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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-16 · 3 (16.1.1920) · p. Seite 41

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
3 (16.1.1920)
Date
1920-01-16
Page
Seite 41 (sequence 9)
Language
German
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Sr. 8 Dr. BLOCH'S WOCHENSCHRIFT. ff«H» 41 IMmtwSlhgst ^enotataieii dürc^ - seliie Energie gepaart-imit seinem: Taktgefühl große und schöne Erfolge erzielte,- Hierauf betont Prof, Pollak die pflichteifrige, teerausl-.gewis'slelih'afte' .TÜtigfceit 'des Kassiers, der seit Grimdung des' Verbandes, also: durch1 volle 23 Jahre dieses! Amt innehatte und auch als' eifriges1 Mitglied des Ausschus!s!es! sich' stets1 betätigte und schlägt vor, die beiden genannten Herren zu Ehrenm1 it g 1 iederln. zu ernennen, welcher Antrag ei nöt im'Im ig angenommen wurde. Beide danken für die ihnen zuteil gewordene große Ehrung, -Wobei der Ohmlanh das Ersuchen stellte, mit Rücksicht auf seine berufliche und wissenschaftliche Inanspruchnahme von seiner Wiederwahl anzusehen. Aus1 der Mitte der Verhlairidsniitglieder wurde an ihn mehrfach das dringende. Ersuchen' gestellt, auch in' der neuen Funkfdonsperiode dem1 Verbünde vorzustehen'. Da. derselbe aber;auf seinem1 festen Entschlüsse behärrto und hinzufügte, auch ferner dem\ Verbände seine Kraft gerne zur Verfügung zu stellen, schritt man zur Neuwahl, die auf Rahbinfer Dr. M Bauer fiel. Außer diesem .(Obmann) wurden folgende Herren in den Ausschuß wieder-, resp. neuge^ählt: Dr. Bronner, Rabbiner Dr. Drob'insky, Rabbiner Dr. Feucht Wang, Prof. Dr. Frankfurter, Prof. Dr. Pollak, Prof. Dr. Refrisch1. An die Verhandstaguhg 'schloß sich ein sehr . interessanter Vortrag des1 Rahbiner Dr. Feuchtwang an über: „Das* jüdische Religions^esetz in jüdischer ^Beleuchtung", der neue Gesichtspunkte erschloß und' mit' 'sehr großem1 Beifall aufgenommen wurde. Mit Worten des''Dankes1 an die Erschienen ' von Seiten des'Obmannes' wurde die GeneralversVamm- Jung: nach' mehrstündiger Beratung geschlossen. » <•;. /yv. : ■' '" -» Gen&rafaeteatamtun^ ftfes Brigitten au er istfaelitisSchsn Te'mipelvei^eines. r: ■ Am' S8. Dezember' 1919 fand in der Toynbeehälle in Wien; XX., Denisigas'se 33. Idie Generalversammlung des Brigittenauer is'raeli tischen Tempel Vereines statt. ' . Der Kultusvorstand hatte Herrn Dr. Heinrich Schrei her, (der Tembel verein "des1 IX. Bezirkes Herrn Tre.hi t's'.ch' in die Versammlung entsendet. Der Ohmann, Herr Herrn'. E11 b o g e n, begrüßte „.die Erschieneneninslbesonde^e auch die genannten Delegierten, hielt den ird Berichtsjahre verstorbenen' 1 Vereirism5tgliddem; dem dahingeschiedenen früheren Vereinssekretär einen Nachruf, gedachte der erfolgten Erhohurig der Bezüge der , Angestellten' und der teils' vollzogenen, teils' noch notwendigen Reparaturen des1 Ver einstenrpel s. - Der Kassier des Vereines; Herr Heinrich S al o - rann .erstattete Bericht über den ftebariwersansweis 1918/1919 und über den Voranschlag des laufenden Vereinsjahres1. " Herr Dr. Sch'r eih'er führte aus. 'der Kultus vorstand1 wende seine Pench'tung den Bestrebungen 'des1 Vereines, sowie aller Tempel vereine zu, wies auf'die bevorstehenden Wahlen in die Kuitus'vorstehung hin, versicherte die Versammlung der Förderun!? und Unterstützung de's Vereine's' durch die Kultus!gem:eiride Haid s chloß müt dem Wims che nach weiterem Blühen und Gedeihen des' Vereins. . Herr Josef Kohn hebt 'die Schönheit des1 "Gottesdienstes im1 VereinstempeT hervor uridr%t die Schaffung einer iü'di'sch'en Volkshihliothek durch dein VereinäVör^aÄ^'äÄV-.' - jr '■ \ ' "Bei 'den hierauf stattgehahten Erglänzungswahlen wurden die Herren Leopold Bösel, Josef Kohn, Friedrich Hirse hl und Lufcfovig Ro&en«Wretig auf drei und Herr Bernhard Schick auf zwei Jahre: m den Vereinsvorstand gewählt. Der Generalversammlung lag ein Entwurf^ "geänderter Vereinsstatuteh vor, welcher das Ergebnis von Beratunigen eines1 hiezii eingesetzten Komitees1 bildete, denen einr vom Herrn Josef Kohin verfaßte» El ahorat 'zugrunde gel egen war. Dieser Entwurf wurde von der Versamkrnung angeinornrnien und dem Herrn Josef Kohin Dank ausgesprochen. Die neuen Statuten enthalten die Bestimmung:, daß Stifter dei^ehige ist, welcher dem Vereine einmalig mindestens 1000 Kronen gespendet habe. Es! meldeten sich sofort 14 Personen al'S! Stifter, hievon erlegten zwei in der Versammlung dein: bezeichneten Betrag. Die Veteämmlung wurde söhin geschlossen. Gedenkfeier zu Ehlreh tief ttti Weltkriege gefallenen Juden. Sonntag, den 11. d., lt UhrVormL, fand im großen Konzerthäuss'aale eine vom1 Verband der jüdischen; Invaliden und Heimkehrer veranstaltete Gedenkfeier für die gefallenen jüdischen: Krieger statt. Nach einer vom Waldhorns&xtett der Staatsoper ausgeführten Ouvertüre und einer Begrüßungsainsprache des Verblandsobmarines trug Oberkantor Morgenstern samt Chor unter Leitung des Chordirigenten Rudolf Heimann unter Orgelhegleitung (Prof. Dite) ergreifend ein S u 1 z e r 'stehest Recruiem vor. Die Stimmung* wurde auf 'der Höhe erhalten durch Oberregisseur Egon Brecher, der zwei Z u c k e r m1 a n n 'sehe Gedichte zu Gehör brachte. Hierauf folgte aTs; Mittelpunkt "der Feier die Festrede von Rahhiner Dr. Grurtwald, von!der „wir nur wünschein können, daß sie durch Veröffentlichung allgemein zugänglich werden möge. Hieran schlössen sich stimmungsvolle musikalische und gesangliche Vorträge von. Therese Neumann (Klavier), Ernanuel Scharfbierg (Violm), Dr. Bruno Fisch'er (Konzertsänger) und'Prof. Dite (Orgel). Die würdige Feier hinterließ in allon. die ihr beiwohnten, einein nachhaltigen Eindruck. Dr. M. ____ Dr. Simon Bernfefffsi 60. Geburtstag. Am 6. Jänner d. J. beging in Berlin der bekannte Gelehrte und Schriftsteller Dr. Simon Berufe l;d seinen 60. Geburtstag und zugleich sein 40jähriges Schriftstellerjuhiläuirn1. Im Jahre 1860 in Stanislau in Ostgalizien geboren, genoß Bernfeld eine sorgfältige echtjüdis'che Erziehung, wie sie damals in vornehmten gah'zisch-jü'disch'en Häusern üblich war. Er studierte zunächst die Bibel, den Talmud und seine Komlm'entare, und eignete sich' frühzeitig umfassende. Kenntnisse auch auf dem1 Gebiete der spätrahbinischen Literatur an. In Lemberg, wohin sein Vater Moses* BernfeTd übersiedelt war, begann sich der junge Bernfeld profanen Studien zu widmen, und bereits im' Jahre -1876, als' Sechzehnjähriger, veröffentlicht er" publizistische und wissenschaftliche Arbeiten in 'den1 damaligen angesehenen hebräis'chen Zeitschriften. Dr. Bernfeld besuchte die Universitäten Königsberg, Breslau und Berlin, wo er t885 den Doktor machte. Mehrere Jahre war Bernfeld Großrabbiner von Bulgarien', 'dann übersiedelte er nach Berlin, um' sich hier aus'schEteßlifch Semem' schriftstellerischen Berufe zu widmen. Dr. S." Bernfeld ist einer der produktivsten jüdischen- Schriftsteller der Gegenwart. Als? hervorragender Gelehrter auf dem

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