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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-09-19 · 37 (19.9.1919) · p. Seite 499

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
37 (19.9.1919)
Date
1919-09-19
Page
Seite 499 (sequence 15)
Language
German
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Mr. 37 Dr. BLOCfi'S WOCHENSCHRIFT Seite 595 Lebiensimiifolsfendungen aus Amerika nach' Deutsch- Österreich. Jeder Jude, der Verwandte in Amerika hat, erbitte sich; von denselben eine Lebensmittelkiste, welche durch Vermittlung der American Service, Company, New-York, 309 Broadway,i beziehungsweise durch die Jüdisch-p aläs tinensischle Heise- und Transport-G;es,e llh> schaft m. b. HtJ Wien, H., Praterstraße 9, nach Wien zur Verteilung gesandt werden. tWietn. Die Gemäldeausstellung Wilhelm Wachtel in den Bäumen der Verlagsanstalt H. Löwit, I., EleischJmarkt 1, die von der Arbeitsgemeinschaft der „Arche" veranstaltet wird, bleibt noch' während des ganzen Monates September der allgemeinen freien Besichtigung zugänglich. iWiea. „Die Arche" hat die Aufnahme der fünf aktigen Tragödie „Bitualmord ih Un g arn" (Die Sendung Semaels) von Arnold Zweig in das Bepertoir der „Neuen Wiener Bühne" veranlaßt, deren Uraufführung zu Beginn des Monates Oktober an dieser Bühne stattfindet. Austritte aus dem Judentum. . Helene Andrasi (Löbl), geb. 26. Jänner 1888 in Pest, I-, Naglergasse 5. Poldi Ävramescu, geb. 27. Jänner 1896, II., Halmg. 4. Martin Bacty geb. 30. Mai 1883 in Wien, H., Im Word;?. •..,!'/ i I Mi LIJ Selma Bach, geb. 6. Februar 1891 in Wien, II., Im Werd 7. Siegfried Blass, Beamter, geb. 10. April .???? in Wien, I., Kohlmessergasse 3. Angela Marie Braun, geb. Brendl, geb. 25. Juni 1887, DI., Sterneckplatz 21. Anton Eisenhammer, Verkäufer, geb. 3. Mai 1885 in Wien, XV., Mariahilferstraße 164. ■ Herbert Fischer, geb.' 20. September 1915, Braak! a. M. Julie Fischer, Bruck a. M. Eichard Fischer, Bruck a. M. Siegfried Friedmajm, Beamter, geb. 1. März 1876 I., Teinfaltstraße 6 v Oswald Fröblicli, geb. 21. Februar 18S7 in Sanok, DI., Obermüllnerstraße 72. Emilie Gottlieb, Beamtin, geb. 22. November 1897, IV., Alleegasse 53. Jakob GrSnberg, Juwelier, geb. 12. Dezember 1893 in Wien, XIV., Arnsteingasse 6. . i Geza Haesack, Redakteur, geb. 6. Juni 1875 in Budapest, i., Spiegelgasse 6. Friedrich Heller, geb. 26. Jänner 1877 in Kornhaus, H., vStuwerstraße 14. Dr. Dezö Holländer, Fabriksbesitzer, geb. 1. Oktober 1877,. I., Wipplingerstraße 33. Dr. Hans Lederer, Arzt, geb. 10. März 1892, Klagenfurt. Edgar Neurath!, geb. 22. März 1899 in Wien, VH., Hermanngasse 31. Anna Reich, Private, geb. 10. Juli 1898, IV., Kettenbrückengasse 20. , Leopold Schäfer, geb. 16. Jänner 1884 in-Baden b. W., H., Im Werd .7. - Jacques Spitz, geb. 16. Februar 1886 in Wien, DI., i PrÄtGrsirÄß© 7 Paul Steigt, geb. 1. September 1899 " in Prag, VH., Zieglergasse 48. Gustav Weiß, Beamter, geb. 1. September 1879, Groß- Enzersdorf. , i Emil iWeijner, Schriftsteller, geb. 9. März 1881 in Wien, .Graz. I Louise Wolf, geb. 27. Oktober 1888, II., Taborstr. 48 a. Dr. Alfred Zimmer, Arzt, geb. 20. August 1881, I., Bathausstraße 17. .Baden. Nach'. beifällig aufgenommenem Pröbevortrag wurde Herr S. Kreutstein (früher Mähr.- Kromau) zum Oberkantor der Badener Kultusgemeinde gewählt. _ ' w ■ Badet». Ein seltenes Doppelf est fand im Tempel zu Baden am Samstag, den 13.-d. M., statt. Ein Zwillingsbruderpaar, Söhne des bekannten. Herrn Josef Goldmann (in Wiener Firma Brüder Goldmann) und seiher*Gattin Emmy feierten gemeinsam ihr Barmizwahfest. Dieses nicht gewöhnliche Ereignis fand allgemein eine freudige Teilnahme. Die beiden Konfirmanden Bobert und Fritz ,teilten sich' in der Weise, daß Bobert im Tempel die Hafthbra vortrug, während Fritz im Hause eine erhebende Ansprache an die Eltern und Gäste richtete. Herr Oberrabbiner Reich hielt an die Konfirmandeneine Überaua eindrucksvolle Bede. Oberkantor Kreutstein vollzog die Funktionen und rezitierte einen, feierlichen Mischeberach. Aus diesem freudigen Anlasse widmeten die Brüder Jose-f und Samuel G al d m a n n namhafte Spenden für humanitäre Zwecke. Brüx. Unsere Kultusgemeinde, welche durch mehr als ein Jahr ohne Babbiner war, hat in der Person , des Herrn Dr. Michael Halberstamm wieder einen Seelsorger erhalten. Im festlich geschmückten Gotteshause wurde Herr Dr. Halberstamm beim Gottesdienste Freitag abends vom Herrn. Kultusvorsteher Dr. Stein aufs wärmstje begrüßt, worauf er in längerer Bede erwiderte und dankte. Seine Antrittspredigt (hielt Herr Dr. Halb.ersta.mm endeter Weise, sondern auch! in Worten, die den Änwebeim Sabbat Mussaphgottesdienste in nicht nur formvollsenden gewiß noch lange in Erinnerung bleiben werden. Er führte aus, daß er Pflichttreue, Becht und Gerechtigkeit^ vor allem aber Liebe für sein Amt und seine Gemeinde als Bichtschnur seines Tuns und Handelns betrachte und sprach die Hoffnung aus, mit der Gemeinde zusammen zum Wöhle des jüdischen Volkes5 zu arbeiten. Möge die Tätigkeit unseres neuen. Babbiners stets eine recht segensreiche sein! Ungar.- Hradadisöfo. Herr Max Hof bau er, Kaufmann, hat sich am 17. d. M. in Galanfca mit Fräulein Irene Schwarz aus Neuhäusel vermählt. Feuilleton. Alexander v* Humboldt (Zur hundertlünfzigsten Wiederkehr seines Geburtstages: 14. September 1769.) Alexander v. Humboldt zählt unstreiÖg zu den größten wissenschaftlichen: Genien, die das deutsehe Volk der Welt geschenkt hat. Au Universalität des Wissens kam ihim keiner gleich und auf jedem Gebiete brachte er es* zu den allergrößten. Leistungen. Als Humboldt aufder Höhe seines erfolgreichen Stiebens und seines1 Ruhmes stand, rief' ihn in gerechter Huldigung die öffentliche Meinung der Gebildeten aller Länder zum „gekrönten Monarehen der Wissenschaft" aus;.' Kaulbachs „Totentanz" zeigt ihn Napoleon und den Papst an Macht [überragend, indem er dem Tode als Atlas die Erdkugel zurückgibt. Um so bedeutsamer isi esy sein Urteil über das Judentum zu vernehmen: Ein jüdischer Gelehrter und Schriftsteller, Doktor Emil Low, der die Absicht hatte, den Austritt aus dem Judentum anzumelden, wandte sich an Alexander v. Humboldt und erhielt von ihm nachstehende Antwort: Alexander v. Humboldt schreibt an Doktor Emil Low: „Sie sind unstreitig im Rechte, wenn Sie die Poesie der Hebräer das intensiv Beste aller morgenländisehen~lfaturpoesie nennen, und in dieser Hinsicht hat Ihr Büchlein den richtigsten Weg eingesehlagen. Rem acutetigisti; was mir um so Heber ist, als die Hauptresultate derselben mit meinen Resultaten wesentlich! übereinstimmen. Ich bitte Sie noch, die Stelle in meinem „Kosmos" gebührend zu bedenken, die sich im B. H, S. 44, (befindet. „Es ist ein charakteristisches Kennzeichen der Naturpoesie der Hebräer, daß als Reflex des Monotheismus sie stets das Ganze des Weltalls in seiner Einheit umfaßlt, sowohl das Erdbeben, als die leuchtenden Himmelräume. Sie ~ weilt seltener bei dem Einzelnen der Erscheinung, sondern erfreut sich der Anschauung großer Massen. Die Natur wird nicht geschildert als ein für sielt

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