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Die Stimme · 1928-05-03 · Heft 18 (3.5.1928) · page 14

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 18 (3.5.1928)
Date
1928-05-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 DI£ STIMME Nr. 18 3) Dieser interessante Zug stammt von Dr. Kaufmann in Wien, Er gibt nicht zu unterschätzende Angriffsmöglichkeiten. 4) Er spielt auf Bauerngewinn, bleibt aber dabei viel zu sehr in der Entwicklung zurück. Besser geschah S e 6. •') Ein durchschlagendes Opfer. Derartige Ueberraschungen sind immer die Folge einer verfehlten Entwicklungspolitik. 9) Etwas besser war D c 7, doch wäre der weiße Angriff sicherlich auch dann durchgedrungen. Rätselecke Redigiert von Joto. Kreuzworträtsel 3 4 -- - 1 587 fit ir 3 8 ■ 9 WB« 11 j 1 L 18 13 m 15 l 16 §8 19 » 21 ff|22 23 ■ 24 26 | 27 28 m 29 H 30 j 31 J 1 32 i! 33 SB ■ ä,i! , I35! ■ SBc 36 I 1 j 37 : i ■ 38 H -i 1 40 j 41 18 42 43 H 44 | 45 46 m 47 48 49! /■ 50 51 52! ■ : 53 1 | i *•'! i 55! 81 56: i 57 58 ® 59 Lm ■ “i i l 61 i!62 lü n 63 j 1 r 1 64 J W ag r e ch t : 1. Spielzeug. — 5. Zeitabschnitt. — 9. Papiermaß. — 11. Wasserpflanze. — 13. Wacholderschnaps..— 15. Vorwort. — 16. Fluß (span.) — 17. Tierkadaver, — 19. Metall. — 20. Reicher Mann. — 22, Hanidelsgegenstand. — 23. Vollbrachte Handlung. —24. Töpfeiikunst, — 26. Nord. Tierart. -• 27. Blasinstrument, — 29. Trällerton. 30. Erster Mensch. — 32. Teilzahlung. — 34. Anhänglich, ergeben. — 35. Zerbröckeltes Gestein. —■ 36. Längenlbezeichming. — 37. Fett. — 39. Blumenanliatge, — 41, Rom. Kaiser. — 42, Oriental, männl. Vorname, — 44, Halbedelstein. — 46, Raubtier (poet.) — 47. Hoher militär. Rang. — 50. Durch (lat.). — 52. Flach. — 53. Rundgang. — 54. Mondgöttin. — 55. Skandinav. Scheidemünze, — 56, Schwur. — 57. Dorf in Tirol, — 59. Engl. Anrede. — 60. Kröte. — 61. Nebenfluß der Donau. — 63. Weibl. Vorname. — 64. Niedergang, Verfall, Senkrecht: 2, Flächenmaß, — 3. Nebenfluß der Drina. — 4. Hundeschnur, — 5. Abwesenheitsbeweis, — 6, Ich/ flat.), — 7. Italien. Musiknote. — 8. Seeräuber. — 10. Anfang eines Rennens. — 11. Wohlgeschmack, Duft. —• 12. Orient. Frauengemadh. — 13. Charaktereigenschaft, Besitz. — 14. Schöpfung, Kosmos. — 17, Stadt in der Schweiz. — 18. A’blczg, für „senior“. — 21, Gesiohtsfhaare. — 24. Verzeichnis, Liste. — .25. Halbedelstein. — 28. Verkatifsstand. — 31. Waffe, — 33. Schmal. — 34. Abkzg. für „Tabelle“. — 37. Hoch im Preise. — 38. Nord. Tierart. — 40. Grundform, Art. — 41. Naturerscheinung. -— 42, Stromzuführer. — 43, Aus Erde, zur Erde gehörig. — 45. Sinngedicht. — 46. Männl. Vorname. — 48, Weibl, Vorname. — 49. Staatsvennögen. — 51, Selten. — 56. Vorsilbe, — 58, Mäßig warm. — 60, Aibkzg. für „United States“. —■ 62. Ghem. Zeichen für Wismuth, Zahlenrätsel 1. 8 4 1 6 10 1 9 2. 4 12 8 7 9 5 3. 12 2 1 3 1 11 4. 2 11 6 5 12 3 5. 12 4 6 11 6 1 6. 6 11 4 12 6 5 11 1, Italienische Hafenstadt. 2. Derb, roh, grob. 3. Weiblicher Vorname. 4. Kleidungsstück. 5, Oper v. Verdi. 6. Fluß in S. H. S. Die Anfangs- und Endbuchstaben ergeben die Namen zweier derzeit im Mittelpunkte des Interesses stehender Flugzeuge. Visitkartenrätsel F. SCHRELL TRIEST Wer ist der Herr? Scherz und Humor Klares Motiv Zwei Juden sitzen nachts im Beth-Hamidrasch beim Talmud. Für den Fall, als sie der Schlaf übermannen sollte, haben sie ein Kissen mitgenommen. Plötzlich wird die Tür aufgerissen, zwei Kosaken stürmen herein, entreißen den Lernenden das Kissen und den Geimarahband und gehen. Kaum /haben sich die beiden Juden von ihrem Schrecken erholt, da beginnt der eine im Gemarahtonfall: „Sag* mir doch, ich bitte dich, ani welche talmudisclhe Ansicht halten sich eigentlich die Kosalken? Halten sie sich an den Satz „Die Nacht ist nur zum Schlaf da“ — warum haben Sie uns dann das Kissen genommen? Halten Sie sich aber an den Satz „Die Nacht ist zum Lernen da“ — warum haben Sie uns die Gemore weggenommen?” „Du bist ein großer Dummkopf“, antwortete der andere, irrr gleiche'n Tonfall. „Denn die Sache ist klar wie die Sonne. Der eine Kosak hält sich an den Grundsatz „Die Nacht ist zum Schlafen da", und der andere ian den Grundsatz „Die Hakoah und die Einheitsfront der anderen Der jüdische Sport steht vor einem Wendepunkt. Der Kampf der Hakoah um Ihre Erhaltung in der ersten Fußballliga bedeutet weit mehr als das Ringen eines Vereines um Geltung und Existenz. Die Hakoah hat im 'Fußballsport, der wie kein anderer geeignet ist, nach außen hin sichtbar und propagatorisdb zu wirken, eine starke Position erobert. Sie zu verlieren, wäre für den jüdischen Sport nach dem Zusammenbruch des Vivo in Budapest und des Makkabi in Brünn ein unersetzlicher Verlust. Der Gedanke »des Abstiegs aus der ersten Klasse verleiht den Haikoahnern Löwenmut und mit der Kraft »der Verzweiflung stemmen sie sich auf dem grünen Rasen gegen die endgültige Niederlage. Erst neulich haben sie gegen Hertha trotz einzelner unzulänglich besetzter Positionen einen heroischen und unglücklichen Kampf geliefert, was von der gesamten Sportpresse Wiens auch rückhaltlos anerkannt wurde. Die Position des jüdischen Vereines in der Tabelle ist somit wieder sehr kritisch geworden, obwohl noch immer theoretisch sechs Vereine vom Abstieg bedroht sind. Häkoah hat noch vier schwere Spiele lauszutragen. Drei ihrer Gegner, sind gleichfalls Abstiegskandidaten und »die ©lauweißen würden im Falle eines punlktegewinnes ihre Situation bedeutend verbessern. Der vierte Widersacher ist der Meister Admdra. Das Verhängnis wollte es, daß in der Vorwoche (gleichzeitig »mit der Niederlage der jüdischen Mannschaft die meisten Konkurrenten Punktegewinne buchen konnten. Und da gelangen wir nun zu »einem chanalkteristischen Merkmal in der Beurteilung »des jüdischen Vereines durch die anderen. Es wird vielfach kolportiert, daß »die Vienna dem Abstiegskandidaten Sportklub »den Sieg und die Punkte nicht allzu schwierig gemacht hat, Aehnliches wird über die auffallend schwache Leistung des F. A. C, gegen W. A C. gesagt. Bekanntlich gewann, der W. A C. das Spiel. Wie man sieht, könnte der Kampf der »Halkoahner um die Erstklassigkeit durch Vorschubleistung der anderen zunichte gemacht werden. Wir sagen nicht, daß es so sein muß, aber »die Fälle /könnten sich häufen und Hakoah wird danini allein auf weiter 'Flur dastehen. Die jüdische Sportöffentlichkeit tebt schon seit jeher in dem Glauben, man werde die Hakoah gegebenen Falles in der ersten Liga erhalten, da das Publikum, »die Anhängerzähl und die gewiß noch nicht zu unterschätzende Zugkraft des Vereines selbst ein gewisses Aktivum für alle »anderen Wiener Vereine bedeuten. Wir wollen gewiß Ikeinen Pardon, wenn der jüdische Verein seine »Lebensfähigkeit auf dem grünen Rasen nicht mehr zu behaupten imstande ist. Aber auch kein Latgieren zum Nachteil »der Blau-Weißen und zugunsten ihrer Konkurrenten. Wieder einmal läßt sich übrigens eine Lehre aus der Not der Hakoäh »ableiten. Man spürt nämlich heute schon die Einstellung der übrigen zum jüdischen Verein und muß erkennen, daß dem Antisemitismus eine viel bedeutendere Rolle zukommt als anderen Erwägungen. Wer »bei dem Match gegen Hertha auf der Hohen Warte war, konnte die aus allen möglichen Klubmilieus stammenden Zuschauer mit Genugtuung »die Niederlage der Hakoah genießen sehen. Nacht ist zum Lernen da.“ Und deshalb haben sie uns beides weggenomme n.“ Ein Rechenfehler Zum Piskowieczer Wunderrabbi kommt eine Frau und überreicht ihm einen Wunschibrief samt dem üblichen „Geschenk". Der /Rabbi liest den Zettel und sagt zu der Frau: ,,Leah, ich sehe aus »dem Zettel, daß du vor einiger Zeit Geld verloren hast; und jetzt willst du, ich möge darum beten, »daß der Betrag sich »wieder finde; — wie groß ist der Schaden? „Hundert Gulden.“ „Das ist ein kleiner Irrtum, Leah! Es sind nicht hundert Gulden, sondern 101 Gulden!" „Wieso?“ Es waren doch nur hundert?" ,,Dummes Weibsbild!“ schreit der Wunderrabbi, „U n»d der Gulden für mich ist nichts?“ (Diese beiden Stücke sind aus »der in der vorigen Nummer eingehend besprochenen trefflichen Sammlung „Ghochme un charifes“ von M. A. Wiesen, die vor kurzem in Wien im Selbstverlag des Verfassers erschienen ist, übertragen.) Man weiß, daß seit jeher auch die Spieler aller Vereine »gegen Hakoäh ihr Bestes geben, um zu siegen. Das ist Instinkt, das ist Rassenmerkmal und — Antisemitismus, In Zeiten der Not häbe»n Juden keine Freunde und1 finden keine Hilfe, Jeder Scbwäohemoment stößt auf »die Einheitsfront aller gegnerischen »Kräfte. Wir Juden müssen daher wieder stark sein, um uns zu behaupten, weil wir gegen» viel stärkere Kräfte anzukämpfen haben als »die anderen. Das jüdische Publikum hofft, daß die Hakoah ihren Platz in der ersten Liga behaupten. wird. Was »dann 'kommen müßte, wird j»a noch zu tragen sein. Aber eines müssen wir den »Führern der Hakoiah und dem jüdischen Sportpublikum Zurufen: Weihe uns, wenn wir schwach sind! Darum stärket den Geist und den Leib! Ernö Schwarz bei Glasgow Rangers Eine hohe Anerkennung jüdischer Sportleistung. Ein jüdischer Fußballspieler »hat eine große Karriere zurückgelegt. Ernö Schwarz, der mehrere Jahre bei der Wiener Häkoah tätig war und »derzeit in Amerika bei den »New Yorker Grants spielte, wurde von dem Fußballmeister Schottlands, dem berühmten Klub Glasgow Rangers, als rechter Flügelstürmer engagiert. Was dieser Weg, dessen 'Bedeutung der Kundige sofort zu würdigen weiß, in sportlicher Hinsicht besagt, soll hier erläutert werden? Großbritannien, das Mutterland des Fußbailsportes, kann noch immer darauf Anspruch erheben, daß die auf die Massen so eigentümlich wirkende Kunst des runden Leders »dort in »höchster Vollendung beherrscht wird. England ist im Fußball der Lehrmeister der ganzen Welt, seine Spieler und Trainer haben das Spiel »überall, wo sie wirkten, gehoben und zur »Blüte gebracht. Nur in ganz vereinzelten Fällen — miau könnte sie an den Fingern einer Hand ahzählen — konnten Spieler »des Kontinents in englischen Vereinen durch »ganz hervorragende Fähigkeiten Aufnahme finden und mittun. »Einer »dieser seltenen Fälle betraf in 'Friedenszeiten den Wiener Tormann P. Kar»ner, der tatsächlich mehrere Jahre lang in England »gespielt hat. Das Engagement des »Ernö Schwarz »durch die Glasgow Rangers ist umso bemerkenswerter, als die Schotten im Fußball »die Engländer noch übertreffen. Der Werdegang Schwarz* beginnt in Budapest, wo er geboren wurde, in /jungen Jahren »gelangte er in »die erste Mannschaft des /bekannten Meisterklubs Ferenczviairos, daa» zum Brunner iMaklkabi, von wo er den Weg zur Wiener Häkoah fand. Hier konnte er als Innenstürmer lange Zeit nicht reüssieren, bis er »als rechter Flügelmann taiufgestellt wurde und so zu den größten Erfolgen aufstieg. Die Amerikareisen der Hakoah» »brachten auch Schwarz dauernd nach New York, Im vorigen Jahr sahen ihn »die in Kanada gastierenden Glasgow /Rangers und erkannten »seine, der britischen Schule besonders zusagenden Fähigkeiten. Jetzt wurde er von de»n Schotten ab nächster Saison engagiert. Das ist in sportlicher Hinsicht der Höhepunkt »der Karriere dieses jungen Juden. Wir dürfen ihn nicht unter de/m Gesichtswinkel des Professionalismus /betrachten, sondern müssen »mit Genugtuung feststellen, daß wieder eine Tatsache vorliegt, daß die jüdische Sportlkunst befähigt erscheint, auch» die Spitzenleistungen des Weltsportes, zu erreichen. Jüdischer Sport Auflösungen der Rätsel in Nummer 17 Kreuzworträtsel. Wagrecht: 3, Marokko. 8. Safe, 10, Ora. 11. Pelz. 13, Blind, 14. Rü/be. 15. »Neon. 16. Ems. 18. Reis. 20. Plato, 22. Altar. 25, Diebe, 28. Ego. 29. Meißen. 30. Olm, 31. Amati. 33. Onkel. 35, Segen, 38. Ader. 41. Lei. 42. Traflfc 44. Eleve, 45. Stute. 46. Drei. 47. Nie. 49. Berg, 50. Madonna. — Senkrecht: 1. Tor. 2» Gabe, 3, Mein, 4, Rodel. 5. Karst, 6. Oper. 7, Blei. 9, »Flott. 12. Ebene. 15, Niagara. 17. Massage, 19, Stellen. 20. Preis. 21, Odeon, 23, Lom. 24. Amt. 26. Ina 27. Boe. 32. Adele, 34 Karte. 36. Elend. 37. Eisen. 39, Derb, 40. Reim. 42. Tuba. 43. Aena, 48. Jod. Magische Treppe, 1. Ratte. 2. Asien. 3. Tibet. 4. Tee. 5. »Entente, 6, Eist, 7. Stelle. 8. Teller. 9, Levante. 10. Ena* 11, Nebel, 12, Treue. 13. Ellen. 14. Erl. ' JS\ ' ' mm Die Läuferstaffel der Berliner „Bar-Kochba“.

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