Simmeringer spielten ihr ehrliches, aufopferndes Spiel und bewiesen, daß sie um nichts schlechter sind als die Hälfte der erstklassigen Vereine und Hakoah demonstrierte, daß sie um nichts besser sei. Das Kriegsglück entschied den Sieg der jüdischen Mannschaft. Nach torloser Hälfte gelang es Heß, in der 14. Minute ein Zuspiel von Fried zum einzigen Treffer des Kampfes zu verwerten. Die tüchtige Verteidigung der Blau-Weißen hielt den Vorsprung auch in den bangen Minuten vor dem Schlußpfiff. Es war, wie gesagt, keine Meisterleistung der jüdischen Spieler. Alle gaben ihr Bestes, sie waren von der Verantwort tung und der Pflicht erfüllt, sie wußten, was auf dem Spiele stand und der Sieg brachte zwei wertvolle Punkte ein, die das Verbleiben in der ersten Klasse wohl noch nicht sichern, deren Ausfall aber den Abstieg wahrscheinlich gemacht hätte. Der alte Scheuer, der seit 15 Jahren für Hakoah spielt und kämpft, war eine der hervorragendsten Figuren der Mannschaft, dann der verwegene Feldmann, Pollak, Fried und der wieder auferstandene K a t z. Die Namen der Elf, die den Kampf bestritten, sind: Rosenfeld, Scheuer, Feldmann, Fried, Strohs, Pollak, Katz, Neufeld, Heß, Barbak, Mausner, Diese dürften auch am Sonntag gegen Slovan antreten. Das jüdische Ereignis des Tages war aber nicht der Erfolg, nicht die zwei Punkte. Es war die tiefe Erregung in den Reihen der jüdischen Zuschauer, deren sich in der letzten Phase des Kampfes unbeschreibliche Unruhe bemächtigte. Als der Schlußpfiff des Schiedsrichters den Sieg der Hakoah verkündete, da gab es erlösenden Jubel der tausenden jüdischen Zuschauer, die glückstrahlend den grünen Rasen überfluteten und die jüdischen Spieler, die ja keine Meisterleistung vollbrachten, auf den Schultern vom Felde trugen. Es war der Atem des jüdischen Geistes, des nationalen Selbstbewußtseins, das sich in dem Erfolg jauchzend kundgab. Hoffentlich ist ihm der endgültige Erfolg gegönnt. Denn der nationale Geist ist das wertvollste Aktivum der jüdischen Sportbewegung. Er wird die große Sache nie verdorren lassen, aber auch er braucht Aufmunterung durch Siege. Spendet für die Hütte der jüdischen Touristen! Der Bauplatz der Hakoahhfitte im Semmeringgebiet käuflich erworben. Dem Touristik- und Skiklub Hakoah, der Sektion des großen jüdischen Vereines, ist es gelungen, in einer Höbe von 1100 Metern in idealem Skigelände im Semmeringgebiet einen sonnigen und aussichtsreichen Bauplatz käuflich zu erwerben. Er bietet Gelegenheit zur Ersteigung mehrerer von den Hakoahnern häufig aufgesuchten Berggipfel. Dort wird die Hakoahhütte erbaut werden. Vierzig Personen werden bescheidene Unterkünfte finden. Das Hochgefühl des Besitzes einer eigenen Hütte wird das Matratzenlager zur angenehmsten Ruhestätte machen. Aber auch 20 Betten soll die Hütte nach dem vorläufigen Entwürfe aufweisen, wenn es gelingt, die 25.000 Schilling aufzubringen, welche der Bau der Hütte ungefähr kosten wird, 5000 Schilling sind bisher gesammelt worden. Es ergeht an die jüdische Oeffentlichkeit der Ruf, für den Hüttenfonds der Hakoah zu spenden und Beiträge zu sammeln, damit die Hütte im Interesse der jüdischen Sportjugend noch in diesem Jahre erstehe. Eine Sektion Berlin des Touristik- und Skiklubs Hakoah-Wien wurde gegründet. Auskünfte und Aufnahmen bei Fred Beck, Berlin S 14, Annenstraße 44. Jüdischer Sport in Berlin Aus Berlin wird uns berichtet: Bei dem nationalen Boxkampfabend des M a k k a b i wurden einige bemerkenswerte Resultate erzielt. So mußte sich der deutsche Bantamgewichtsmeister Ausböck (München) gehörig strecken, um gegen Friedländer II (Makkabi) ein Untentschieden herauszuholen. Auch Lang (Bayerischer Mittelgewichtsmeister, München) konnte gegen den sehr verbesserten Buchbaum, der damit seinen 101. Kampf hatte, nur ein mühevolles Unentschieden erringen. Außerdem siegten Balsam (M.) gegen Patschke (Sparta), V e y n e r (M.) gegen Luckstadt (Sparta), Kanter (A. E. G.) gegen Samuel (M.) nach Punkten und Hofmann (Heros) gegen den bis dahin überlegenen F riedländer III (M.) durch Disqualifikation. Unentschieden trennten sich Ball (M.) von Seile (Astoria) und Levinsohn (M.) von Eggers (Sparta). Vorführung des Makkabi-Werbelilms Vor einem geladenen Publikum zeigte der jüdische Boxklub Makkabi, Berlin, am Sonntag seinen Werbefilm. In einleitenden Worten wies Dr, L e w i n, Vorsitzender des Makkabi, auf die Notwendigkeit eines jüdischen Boxklubs hin, dann rollte das dreiteilige Filmband ab. Zunächst wurden Eine Rekordschwimmergruppe: Von rechts nach links: Fritzi Löwy (Hakoah), die beim letzten Schwimmfest der Hakoah zwei neue österreichische Freistilrekorde schuf; Hedy Bienenfeld, Inhaberin zahlreicher Rekorde im Bruststij; Erich Rademacher (Deutschland), Weltrekordinhaber im Brustschwimmen; Retti Erkens (Magdeburg), deutsche Rekordinbaberfn über Freistilstrecken; Idi Kohn (Hakoah), die hochbegabte Schwimmerin der Hakoah.