Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 20 (17.5.1928)
- Date
- 1928-05-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3053752-3053753-3053772--0330-3055600- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 14 DI£ STIMME Nr. 20 * Königszug schlund' tr.u sein ei j mann die ters ich ' eher;! schwär! wert , hin! schon i ihn der! eher : kann wie 1 den gen i hat mund wer! mir ver i schlun Die Auflösung ergibt die erste Strophe eines bekannten Gedichtes von Schiller. Auflösungen der Rätsel in Nummer 19 Kreuzworträtsel. Wagrecht: 1. Saat. 5. Tael. 9. Betrag. 11. Arthur. 13. Im. 14. Tragoedie. 17. Go. 18. Ems. 20. Ale. 21. Ido. 22. Laa. 23. Reti. 25. Arena. 27. Wand. 28. Lade. 30. Als, 31. Sago. 32. Nase. 34. Lese. 35. Strafen. 36. Arie. 38. Esel. 40. Prag. 41. Gas. 43. Eros. 45. Matt. 46. Marat, 48. Leib. 50. Ase. 51. Mus. 52. Lei. 53 a. Fee. 54. It. 55. Postament. 57. Gr. 58. Nomade. 60. Reiten. 62. Rate. 63. Span. — Senkrecht: 1. Semmel. 2. A. T. 3. Art. 4. Tara. 5. Trio. 6. Ate. 7. Eh. 8. Lugano. 9. Bier. 10. Gala. 11. Adda. 12. Road, 15. Gera. 16. Eins. 19. Standarte. 22. Lagerlocf. 24. Ida. 26. Elcasar. 27. Was. 29. Essig. 31. Sense. 33. fite. 34. Lee. 37. Rat. 39. Erl. 40. Pastor. 41, Gast. 42. Salm. 44. Siegen. 45. Main. 46. Muse. 47. Teer. 49. Bern. 51. Mode. 53. Ines. 55. Pat. 56. Tip. 59. Ma. 61. Ta. Magisches Quadrat: 1. Hagel. 2. Alibi. 3. Gilet. 4. Ebene. 5. Liter. Fiillrätsel: 1. Elegant. 2. Melanie. 3. Atelier. 4. Libelle. 5. Kartell. 6. Parabel. Scherz und Humor In Gottes Hand »Herr Feingold. Sie machen iedes Jahr große Reisen; warum fahren Sie nicht einmal nach Amerika?« »Ich fahr' nicht auf dem Schiff: da ist man doch z u sehr in Gottes Hand!« Wenn ich Rothschild wäre „Jankel, zwanzig Kreuzer verlangst jetzt du fürs Schulheflicken? Das ist doch ein Vermögen! Da mußt du doch bald ein Rothschild werdenl« "Wenn ich Rothschild war' — keinen Schuh flick’ ich mehr unter drei Gulden!« Der Unterschied Hellmesberger gab über einen nicht allzu intelligenten Bassisten der Wiener Oper folgendes Urteil ab: »Er redet genau so dumm wie ein Tenor, 'bloß eine Oktave tiefe r.“ Jüdischer Sport Tagung des Makkabi-Welt» verbandes Am 27. und 28. d. M. in Brünn. Die derzeitige Leitung des MWV. beruft für den 27. und 28. Mai d. J. nach Brünn eine Präsidialsitzung unter Hinzuziehung von Vertretern der Kreise und einzelner dem MWV. angeschlossener Vereine mit nachstehender Tagesordnung ein: 1. Bericht über die Lage des MWV. 2, Die Reorganisation des MWV, 3. Freie Anträge, Mit Rücksicht auf die Situation des MWV. erscheint es dringend geboten, daß sich neben den Präsidialmitgliedern die Vertreter der einzelnen Makkabikreise an der Sitzung beteiligen, welche entscheidende Beschlüsse über die Zukunft unserer Organisation zu fassen haben wird. Die Sitzung findet im Sekretariat der Zionistischen Organisation, Brünn, Koliste 57 [Tel. 2865) statt und beginnt Sonntag, den 27. ds., um 10 Uhr. Die Anmeldungen der Delegierten haben bis spätestens 19. ds. an die Adresse: MWV., Brno, Koliste 57, CSR., zu erfolgen. 25 Jahre Makkabi-Bewegung in Bulgarien (Von unserem Korrespondenten.) Vor kurzem fand in Sofia die Jahreskonferenz aller Makkabi-Vereine Bulgariens statt, die gleichzeitig die Feier des 25 jährigen Bestandes der Makkabi-Bewegung des Landes bedeutete. Die Jubiläumsfeierlichkeiten waren sehr groß. Alle jüdischen Organisationen gratulierten und das Präsidium der Bulgarischen Turnvereine sandte die herzlichsten Glückwünsche. Einen breiten Raum in der Debatte nahm die Besprechung des Verhältnisses der Makkabi zur Zionistischen Organisation und die Angelegenheit des Eintrittes in den Makkabi-W eltverband ein. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob Mitglieder, die ein gewisses Alter überschritten haben, nicht statutenmäßig verpflichtet werden sollen, Mitglieder der Zionistischen Organisation zu sein. Hierin waren zwei Meinungen vertreten. Die einen waren der Ansicht, daß die Mitgliedschaft zur Zionistischen Organisation Pflicht sei. Die Auffassung anderer ging dahin, daß ein Zwang zur Organisierung nicht ausgeübt werden könne. Die Makkabivereinigung sei eine Massenorganisation, die den Zweck habe, Mitglieder aus allen Kreisen des Judentums zu gewinnen und sie national zu erziehen, nicht aber solchen, die noch nicht national eingestellt sind, die Tür zu versperren. Nach langen Debatten wurde beschlossen, das Problem nicht statutenmäßig zu lösen, sondern es den einzelnen Kreisen zu überlassen, die Frage auf Grund der lokalen Verhältnisse zu regeln. Einstimmig wurde jedoch betont, daß der Makkabiverband Bulgariens eine jüdisch-national gesinnte Organisation ist und die Pflicht hat, die Jugend, die sich ihm anschließt, in nationaler Hinsicht zu erziehen. Die Schekelpflichtzahlung blieb unberührt, wodurch eigentlich die Zusammengehörigkeit zur Zionistischen Organisation gegeben ist. Zum dritten Male in den Jahreskonferenzen wurde die Frage des Eintrittes in den Makkabi-Weltverband aufgeworfen. Der Wunsch, nicht mehr außerhalb zu bleiben, ist in Bulgarien allgemein. Der Weltverband wird vorerst das Problem der Schekelzahlung für die Mitglieder, die 18 Jahre überschritten haben, für alle Kreise statutenmäßig zu regeln haben. Die nächste Konferenz des Weltverbandes wird von der bulgarischen Makkabi-Organisation unbedingt beschickt werden. Schließlich wurden noch verschiedene lokale Angelegenheiten erörtert. Das große Erdbeben hat in Sofia wohl keinen Schaden angerichtet, doch die Makkabi-Vereine in der Erdbebenzone haben empfindlich gelitten. Um ihnen entsprechend zu helfen, ist eine Sammelaktion im Gang, die erfolgreich verläuft. Die Konferenz beschloß ferner, das Schauturnen des Bulgarischen Makkabi-Kreises im Juni-Juli 1930 i n Sofia zu veranstalten. Zum Präsidenten des Verbandes wurde Herr Albert K i o e s s o gewählt. Oberturnwart ist Herr Albert M o s c o n a. Die antisemitische Welle im Sport Die Hakenkreuzler von Leoben, In Steiermark ereignen sich sonderbare Dinge. Der dortige Fußballverband stellte ein Team auf, das in Leoben zu spielen hatte. Für die Auswahlmannschaft wurden auch einige Mitglieder der Grazer H a k o a h nominiert. Daraufhin ließ iLeoben den. steirischen Unterverband wissen, daß Juden nicht erwünscht seien, worauf die Hakoahner aus dem Team abberufen wurden. Der Grazer jüdische Verein hat einen Protest beim Oesterreichischen Fußballbund eingebracht und trägt sich mit der Absicht, aus dem steirischen Unterverband auszutreten. Das Hakenkreuznest Leoben ist in seiner Sportauffassung konsequent. Als einziger Verein der Welt hat schon seinerzeit der Deutsche Sportverein Leoben sich geweigert, gegen die Grazer Hakoah anzutreten, worauf der Klub vom Verband suspendiert wurde und seitdem auch an der Meisterschaft nicht teilnimmt. Wir sind neugierig, ob jetzt auch der Fußballverband, seinen Prinzipien treu, konsequent bleiben wird. Die deutsche Fechtmeiaterin Helene Mayer, siegreiche Teilnehmerin an internationalen Turnieren; ihre letzten Erfolge in London und Hamburg zeigten sic den besten internationalen Meistern, wie Casimir, Puliti, Salafia u. a, ebenbürtig. Helene Mayer ist die Tochter eines jüdischen Arztes in Offenbach; ea tat bezeichnend, daß sie von der antisemitischen Presse dem Ausland gegenüber alt Repräsentantin »deutschen Wesens« reklamiert wird; so schreiben die deutschnationalen »Hamburger Nachrichten« den lustigen Satz; »Es vereinigt sich bei diesem kerndeutschen Mädel ein ideales Streben zur Vollkommenheit zwischen Körper und Geist,« Für den Gebrauch im Inland schreibt man freilich enden ... f v. , . * ■f '•I Die Hockey-Mannschaft des Prager Sportklubs „Hagibork\ Pogrommatch in Bratislava Im Entscheidungsspiel gegen den Abstieg in die zweit'. Klasse standen einander am Sonntag in P r c ß b u r g Makkab ä a und der Verein Zwirnfabrik gegenüber. Der in der Pause beim Stand 1 : 1 noch unentschiedene Kampf wurde in weiterer Folge mit großer Erbitterung geführt. Beide Parteien erzielten noch je einen Treffer, worauf das Match auszuarten begann. Der Schiedsrichter sah sich gezwungen, drei Spieler von Zwirnfabrik auszuschließen, während drei Makkabäer wegen Verletzungen in das Spital übergeführt werden mußten. Die Polizei griff endlich ein und ordnete den Abbruch dieses Fußballspieles« an. Ein schöner Erfolg der Hakoah-Fußbai ler Die Wiener Hakoah spielte am verflossenen Sonntag in Steinamanger gegen den tüchtigen S. C. S a b a r i a, der in der ersten ungarischen Professionalliga den vierten Platz einnimmt. Die jüdische Mannschaft überraschte durch eine gediegene Leistung und konnte den Kampf als besseres Team 1 :1 unentschieden beenden. In glänzender Form befand sich Heß, der auch den Treffer der Blau-Weißen erzielte. Rosenfeld hielt einen Elfmeterstoß. 3000 Zuschauer wohnten dem Spiele bei. Das Theodor Herzl - Hockeyturnier des Prager Hagibor Der jüdische Verein Prags, Hagibor, veranstaltet seir diesjähriges Herzl-Hockeyturnier nunmehr endgültig am 12., 13. und 14. September. Außer dem Veranstalter werden die jüdischen Brudervereine Hakoah und Blau-Weiß aus Wie:, sowie noch eine Prager Mannschaft, wahrscheinlich die Deutsche Eishockeygesellschaft, an dem Turnier teilnehmen. Der Theodor Herzl-Preis -des Hagibor ist ein Wanderpreis, der, um ihn endgültig zu besitzen, dreimal hintereinander gewonnen werden muß. Das erste Turnier sah die Wiener Hakoah siegreich. Vier Hakoahner im österreichischen Olympiateam In dieser Woche hat in Amsterdam die »Vorolympiade« begonnen, bei der zuerst das Hockeyturnier ausgetragen wird. Auch Oesterreich nimmt mit seiner Auswahlmannschaft an den Kämpfen teil. Für den jüdischen Sport ist es eine Anerkennung, daß sich das Hockeyteam zum großen Teil auf Hakoah stützt. Die Spieler Lehrfeld, Rosenfeld, Steiner und Wald figurieren in der Auswahlmannschaft, der auch die Hakoahner Ing. E. N o s s i g und Herr Sonnenschein zur Seite stehen. Erfolge der Turner des Budapester V. A. C Kürzlich hielt in Budapest der B. T. C. seine alljähriichc große Turnveranstaltung ab, in der auch die Turnsektion des V. A. C., des jüdischen Vereines von Budapest, mit großem Erfolge teilnahm. Aufsehenerregend waren die Darbietungen der Jugend des jüdischen Realgymnasiums, die sich unter der Führung des Professors Duckstein den Sieg im Mannschaftsturnen ihres Jahrganges holte. Hans Rosenfeld, der bekannte Hockeyspieler der Hakoah. wird in der nächsten Zeit zum Doktor der Rechte promoviert, Das internationale Tennisturnier der Hakoah beginnt am 19. ds. auf den Plätzen in der Krieau und dauert bis zum 27. ds. Außer der führenden Wiener Klasse haben auch zahlreiche ausländische Größen Nennungen abgegeben. Das nächste Meisterschaftsspiel der Hakoah findet am 27. Mai gegen Simmering statt. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, L, Karntnerstr. 28, Tel. 77-4-85/86. II. Jabrg« Mai 1928 — Ijar 5688 Ausweis Nr, 17 Summe der Eingänge vom 1,—8. Mai 1928. . . . S 2.114.73 Summe der Eingänge von Rosch Haschanah 5688 . S 82.490.70 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten Büchsen 1195.35; Tempelspenden 121.15; allgemeine Spenden 37.05; Versicherung 500; Baumspenden 75; 10% von Veranstaltungen 68.87; Goldbuch 14; Imitaschen 85.31. Spezifikation der Eingänge nach Bezirken u. Gruppen geordnet Zentrale 1193,43; II, Bezirk 27.60; Jugendgruppe Prater 9.78; IVIV, Bezirk 3.40; IX. Bezirk 24.—; XIX. Bezirk 10.—; XX. Bezirk 4.90; I. A. V. Ivria 31.22; I. A, V. Jordaniah 9.63; I. A. V. Nehemia 48.59; Z. M. V. Jedidäa 23.54; Z. M. V. Massadah 10.29; Jugendverein Erez Israel 109.12; Frauenorganisation 10.—; J. S, A. J. 11.40; Jugendgruppe Leopoldstadt 360.52; Mirjam 61.47; Verband der Radikalen Zionisten 37.59; Jüd. Pfadfinderbund »Zirenu« 5.58; Lehrlingsheim »Zukunft« 33.95;