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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-09-12 · 36 (12.9.1919) · p. Seite 479

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
36 (12.9.1919)
Date
1919-09-12
Page
Seite 479 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 36 Dr. BLOCH'S WOCHENSCHRIFT Seite 575 (Zugunsten der Augenklinik in Jerusalem.) Zahlstelle für Deutschösterreich : Bänkhaus S.M. von Rothschild, Wien, L, Renngässe 3; „Neue Freie Presse", Wien, 1. Bez., Fichtegasse 11; für die tschecho-slowakische Republik: Eöhmisehe Unionbank, Prag; für Ungarn : Magyar-Altalanos Hitelbank, Budapest; für Öeutschland: Deutsche Bank, Barlin; für Polen : Commerzbanlc 'W. Landau,, Warschau und Lodz; für Galizi n: Wiedenski Batik Lombardowyi i eskontowy w Kraköwie, mit dem Vermerk . >Hilfskoramission 1915 für Palästina«. . Als; Beantwortung mehrerer an uns gerichteter Anfragen teilen wir mit, daß wir bereit und In der Lage sind, Geldüberweisangen nach ganz Palästina zu übernehmen. Sowohl Privatgelder ("ppp fityJS) a,s auch (hbüD filmte) äowle alle Zedokogelder, die für Erez Jisroel bestimmt sind, werden Ihrer Bestimmung nach Auftrag des Spenders zugeführt und dem Absender die Quittung des Empfängers elngesendai. Die Allgemeine Hilfskommission für Palästina. Orthodoxe Jugendgruppe II. Große S^hiffgasse 16. Worte an jüdische Herzen: Wessen Taten mehr sind als seine Wissenschaft, dessen Wissenschaft hat Bestand. (Mischkeh Owaus.) .•• 8. Spendemlis'te. Der. „Jugendgruppe" des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen : Hochlzeitstafel Schreiber-Kohlniann K. 1500 —, N. N, K. 200.—.-Ferner hat sich! Herr Sandor Adler, Cafetier, in laochherziger Weise , verpflichtet, für den Krankenbe-" sueli eine wöchentliche Spende von K. 50.— in Barem öder Naturalien zu leisten. Weitere Geldsendungen sind zu richten an die Filiale des Wiener Bankvereines, H., Slephaniestraße auf Postsparkassen- Konto Nr 172.S29r.fQr die »Jügendgrüppt < oder'an" Tfö'rrri David Baumgarten, IL, Herminengasse -13. Erster Kantor Leopold- Sereb-remR gestorben. Am 6. d. M. ist plötzlich!'der erste Kantor am Wäh- - ringer Gemeinde tempel, Herr Leopold Serebranik, im , 64. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene stand durch 36 Jahre im Dienste der israelitischen Kultusgenieiiule und erfreute sich! ob seiner außerordentlichen Pflichttreue allgemeiner Beliebtheit. Montag-, den 8. d. M. fand um halb -10 Uhr vormittags -die Trauerfeier im Tempel, XVIII., Sehopenhauerstraße» unter großer Anteilnahme der Gemeindemitglieder, statt, u. a. der Bethausvorstand mit dem Obmann Dr. Igriaz Winter an der Spitze, der Vorstand des Ottäkringer Tempels mit dem Obmann S. We i tarn an n, ferner.der Rektor des theologischen Seminars Prof. Dr. Adolf Schtwarz, Rabbiner Dr. Max Bach, der Ehrenpräsident des Kantorenvereines Oberkantor Jakob Bauer mit. fast sämtlichen Kantoren Wiens2.. Ferner Sekretär der israelitischen Kultusgemeinde Emil Engel, Sekretär Guido F uchsgelb u. v. a. Die Trauert'eier wurde von Oberkantor Morgenstern und dem Chbrpersonalc mit einem Trauerchoral eingeleitet, worauf der Tempelobmann Herr Dr. Ignaz Winter' an der Bahre rührend Abschied nahm. .Rabbiner Dr. Feuch'twang hielt einen überaus eindracksvollen kurzen Nachruf, dann setzte sich der große Trauerzug nach! dem Zentralfriedhof in Bewegung. Oberkantor Mo r g e n s t e r n vollzog üv erhebender Weise die Funktion und nach! der großen bewegten Trauerrede Rabbiner Dr. Feuch-twangs nahm der Präsident des Kantorenvereines Oberkantor . Don Fuchs von dem jählings verblichenen Kollegen ergreifenden Abschied. Namens der Freunde sprach! noch' Prof. Nasche rührende Worte. Dann wurde unter den Klängen des Trauerch'orals des verstärkten Chores mit Kantor Ilm er der Sarg gehoben und zur letzten Ruhestätte gebracht. Am Grabe rezitierte in erhebender Weise Oberkantor Fuchs das El mole ' rach'amim, dann sangen Oberkantor Morgenstern mit dem Chore das -ScMwissi, die Schollen fielen ins Grab, ■ worauf die Trauerfeier ihren Abschluß nahm. Aufruf! Gememsthaftsküche für Handelsangestellte untl den Mittelstand, I., Eßlinggasse 18. Diese im Jahre 1915 eröffnete allererste Gemeiuschaffcsküche befindet sich durch die per 15. September erfolgte Kündigung der gegen ein mäßiges Entgelt leihweise ttberlassenen Sessel und Tische in größter Verlegenheit. 'Es ergebt daher an Restaurateure, Cafetiers, Kriegshüf saktionen, Offiziersmessen u. a. m. die dringende Bitte um Ueberlaslung Von 150 Sessel und 32 Tische leihweise oder käuflich. Wir bitten dringend, so rasch als möglich: Zuschriften mit näheren Angaben an das Sekretariat des Vereines zur Errichtung von Volksküchen, II., Krumbaumgasse 8, zu richten. Die Präsidentin: Hermine Kadisch. Israelitische fünfa lassige Knaben-Volksschule^ mit OeffentHchkeitsrecht (Talmud-Thora), Wien, IL, Malzgasse 16. Die Schiller-Einschreibungen für das Schuljahr 1919/20 finden am 14e. und 15. September, von S—IE Uhr vorm., statt. Erforderliche Dokumente: Geburts- und Impfschein, sowie Heimatsnachweis; für Kinder aus Wiener Schulen: die Schulnachricht mit der Uebersiedlungsklausel; für Kinder, die noch nicht 6 Jahre alt sind: die Altersdispens. Schulfeier: 16. September, 9 Uhr von». Beginn des Unterrichtes am 17. September, 8 Uhr vorm.. Diese Schule ist eine Notwendigkeit für die jüdische Gemeinde und die Erhaltung und Pflege des jüdischen Geistes in der Jugend. Besteht seit zwei Menschenaltern. Bau und Einrichtung naeb den modernsten Prinzipien. Berücksichtigung der modernen pädagogischen Anschauungen. Täglich Unterricht im Hebräischen. Nicht obligat: Talmud-Unterricht. Jugenuhort des' Elternvereines Pestalozzi im Haine. A:tscUige Fürsorgetätigkeit. W i e n, 10. September 1919. Seitens eines Angehörigen eines sibirischen Kriegsgefangenen erhielt ich die Mitteilung, daß ihm die Nachricht über denselben durch die „ÖebreW-Shellering and Immigrantald Society of America, 229—231 East Broadway, New-York", zugekommen ist, was ich hiemit zur allgemeinen Kenntnis bringe. Adolf Ar et et* XVIII., PötzleinsTlorferstraße 94. Bad Köjug^wart. Im Alter von 66 Jahren verschied am 2. d. M. der hiesige verdienstvolle Rabbiner David Löwy s. A. Der Dahingeschiedene hat sich hier durch sein segensreiches Wirken und seinen biederen Charakter allgemeine Hochachtung erworben. Zahlreiche Trauergäste, darunter Vertreter der Stadt und des Bezirkes, und viele Andersgläubige, nahmen Anteil an der Trauerfeier. Am 4. d. M. wurde die Leiche in den altehrwürdigen Tempel (ans dem 16. Jahrhundert) gebracht, woselbst Herr Dr. J. Diamant, Rabbiner aus Marienbad, der Trauerversammlung ein getreues Lebensbild des selig Entschlafenen entwarf. Dankbare Schiller trugen dann den Sarg auf den altehrwürdigen Friedhof, wo Fräulein Finger von dem Lehrer und ein Krüppel von seinem Wohltäter rührenden Abschied nahm. Nikolsburg. Am 30. August 1. J. fand die feierliche Installierung unseres neugewählten Herrn Rabbiners Sr. Ehrwürden Dr. Alfred Wiliraann in der Aitschul-Synagoge statt. Derselben wohnten bei: die Gymnasial- und Schuldirektion, sämtliche Vertretungen der Gemeinden und deren Korporationen, sowie di« größte Zahl der Gemeindemitglieder. Ehrw. Herr Dr. Alfred Willmann entwickelte in formvollendeter Rede sein Programm, welches auf alle Zuhörer einen tiefen Eindruck machte. Am Abend desselben Tages fand im Hotel Scbaffa zu Ehren, unseres Rabbiners ein Festbankelt statt, an welchen sich. diev Mitglieder der Kultus- und politischen^ Gemeinde beteiligten. Eröffnet wurde das Bankett durch eine Begrüßungsansprache de» Herrn Kultus Vorstehers Gustav Pisk. Sr. Ehrw. Herr Dr. Alfred Willmann wurde durch herzliche Ansprachen vielseitig geehrt und dankte für die ihm erwiesenen Kundgebungen m>t h erzlichen Worten. Ueber Antrag des Herrn Bürgermeister*» Franz B e u t s c h wurde an unseren langjährigen, hochverehrte» Seelsorger Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwang ein Begrüßungstelegramm abgesendet und gereichte esl allen Anwesenden zur besondren Befriedigung, auf diese Weise wieder zu bezeugen, daß hie m inniger Verehrung und Dankbarkeit ihres Ehrenbai»p« und ü**- Üebten Seelsorgers stets gedenken. *°' ■ .

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