Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 31 (8.8.1919)
- Date
- 1919-08-08
- Page
- Seite 404 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 500 Dr. BliOCH'S WOCHENSCHRIFT Nr. 31 Trautheit, wie es vor uns silhouettenartig aus diesem Büchlein vorbeihuscht. Alle Erzählungen hinterlassen' einen feinen poetischen Eindruck. Blumenthal besitzt einen eigentümlich delikaten ■sTbff,des Erzählens. Besonders wirken die Abschnitte >Die verlorene Heimat«, >Die Scholle< und >Unter jüdischen Bettlern«. Daß nun auch westlich« Belletristen ron Bedeutung jüdisches Originalleben zu ihren Stoffen wählen, ist allerdings anerkennenswert. Einen komischen Eindruck macht es, d»ß gewisse landläufige Bihelphrasen von Blumenthal so verzerrt wiedergegeben werden, so %. B.: »Zedek Funy wyhalech«, anstatt >Zedek lefonow jehalecb.« oder »Ifa jafit uma naim, 'ahwa b'tamiojim« anstatt »Ma jafit uma naamt ahwa hetanigim«. (Will Gott einen Nichtgelehrten strafen, so sehickt er ihm ein hebriischei Wort in den Mund!) Es wäre hoch an der Zeit, daß jüdische Schriftsteller hebräische Bonmots mit der gleichen Genauigkeit zu zitieren wissen, wie etwa die lateinischen, vfranzösischen etc. ' Sonst aber wäre in diesem Büchlein eine willkommene Bescherung zu sehen und jedermann zu empfehlen. A. K oh an*e.' dzt. Wien. In -Berlin erscheint:. >ScMemiel', Jüdische Blätter für Humor und Kunst. Im We t-Verlag, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 35. Das humoristische Wochenblatt >Schlemiel« hatte seinerzeit zahlreiche Verehrer und wurde in jedem jüdischen Hause gerne gelesen. Nun ist der »Schlemiel« nach langem Schlafe. wiederum erwacht und bereitet in ernster Zeit dem Leser heitere Minuten. Freunden jüdischen Humors können wir den »Sehlemiel« wärmstens empfehlen. A.D. GoriOfl: Briefe aus Palästina. Schriften der >Arbeit«. Herausgegeben ron Hapoll Hazän, Welt-Verlag Berlin 1919. Briefkasten. Kaf t. Als zukünftiger Generalgouvtrneur von Palästina gilt Mr. Herbert Samuel. Ä. F. In antisemitischen Blättern und Flugblättern wird der »unabhängig«« Sozialist Liebknecht stets als Jude bezeichnet. Es fflul wiederholt festgestellt werden, dal Karl Liebknecht weder Jude ist noch war, auch 'nicht, ron Juden abstammt Er ist-Christ. L. 8. Bela Kün und Tibpr Sz.amu.ely,' die zwei Tyrannen, die zu den yerhalStesten Gestalten der ungarischen Gesehichte gehören, sind nicht, jüdischer Abstammung. Bela Kun stammt aus einer siebenbürgisehen Familie; sein Vater war Dorfnotar in Magyar-Nemegye. Tibor Szamuely war ursprünglich Mitarbeiter eimer klerikalen und christlichsozialen Korrespondenz; B. fl. in Hellescfcau. Oberrabbiner Dr. Freimann, der mit anderen angesehenen jüdischen Führern aus-Posen vom den Polen interniert worden war, ist auf Intervention der »Sehlaume, Emune Isroel« in Warschau und des Deputierten Halperh freigelassen worden. Berte. Gal. Die Mitteilung ist insofera wichtig, als während des deutschnationalea Parteitages vor den Türen der Philharmonie in Berlin Reklamezetteln verteilt wurden, 'in welchen eine deutsehmatiokale Firma ei» Prügelinstrument anpreist, das im Prinzip den) Gummiknüppel der englischen Polizei entspricht, aber in semer Wirkung moch viel furehtbafer, in seiner Handhabung einfacher ist. In der Reklame heiBt es, daß dieses Prügelinstrument für viele deutschnationale Männer und-Frauen von' großem Interesse sein dürfte. Probeexemplare stehen jederzeit zur Verfigunff, der Gummiknüppel wird nur an riatioHal gesinnte Männer und Frauen abgegeben. H. M. Das konnten wir nicht eruieren. Profit «. Deutsch, Cinclnatti. Wir erbitten von Ihnen Nachricht. " Heimkehreru. lud. Woiilfaiirtsinstitute erhalten gegen Bezahlung zum Selbstkostenpreis Eisenbetten, Wäsche und Decken. Auskünfte erteilt Herr Rabbiner Bela Fischer Dienstag,und Donnerstag zwischen 5 und .6 lÄr Isr. Seelsorge d Heilanstalten d. Landesvereines vom Boten Kreuz, Wien, II., Czerning. 4 (Gassenladen) Die Blüte unsr'es Glückes, unser innigst geliebtes, angebetetes," einziges Kind, das mit seinem schönen, reinen Wesen und seiner hervorragenden Intelligenz der Stolz "und die. Zierde unsrer Ehe war, ist nicht mehr. Ein herbes Schicksal hat es gewollt, daß unser Hans am 22. Juli 1919, im 11. Lebensjahre nach kurzem, schmerzhaftem Leiden in ein rätselhaftes und hoffentlich besseres Jenseits abberufen wurde; Heinrich und Tilde Sträufiler. Wien, IL, Lilienbrunngasse 7. Israelitische Kultus gemeinde Wien. Z: 2396 ex 19. Wien, 5: August 1919. 4 Ueber . Vorschlag, der. israel. Kultusgemeinde Wien werden für das Schuljahr 1919/20 seitens der vom n.-ö. Landesschulrate konzess. Musiklehranstalt Ludwig Liebig, zwei ganze und »in halber Freiplatz und von den vorm. fid. Horak'schen Musikschulen ein halber Freiplatz an Söhne und Töchter von in Wie» wohnhaften deutschösterreichischen Staatsangehörigen israel. Konfession verliehen. Die an den Vorstand der Kultusgemeinde zu richtenden Gesuche sind mit dem Geburtssehein, Armutszeugnis, letzten Schulzeugnis und Nachweis über die ' deutschösterr. Staatsangehörigkeit zu versehen. In dem Gesuche ist anzugeben,' auf welchem Gebiete die musikalische Ausbildung (Gesang, Klavier, Violine) angestrebt wird. , Xetzter Tag der Einreichungsfrist: 81. August 1919. Einreichstelle:. L, Seitenstettengasse'4,' II. Stock (Einrei- \chungsprotokoll). Verspätet eingereichte Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Der Vorstand ' der israel. Kultusgemeinde Wien. Die israel. Kultusgemeinde. Ung.-Hradisch sucht für die hohen Feiertage (Rosch-Haschono u. Jörn Kipur) einen geschulten, stimmbegabt. KANTOR, der die Abend- und Mussafgottesdienste zu versehen hat. Honorar K 1000.—. Dem Akzeptierten werden die Reisespesen zum Probevortrage vergütet. Offerte sind bis zum 25. August zu richten an den Vorstand der isr. Kultusgemeinde Ung.-Hradisch. Der Kultusvorsteher: Dr. Felber. Für die Gemeindesynagoge Hamburg wird ein in gesanglicher und musikalischer Beziehung erstklassiger gesucht. , Bewerberj;die sich ober.traditionell religiöse Lebensführung ausweise» können^ wollen sich unter Angabe^ihres Alters, Familienstandes, ihrer Gehaltsansprüche und. Einsendung von Zeugnisabschriften bis; zum' 10. August 1. J. wenden an Deutsch-Israelitischer Synagogen-Verband Hamburg 13, Bornplatz 8. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck \i, 1 . Beck & Sohn, Wien, VII.