Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 34 (29.8.1919)
- Date
- 1919-08-29
- Page
- Seite 448 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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i Seite~o44 Dr. BLOCH'S WOCHENSCHRIFT Nr. 34 i; „Für Spitälshilfe für Palästina". , Hofrai Oft1-Julius Schlag. Wien, II. Ob. Donausir. 109. Geschäftsstelle: Wien, II, K ein»» Schiff/asse 3/6.-Telephon *I671. (Zugunsten der Augenklinik in Jerusalem). * S:egmund*Freund, Regina Poiatschek, B. Eckstein, derzeit Ischl, Franz Teitcch, sämtlich in Wien, je 10 Kronen. Zahlstelle für Deiilschösterrcich : Bankhaus S. M. von Rolhsehild, Wien; L, Renngasse 3; „Neue Freie Presse", Wien, 1. Bez., Fichtegasse 11; für die tschecho-slowakische Republik : Böhmische. Unionbank, Prag; für Ungarn: Magyar-Altalanos Hitelbank, B^d:-- pest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin; für Polen : Gommerzbar.k W. Landau, Warschau und Lodz: für GahVen; WieJenski Bank Lombardowyi i eikontowy w Knikowie, mit uem Vermerk »ililfskommissiön. 1915 für Palästina«. 0555 Als Sean'W3rtu<;g mehrerer an uns gerichteter Aufraflen teilen wir iait, daß wir bereit und In der Las« *isd, Geldüberweisungen na h ganz Palästina 2u iibernehman. Sowohl Privatgelder (Trr n"£Ö) als a«cn ib filpü) sowie alle Zedo Cr gelder, 6U für Erez JisroeS bssiisisst sind, werden Ihrer Bestiramang nsch Auftrag des Spenders zugeführt und dera Absender ata Üuitfung des Empfängers eingesendet. Die Allgemeine H Ifsfcemmisslon fü> Palästina Für die notleidende Augenklinik in Palästina. Für unsere Aktion zugunsten der notleidenden Augenklinik in Jerusalem hat uns Sr. Ehrwürden. Herr Großrabbiher Israel Priedma-nn aus Czrortkow e|n.e Spende von 500 K. überwiesen, um damit die Dringlichkeit dieser Hilfsaktion zu bekunden und weitere Kreise zu gleichem Tun ahzueifiern. Spenden. - B*i der „Wochenschrift" eingelaufen : von Herrn Robert Hell-r,. Wien, für die Augenklinik in Jerusalem K 52.-; von Herrn Spediteur Adolf Stern, Wien, 100; Frau Marie Kann, Wien, 10; von Hcrra. Karl AltiBami.,27 K. Giberrabbi n er Dr. Moritz Güdemann s. A. ~ N : . . . - Am 23. August jährte sieh zum ersten Male der Sterbetag des verewigten öründers und Ehrenpräsidenten des Vereines zur Errichtung von Volksküchen, -CWien, II., Ejmmmbaumgasse 8, des Oberrabbiniiers Dr. Moritz. Gü demann, der sich/ besondere Verdienste iim diese Institutionen erworben hat. Aus diesem Anlasse wurde im Sitzungssaale des Vereines das Porträt des'Verewigten zur dauernden Erinnerung enthüllt. Einem Jungen Maler, W. Albert, ist es meisterhaft gelungen, die Züge des Verewigten festzuhalten, so daß dieses waäirhäfte Meisterwerk allgemeinen. Beifall fand. Örttipdoxe jügendgrüppe,. IL, Große Schiff g. 16. Worte an jüdische Herzen : Sind alle deine Söhne belehrt durch Göll* <iann ist dauernd der Friede deiner Söhne. (Jeschaja Kap. 54/13.) u*. S.p cn d en Ii s le. & Der „Jugendgruppe" des Vereines zur Währung der Interossen des orthodoxen Judentums sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen : ~" Hochzeitstafel Fuchs-Grünwald 400; Wiibelm Strub 200; Rabbiner Samuel Neu wirth 100 K. Weitere Geldsendungen sind zu richten an die Filiale des Wiener Bankvereines, IL, Siephaniestraße auf' Postsparkassen- Konto Nr 172.829 für die >Jugendgruppe« oder an Herrn David Baumgarten, H., Herniinengasse 13. . Dr. Georg Schwarz s. A. Beteiligung weiter Gcsdlsfclhaftsla'eise, maia sab u. a. den Magistratsdireklor Dr. Karl H a r 11, den Präsidenten der Zen- •ttalistelle iür jüdischfebziale Fürsorge.Herrai W a ch'te 1, Zeituiig^rausgeber Dr. B lo ch!, Musikkritiker Kaspar, Kiütusvorsteher S. Steider, Rabbiner Dr. Feuchltwaaig, Prof. K ani tz, Armenrat Lember - g e r tind vieler persönlicher Freunde, fand reizten Dienstag das Leichenbegängnis des im' blühenden Alter -von 39 Jahren an einer im Kriegsdienste erworbenen Krankheit dahikigerafft^^ Dr. Georg Sc few a r z, eines Bradersi des Gemeinderates und Kultusvorstehers Dr. Rudolf S ch'war z-Hi 11er statt. Der früh Verblichene hing mit seltener Innigkeit an seinem Bruder und war einer der eifrigsten und pfliclrttreuesten Mitarbeiter an der großzügig angelegten und für mehr als1 "100.000 aus ihrer Heimat geflüchteten junglücklichen "Mitbürgern so segensreichen Institution der „Zentralstelle 'der' Fürsorge für Kriegsflüch^lin^". .Er leitete in diesem einzigartigen Werke Schönster Menschenliebe das1 Vermißtenbureau und Tausende durch die Kriegsfurie auseinandergesprengte Fatnihenmitglieder verdankten seiner unermüdlichen Tätigkeit ihre glückliche Wiedervereinigung. Sie werden dem außerordentlich: begabten," charaktervollen und tüchtigen Manne gewiß das' dankbarste Andenken bewahren. Erschüttert stand neben dem Bruder die tiefgebeugte Mutter an der. Bahre und mit vollem Rechte bemerkte Herr - Rabbiner Dr. Gr unWald in seinemformschönen, tiefgefühlten Nachrufe: „Was in diesem Sohne die Äfut'ter verloren, die in 'diesen letzten Wochen das ganze Martyrium' der Mutter treue durchlitten hat, das Weiß nur der zu ermessen, der die ganz besondere hihigkeit kennt, die dem Familienleben in diesem Hause eigen ist. Und Was er als Bruder war, dem1 Bruder, der seit -langem in der Ferne weilt, wie vor allem dem, der trauernd an dieser Bahre steht? Ihm war seine Liebe eine der-nährenden Quellen jener bewundernswerten Schaffenskraft, die weit binausgreift über die Grenzen, die sich sonst selbst die edelste Opferwillig^ meiaiwohles zu. setzen pflegt. Stütze war er ihm und Beistand, zumal in, der ersten Zeit seines unermeßlichen Werkes1." . . Wankenden Schrittes1, an der Seite seiner schwergeprüften Mutter und seiner Weinenden Gattin, ging Herr Dr. S ch'wajrz-Hiller hinter dem Sarge seines innigslgeliebten Bruders und blieb, nachdem; die sanften weMnütigen Melodien des' Schiwisi, gesungen von Herrn Oberkantor Don Fuchs und einem Doppelquartette, verklungen waren, wie gebannt am offenen Grabe stehen. Dann, fielen dumpf die Schollen auf den Sarg und vereint mit seinem ihm vor wenigen Jahren vorangegangenen Vater schläft nmimeht Herr Dr. Georg ScIbJwarz den ewigen Schlaf. Ehre seinem Angedenken! — ev. Todesfall. Am* 22. August 1. J» starb nach? langem schmerzvollen Leiden die Gattin des Nordbahhihspektors Herrin Albert Strauß, Frau Charlotte Strauß, geborene Wiener. Die Verblichene entstammte einer angesehenen Familie; väterlicherseits aus Kanitz, mütterlicherseits -aus der Familie Mayer aus Trieschl-Iglau. Frau' Strauß .war eine gute Glaubensschwester, hielt an der Tradition der jüdischen Religion und -lebte in glücklichster Ehe an der peite ihres Gatten imd ihrer beiden Söhne. Ambulatorium des Jüdischen Hoch^!&h!uiäusscinisse&. ■ ■ . — Montag, Mittwoch! und Samstag von 11—12 üb* wird im Ambulatorium' des Jüdischen Hoehschulausschüsses, IX., Alserstraße 28, für mittellose jüdische Verbandsmitglieder ordiniert. Dem Arnbülatorium ist eine spezialistiscbe Privatbehaiidlung angeschloslsen. \