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Die Stimme · 1928-03-08 · Heft 10 (8.3.1928) · page 14

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 10 (8.3.1928)
Date
1928-03-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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Seite 14 DIE STIMME Nr. 10 Rätselecke Redigiert tod Joto. Kreuzworträtsel F I 2 I 3 4 1 5 6 hr F [~ | 8 F r 1 11 - L «3 j ■■ 14 15 ■■ 16 P7 18 ■ j 19 j | 20 ■ 2' 22 ,23 ■i ■ 24 25 1 26 | | | 27 28 29 ■1 ■ 30 31 32 33 34 ■ 35 36 37 ■ 38 39 ■ ■ 40 ■ ■ 4t 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 Wagrecht: 1. Laut, Baumaterial. 4. Knabe (poetisch). 7. Schubfach, Pult. 8. Griechische Göttin der Zwietracht. 10. Ruhestätte. 11. Metall. 13. Pöbel. 14. Vorsilbe. 16. Brennmaterial 18. Abkürzung für „Vereinigte Staaten von Nordamerika". 19. Hasten. 21. Spanischer weiblicher Vorname. 22. Greisenhaft. 24. Stadt in der Tschechoslowakei. 26. Klagelied (Mehrzahl). 27, Weiblicher Vorname. 30. Stadt in Italien. 34. Sache (lateinisch). 35. 'Klosterschwester. 38. Figur aus Ibsens „Peer Gynt". 39. Aggregatzustand des Wassers. 40, Griechische Göttin des Unheils. 41. Getrocknetes Gras. 42. Stadt in Frankreich. 45. Eßgerät. 48. Gehalt, Lohn. 49. Gleichgültig. 50. Amerikanischer männlicher Vorname. 51. Selten. Senkrecht: 1. Zeitabschnitt. 2. Feierliches Gedicht. 3. Stadt in Italien. 4. Fruchtart. 5. Schweizer Kanton. 6. Vorwort. 7. Männliche (Bibelgestalt. 9. Sdhiffsteil. 10. Wertpapier (Mehrzahl). 12. Bekannter Roman von Zola. 13. Brei. 15. Modern angezogen. 17. Weibliches Wildschwein. 19. Englischer weiblicher Vorname. 20. Fehllos. 23. Japanische Münze. 25. Antilopenart. 27. Englischer Untertan. 28. Sauber, nett, 29. Speisezutat. 31. Weibliche Bibelgestalt. 32, Berg in TiroL 33. Ungebraucht. 36. Wüsteninsel (Mehrzahl). 37. Menschenrasse. 43. Kennzeichen. 44. Ich (lateinisch). 46. Türkischer Befehlshaber. 47, Nachtlokal. Königszug anl ln and el stel nee gen in ab nem brao gen ne el blick eben man m u and der roll beo glel dich la siebt mer schnebl ber sieb muss in Im ga Ul ben. Zwei el leer H ao! der dre mit KD DIB II die bringst and der IM sie nei an sie kSn Dl8 sen da wie and rast wan gen grnnd dem - 111 roll dem los fiel sten In den mnad selnd und blo 1 ner hingt wecb ler je ab Die Auflösung ergibt ein Rätsel von Schiller, dessen Lösung ebenfalls zu suchen ist. Visitkartenrätsel L. UCHAS SPEIER Was ist der Herr? Auflösungen der Rätsel aus Nummer 9 Kreuzworträtsel. Wagrecht: 1. Gabel. 6. Aster. 11. Regisseur. 14. Saege. 16. Inder. 18. Als. 19. Lokal. 22. Elz. 23. Rot 24. The. 26. Taler. 28. Ase. 30. Aarau. 32. Ornat. 34. Lebewesen. 37. Meran. 38. Senat. — Senkrecht: 2. Ares. 3. Beg. 4. Egel. 5. iLi. 6. As. 7. Seil. 8, Tun, 9, Erde. 10. U. S. A. 12. Sokolow. 13. Er», 15. Alpha. 17. Elisa. 20. Ora. 21. Ate. 24. Tat 25. Erle. 26. Tuba. 27. Rose. 28, Anan. 29. Eta. 31. Aer. 33. Ren. 35. En. 36. Es. Scherz und Humor Was wir brauchen Heine sagte einmal zu Saphir: „Mit meinen Finanzen bin ich stets brouilliert. Ich habe immer weniger, als ich brauche." „Oh, das kenne ich!" bemerkte Saphir. „Wir sagen immer: Ich habe weniger als ich brauche, aber eigentlich sollten wir sagen: Ich brauche mehr als ich Hab e." „Ich habe jährlich 12.000 Franken Rente," erklärte der Dichter, „aber ich brauche wenigstens 20.000 Franken. Wieviel brauchen denn Sie?" „Mein lieber Heine,” antwortete Saphir, „das ist leicht xn berechnen. Sie haben 12.000 Franken Renten und brauchen dennoch 20.000 Franken. Stellen Sie sich vor, wieviel ich erst brauche: Ich habe gar keine Renten!” Der Unterschied Herr Meyer hat während «eines Aufenthaltes in einer Kleinstadt des Ostens bei einem jüdischen Schneider eine Gymnastik, das Wesen der Körperkultur Von Rudolf Zimet (Makkabi DC, Wien) IV.*) Die Atmung Die ausschlaggebende Bedeutung der Atmung (kennt man viel zu wenig. Sie ist mit Recht wichtiger als das Essen und Trinken. Als Hauptarten der Atmung müssen wir die Brustatmtung, die Zwerchfell- oder Bauchatmung und die Vollatmung unterscheiden, doch auch di^ Schlüsselbein- und die Flankenatmung kennen. In allen Hauptformen lassen sich Tiefatmungen ausführen. In der Regel ist die Atmung, die möglichst alle Teile der Lunge in Tätigkeit setzt, also die Vollatmung, natürlich die beste, doch ist sie nicht immer durchzuführen. Die verschiedenen körperlichen Uebungen erfordern besondere Teilatmungen — ja sogar im Sitzen wird die Atmung sehr verschieden sein. Bei krummer Haltung im S'itzen, die ja leider die Regel ist, wird die Atmung ganz besonders schlecht. Eine außerordentliche Dehnbarkeit des Brustkorbes — der Rippen, Knorpel und Muskeln — kann sich jeder durch Uebung erwerben. Ebenso erlangt er aber auch die Fähigkeit, eine volle tiefe Atmung mit dem Zwerchfell durchzuführen. Der Anfänger beginnt am besten im Liegen, übt späterhin die Atmungen im Stehen und Gehen und muß natürlich mit vorübergehenden Muskelschmerzen in Hüften, Rippen und Schultern rechnen. Der Brustraum gleicht einem Kegel mit iaufgewölbtem Boden, der durch das Zwerchfell gebildet wird, ln diesem Brustraum lagern Herz und Lungen. Letztere werden durch die Bewegungen der Muskulatur, durch Heben und Senken der Rippen und des Zwerchfelles in Tätigkeit gesetzt. Arbeiten vornehmlich die oberen Teile, so entsteht die Brustatmung. Der atmende Mensch ist mit einer brennenden Petroleumlampe zu vergleichen. Zur Atemgymnastik empfiehlt es sich, bei Atmungen sich öfter oben am Fensterrahmen, natürlich bei geöffnetem Fenster, festzuhalten. Hiedurch wird der große Brustmuskel beim Heben des Brustkorbes stark in Tätigkeit treten, weil sein Ansatzpunkt an den Armen festgehalten ist. Aehnlich wirken ein Teil der Hals- und Kopfmuskeln, wenn der Kopf festgestellt ist. Am meisten treten die Muskeln, die am Schulterblatt ihren Halt finden, in helfende Tätigkeit, wenn das Schulterblatt festgehalten ist. Da ist vor allem der große Sägemuskel, der die Rippen weitet und hebt. Aber dieser und andere Muskeln können nur arbeiten, wenn das Schulterblatt durch die Rautenmuskeln an dem Stamm des Körpers, die Wirbelsäule festgeihalten wird. Auf dieser Erkenntnis sind vor allem die Brustatemübungen aufgebaut, indem man die Arme so hält, daß die Schulterblätter festgehalten sind. Es ist daher zu ersehen, daß auf diese Art eine ergiebigere Atmung erzielt wird, als durch freie Bewegung der Arme oder gar durch Rumpfbeugen u. dgl. Darum müssen die Muskeln der. Brust und des Sohultergürtels besonders gut ausgebildet werden. Die Zwerchfellatmung wird durch einen dicken Leib behindert, der die Rippen ständig und gewaltsam nach unten zieht. Ein dicker Leib ist fast immer ein Zeichen großer Muskelschwäche. Die gemeinsame Zwerchfell- und Brustatmung ergibt die Vollatmung; in ihr sind auch die Flankenatnmnig und die verhältnismäßig geringe Atmung mit dem «Schlüsselbein enthalten. Bei der Vollatmung beginnt man zuerst mit dem Teil, den unteren Teilen und zuletzt mit der Brust auszuatmen. Die Schulung der Atmung hängt im wesentlichen von drei Dingen ab: Neben der Brustkorberweitenmg müssen die verschiedenen Atemmuskeln bekräftigt und schließlich eine Vergrößerung der Atemfläche, der Gesamtheit der *) Siehe „Die Stimme" Nr, 6, 7 und 9. Hose bestellt. Der Schneider ist saumselig, der Auftrag gerät völlig in Vergessenheit und der Besteller reist ab. Als Meyer vier Jahre später wieder in dieselbe Stadt kommt, meldet sich der Schneider mit der fertigen Hose. „Das ist aher ein starkes Stück!" ruft Meyer «aus. „Gott bat in sechs Tagen die Welt erschaffen und Sie brauchen vier Jahre, um eine Hose zustandezubringen?” „Da breitet der Schneider seine Schöpfung aus, streift liebevoll mit den Fingern über die Bügelfalte und entgegnet: „Herr Meyer, das ist auch ein Unterschied! Sehen Sie sich die Welt au und sehen Sie sich die Hose an!" Logik Abraham iKohn erscheint als Zeuge vor Gericht. Der Richter nimmt seine Generalien auf: „Sie heißen?” — „Abraham Kohn." „Wo geboren?" — „In Chrzanow." „Beruf?" — „Altkleidenhändlef.” „Religion?" — „Gesagt heb' ich Urnen, Herr Richter, ich heiß* Abraham Kohn, ich bin geboren in Chrzanow, ich handle mit alte Kleider — wer ich sein H u s s i 11" Lungenbläschen angestrebt werden. Von größter Bedeutung ist also die Art, wie eine Uebung ausgeführt wird. Fördernd für die Atmung ist eine Dauerübung. Empfehlenswert wäre dabei aber längeres Ausatmen als Einatmen. Die Atmung des Geräteturnens ist sehr unausgebildet. Bei Stützübungen wie auch bei langen Hangübungen macht der Brustkorb fast keine Atembewegung. Nur das Zwerchfell vermag sich dann zu heben und zu senken und so die Atmung zu unterhalten. Jedoch auch dies geschieht nur unvollkommen, da die Bauchmuskeln gedehnt sind und der Vorwölbung durch Andrängen der Eingeweide bei Senkung des Zwerchfelles Widerstand leisten. loh glaube, meine Ausführungen haoon gezeigt, daß für Regelung und Ausbildung der Atmung die körperlichen Bedingungen, Zustände und Verhältnisse grundlegend sind. Erholung und Ruhe Noch einiges über die Erholung und Ruhe. Die meisten jungen Leute, die sich für Leibesübungen begeistern, üben voll Energie Tag für Tag, Monat für Monat, Ist aber ein Jahr vergangen, so haben sie wohl gewisse Fertigkeiten erlangt, doch die Hoffnung auf eine größere Kraft und bessere Muskulatur hat sich nur wenig erfüllt. Ebenso wichtig, wie die richtige Uebung, ist die ausreichende Erholung. Die Zunahme von Kraft und Muskulatur geschieht nicht während der Uebung, sondern wirkt sich erst später während der Ruhe aus. Dies zu wissen, ist außerordentlich wichtig. Leider lassen sich für die richtige Ruhezeit keine festbegrenzten Zahlen und Angaben machen; jeder muß an sich seihst das günstigste Verhältnis feststellen. Jeder Mensoh muß unbedingt das durch die Gymnastik gesetzte Ziel erreichen, wenn Arbeit und Ruhe im rechten Verhältnis stehen. Man gewöhne sich an eine gewisse Regelmäßigkeit in seiner ganzen Lebensführung, denn Regelmäßigkeit verbürgt den Erfolg. Ein Jude will über die Straße von Gibraltar und den Ärmelkanal schwimmen Die Leistungen Ernst Sterns Eine der bekanntesten Erscheinungen des jüdischen Sportes in den letzten Jahren ist Ernst Stern von der Wiener Hakoah. Begabt als Ringer und Schwerathlet, hat er unter der Obhut des Meisters Markts wohl schöne Erfolge erzielt, doch in der letzten Zeit hierin seinem Klubkollegen H i r s c h 1, einen Schwerathleten ganz großen Formates, den Vorrang überlassen. Was Stern, und durch ihn den jüdischen Sport so auszeichnet, sind seine hervorragenden Leistungen als Langstreckenschwimmer. Stern, der interessanterweise die Kunst des Schwimmens erst nach zahllosen Lektionen notdürftig erlernt hat, wurde im Schwimmbad „Alte Donau" von dem ehemaligen Hakoah- Trainer Gleisner entdeckt und ausgebildet. Seine b esondere Ausdauer prädestiniert ihn zum Langstreckenschwimmer. Im Vorjahre schwamm er in der Donau anläßlich der Veranstaltung „Quer durch Wien'* 75 Kilometer, bald darauf 100 Kilometer (von Linz bis Wien), Hierauf startete Stern im stehenden Wasser und überquerte den Wörthersee, ungefähr 19 Kilometer, in der sensationellen Zeit von 7 Stunden 15 Minuten. Stern bereitet sich nun allen Ernstes vor, zunächst über die schwierige Straße von Gibraltar zu schwimmen, um dann den Aerraelkanal zu durchqueren, worauf er an den großen amerikanischen Dauerbewerben teilnehmen möchte. Zweifellos ist Stern wie kein Zweiter berufen, den jüdischen Schwimmsport durch sensationelle Leistungen zu großem Ansehen zu bringen. ..- ■" 1,1 1 -. ... "■ '■■■■a Jüdischer Sport mm ■ ■ ■ m Seit Februar Keren - Hajesaod - Aktion. Juden erfüllet eure Keren» V Hajossod-Pflicht! Meidet euch zur Mitarbeit. Je mehr opferwillige Mit* mMm%0m llvlw ■ ■ arbeiten, desto erfolgreicher das Ergebnis der Keren-Hajessod- Aktion,

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