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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-08-08 · 31 (8.8.1919) · p. Seite 403

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
31 (8.8.1919)
Date
1919-08-08
Page
Seite 403 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 31 Dr. BLGeH'S WOCHENSCHRIFT Seite JiGil0tö^ £>QU> Malier ausgebreitete 3>unfel 311 l^ten. S5ei biefer <5e* 'Iegenfyeit würbe mfy bie neuebierte Ausgabe bes „Slrud)" (^almiib.* Jßexifon), tjon Sft. £anbau, $rag, gehörig resenftert. * S^uh Ibeigjmnt bie nnrffttfye ^{ieä'arfj'eit fftapapoxfö. $>te <&f$icfjt3rVitil, roeldje fo lanjge rufyen mufjte, iurieber ein Sföann roie er fiidj. baran ftu madjen ma#te.. Balb barauf ^$rettete ftc^ ber fhi^im!8la#ajjöriL3! in bie meite'ften Greife. 5Dtic ibebeutenbjien ßeiitgiettofjien fteugjten fid) bör feiner Stittorifcat. tt>aren bieä in erfter meiste Jänner, ttrie <S. 5& ^atto, 3un&, SofpSttmanfri, feiger SOhinf fcbn fäbiföen, <£n#tfb £eli£fcf) «ant> ©efeniuS Won nidjtpbtfdjen ©ete^en. SiaS Tratte alber nidjt auf 'iftapaport in iiil&er^ebenbem ©inne igenrirft. S8i§ »ruf mcntgje .$u£ntffj!men roafyrte er immer eine etfjt iöbtfdje Sefdjeiberctyett nrM Ämut. SÄit bem jSßadjfen feiner ^.putartfcftt {rieft äudj bie ®orreft)onben& mit f^reunben itnb $efeljiten. 3f)r (2Bert ift hrt>$ ■nidjt gu nnterf^ä^en. £ro£bem mufete -fie niä>t tueni^' ftörenb iauf bte l&et einem. Spanne tute fltapapott unb feinen fo graft angelegten literarifidjen ßßfianen, fo nötige (Steiftet unb ©ebanfenfottaentratiion, ttrirfen. , tiefem .ßufilianbe ift & &wfy &u#ufd}reioen, baft ba£ genante SOcufter unb SÖMftermerf „Stufte*@djem" nid^t guftanbe fommen konnte! SBie finb ^nterefieaten unb §reunbe 1S^kW^orf§, barÄr un$elbulbig gemorben! £afr" lam bte Tiäftiige materiefte ^(^nfligfeit unb bte mfift* ifeligen $efdjiäfte \$kq>a#ox$f mt$t feine Ijfcfte $eit toer= Rauften, mv ein fingen ber 8idjfc,utt& Ahmtet* ^itsmä^te um >Jla^m^rt J^erum, ein ,8uftanb, ber Sfta- ^ort allmajjttcfy fauer mürbe unb in tfym bie Sjbee (aüftbmmen liefen, fidt). bpdj nad)' einer- -anberen S3e^ ftfyäftigung nm^ufe^ett,, ,ünb ^mar nad) einer folgen, bie i^m mefyr Äife &ur ^it^jiu^runig feiner litemrifdjen 'Sßli&ne tie&e. (£r Ibbmiül^te )iä> affo,' einen iStafroinerjröjfen in Qmt\0mib ober Ungarn au^finbig; $u matten.!3fiq^a|wrt ftanb bamafö' in feinem 40. fießen§;ia^re, pit '^erianreifenben Äber madjterc i^m ei6enfatl§ nid^t Wenig ©orfte. •Snbem eä mit bem McäBinat ferner ^ing> •b'erfucöte er im Safjice 1829 mit §itfe &täatto»> eine ^ßrofeffor^ fieUe in $abua am borttpen IDÖ^tnerfeminar %u er* Bangen, .allein aut^ :!o^ne jeben Erfolg. Sn^roif^en l&e^ arbeitete WUüpapoxt iafermaB igjriiiinbli^ ben ^ala^ifj^ •^aÖbinifd)en (Stoff, liefe Won ben b-2beutertben zeitige* nöffifäjen SDieiftem, barunter toon Säfcib Äiffauer, SSerfaffer ,bM „(Sfyüoot ^at", autorifieren. Stuf ein '^ofitiü'e§ liRefUltat mufete er a'ßer nid^t »eniiger al§ 10ei-- tere p^n ^a^re,.;atfo!&fö unigefiü^r 1839, märten. , (Srortf. folgt.) Literatur. Das Alte Testament der göttlichen OfFenbarung ia Auswahl erbauender Texte. Ausgewählt, nach Allipli aus der Vulgata -mit Barücksichtigung des hebräischen und griechischen Wortlautes übersetzt, mit Einführungen und Anmerkungen versehen von Dr. Simon W e b e r, Domkapitular uni"WirkI. Geistl. Rat zu Freiburg i. Br.. Taschenausgabe. KL 12°. (XL uad 524 S.) Freiburg i. Br. 1919, Herdarsche Verlagshandlung Mk. 3.40; geb. Mk. 460. Vorliegende Ausgabe des Alten Testamentes in Auswahl enthält mit wenigen Auslassungen das 1. Buch Moses, und aus den ' weiteren geschichtlichen Büchern die für die Entwicklung des jüdischen Volkes wichtigsten Abschnitte, .das ganze Buch Job, das ganze Buch der Psalmen, eine reiche. Auswahl aus dem'Buch der Sprichwörter, ferner fast das ganze Buch Tobias und eine Sammlung von Reden aus den Büchern der Propheten. Die mitgeteilten Erzählungen und »Reden sind alle vollständig im biblischen Wortlaut gegeben. Der. Entschluß, das Euch .der Psalmen und das Buch Job ganz mitzuteilen, hat dazu genötigt, von der Aufnahme von Bruchstücken aus anderen Büchern abzusehen. Für das Eindringen in den Geist der Schrift ist es sicher besser, so großartige Bücher wie Job und die Psalmen ganz zu kennen, als sie nur in Bruche stücken vorzuführen, um noch andere Bruchstücke neben sie zu stellen. Ein so herrliches Buch wie Job will als Ganzes wirken. An Stelle mannigfacher Bruchstücke aus den didaktischen Büchern tritt om zwpckmäligsten die reichere Auswahl aus dem Buch d*r Sprichwörter. Diese Art der Auswahl hat es möglich gemacht, wenigstens alle literarischen Formen des Alten Testamentes vorzuführen und das Großartigste aus den heiligen Büchern in seiher vollen Wirksamkeit aufzunehmen. D«-r Text ist auf Grund der rühmlichst bekannten üebersetzung von Allioli hergestellt, vielfach verbessert der lebenden Sprache genähert mit dem Bestreben, eine leicht lesbare Sprachform zu .gewinnen. Die Einführungen verbreiten sich über alle Bücher des Alten Testamentes. Die Anmerkungen suchen den Zusammenhang der Geschichte herzustellen, so daß die Ausgabe zugleich eine Gesamteinführung in das Alte Testament, wird. Wer für die Schule oderden Familientisch, als Begleiter wo immer hin eine geeignete, handliche Sammlung alttestamentlicher Texte wünscht, dem können wir diese empfehlen. >Ans dieser und jener Welt.« Jüdische Geschichten von Jizchok Leib Perez. R. Löwit Verlag, Wien und Berlin. Preis geb. Mk. 10.—, broschiert Mk. 7.- . Im Verlage R. Löwit, der das jüdische Publikum schon mit einer Reihe von Werken dieses großen jüdischen Erzählers bekanntgemacht hat, ist ein neuer Novellenband von Perez erschienen, eine Sammlung von Geschichten, Skizzen und Bildern aus der Welt des Ostens, die dem europäischen Verständnis noch nicht lange erschlossen ist. Der Zwiespalt osljüdischen Lebens, die innige Verknüpfung gottheiligender Pracht und armseligen Tagwerksdasein, die Inkongruenz von Enge und Unendlichkeit ist hier von einem Meister erschaut und in köstlichen Einzelfiguren lebendig geworden. Siegfried Schmitz bat die deutsche Uebertragung mit künstlerischem Verständnis besorgt. Die Ausstattung des Buches schließt sich jener der >Chassidischen Geschichtenc an. Inhalt und Form haben sich hier zu einem vollkommenen Produkt bester Buchkunst vereinigt. >Das neue Europa.« Internationale Monatsschrift.. Schweizer Druck- und Verlagshaus Zürich. — Jahresabonnement Fr. 10.—. ' Die bestbekannte Züricher Revue »Das neue Europa« (heraüsgegeben vou Dr. Paul Cohn) legt uns soeben, ihr neuestes Doppelheft (Nr. 0—6) auf den Tisch. Der leitende Aufsatz spricht von dem 1 nächsten Krieg«, der unvermeidlich ist, falls nicht ein Weg gefunden wh-d, der die unsinnigen Härten des Friedensvertrages ausschaltet und vor allem, der Deutschland dem Völkerbund einfügt. Auch der nächstfolgende Aufsatz von M. S'ztern übt an dem Versailler Frieden eine scharfe, aber gerechte Kritik. In tiefsinnigen Ausführungen über die sogenannte »Schuldfrage« ergeht sich Dr. Otto Koester. — Höchst beachtenswert sind die finanziellen Vorschläge, die Dr. Emil Berg er zur Bekämpfung der österreichischen Banknoteninflation vorbringt. F. W. Engelhorn legt die Gefahren dar, die sich für die Weltwirtschaft aua dem jetzigen Friedensvertrag ergeben und sucht die Richtlinien zu zeichnen, wie diesen zahlreichen Gefahren begegnet'werden könnte. Die Rettung erblickt der Verfasser einzig in der Monopolisation der Weltproduktion' mittels einer »Völkermarktbör<se«. Nicht unerwähnt möchten wir auch die geistvolle biographische Reminiszenz lassen, die Emil Ludwig dem kürzlich verstorbenen, ehemaligen österreichischen Ministerpräsidenten Ernest von Körber gewidmet hat. Hermann Blnmanthal, Polnische Judenges&hicht e n. M. Hickl Verlag, Wien—Brünn 191». Der Hickl-Verlag bietet uns wieder . eine sympathische Erzählungssammlung aus der Feder des bekannten Schriftstellers Blumenthal. Einige Stücke aus dieser Sammlung sind uns schon von früher her bekannt. Es sind dies so zu nennende Momentaufnahmen aus dem jüdischen Leben des Ostens, berechnet für den Westler, der die Fülle jüdischen Lebens, wie es sich in den Werken der Meister der neujüdiseben Belletristik, wie Men* dele, Asch, Scholem Alechem etc., auftut, nicht ganz zu fassen vermag. Durch diese kleinen epischen Stücke wird er aber in diese ihm noch immer fremde Welt eingeführt, Also ziehen auch aus diesen einzelnen Blättern vor unseren Augen vorbei Partien aus dem Leben des Judengros im Osten, in älterer und neuerer Zeit, wie es teilweise weltenfremd, sonst aber go(igeweiht ist und ganz vorteilhaft absticht von dem, was man >Europäismus« und »Modernismus« zu nennen pflegt. Je mehr wir in dem zeitgenössischen europäischen Babel stecken, empfinden ' wir eineum so größere- Sehnsucht nach dieser im Verschwinden begriffenen jüdischen Welt; mit dem einstigen Sabbat, mit der einstigen Thora und sonstigen allgemeinen

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