Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 14-15 (4.4.1928)
- Date
- 1928-04-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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35 Groschen Zeitung vom Verleger versendet Journal expedte par l'dditeur Produktenbörse j Uni 2 iL) 1 i o t h olc r.?* I- Polen: Monat!. Zloty "2*30, viertelj. Zloty 6*50 / Ungarn : Monat!. Pengö 1*50, viertelj. Pengö 4*20 / Rumänien: Monat!. Lei 45*—, viertelj. Lei 125*— / Bulgarien: Monat!. Lewa 30*—, viertelj. Lewa 80*— / Belgien : Monat!. Belga 2*—, viertelj. Belga 5*— / Übriges Ausland: Monat!. Schweizer.'Franken 1*50 1. Jahrgang_Wien, 4. April 1928 (14. Nissan 5688) Nummer 14/15 Abonnementpreise: Für Österreich: Monat!. S 1*50, viertelj. S 4-20, Ganzj. S 16*— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1*—, viertelj. Ooldmark 3*— / Tschechoslowakei: Monatlich Kö 7*—, vierteljährlich Kö 19*— / Jugoslawien: Monatlich j Dinar 14*—, vierteljährlich Dinar 40*— | Jüdische Zeitung Erscheint laden Donnerstag fiedafeZion und. fkdminislr allen: Wien, 1. Hauhensteincfasse 1 / Telephon 76^9« Kampf Brandeis Weizmann Aktive Tätigkeit der Brandeis>Gruppe — Stephen Wise aus der zionistischen Leitung in Amerika ausgetreten Aus New York wird uns berichtet: Aus Anlaß der Ankunft des Präsidenten der zionistischen Weltorganisation, Professor Weizmann, in Amerika, hat das Administrativkomitee der dortigen zionistischen Organisation telegraphisch 100.000 Dollar der zionistischen Exekutive in Palästina für die laufenden Arbeiten überwiesen. Die aktive Opposition der Brandeis-Gruppe verstärkt sich. Dem bereits gemeldeten Austritt der Herren Samuel Rosenson und Lawrence Beren. s o n aus dem Administrativkomitee und aus dem Komitee des United Palestine Appeal ist ein weiterer Schritt gefolgt, das mit dem nunmehr verstärkten Kampf der Brandei s-G ruppe gegen die Politik Wei z m a n n s zusammenhängt: der bekannte zionistische Führer Dr. Stephen Wise, früher Präsident des United Palestine Appeal, ist aus dem Komitee dieser Aktion sowie aus dem Administrativkomitee der Organisation ausgetreten. Seine Stelle in der Leitung der amerikanischen Organisation wird, wie verlautet, Richter Julian Mack einnehmen. Sowohl Dr. Wise als auch die beiden vorher aus der Leitung ausgetretenen Herren verbleiben in der zionistischen Organisation. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur berichtet, wird die zionistische Gruppe, die sich um Oberrichter Brandeis schart, am 15. April in Wash i n g t o n eine Beratung abhalten, offenbar I^^lroWtv, cler [V trurd mka n s man rv I Complei 'Grene Je Chine kTetä f 115.- W1 otl. engl. Voll jlrfhnantel Lr.de Chine efipfitheri v _, f 1W*' fedeMed ans prima; Crepe ...^ ckChine m allen Wien färben. Cojium teiU^ ycvA fiasseni.Cr.deClvineSluse um die Einleitung einer aktiven politischen Kampagne zu beschließen. Zugleich mit dieser Meldung erhalten wir von unserem gegenwärtig in New York weilenden B. E,- Mitarbeiter einen Bericht, der, anscheinend noch vor dem Austritt Wise's geschrieben, auf die gesteigerte Tätigkeit der Brandeis-Gruppe und ihre Vorbereitungen für eine oppositionelle Kampagne aufmerksam macht. Unser B. E.-Mitarbeiter sagt darin u. a.: „Der auf dem Karlbader Kongreß anscheinend zu Ende ausgefochtene Kampf zwischen den Anhängern Brandeis' und Weizmanns dürfte, wie die Dinge jetzt liegen, wieder aufgenommen werden. Damals ging es — die Ereignisse wiederholen sich auch in der zionistischen Geschichte — um zwei Unsere Pessach-Festnummer ist 24 Seiten stark und enthält 27 Illustrationen, darunter Reproduktionen von Marc Chagall, St. Bender, Rembrandt, Bilder aus dem Nikolsburger Ghetto, aus alten Hagadah-Drucken, aus dem alten und neuen Palästina und zahlreiche Porträts, ferner folgende Beiträge: Die „eigene Scholle“ in der Musik, Von Joseph A c h r o n (New York), Gespenster. Von Adolf Böhm (Wien), Ein Märtyrer für die Juden von Nikolsburg, Von Rabbiner Dr. D, Feuchtwang (Wien), Das Judentum und seine Umwelt. Von Hof rat Univ.-Prof. Dr. S. Frankfurter (Wien). Eine zionistische Schrift aus dem Jahre 1868. Von Dr. N. M. Gelber (Wien). Eine „sterbende“ jüdische Branche? Von Ministerialrat Dr. H. Goslar (Berlin). Der Narr. Von Vladimir Jabotinsky (Paris). Die neuen Faktoren, Von Dr. Fritz Löwenstein (Jerusalem). Das Problem der Hakoah. Von Dr. Fritz Löhner . Beda (Wien). Ein Ghetto-Genie. Von J. K o t i k (Warschau). Jüdische Malerei. Von Hermann Menkes (Wien). Hermann Cohen (Zu seinem 10. Todestage). Von Dr. Ernst Müller (Wien). Die Wunder von Lobzow. Von Dr. David R o t fahl u m (Wien). Der Jud ist schuld. Von —or. „Der Prozeß Jesu“, Von Biniamin W. Segel (Wien). Die Mazzesknödel. Von M, S p e k t o r. Ein Seder-Abend bei Professor Chaies s. A. Von Dr, Robert Weil (Wien), Palästinensische Schwarmgeister. Von Dr. E. M. Zweig (Jerusalem), DIE NÄCHSTE NUMMER unseres Blattes erscheint der Pessach-Feiertage wegen am Donnerstag, den 19. APRIL. Prinzipien: Weizmann legte das Hauptgewicht auf die politische T ä t i g k e i t, Brandeis auf die praktischeArbeit, In jener Zeit, wo die Welle der politischen Erfolge-{nach Versailles, San Remo usw.) hochging, behielt die Weizmann'sche Richtung die Oberhand, das von Brandeis verfochtene Prinzip wurde vollständig in den Hintergrund gedrängt und mit ihm auch alle Personen, die dafür eintraten, wie Julius Simon, De L i e m e, Haas u. a„ die jedoch den Kampf für die Durchsetzung ihres Prinzips keineswegs aufgaben, Die Periode der augenfälligen politischen Erfolge ist vorüber; andererseits sind die Mittel der zionistischen Organisation durch die Krise in Palästina so stark erschöpft, daß sie sich auf die Konsolidierung des Bestehenden beschränken muß. In diesem Zeitpunkt glaubt offenbar die Brandeis-Gruppe ihre Prinzipien durchsetzen zu können und wie es den Anschein hat, schickt sie sich an, aus ihrer bisherigen passiven Haltung herauszutreten und in die aktive Opposition zu gehen. Dies könnte eine vollständige Aenderung in der Konstellation innerhalb der Zionisten Amerikas und vielleicht darüber hinaus ergeben. Wie die Brandeis-Gruppe operieren wird, ist noch nicht klar; jedenfalls wird viel davon abhängen, was sie an positiven Leistungen und Leisttmgsmöglichkeiten aufzeigt.“ Sokolow wieder in London. Der Präsident der zionistischen Exekutive, Nahum Sokolow, ist von Jugoslawien, wo er, wie bereits berichtet, vom König und vom Außenminister empfangen wurde, in B e r 1 i n eingetroffen. Von dort ist er nach einem Aufenthalt von einigen Tagen über Paris nach London gereist. Neubauer KLEIDERHAUS (J. T/LUNGER) ~Wlen7vii. Burggasse 128 Reichste Auswahl In Herrenu. Knabenkieldern ■ws RESTAURANT M. OPERER -nw WIEN, II., TABORSTRASSE 12 (Hotel Stephanie) empfiehlt für die Feiertage seine Palästina-Weine: Originalfüllung $ 4«50 per Flasche Pessach-Menu: Suppe, Braten, Beilage, Mehlspeise S 2.50 Speisen am Rost, La Gratar, Tägl. frische Pfefferkarpfen R. BASCH, IV. 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