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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-02 · 1 (2.1.1920) · p. Seite 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
1 (2.1.1920)
Date
1920-01-02
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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-S*Hfe f6 Dar, BLüCSTS WOCHENSCHRIF? % in bescheidener, aber doch alle beglückender Leuchte —, denn wiederwar ee hell geworden in Israel vom Lichte <k>tteef So geschah es vor 2082 - Jahren! -Aber, acbl nicht für lange, denn ein anderes Gift hatte «idem Volk« zu zehren begonnen — Ehrgeiz. Stellen- Jagd, Unaufrichtigkeit — und ■wieder erlischt das Licht; denn dergrößte Eroberer aller - Zeiten war, angerufen von Ehrgeizfingen, Auch - über Israel gekommen, erst als Friedensrichter, dann als Vermittler, der schließlich zum Eroberer, .würde.. Obwohl heldenhaft Eich gegen das Schicksal erhebend, . jahrelang kämpfend und sich wehrend gegen die gröSte . Weltmacht. der Erde. — »ein Geschick war auf lange unabsehbare Zteit besiegelt — das Licht erlosch und die Pforte schloß sich abermals und so sind bereits 185C? Jahre vorbeigezogen — hie und da öffnet eich eine Spalte und; wir glauben das Licht ssu sehen «— aber bisher waren es nur? Irrlichter, die uns in Sümpfe führten. lind dennoch — sie bewegt sich doch, die Zeit, und riejleicht stehen wir doch inmitten dieses Weltbrandet? vor ..einer neuen * Pforte, die sich wieder öffnet, vielleicht; ist;€er goldene Leuchter schon im Innern vorbereitet — und aus den kleinon Lichtern wird eine große leuchtende Flamme — wir wollen diese Hofnung, wie Eabbi Chia bei der Morgend&mmerung. nicht verloschen —, vielleicht wird diese. Visio n, die_ uns Palästina in Wahrheit und Legende zeigt, _ diesmal tut lebensvollen W^khchke!t. Literatur, Heid Jiss„ rtHa^Lak&". Geschickte der Aufklärungsbewe- "gurig unter den Juden in Eußländ.' Berlin 1919. C. A.> - Schwetäsehke u. Sohn. 10 Mark, gebunden i* ifark. K»CÄdem „Haskalah" in Galieieu, u. &. in Aufsätzen in Grunwalds „MitteilungBn zur jüdischen Volkskunde" swsajnmenhängend, sowie in EinBeldarstellungen be* handelt worden ist,' bietet MeM in der vorliegenden gediegenen Arbeit eine erschöpfende ■ Geschichte des russi- »chen Zweiges dieser geistigen Bewegung. Was wir an den bisherigen Leistungen auf dem Gebiete der Geschichte des russischen Judentumes in deutscher Sprache zumeist vermissen, ist die gründliche Kenntnis der Quellen. Bei Meisl hat man das Gefühl zuverlässiger -Führung. Eine gewisse Tendenz, die. hier und da durchblickt, wirkt nicht störend. l£an.kann es vielmehr nur billigen, wenn Meial den Jüdischnationalen xuxb Bewußtsein bringt, was sie der „Haskaläh" 2-i däBken haben. Oder, wenn er die TJeberhebung der Judendes .bestens;über die Gesamtheit der östlichen Brüder geißelt. Das Buch führt uns in schwere Geisteskämpfe eines Vblkos ein. dem der Debergang aus einer geistig homogenen Vergangenheitdurch seharfe Differenzierung auseinander- .strebendermoderner Kulturmächto zu einer ersehnten nationalen Einheit beispiellos erschwert wird. Meisl hat hiermit einen wichtigen "Stein in den Bau der jüdischen Geschichte gefügt. M. G. „Das jfldisefc» Bueh.w Die in don nächsten Tagen erscheinende 'Sondernummer der „Neuen jüdischen Monatshefte" ist dem jüdischen Buch gewidmet. Sie stellt eine ausführlich© und: überaus interessante Monographie des jüdischen Schrifttums in Einzeldarstellungen bewährter -Autoren dar, -*»n denen!hier Ch. N. Bialik, Prof. Pick, Prof. Loewe, Prot Freimann^ ...Dr. Elias Hurwics, Horodezki, Hachum Goldmann genahnt seiön. Zum erstenmal wird hier auch eine Uebersicht über die Arbeit der modernen jüdischen -Verlags» unternehmen geboten. Preis des 80 Seiten starken Heftes 9.10 Harfc. Briefkasten* Ah jais&a&m Leserinn©n. Es sind auch an uns direkt aus Abonnentenkneieen mehrere Zuschriften gelangt, in . denen sich die mit Scham gepaarte Entrüstung über diese merkwürdige jüdische Wallfahrt zu den Fleisch- und Milcht topfen Mariazells.- 'zu Weihnachten widerspiegelt. Solcher ■tt4xmer''j, die.- in. Mariazell ihre armen Nerven sur Ruhe tmd ihr« Magen sum Füllen bringen müssen, gibt es im Verhältnis 'sur Masse unserer Glaubensgenossen zum Glücke nicht allzuviel«, aber Sie kennen ja die verwerfliche anti- •emitische Logik dar Verallgemeinerung. Es. sind immer und ewig nur „die Juden", und nicht jsine gana bestimmte Gruppe, die derlei Verwerfliches tut und treibt — leider zum Schaden der jüdischen Gesamtheit. „Die Judenfahne.'' Zu dem gleichnamigen Artikel in Nr. 48 weist uns Herr J. Osias Mieses auf MidraschJ r. Numeri Gap. 2, hin, wo die Fahnenfarben spezifiziert sind. , Dr. G. Besten Dank für Ihre freundliche Zuschrift,. Die Angelegenheit ist, wie Sie sehen, in der vorliegenden Nummer von uns ausführlich behandelt worden. M. H. Der Komponist des Hatikwa-Liedee heißt War* 8'cha.wski. . Ch. Sch. in M,-0. Der Verein „Jischuw Erez Jisroel" (Wien,- H„ Praterstraße 9), unter der Leitung hoch ortho« doxer. Babbinen Galiziens, hat, um orthodoxe junge Leute zur produktiven Arbeit zuzuführen, in Wien eine Schlosserwerkstätte, errichtet, gründliche Lehrmeister angestellt, um diese junge Leute in dem Handwerk auszubilden. Eine größere Anzahl Söhne galizischer Eabbinen nehmen an diesem Unternehmen teil. Diese Anstalt. darf ich Ihnen auch empfehlen. StudioBus. Wenn das „Neue Gr auf Tagoblatt" in seinem Berichte "über die Hinrichtung der vierzehn ungarischen Terroristen sich den ebenso läppischen als perfiden Spaß erlaubt, die drei Eabbiner, die bei den Verurteilten blieben, typographisch besonders hervorzuheben, wah^ read sie dies bei den. fünf katholischen und vier protestantischen Seelsorgern unterläßt, so liegt in solchem Vorgehen nicht9 anderes als plumper Abonnentenfäng. Aber selbst solche echt arisch-völkisch^,vornehme" Kampfesweise verfängt wohl bei den wenigen Abnehmern nicht mehr; das> Rochen kann und die einfachen häuslichen Arbeiten Yeirichtet. Auch junge \&'itwe. Zu kleiner Familie. Gute Behandlung and augr oooouoooooo reichende £ost. ooooooooooo Vorzustellen tggüch von 2 bie 3 Uhr nachmittags, WEen, IX. Bez., Elsengasee Nr< 23, ff. Stock, Tür 20. ooüOgooooooocöoooooodooO 82 Jahre alt, charaktervoll, sehr häuslich und sparsam, mit 40.000 Kronen Vermögen, euctftt ebenfalls ch.iraktei vollen und religiösen. S©vrcy5s«:r. — Zuschriften unter »S. G. 76« »ind an die Administration dss Blattes zu richten, ooouooocoooocoo Äußeret verläßlich, streng religiöses fttt'l&itt für Lager und Kontor zum sofortigen Eintritt ücrftz Steinhof, Wien, I. Bezirk, Seiiergtättft l r=l EDUARD und PAULA DEUTSCH laden höflichst alle Freunde und Bekannten zar »TBO -fr ihres Sohnes WALTER, welche Samstag, den 3. Jänner ,1920, 7310 Uhr früh im Bethause, TL, Stumpergasse 42, stattfindet, ein Empfang WH TOÖ "D nachmittags 3 Uhr, ooooo Wien, VII., Neubaugasse 10. . ooooo Um-, tffcrao»gei>«T. Dr. fafS S ~ T>T*iüT?orUicber Btdsitpun K&x fcafcirsfler,.— H#%.1. .Beck * Sofcu, Wi«*,YI|,

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