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Die Stimme · 1928-02-16 · Heft 7 (16.2.1928) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 7 (16.2.1928)
Date
1928-02-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Zeitung vom Verleger versendet V. B. Preis 35 Groschen Journal expedte par Pidltenf Abonnementpreise: Für Österreich s Monatl. S 1*50, viertelj. S 4*20, Oanzj. S 16*— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1*—, viertelj. Goldmark 3*— / Tschechoslowakei: Monatlich K£ 7*—, vierteljährlich K£ 19*—/ Jugoslawien: Monatlich Dinar 14*—, vierteljährlich Dinar 40*— Jüdische Zeitung Erscheint Jeden Donnerstag Hedahlion und. £kdminiatoeuiien: Wien, I. Hauhenateingaaae 1 / TeZepboz> 76^51; Polen: Monatl. Zloty 2*30, viertelj. Zloty 6*50 / Ungarn : Monatl. Pengö 1*50, viertel}. Pengö 4*20 / Rumänien; Monatl. Lei 45*—, viertelj. Lei 125*— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30—, viertelj. Lewa 80'— /Belgien : Monatl. Belga 2'—, viertelj. Belga 5'— / Übriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1*50 1. Jahrgang Wien, 16. Februar 1928 (25. Schewat 5688) Nummer 7 Um unseren Lesern möglichst rasch die authentischen Berichte über die Konstituierung des österreichischen Pro~Palästina'Komitees sowie über die sich anschließenden politischen Enunziationen, welche wir als einziges Blatt zu bringen in der Lage sind, in voller Ausführlichkeit zu übermitteln, erscheint die nächste Nummer unseres Blattes bereits Dienstag den 21. Februar. Das österreichische Pro "Palästina**Komitee Die Konstituierung des österreichischen Pro- Palästina-Komitees findet heute, am 16« Februar, statt. Ihr gehen Begrüßungsansprachen des Präsidenten der Zionistischen Exekutive Nahum Sokolow, der vorgestern in Wien eingetroffen ist, sowie des Vorsitzenden des Deutschen Pro-Palästina-Komitees Botschafters a. D. Graf Bernsdorff voram Wie wir erfahren, sind für das 'Präsidium des oster-' reichischen Pro-Palästina-Komitees die Herren Ministerpräsident a. D. Wladimir Beck, Botschafter a. D. Dr. Constantin Dumba, der bevollmächtigte Vertreter der Republik Oesterreich beim Völkerbund Alfons Graf Mensdorff-Pouilly und der Präsident des Zionistischen Landeskomitees Dr. Leo Goldhammer in Vorschlag gebracht. Nach der Konstituierung wird das Komitee sofort in die Beratung seines Tätigkeitsgebietes eintreten. Dem österreichischen Pro-Palästina-Komitee gehören bisher folgende Persönlichkeiten an; Ministerpräsident a. D. Dr. Max Wladimir Beck, Präsident des Obersten Rechnungshofes; Vizekanzler a. D. Dr. Walter B r e i s k y, Präsident des Bundesministeriums für Statistik; Dr. Ernst Bene d i k t, Chefredakteur der „Neuen Freien Presse“; Fabrikant Adolf Böhm; Botschafter a. D. Dr. Constantin Dumba, Präsident der öst. Völkerbundliga; Univ.- Prof. Dr. Arnold D u r i g; Rabbiner Dr« David Feuchtwang; Hofrat Univ.-Prof. Dr. S. Frankfurter; Univ.-Prof. Dr. Siegmund Freud; Rechtsanwalt Dr. Desider Friedmann; Ministerialrat Dr. Bernhard Fuchs; Rechtsanwalt Dr. Leo Goldhammer, Präsident der Zionistischen Landesorganisation für Oesterreich; Dr. Rudolf Goldscheid, Präsident der Soziologischen Gesellschaft; 'Bundesminister a. D. Eduard Heini, Nationalrat; Hof rat Dr. Friedrich Hertz; Univ«-Prof. Dr. Holz meist er, Innsbruck; Prof. Arch. Dr. Ing. Klemens Holzmeister; A. o. Gesandter und bevollmächtigter Dr« Emil Junkar; Rechtsanwalt Dr« Siegfried Kantor, Vizepräsident der N.-Oe. Rechtsanwaltskammer: Hof rat Univ.-Prof. Dr. Leon Kellner; Großindustrieller Ing. Johann K r e m e n e zky; Rechtsanwalt Dr. Josef Löwenherz Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien; Gesandter und bevollmächtigter Minister Eduard Ludwig; Graf Albert Mensdorff-Pouilly- Dietrichstein, Oesterreichischer Delegierter beim Völkerbund; Chefredakteur Anton M a c h a t, Gemeinderat der Stadt Wien; Hofrat Prof. Dr. Josef Marx, Direktor der Hochschule für Musik und darstellende Kunst; Hof rat Univ.-Prof. Dr. Eugen Oberhummer; Oberbaurat Prof. Ing. Dr« Leopold O e r 1 e y, Rektor der technischen Hochschule; Univ.- Prof. Franz Peter, Generalsekretär für die Ausw. Angelegenheiten; Univ.-Prof. Dr. Richard Reisch, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank; Univ.- Prof. Dr. Moritz Schlick; Bundeskanzler a« D. Dr. Hans Schober, Polizeipräsident; Dr« Friedrich Schreyvogel; Univ.-Prof, Dr. Leo Strisowe r, Prof. Dr. Oskar S t r n a d; Univ.-Prof, Dr. Hans Uebersberger; Sektions-Chef Dr. Adolf Vetter; Dr. Franz Werfel; Hofrat Dr. Anton Wildgans; Dr. Stefan Zweig. Der Präsident der Zionistischen Exekutive Herr Nahum Sokolow benützt seinen Wiener Aufenthalt u. ä. zur Fühlungnahme mit den führenden Kreisen der österreichischen Politik und Wirtschaft. Herr Sokolow wird, wie wir erfahren, am 17. d. M. vom Bundespräsidenten Dr. Hainisch und vom Bundeskanzler Dr. Seipel offiziell empfangen werden. Wie ich die Lage in Palästina sehe Von Sir Allred Mond, M. P. (Aus einem Gespräch mit unserem Dr. K. G.- Berichterstatter in Tel-Aviv.) Man fragte mich bereits bei meiner Ankunft um meine Ansichten über Palästina, doch ich wollte mich nicht äußern, bevor ich mich nicht umgesehen habe. Nun hatte ich in den letzten Tagen Aussprachen mit Personen aus den Kreisen der Regierung, der Munizipalität, der Finanz- und Geschäftswelt und der Landwirtschaft. Aus ihren Informationen und aus meinen eigenen Wahrnehmungen möchte ich feststellen, daß das Wort „Krise“ auf die hiesige Lage nicht angebracht ist. Es herrscht zwar eine bedeutende Arbeitslosigkeit in den Städten, aber in der Landwirtschaft und Industrie geht es gut und sind Fortschritte zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit ist zwar böse, aber darum können wir nicht von einer Krise sprechen. Auffallende Fortschritte wurden in den Kolonien gemacht, besonders im Orangenbau, der ja das Rückgrat des ökonomischen Lebens des Landes darstellt. Ich habe die bedeutendsten Orangenkolonien besucht und habe überall feststellen können, daß Neuland bearbeitet und bepflanzt und so der Reichtum des Landes stets vergrößert wird. Selbst die Weinindustrie hat sich seit meinem letzten Aufent- Beachten Sie aus dem reichen Inhalt dieser 16 Seiten starken Nummer: „Judendämmerung“ in Wien? Mein „Rücktritt“. Von Emil Ludwig. Der passive Gottesdienst. Von Kultusvorsteher Viktor Bauminger. Das Tote Meer, Von Perez Hirschbein, Antisemitenspiegel. Die jüdischen Salons im Vormärz, Von Ludwig Bato. Die Bedeutung der Frauen für die jüdische Gemeinde. Von Dr. J. K1 a b e r. halt gebessert. Neue Pläne werden studiert, ja ich glaube, daß, was das Studieren und die Experimentierstationen anbelangt, Palästina alle anderen Länder übertrifft, Was die Industrie in Te 1-Aviv anbelangt, so habe ich mit Erstaunen gesehen, daß sie sich ähnlich, wie im Jahre 1925, dem Jahre der Hausse, darstellt. Die Anzahl der leeren Zimmer ist geringer als in europäischen Großstädten. Icib habe erwartet, die Stadt halb leer und entvölkert zu finden, mit Graswuchs in den Straßen, und bin angenehm enttäuscht. Die Arbeitslosigkeit ist im Abnehmen begriffen und wird sich durch Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten, vor allem durch den so lang erwarteten Hafenbau in Haifa, stets weiter verbessern. Ich möchte bei dieser Gelegenheit der Arbeiterschaft meine Sympathie ausdrücken, die mit ihren Familien so tapfer die schwere Lage ertragen hat und durch ihre Ruhe, ihren M ut und ihre Charakter festigkeitalleBewunderungver dient. Sie hat so sich selbst wie dem Judentum einen großen Dienst erwiesen. Ich kann mit Genugtuung mitteilen, daß hohe englische Beamte mir ihre Bewunderung für diese Tapferkeit ausgesprochen haben. Wir müssen alles zur Erleichterung der Lage der Arbeiter tun. Beim Aufbau eines neuen Landes muß man die Perspektiven wahren. Ich war dreimal in Tel-Aviv. Zuerst im Jahre 1921, da war wenig Tel-Aviv und viel Sand zu sehen. Dann, 1925, da war kein Ende von Tel-Aviv. Jede Minute war ein neues Haus fertig. Wenn man heute, 1928, sich an die Zeit von 1921 erinnert, so wird man konstatieren müssen daß die Schaffung Te 1-Avivs, auch wenn man sich wie ich, in Amerika und Kanada umgesehen hat, wo alles so schnell wächst, als eine dev größten Schöpfungen anzusehen ist. Daß Pausen in einer Entwicklung eintreten, ist durchaus natürlich und in der ganzen Welt so. Das B augeschäft ist überall ein spekulatives und die dort Beschäftigten sind oft der Arbeitslosigkeit unterworfen. Dieses Weltphänomen ist in einem kleinen RADIOSPEZIALHAUS JOHN LIFSCHITZ VI., Mollardgasse 9, Teleohon 51-72 Meine Spezialitäten: TRIUMPH -ANQDEN BATTERIEKASTEN bester Ersatz für Anoden batterie RADLIF regulierbare Lichtantenne bester Ersatz für Hoch- und Zimmerantenne Überall erhältlich Überall erhä'tltch R. BASCH, IV. ARQEMTINIERSTRaSSE Nr. 22 KOHLE * KOKS Tel. 51*2*8? ANTHRAZIT Tel. 55-403 Zustellungen erfolgen innerhalb 24 Stuutfeu Rabattsektlon des KEREN KAJEMETH

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