Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 37 (1920)
- Issue
- 6 (13.2.1920)
- Date
- 1920-02-13
- Page
- Seite 78 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Saite 78 ORRS »r. vmm mvNWMm T—i -^r-f—t » e ließ Bis Bbwbhhetf ,Vbrt ÄkM :vbr Httogw SasS He&bE ihrer Söhne* und! Töchter gemessen und die BederfteS'ehläge abgettagt hatten," „stürzten diö G'ötfer den Sabsduchin hi emeir brennende!* Feueächlund",; unki 5m: Sommer 648 fiel die unglücklich© Stadt in die Hand des Siegers! > . * ™u-8— , .! _______ ____ - Korrespondenzen, Yiseprlsidiit Leopold Si»o», Von ür. H«Twii*TöS'S'cliJt«W«l; W&r »es eine' Tbdbsahhung öder feine sarkastischb lAhwandTung? Der 'verehrte Verblichene war eiiJ Frehhd meines' schrirMellbrisehbn Schaffens!, auch! in solchen' Materien!, die nicht gerade1 mit jüdischen1 Sacheh •zWsamffimhingeärt. „Sie müsse« mir meinet! Nekrolog schreiben!* so apostrophierte er mich1 vor wfctaigen' Woche», als4 wieder eihmaPvoä derlei" Dingern' die Rede war1. „Warum! flenn' ersTdeii Nekrolog? 5iä sind " so wehrte Ich! tßi- „Vizepräsident gewor-: Seh. Ihre Vorsätze und Plane bürgen dafür, daUßTinaH schon zti Ifefeeltbft von* ihhea redets und "schreiben! wird."! 1 ' i! i ';: : i"i ■! i P '■ JH""1 f""|W Iii wehmutiger Egrirfenheit erinnere IchT TnicK BiÖses rGes^rachfe. Afe Vizepräsident' 9er Fultus'gembihaejhaf er bloß: wenige Wochbrt i^wirkt. Zu Bitttf, .ton" Sfleibe Voraussage zii erfüllen'. So wilFich' ihm* fleha seinen Willett tun Juhd ihm! damit den' ZblF der' IW^erlischatsrtm^ uöld' Zuneigung abstatte«, den Jeder vfbn; uns für ihnempfunden1 hat. Heute darf m'att es1 § ä s agen; daß er schon! heim' HlcfcMe des1 Mers1-' Präsidenten Dr. Alfred' Stern' und au'ch!vJetzt"wieder anläßlich: der-Resignation des! Vizep'rMdenfert Doktor Papp'ein heim zu Mehrerent_un'd Hölferem anseisehen war. Ihm winkte die Präsidentschaft,. und sie wäre" nhm zugefallen; wenW nicht im" letzte*« Augenblicke] die hationalb Partei, bhhte dies nach! dein1 starren Buchstaben des(~sbinerzfeitigen Hmsturzpaktbs' dies Präsldehtbnstellb nicht ftesetzt werden darf, ihr Veto bihgelegf hStte. Die Wahf warb atif ihn' gefeilen gerade, weil er der heryton^genflsfe BT^rlsentant m' der Cfembikide, wbhiabbV, weil" er der Idoii'zilia'nteäsfei war. Der Widerstand 'dagegen' war1 aber, wib Ibyalferwelse freltoht wurde lind darum auch! hier ffervörgehtobbri sei, nicht in persönlicher ^Segnersbh'aft begrukae^ Sbhdenr beeinflußt durch' die politische1 Haltung Srnibns1, der alis' sbiner Abheiguttg-gegen' die 7u,^sbh-h'aHönalen'lAs^^ti'onett' kein HehFmachte. Das^ h'at et frei der WaMrefbrm-sbew^ ' 'über di&%r. nach! SprenguWg der Pertnkneiife'kbmmissi'ott "das1 Tfeferaf geführtthaffö.! . i i '! r ' ~H 1 'Simtoh' hatib1 einb TVadifibnzu wiahreri; er war Sohn eines vfonnaliigbw Präsüdentem der Kultus^ gemeinde. Indes'sbn' vtotf deml Wes'ew eine's1 DaiiphiWs' hlattö er nichts aw felbK. Dange blieb er triofo sbines' fregett Meressbs für 'die' Angel'egönh'eiteW der Gemeinde im Schatten'. Erst Tri den1 letztett Jahren, da er 'zum' Vertretbr viorgerübkt war, und ihsb1esbnd;er'e lihfet rdem neuen' Prasiidibml, dem' Dr. Pap^ehhb^m, Sag geistige Relief verlieh',.. "erschlbßi sich! ihm; eih! grö'ßbrer WirkbWgs&eisi dehf er!zuj b'ehbtfs'chbtf ühd fen füllen verstand. Er wlar einb bedachtige!, wie in febib^ent Abußbreri aufeh! in ■Seinern! ^hab'eW! wbhlyoiginTer'fe Natur, die augenschbinlich1 auch! in der G^ellstM tpbhlgelitf^n: war. AIS IüdbWfeieHer g^! ibS ^eto PaM^erfamilfe "erlrbbfe er sTcK wbTtversbhMgfefef BeizTehun'ffen'; Er" verfü'gHie über eine wbhlgte'etzfe utiS' feingeschliffen'e 'Rbdei. mTt "der er allord'ing's! weniger iti großer, üeffeii'tlichk'eit hervortrat; dafür wußte1 er ain Tiö'chb kollbaialer Beratung sbin Wort umso wirl?- sambr iibfd fesselnder zu' gebraücheb!. Durchaus1 wohlwollend lind feinfühlig veranlagt; hatte^ er uwverkemthar viele Symb'athie'rt auf s'eih'er Seife und dä mit 'den' höheren'Auf e'abbn, die ihm'^rstanfleöy unbestreitb'ar auch seine' Ambitionen* w'u'chsbrt, so-durfte rolari s'eibbr Amtsführung: mit den!- sbhÖhstefl^! Hoffnungen ebl'gegensbh'en!. Sie! wurde durch! de» frühlürt Tod vorsfehbell gekniet war ihmt nicht g^gönrit, dem! Tfegim'e, in' das er eingetreten1 wa'rV die ners!onlichb Marbel 'aufzu'drückdrt. Allein' ein unbeschriebenes! Blatt w*ar bir nicht mehr; er. Mat fh' allen' Fragen der GeffieTn^ stets Hbrz uhfd r(remut eibbs' getreuen Jud'en1 bekundet nn'd hat redlich' lin^1 wacker mitgehblfett, 'das1 stelle E'rKrf der Altvorderen', unter dbnew einör de(r Sbfneft 'z\v d en obersten Vei^esblrfl der üTaüberisgörn'ems'chatt ^ählf^ zü bbhuteb! utfd'!zü' mbäüreW. Dies Erinweru'n^ ah: ihb wird im' 'Sbhb'ßb der üöntein'de* Tebbndig-bleibt. ' tbge „Kol JisroeP. Unter ffi&Vtö Wüm'eM Ee's'tenT' Ml eihbr wissen Zeit eine ^<^bmsteh'aft^fl'r1 CbsbllTgkeif un!d! '^egen'seStige Uh'ter's'tütyun'g1, für S^tudieh^e'cKe' uWcE Gefemnün'g%lpfTege'. Die üoge, 'dib Keine rjblitisbhb '^ereTnigimg bildet, ferstrebl? (auf 'dem! Geriete 'der Studien cüe 'FfTe's^e 'der jüdfsbhbn KurisV, Mtätä Wn'fl- TOsfebh's'cli'aft, dfe^öWeHin'g1 JüaTs'chbf Kuhstler \Md Schriftsteller, 'afu'fdem' üeBiete der Gesirinb'ng^'pfTege bezweckt fiie Döee rdfei Pfl'e'eb 'dös* bebt iudisbh^Wb- ^erisf und feine's1 ihreh'siVen jubTs'cKen Eihh'eitsBbwiiB^ ^eins^, wie tocK die' Pfle'ge einbr FruTdbrnchbn' Gfe* "sinhlin^ labdereh VoHferri!pregenü'5!er. Die Doge Ti^t Bereits! eine_ kulturelle Iii^itütion unter dem1 Nlähn'eh' i.AlfneiiTand" in^ ÜebHeö eerufeb! irt dereü "rTahmört einigte ^jT^'uinÖ tiederlaBendö 'stattgefunden' habeny 'Sie den Wsteh Erfolg erzielten. Die Doge Berich1tigt, „fÄTtneu|ä,nd<r'yit einer mdfefcheh VolIfeuhiVer'silat fälu!sSz!uge's!tartehi,' indem' <sie demnächst sVstem'ati-* §'cKe Vbrtra'gte lauf Tdem1 Gebiete der' jüdis'ch'e'n' WTsC' fefcTferisbhlaift, Kunst bnd' ilvTa^ veranstarteh' wir<f;: 'mit der Zeit iatucK Semiriare' und K^u^sb eirMirTchtenV Diese InstiMon wird dbr Vei^suth! "einer ^eritralisie^ rüh^r der so :ze^!s!plltt1erfen, Idilturellbrt rArbbif?binv Eibb Reifte' von Feldahmteh Per,s'öhIi'chk1b,ften• Eabteri iKre, "Mit'airBblt zugte'sa'gt'.''Die1 Doge hat äutK äii'f sTcH die Gruhdüng einer Heimstätte für 'stndierehd'e fugend 'genommen' und' rSfereits! eine' Ih's'titu'tiori unter dem! Nlaimen „füdis'che' 'Studeh,ten-Hbim,stättfel-,SKtiblnfr, die' In kürzester Zeit von' größtem1 m!a!teri'ellen Erfblge* Begleitet w1är^ihsf Debet» erefuferr. Die" Deirnh'g liegt In den Händen 'vbn' Frl'. Khrte''und Herrn E^dtrlälch't'. Die' Doge'ferstreFt laüch' die Schaffung von Handwer- Iceraltblie'r'sL in 'denen die DogehmitgTieder' Gelegeri- Hfeit' ithden1''sollen, ini' Sinine der Hundbsieh're' miähu'-: eile Fertigkeiten zu erliaingett. Weiterhin efstrefft di? Dog'e die Verwirklichung ih'r'e'r leitenden TdeeW duVcK Errichtung ahhlichbr Dogen ah and'e'ren "Orten. Nicht die 'pblitisfchb G^sinuhng, ' pbhderh' die rein' hibh'sbh!^ lichbri Oüblitaffth 'ent'schteidett uner die 3?u'fn!aimieV UrierlaßHcfib' B'edin^ngpefs'öhlich'e^ gü^Tge^ Wesen. Mitglieder könheh jüdische Mahner und FHaluen Vom' 17, DeBerislahVe iah' "werdbh; i -, «~-j -; f-• t ": i i"""! »•">•* . ' r~ ~ —.':~>:*?t-<. im'trim{- t