Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 36 (12.9.1919)
- Date
- 1919-09-12
- Page
- Seite 483 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr; $6 Dr. BLOCH'S WOCHENSCHRIFT Seite o79- »r. Adolt Sc&miedU-WidLsamaig *Är Talus äs «Iscfa iiier. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von je K 100.—. Be werb u ng s b e r ech tigt sind: Israel, bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudsen betreiben. Gesüchsbeilagen : Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des schulmäßigen Tälmudstudiuras, Studienzeugnisse. Letzter Tag d. Einreichungsfrist: 15.Okt. 1919. Einreichstelle: 1., Seilenstettengasse 4, 11. Stock (Einreichungsprotokoll). Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Salo Coira-Siäftüzig. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im öesamtbetrage von etwa K 18.000.—, zu verteilen in Mindestbeträgen a K 600.—. B e w.e.rb uti'gsb er ech tigt sind: In Wien wohnhafte jüdische Familien oder Personen, welche durch den militärischen Kriegsdienst des bisherigen Ernährers — es sei derselbe da3 Haupt oder ein soastiges Mitglied der Familie gewesen — beraubt wurden, oder deren Ernährer infolge der Kriegsdienstleistung erwerbsunfähig oder minder erwerbsfähig geworden ist. Bevorzugt sind: In erster Reihe jene Bewerber, die schon vor dem Kriege ihren ständiges Wohnsitz in Wien hatten. V er 1 e i h u ii g s t a g : 18. Dezember 1919. (Geburtstag des Herrn Salo Cohn s. A.) * ße8,uchsb eiJagen: . Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des durch die Kriegsdienstleistung erfolgten Ablebens, bezw. der durch die Kriegsdienslleistung hervorgerufenen Minder- Erwerbsfähigkeit, bezw. Erwerbsunfähigkeit desjenigen Familienmitgliedes, welches bisher der Ernährer der einschreitenden Familie oder der einschreitenden Person war. Letzter Tag der Einreichungsfrist: Am 30. September 1919. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse i, II. Stock, (Einreichungsprotokoll). Das Kuratorium der Salo Cohn-Stiftung. Israel.,- Kultusgemeinde Wien-Bauptka-ssa. . M^aiüdßsaeiiiaag. An den hohen Festtagen werden im Musikvereins-Saal, I., Dumbagasse 3, Sofien-Saal, III., Marxergasse 13, Hotel Continental, II., Taborstraße 4, stattfinden. Es wird im Interesse des p. t Publikums aufmerksam ge-; macht, daß eine Erneuerung des Mietverhäitnisses für die Sitzplätzenur gegen Vorweisung der im Vorjahre innegehabte» Karten erfolgen kann. Jene Parteien, welche auf ihre bisherigen Sitzplätze reflektieren, können die betreffenden Karten vom 8. September bis- 12. September 1919 an der Betsitzkarten-Kassa der Kultusgeraeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, täglich von. 9 bis 12 Uhr beheben. . Ab 15. September 1919 gelangen die nicht "im Vorverkauf behobenen Karten zur allgemeinen Ausgabe. Wien, im August 1919. Israel. Kultusgemeinde Wien. aBBB>«aa3BnS9Bsaaii9a«aasBBa*B8saaBHBB:t»i» für (Vlediziner-por^töf wird passende Wolanwiag gesucht. Peterselka, I, Seitenstettengasse 4 (Kassa). BQBBKiailBflKRSBSBSBIIIBIIIBISIllIlBltlttt ■jmni ao^r ..; . , Die traurige Notlage jüdischer Kinder erfüllt unser Herz mit Mitleid. Dringendste Hilfe ist erforderlich. Wohl ist . Anerkennenswertes im Dienst, der jüdischen Kinder geleistet worden, angesichts des herrschenden Elends muA sich jedoch die bisherige Hilfstätigkeit als unzulänglich erweisen. Wir wollen den ärmsten jüdischen Kindern helfen, ihnen menschenwürdige Unterkunft und Pflege bieten, und sie in jüdischem Geiste erziehen. Wir wollen nicht dulden, daß, wie es in Heimen vorgekommen ist, 10 Kinder in 4 Betten liegen mußten, daß sie verstreut in Elendswohnungen bei unzuverlässigen Pflegern,'an Krätze, Rhachitis, Mundfäule leidend, jüdische Erziehung entbehrend, an Körper und Seele zugrunde gehen. Wir wollen ihr freudloses Kindes leben mit Glück erfüllen. 99 Jude irsialiiatsg um im 44 « Die Errichtung von entsprechenden Heiiasn, Spielplätzen und Ferienkolonien, von Tagesheimstäften mit Verpflegung, von Kinds Bibliotheken und Lesezimmern, die Herausgabe und Verbreitung jüdischer Kicderliterafur, die würdige Feier der jüdischen Feste sind unsere Ziele. Der Verein „Jüdische Kinderfreunde1' hat es sich zur Aufgabe gestellt, diese Ziele zu verwirklichen. Unser Werk erfordert die Hilfe a 11 e r. Nicht nur der Reiche, ein jeder hat die Pflicht zu helfen. Als allgemeines soziales Hilfsmittel haben wir eine Kmderwoalfahrlssteüer ins Leben gerufen. Es ergeht an alle Juden die dringende Bitte und Aufforderung, für das jüdische Kind am Sonntag, den 14. September 1919, dem allgemeinen Sammeltag für das jüdische Kind, die zu spenden. Wir nehmen diese freiwillige soziale Steuer von mSndasSens einer Krone monatlich (monatliche Kinderkrone) bis zu mehr- und vielfachen Beiträgen (wöchentliche Kinderkrone) entgegen. Wer Hers und Sinn für die Hot jüdischer Kinder hat, muß dazu beitragen» ihre unglückliche Lage in hygienischer und abischer Beziehung zu verbessern und sie dsm Judentume zn erhalten. Ü«, Sekretariat: II., Obere Donaustraße 91. 1. Tagesheimstätte: II., Prater, Vorgartenstraße 79 (Wilhehnsfcaserne, Offizierspayillon). Das Kuratorium: i- Oberrabbiner Dr. H. P.. Cnajes Prof. Dr. S Eürmann Hofrat Dr. S. Frankfurter Prof. Dr. Wilh. Jerusalem •Frau Dr. S. Kann .Reichsratsrevisor Rudolf Tanssig Herr u. Frau Dozent Dr. S. Kornfeld Fabrikant Jon. Kremenetzky Fabrikant Felix Lederer Stabsarzt Dr. Mayer Vor s tand u. Helfe rschaft: Dr. Heinrieb Glanz Frau Anitta Müller Frau Erna Patalt Frau Loonore Smolenskj Abgeordneter Ing. Robert Stricker Frau Fanny Weiß, Kioaterneuburg Hadassa Weidenfeld. \» nssnCJ