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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-11-14 · 43 (14.11.1919) · p. Seite 601

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
43 (14.11.1919)
Date
1919-11-14
Page
Seite 601 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 43 Dr.. |^PG^...>W^U^S€U^UF$ unermüdlichenPflichteifers, seiner vielseitigen Betätigung _^iH>^nt"tG©biet&{ des Kultus und überreichte ihm im Namen .des, Vereines eih~namhaftes Ehrengeschenk' sowie ein künst-, lerisch ausgestattetes Diplom mit der Mitteilung, daß er com Vereine nunmehr zum Tempelinspektor ernannt wurde. Sodmn richtete Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. AbeleB Worte an den Jubilar über die Bedeutung seiner Tätigkeit. Mit der Absin. gung des Haileiujah durch den Tempelchor schloß die Feier. Eiitije Ehrenpension fi|r Popper-Lynkeu^, lieber Antrag des Stadtrates .Speiser wurde in der letzten1 Stadtratssitzung dem hochbetagten Dichter und So-, alalrefbrmer Josef Popper-Iiy;nkeiis," der sich eine herverragende Stellung im geistigen Leben.der Stadt Wien und der ganzen; Kulturwelt geschaffen bat, eine Ehrenpension von jahrlich: 6 Q 0 0 K; auf Leben sdau.er gewährt. '■ ' Per. ii^euie Direktor der UniversitätebiMiothek. ' . Zum'Nachfolger .des im Frühjahr plötzlich verstorbenen ^Direktors der Wiener Universitätsbibliothek Hofrat HimmeLbaüer Wurde ' der bisherige \Vizedlrektor Hofrat Dr. S. F r a nkf u.r t e,r ernannt. Die Ernennung erfolgte auf Grund einstimmigen Vorschlages des akademischen Senats und der Bibliothekskommission. Hbf rat Dr. "Frankfurte ry der in der ' Wiener Universitätsbiliothek von. der Pike auf gedient hat> ist ein weit über „die Heimat hinaus bekannter biblion thekarischer Fachmann.. Im wissenschaftlichen Vereinsleben .Wiens spielt er gleich seinem Vorgänger eine markante Hölle" und weiteren Kreisen ist er namentlich als Voifl kämpfer für das. humanistische Gymnasium bekannt. Kaiser Fran* Josef l: Hüidjtaunfstempel . »Wien* IL, Pazma^tengassS 6. -Der BeÜiausVereki „Aesclrel Awrohom" Üplt feitag, am 24^ CliesciliWaii §6$0 (17. November), änsicliüeß|ejOXl an das um r/25 Uhr abends beginnende Minchagebet, dje. vierte. Jahrzeitfeier für seinen-unvergeßücben Fiübrer, Herrn Adolf S chramek s1. A., den" Grpnder des Vereines und des . Tempels;, Ja althergebrachter jüdischer. Sitte abr — Dje vor kurzem stattgefunden^ Trauerandacbt für das Vorstandsmitglied Wilhelm; B a n;d 1 e r ,Si. A. wurde unter größer Teilnahme abgehalten; auch wurden in der letzten Voröimd'sisitzung |die Ver^enste des) verewigten Wilhelm Bandlet. protokpUarisch festgelegt* .Wien. (2öjiäh'riges Am ts j U-biläum.) Samstag den 22. d. M. feiert Herr Josef Zellnik, Chordirigent am Stadt}-, tempel der israelitischen Kultusgemeinde, sein 25jähriges Amts Jubiläum. Aus diesem Anlaß hat sich ein Komitee der Tempelsitzinhaber gebildet, welchem die Herren A. Spitzthann, A. Weiter, L. Satori, A. Duldner und J. Frisch angefroren, -um dem Jubilar, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, eine Ehrung zu erweisen. V^bft^tf der jüdi^hien, Invaliden und Heimkehrer in, Wien* ' . Wir bringen .unseren .^Mitgliedern zur Kenntnis, daß Unser Verband nunmehr seine volle Tätigkeit au/genommen hat und an Wochentagen in der Zeit von 4 bis 6 Uhr. abends* im Verbandslokale, IE;> Obere Donaustr. 65/4> amtiert. Der Verband, dessen Gründung sich infolge der juden-. feindlichen Tendenzen einzelner Führer der nichtjüdi3chen InValidenverbände als zwingende Notwendigkeit ergehen hat, macht es sich zur Aufgabe, den jüdischen Invaliden und Heimkehrern, die ^wohl in doppeltem' Maße die ärmsten Opfer des Weltkrieges sind, die Möglichkeit der. Weiterexistena ' iiu verschaffen und tunlichst-mt sichern. Zu diesem Zwecke erstrebt er die Schaffung vort Ambulatorien zur unentgeltlichen ärztlichen .Behandlung und Errichtung von icöstenlosem Rechtsschutz«, die Durchführung der durch' die erlittenen Verletzungen (Verlust von Glieds maßen, Erblindung usw.) unumgänglich! notwendigen Berufs? Umschichtung, die Gründung von Konstimanstalten und Produktivgenossenschaften usw. > " Wenn wir schließlich an unsere Mitglieder noch daa* Appell richten, nach Kräften für den Verband zu werbefcy sa liegt dies im Interesse jedes einzelnen.nach1 dem Grand*-, satze: Einigkeit macht stark. - . - Verband der. jüdischen Invaliden und Heimkehrer in "Wien. Siegmunä Brief er, .' " .. M;'Mwa»^ •; Schriftführer. Obmann i. Vi Wien. (Verbau d der isr. R.e 1 isgia.nslehrer *■» den deutschester reichischen Mi t tel»ehuten.) Montag den-3. November d. J. fand unter dem Vorsitze de* Obmannes Rabbiner Dr. M. Rosenmann eine Aussehuß;- sitzung statt, in. der der Vorsitjzehde zunächst inehreny den Worten der verstorbenen Kollegen Prof. Dp. E«. nitz (Wien) und Rabbiner Prof. Dr. A. Kurrein (Tep^ litz) gedachte. Sodann würdigte der Obmann in J3rwahv nung des in den Ferien begangenen siebzigsten Geburtsf, tages des Hauptbegründers des Verbandes und Schulrates Dr. Adolf Weiß die Verdienste-, die sich der Jubilar m» die Standesinteressen erworben hat. Ferner teilte der Ob? mann mit, daß seitens der Verbandsleitüng die zwecken^, sprechenden Schritte unternommen wurden, um eine we*-. sentliche Erhöhung der Remuneration für die im Nebemiamte stehenden,-nicht definitiven Religionslehrer an Mittel» schulen zu erwirken, sowie daß nach den ihm* gewordenem Informationen begründete Aussichten auf einen, Erfolg vor*, banden sind. Schließlich wurde für Ende Dezember et J* die Abhaltung einer Generalversammlung beschlossen, yfap bei der Zeitpunkt und die Tagesordnung der nächsten Sitzung vorbehalten? blieben. Wien. (Leichenbegängnis.) Am 9. d» Mv wurd% unter zahlreicher Beteiligung eine der bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten der Leopoldstadt, Siegmund Kauders," auf dem Zentralf-iedhofe zur letzten. Ruh« bestattet. Seit Jahrzehnten gab es in Wien kaum ein ge>. meinnütziges Unternehmen, an dem dieser vortreffliche Meit. sebenfreund nicht als Gründer oder eifriger Mitarbeiter beteiligt gewesen wäre. Noch im hohen Alter von 78 Jahren oblag er pünktlich seinen Pflichten als Armenpfleger .und Vorstandsmitglied der verschiedensten Vereine und Institute'. Die Ernennung zum' Bezirksrat, die Verleihung de* kaisepr. liehen Rat-Titels, Anerkennungsschreiben des Bürgermet-, sters usw. kennzeichnen die Wertschätzung, der sich, der Verstorbehe bis in die höchsten Stellen hinauf erfreute, Einen. besonderen Verlust erleidet durch? seinen Tod da» Wiener Judentum, das in ihm einen der würdigsten; Ver* treter hatte. Das gleiche achtunggebietende Bild bot sein, Familienleben. An. seiner Bahre trauerten seine Gattin, seine Ziehtochter nebst Familie, zwei Brüder und eine; große Schar von Verwandten und Freunden. Nachrufe hielten. Ehrw. Rabbiner Dr. Grunwald, Herr Glück im Namett .de» Hilfsvereines für verkrüppelte Kinder sowie ein Vorstands* mitgiied des Vereines Leopoldsfcädter Kinderschutz, Die kWV. toralen Funktionen versah Oberkantor Morgenstern ini* dem Tempelchor. Akademischer Verein „Jüdische Kultur". Bei den am 1. November 1919 stattgefundenen Aus«* schußwahlen wurde für das Wintersemester 1919/20 folgen.' der Ausschuß gewählt: Ing. Josef Horowita, Präsv dent,' Ing. Isaak S t e i n d Ü n g, Vizepräsident, Teete^HJ* Meier Hessel, Schriftführer. . -V

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