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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-08-15 · 32 (15.8.1919) · p. Seite 420

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
32 (15.8.1919)
Date
1919-08-15
Page
Seite 420 (sequence 16)
Language
German
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Seit* 616 Dr. BLOCH S WOCHENSCHRIFT Nr.. 82 •.■3äa Mees Von Blut und Tränen. Der fimg. .mederkeJiH rende Jüdenpogrpm, die^Jholie Scnule für die' Helden Von 13)»d6ine^ und Lemberg. Wer das Buch! liest, wird aus tiefstem Scnmerfc den Aufscnrei ^tun, der in Heines Apon «tinopne ,)Afa Edö'm" «einen klassischen Ausdruck fand. Selbst in unserer Zeit, die ganze Wjelten im Bluteunteny gäben sien't, "werden die Berichte von den deutschen,1 franaßsiedilen, englischen Juden, die scharen- und gemeinde weise den „Hais boten" oder gar - sich1 selbst abschlachteten, üm «den einzigen; Namen m (heiligen", inihrer schauerlichen) Onöße wirken. i . —- Ernst Clausen, Das 'Haus am Markt, Leipzig, Jh\ Wilh!». Grunow. „Ein humoristischer Bpman'', so lautet der Untertitel, und dies, wie selten in einem Pallei niit Tollem Becat. Wir. erinnern uns nicht, außer bei Fri1;z Beuter, eines so reinen Genusses goldigen Humors. Der „Onkel Karl" erinnert übrigens ein wenig an den „Onkel #räsig'\, Zum Lobe des Buenos kann nichts Besseres gesagt werden, als daß es verdient, mehr als einmal gelesen *u werden. ■ - , " ' Umsturz und Aufbau. Zur Judenfrage von Karl Marx. .Herausgegeben und eingeleitet Von Stephan Großm'ann. Berlin, 1919. Ernst So wo Ih'l t, Verlag. öretokoll des XV« Delegiententages ,der zionistischen Ver.-. •inigung für Deutsdbiand. Berlind den 25. bis 27. Dezember 1918. 1919. Jüdischer Verlag, Berlin. Briefkasten. ' K. L. Daß die Hetzer der „Beichspost" den christlieft-Bs. Ebmmerzienrat Jakob Heil, Inhaber' der Sülze-, fabrik J. Heil in Hamburg, die aus ekelerregenden Stoffen Keischkonserven fabrizierte, als Juden bezeichnen, obwohl dies in. der Hamburger Bürgerschaft (Volksvertretung) als Lüg* bezeichnet wurde, darf nicht wundernehmen. Die Lüge gegen > Juden ist für diese Leute eine Huldigung iJürem Gott! ' Barucli 4. Der 20. Siwan wurde darum zum Pogrom;» Fasttag eingesetzt, weil an" ihm im1 Jahre 1171 (4931) in Blois auf Grund der Blutbeschuldigung^ 34 Männer und 17 JEraüen den Scneiterhaufen bestiegen und unter Absingen des Alenu-.Gebetes fhr. Leben aushauchten. , . Gjajnaliel. Der durch) seine " politischen Wandlungen bekannt gewordene ehemalige Beichstagsabgeordnete und jetzige Bürgermeister von Straßburg, Peirotes, ist kein Jude, , sondern, wenn wir nach! einer Auslassung seines Organs, der Straßburger „Tireien Presse", urteilen sollen, — Antisemit. * * - •. Beel. H. Die ukrainische Begierung ließ erst .kürzlich durch! ihren Gesandten Wassilko in Wien eine Ver^ wanrung dagegen, einlegen, die Ukrainer, die sich niemals mit Pogromen befleckt Glätten, mit den polnischen Pogromen, in Verbindung au bringen. Mens K. Die Behauptung, Eisner habe sich in seiner Stellung bereichert, ist Lüge. Selbst Ministerpräsident Hoff-. .mann, der. poKtisch'e Gegner des Verstorbenen, mußte errr klären: Eisner hat viele Talente besessen, aber keines, sich! au bereichern und gar noch auf unrechtmäßigem Wege »ich! rai bereichern. , _____ . j Frau C. J. derzeit in Golsern. Dem neuen Linzer Gemeinderat gehören zwei Juden an: Medizinalrat Dr. Schneeweiß und Ingenieur Müller. Beide sind Sozialdemokraten. M. Wien. Tibor Szamuely ist kein Jude. Daß man ihn dan Juden zuschiebt und deswegen an die -jüdische Gemeinde juat-dem Ansinnen herantrat, ihn auf den jüdischen Friedhof beerdigen zu lassen, das entsprach lediglich der Methode der Juden- , nasser, ihm .absolut zum Juden zu machen. Die jüdische Gemeinde ron Wr.-Neustadt hat deswegen mit vollem Recht die Beerdigung auf ihrem Friedhof abgelehnt, während man sonst selbst dem justifizierten Mörder eine letzte Ruhestätte nicht -weigert. < Böla Kun ist der Sohn eines Dorfnotars in Siebenbürgen, derein guter Christ ist. Ein Onkel von Bela Eun war in Siebenbürgen Bischof. : - NOTIZ. Für die Filial-Gottesdienste ah den hohen Feiertagen werden ränunbegabte Chorsänger aufgenommen. Vorstellung Montag, den 18. August a. e.,- um 7 Uhr abends, in der Chorschule der israeL Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, IV. Stock, bei Merm Chordirigenten J. Zellnik. Der Bethausvorstand. öoüat Tattseig'sclie Armen-Stiftung. Anzahl der Plätze: 40 im Betrage von je K 150.—. , ■;.<'.■ Bewerbungsberechtigt sind: a) dem jüdischen ^Glauben angehörige, männliche, ledige, verarmte, gebrechliche, kränkliche, erwerbsunhfähige Personen, welche das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, in eine^o der im Reichsrate -vertretenen Länder mit- Ausnahme Gaüziens geboren und dahin. zuständig sind, mindestens seit einem Jahre in Wien wohnhaft sind, der Effektenbörse, als Mitglied weder angehören, noch angehört haben eine kriminelle Abstrafung nicht erlitten und auch nicht falliert haben. * In Ermanglung derartiger jüdischer Bewerber sind zum Einschreiten berechtigt: männliche, ledige, gänzlich verarmte, gebrechliche, kränkliche, arbeitsunfähige Personen^hristlicher Kpnfession, die das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, dem Handels- oder Gewerbestahde angehören, in einem der im Reichsräte -vertretenen Länder geboren und in Wien zuständig sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, keine kriminelle Abstrafung erlitten haben und seit mindestens einem Jahre in Wien wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Unter sonst gleichen Verhältnissen Bewerber, welche mit dem am 18. Oktober 1907 verstorbenen Stifter, Herrn Dohat Taussig, nicht über den 6. Grad der Seitenlinie hinaus verwandt sind. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1919. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Die'näheren Bestimmungen dieser Stiftung sowie die erforderlichen Beilagen für die Gesuche sind aus den Ausschreibungen auf dem schwarzen Brette der Gemeindebethäuser, sowie im Stiftungsamte der Kultusgemeindezu ersehen und werden in diesem Amte auch nähere Auskünfte erteilt. Wien, 15. Juli 19lßL ••\< Der Vorstand >>~. der israel. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultus gemeinde Wien. KONKURS,, v Der Vorstand der israelitischen-Kultusgemeinde Wien beabsichtigt, mit Beginn des Schuljahres 1919/20 die Stelle eines Inspektors für den Israel. Religionsunterricht an Volks-und, Bürg er schulen, dem zugleich die Leitung dieser Inspektion obliegen, im Hsuptamte zu besetzen. Bewerber, welche nebst einem entsprechenden Studiehgange mehrjährige, besonders ersprießliche Tätigkeit als Religionslehrer in öffentlichem Schuldienste nachzuweisen in der Lage, sind, wollen ihre Kompeterizgesuche unter Anschluß der Lebensbeschreibung, Studien- und Verwendungsnachweise und eventueller wissenschaftlicher Arbeiten bis längstens 10. September 1919 an den Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien, L, Seitenstettengasse 4, gelangen lassen. Die Regelung des Anstellungsverhältnisses bleibt der besonderen Vereinbarung vorbehalten. Der Vorstand der israel. Kultusgememde Wien. Nettes israelitisches Mädchen welches kochen kann uud im Häuslichen hilft, für ein gutes Haus gesucht. Event. Anfragen und vorzustellen Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, H. Bezirk, Tempelgasse 7, n/12, bei Singer. 1 KONKURS. Beim Tempelverein, ■VIII., Neudeggergasse 12, gelangt die Stelle eines Obs rkantore, Koreh (Tenor) pro 1. September d. J. zur Besetzung. Beanspr. wird: Alter unter 40 Jahren, im Jüdischem vollkommen bewandert, gediegene musikalische und gründliche kantorale Bildungen, die zur Versehung eines modernen Gottesdienstes befähigen. Die Anstellung erfolgt auf Grund von Probevorträgen provisorisch auf ein Jahr: ' Gehalt nach Uebereihkommen. Herausgeber ui.d verantwortlicher Redakteur; Dl*. Josef S. Bloch. — Druck vu.i 1. Beck & Sohn, Wien, VII.

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