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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-30 · 4 (30.1.1920) · p. Seite 56

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
4 (30.1.1920)
Date
1920-01-30
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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»r. 8toctf# WÄPhfD«K8hrtf| Kr. 4 ' - ■■■ ■?■•> ., .'t^fe^.-W *':*is«i$i*i s >• 560 stummen Personen gestielt Das! Stück „Adam ■ die rast überquellende Fülle des Einzelnen g&bandigi und rjeva" von Jakob Ruef,, einem Wundarzt und. -% wird. Welch lebendige Wahrheit in den Charakteren^ Siemsclineidertu ZMcH''Wid^^l5Ö0 "ür :Zürichr mit welcheüngeh&u^^Wiußh^^ 106 handelnden Personen aufgeführt. Christian* Weisfe j fortreißende Stimmung-in der'^il^i-cMTmt^dii^^ei^Ä (1642-^1708)-schrieb Schauspiele: „Isaks! Opferung", j Liebesszene zum Gipfel emporsteigW flnteress'alat isf'"^' „Jakobs HeiratfV "«Der keusche Joseph.-' undandere;-'-] die Tatsache, daß in der Diese1 biblischen Stücke wurden in Zittau, einer hu»- j Hans Sachs die Esthergeschichte: "'di&jriia&U^ "C£ dertjährigen Sitte gemäßj, an bestimmten Spieltagen j delt hat.) ' ■■ ■ --. durch die Schuljugend zur Aufführung gebracht ] Mit dem Erscheinen der „Judith" Hebbels be- Besonders groß war die Zahl der biblischen ginnt eine lebhaftere Bewegung auf dem Gebiete de* biblischeln Dramas1. Dichtungen in der deutschen Literatur des 18, Jahrhunderts. Es ist in der Tat, wie ein ,deuts'cner Literarhistoriker richtig bemerkt, eine seltsame Erschein nungt-daß. im 18. - Jahrhundert, m derselben Zeit* in der in» England, Frankreich und Deutschland 'der alte Kampf gegen die positive Religion heftiger denn j*> zu vor- . entbrannte, die meisten Dichter gerade auf biblische Stoffe zurückgriffen, um die deutsche Lileratur jiach langer Erstarrung zum neuen Leben zu erwecken^ ^Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß \aele Dichter, erat durch Bodnier^ Uebersetzung von. Miltesv,Verlorenes Paradies" (1732) wieder auf die Bibelzurückkamen. Diese Uebersetzung war bekanntlich die Veranlassung zu der berühmten literarischen Fehde mit dem Leipziger Professor Gottsched, gegendessen ästhetische Theorien, die Schweizer Bodmer und Breitinger zu Felde zogen. Den vielen biblsiehen Epen, von denen hier nur die bekanniesten$: wie Bodmers„Noah" und Wielands' „Geprüfter Abraham'' erwähnt sein mögen, folgte eine Reihe biblischer Dramen- Wie Bbdiner der erste war, der wieder biblische Stoffe inj die deutsche Literatur einführte^ so* hat er sich auch'In biblischen iDraineni versucht. £r schrieb' u. a. „Der erkannte Joseph", „Der Tfod des;ersten fMens'chjen", „Der Vater der Gläubigen", ein Drama, : das die AufopferungIsaaks! behandelt^ ferner VjDör Ftulfall vor dem Bruder", ein biblisches Dmma. für Kinder, das die. Großmut Josephs gegen seine Brüder schildert. Das Verhältnismäßigrihedeütendste Werk dieser Art ist jedoch KIopstoclis 'dreiaktiges Trauerspiel „Der Tod Adams", ein mehr dialogisiertes sentimentales Idyll als ein Drama, das in Deutschland sowohl wie in Frankreich mit großem Beifall aufgenommen wurde. \ Dieses Stück brachte später Gleim in fünffüßige Jamben. In einem Briefe an Lessing berichtet Gleim, er habe den Tod Adams „vorgelesen und mitgeweint". Außerdem hat Klopstock noch zwei biblische Dramen „Salamo" und jTDavid"-geschriebene * ••»« / *u»i*.. vju- •Arm an' Handlung; aber < nun so reicher an sentimentalen Phrasen ist das. Drama „ Abraham und Isaak" von * Johann Kaspar Lavater. Die Geschichte der sieben Märtyrer aus dem Buche der Makkabäer behandelt -August Hermann Memeyer in dem Stück „Triirza und-ihre Söhne" (Leipzig, 1778); von demselben Verfasser ist auch' „Abraham aul Moria", ein l-eligiöses'Drama, erschienen. „Belsazer, ein Schauspiel imfrChören", betitelt sich ein den Tod (Belsazers behandelndes Drama von Christ/ Grafen zu Stolberg (Leipzig, 1787)/ - Von den biblischen Dramen,1; die in der ^ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen sind, sind hervorzuheben: „Die Mutter der Makkabäer" von Zacharias^ Werner,. Friedrich Rückerts „Saul und David" , und „Herodes der Große" und Gottfried Kinkels „Nimrod". Ganz besondere Erwähnung verdient Grillparzers ^Esther", ein Drama von großer poetischer Kraft,^das .leider Fragment geblieben ist. Das Drama ^Esther"^ wenn auch unvollendet,, zeigt funs; Grillparzer auf der Höhe semer Schaffenskraft. „Groß;- artig ist 4ie Gewalt der Konzentration^ durch welche Wilhelm Gärtner 'dichtet den; „Simson", Otto Ludwig „Die Makkabäer"; Alfred .-Meißner „Das Weib des Uiias", In j angster Zedt isiad - mehrfach biblische Stoffe dramatisch behajidelt wor- ■■ ide!n. Otto Borngräb'er, Albert Geiger, Georg' K^ser,; Arno Nadel, Frank Wedekind, Stefan Zweig,; R;'Reer--"; 'Hofmann, haben biblische Dramen, gedichtet;! di%'^ -Kraft, Schönheit und echten poetischen Gehalt-he- -• sitzen. Auffallend ist es1, daß sich kein bedeutender Dichter an den Moses' wagte. Einige deutsche Dichtetgroßen sollen den Plan, einen Moses zu dichten, ,be-~ reits gefaßt, dann aber wieder [aufgegeben haben. Äu£ dem 19. Jahrhundert ist uns nur ein Schauspiel ^Moses" von Friedrich August jOingemann Ibekannt; ' Auchr Karl Hauptmann hat ein Drama „Moses" veröffentlicht, das viele-poetische Schönheiten besitzt;« Rihit* einem'gleichnamigen Drama beschenkte uns5 auch Vife -\ lor Hahn, dessen Wollen größer ist als sein ICön.ne# JtiJÜseto Sühie. Sonntag Nachmittag — ein kerBerfre*ende«»^S Volkittüek mit Qesaag ,Bib Herzal i II e j i c he t>ä, im dem iii* rarschämt« Armut übap den ßeiehtum triaaipkiert. Das er»*te Paar im Stücke faad an Fraa Wein karg (Tabali) an& Harm D «utieV (Ami) angeaehm das ata Infar»r»tent das lästig» Paar, Frl. ftlückutaa» (Ckawa Lei«) , mal "Heyr Waldbaa't (Cfcaira Jeil), leift« im Spiel, Geia»i an* t**8 echt kilnstleriicka Scknlaag. Die übrigen Daratelier waiataa'»ifik' de» ^ol)titQmläj?ken Tarn de* .TortreffüahtBiSit et»* ftBÖ,,k»jte - , 'anZupa««n^fr vr,-:- CT^ r< . ••■ l-.; ^.••^-'^ TrM. u.,. Literatur. flekUfLIaA fit liiqui, Ber- R i c k a r d lia^Iafeaama. Hb, I, Fitckar. Das am data Jal^r« lSÖS^t^aiai^ia.ii.KiUoka Liaü, ala Laxus-Eiazeldraek Tcriffez-tlicht, wird a» ■§ £«jrili«har feearilt fciefet nur aeinea Katke^ia£\|«^..Wj|ttaB;w,aj#^iaj^riJ^i^e>J|?a-.:r saai eiaex jJe'iB^hea, f^laaG.adenf, iaa,, 4«UBtv im 4fi.J)i^«H* 4, - ,(JaRk#b* Trauai11 Ja jailer Entfaltaag z«m Aeiajaek V»Iaajt" iil^: '* Briefkasten! J. #. F. Jüdischsie^nche Briefe köagaji hefttellt wepjea " öb aaoh »ach Romänies, wisian wir nicht. Dia aujtifra'te Vess« wird so gesceriebea, wie Sie an?ejteben haban. "E|ür die; tom Verein »Ferienheim*'abjesendetaa Kinder wi'^keW^Hoae«^ v*t iaatriehtet. Jahxzaiten werden aaa Sterbataj dös^jüdlgeiiea^ v •ä *i- Dalums abKahalte».! - 8.Kimd«r.*. in pautickößterraick axiitier^^aiaa^irläka^^, Zeitachrirt-nicht. In Prlf/ "StefanegaM« 6i9 l$w£g%Wt i» Beylin JN, W. 7, Doroth*enitra«ae Nr. *5, giar-Iaekbaar Dririge'fläe Bitte» ^x^-i«. ^-ui-- Alle jene Herren, die das Buch; „Dier Pfäiget O olem" zugesandt bekamen 'lind für selbes bisher den Betrag' nicht1 'eingeschickt "haben, #etdeii%üi '^Sidf^ sem Wege-um gefl. Einsendung des Betmge^;-geb»^iRT ' ten. Adresse: Ch. Bloch, Atzgersdorf. Josef & Ela Hosenthäl . Wi«a I., HtmrichagMJ© 2, .'seisen' .h'krmit-. alle^t ,Ya> IWma'dfejD, FreükdW mad ßakfta'kukr'^i'ej CarVV»^^»»* " r ' stammen^Bttbaa aar " " -r*- :> HeransgebeberV Dr. lataf' f. Eletk.Terantwortl, B^dakt.: Xmx 8«kw»fftr.—- Druck;Toa Jok. L. BondiJc^eh»,. Wl«n,_?lf.

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