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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-10-03 · 38 (3.10.1919) · p. Seite 522

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
38 (3.10.1919)
Date
1919-10-03
Page
Seite 522 (sequence 14)
Language
German
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Seite 618 Df.-SiÖcäS" WÖCHßNSCmRlP^. m.M mit' Erfolg' * unterzögen' und* auch.. die'. Auswahl aus dem literarischen Nachlaß des Meisters getröffen. Den' Buchschmuck bilden ' 155; vortreffliche Reproduktionen: nach den besten Werten des Künstlers. Der Verlag..hat sich durch Herausgabe dieser prachtvollen .Volksausgabe besonderes Verdienst erworben. : .' .-. , (j. iias Schönste von Max Dauthendey« ausgewählt und eingeleitet von * Walter von Molo. Einbandzeichnung von Heinrich' J os t. II bis 25. Tausend. Preis gebunden "5 Mark'. Verlag von Albert Langen, München. Im Sommer 1918 kam nach' Deutschland die Nachricht, daß der Dichter Max D a u t h e n d e y, der seit. Ausbruch des Weltkrieges in Jfiederländisch'-Indien festgehalten, von Einsamkeit und Heimweh zerrüttet gestorben sei. Schönheitstrunkene Augen und ein Mund, der in immer neuen Tönen das Lob der Erde sang," starben mit diesem .Weltwanderer, der seine Heimat liebte, wie kältere Herzen sie schwerlich lieben können. Die Liebe zu der unendlichen Buntheit der fernen, geheimnisvollen Länder wurde Max Dauthendeys Verhängnis, aber sie war zugleich der Boden, aus dem allein der quellende Reichtum seines Werkes erblühen konnte. Durch Japans Berge und durch Indiens Täler, an Muß und See entlang streifte "der Dichter, und was er sah' und hörte, gewann Gestalt -in seinen Büchern., Aus der Fülle seiner Erzählungen und Gedichte hat .Walter von, Molo" mit kundiger Hand und gewohntem Glück da9 Schönste ausgewählt und hat eine glänzend geschriebenen Würdigung des frühverstorbenen Dichters beigesteuert. Ijäts Schönste von Storni, ausgewählt und eingeleitet von Walter von Molo. Einbandzeichnung vpn Heinrich Jost. 1. bis 25. Tausend. Preis gebunden 5 Mark. Verlag von Albert Langen, München. - i...Dieser. Auswahlband wird wohl von jedermann mit ganz besonderer Freude begrüßt werden. Denn es gibt nur wehige Dichter,, die unserem Herzen so innig nahestehen, wie der stille Norddeutsche Theodor Storm. Die von tiefster, oft stark, ja drohend aufflammender Heimatliebe getragene . Art seiner Naturschilderung macht ihn uns vor aUeipi lieb. ,jü^.„Sfonns. Novellen und. Gedichten:., blüht die; sommerliche Heide und duften die leuchtenden . Juniroseri,' braust grau und eintönig die Nordsee und. rieselt endlos der weiche Schnee des schleswig-holsteinischen^Winters. Ebenso plastisch erwachsen vor Tins auch die T&enschen, die Theodor Storm gestaltet: zarte, verschlossene Mädchen, Frauen voll -warmer, heller Mütterlichkeit, harte, tateritschlossene Männer1, die auch' wieder weich' und hilflos sein können wie Kinder. Von dem allen gibt der vorliegende Band, in dem Walter von Molo mit sicherem Blick das Allerbeste und Kostbarste vereinigt hat, eine reiche und schöne Auswahl. Ein; glücklicher Einfall' war es, - zwischen die Novellen auet kleine Gruppen von - Gedichten einzuschalten. Denn ohne die Gedichte, die an wundervoller Wärme des Gefühls, an blühender Schönheit der Sprache zu dem Schönsten gehören, würde das Bild Theodor Storms unvollkommen bleiben.; , '. „Do^auland'^ Illustrierte Monatsschrift. Verlag J. Koller, Wien, DI:'3. Jahrgang. Heft 6 und 7. . In der tristen Lage, in der wir in Deutschesterreichi uns jetzt befinden, muß eine Erscheinung, wie diese in Form und Ton, wie im Inhalt wahrhaft vornehm gehaltene- J&itschrift, nichtnur aufrichtend auf unswirken;* sondern auch, dem Auslande vor unserem geistigen Leben die. Achtung einflößen, deren wir jetzt mehr denn je bedürfen. Das sechste Heft (August 1919), das das erste Halbjahr 1919 abschließt, bietet wieder auf allen Gebieten Hervorragendes/ Die Maler -Alfred Beyer und Anton Filkuka sind mit 16 ihrer besten Bilder vertreten, zu denen Professor iE. Willoner und F. Koziol begleitende Worte setzten. Ein selteneres Kapitel, streift Fr.. K. Mündt, indem fer die Buchkunst und den Buchschmuck an der Hand des" von " ihm illustrierten Mödlinger Gedenkbuches erläutert. Wir Sieben noch die interessanten Ausführungen N a d 1 e r s; über eine Wiener Posse vor 400 Jahren hervor, dann die kritischen Bemerkungen über Burgtheater, Schloßtheater und Wiener Volksbühne. Kulturgeschichtlich. beachtenswert sind die Untersuchungen von Di*. Nischer über: „Moderne Kriegsmittel und ihre antiken Vorgänger." Außer dem prachtvollen Roman von Ludassy, der von Heft zu Heft mehr gefangen nimmt, sind Wilhelm Fischer- Graz und Egi.d Filek. mit längeren Novellen vertreten. Außer drei herrlichen farbigen und zwei schwarzen Kunstbeilagen be: leben. 64 Bilder den Text. Das siebente Heft ^September 1919) ist zum großen Teil der bildenden Kunst gewidmet. Die Maler Hans- S ta Izer und Bernd Steiner, Rodins Schüler Kail Gelles lieferten aus; ihren -Mappen und. Ateliers das Beste, Leopold Zahn erklärt, uns die "Wunder von Salzburgs' Bä'rockkirche'n an' der Hand trefflicher Zeichnungen. Im belletristischen-'-'Teil führt Siegfried T r e b-i t s c h spannende Novelle: „Das' zweite ■ Gesicht", der sich 'die reizende Skizze von Fritz Michaelis: „Die Bilder" und die Humoreske von Julius Lucy: „Das' geheimnisvolle Schloß" anschließt." L u d a s s y s Erzählungskuust nimmt mit jeder Fortsetzung seines Romans mehr und mehr gefangen. Die geistreichen Ausführungen von Karl Hans -St.robl über „Die Sozialdemokratie, und Entropie der Moral" werden vielfach ~ zum Nachdenken einladen. Das Heft ist reichhaltig mit fünf Kunstbeilagen — davon 1 Farbenbild und .zwei Kupfertief drucke —, dann 54 Bildern im Text geschmückt. '- . - Miiniaturen. Gedichte von Johann Pilz, mit acht farbigen Bildbeigaben nach Aquarellen von" Franz Bayros, der auch' den "Einband und Buchschmuck besorgte. Ed. Strache, Verlag Wien-Leipzig. Ein Prach'twerk> dem Inhalt wie der Ausstattung nach. Die Verse sind feinst ausgeschliffen, formenschön, und melodisch, prächtig die Hlustrationen. Mit einem Worte: vornehm in jeder Beziehung. Das Werk ist ein Leckerbissen .für Bibliophile. " „Jeschurujn,",- Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum. Herausgeber Dr. J. Wo hl gemüth'. Verlag des Jeschurun, Berlin N. 24.' VI: Jahrgang, Heft 7—8. Inhalt: W. Feilchenfeld: Einiges zur Würdigung der religionsgesetzlichen . Chalizali. — D. Hoff mann: Literarische Notizen. — S. Stein: Palästina im Widerstreit der Großmächte. — Jakob Levy: Die jüdische Schule und die Gesundheit des Kindes. — J. He ine mann: Aus dem Leben der Schule. — Moritz S t e r n: Salomon Kajjem1 Kaddisch, der erste kurbrandenburgische Landrabbiner. —- R. G. May: Gesetz und Freiheit. —. J. Simonsoh'n: Die Einheit .des Judentums. — E. König: Die legitime und die sogenannte „Volksreligion." Israels. — L. Feilehenfeld: Das deutsche Beispiel. — Armin Blau: Oskar Baum: Die böse Unschuld. — L.;A. R.oeenthal: Zu dem. Artikel;"' des"^ "Herrn" Dr. Frankl. Neue jüdische Monatshefte. Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West. Verlag der neuen -jüdischen, - Monatshefte Berlin-München. DIE;' Jahrgang. Heft 22, 25. August' 1919. Erscheint zweimal "im Monat - unter Mitwirkung von Alexander E1 i a s b e r g, Dr. Adolf F r i e d e m a n n, Geh'... Justizrat" Dr. Eugen Fuchs, Prof. Dr. Franz Oppenheim er. Mitbegründet von Hermann Cohen. — Inhalt: Georg Davidsohn, M. d. N.: Die Mentalität der Sentimentalität. — Dr. Felix Goldmann: Jüdische Politik (Schluß). — C. Z. Klätzel: Die Kritik am Zionismus. — Dr. Felix A. The ilh ab e r: Offener Brief "an Herrn Georg Hermann. — Dr. Marek Seher - 1 a g: Max Brod. r—'. Fritz Mordechai K au f m a n n: Aus der Welt des jüdischen Volksliedes. Vor dem Sturm. Ostjüdische Geschichten. R.^ Löwit Ver-. lag, Berlin-Wien. Der Zusammenschluß der Thoratreuen. Zwei Referate yon Jakob Bosenheim. — Zürich 5679, Verlag des Zentralbureaus der „Agudas Jisroel". ,.r Ostjüdische Arbeiter im Kriege. Ein Beiträg zur Arbeitervermittlüng unter Juden. Von Julius Berger, Berlin 1919. Umsturz utod Aufbau. Der Hochverräter Ernst Toller. Die Geschichte eines Prozesses von Stephan Großmann. Mit der. Verteidigungsrede von Hugo. Haase..Ernst Rowohlt, Verlag, Berlin. > „Bar Kochba.'' Blätter für die heranwachsende jüdische Jugend. Herausgegeben von C. Z. Klötzel. Heft 3 und 4. Jahrgang 1919. Berlin, NW. 7. - Briefkasten. G. D. in C. Abgesendet wurde: Jahrgang" 1915, 1917, 1918 vollständig; Jahrgang 1916 Nri 14" bis inkl. 51, Jahrgang 1919 Nr. 1. bis inkl 30, Jahrgang 1916 Nr. 1 bis inkl. 13 folgt. Gruß. S. F. Daß in Palästina gegenwärtig „Hatikwah" und „Blauweiß" verboten ist, melden die Heimkehrer und wird anch sonstbestätigt; ' _ " .

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