Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 23 (13.6.1919)
- Date
- 1919-06-13
- Page
- Seite 354 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 370 .Dr. MoihH Wochenschrift" Nr. 23 Lew i n wird dadurch der lichen SpnUmeisters Simon / Dum man s. Wen-MariMlf. Die diesjährige niation findet -am SonntaA den 15. vormittzagtz, im. Tempel, 6, des unvergeß- A.. Miadchenkonfir- 1/^12 Uhr 3, Junr, Aich, wurden die einiuenten Sänger mit stürmischen Jubel ausgezeichnet. ' Der Humor war glänzend vertreten durch-poetische Gaben des/ Herr:: Dr. Robert Weil (Homunkulus) und durch die humoristische Plauderei Prof. Ed. Naschers, welcher die Akademie ergänzend- und von allgemeinen Beifall belohnt, abschlossen. Das Erträgnis des überaus leb- - hast/besuchten Konzertes fließt den unter dem' Protektorat , der durch ihre humanitäre Beftrebm^gLU-bestbekannte Frau.Dr. Henriette Weiß stehenden humanitären Institutionen zu. Wien. (Generalversammlung!.) Die Angsstellterwrganisalion der Wiener Tempel- und Bethäusvereine in Wien Hält ihre konstituierende Generulver-- ^ammluW um DjonneMM, den 19. Juni l. I.- um/ZzlO Uhr vormitttlW, im kleinen Saale des niederösterreichD. schen Mewepbevereines', 1. Bezirk,. Eschenbächgasse 11,. M Die Angestellten aller' Tempel und Bethausvereine werden in ihrem Interesse ersucht, recht zahlreich M erscheinen. ___ UntevbrinWntz von Wrschxn Kindern wahrend her Kommermomtte. Wie in den letzten Jahren, so sollen auch in diesem Jahre im Einvernehmen mit den hiefstr in Betracht kommenden Faktoren indische Kinder während des Sommers in Ferienkolonien unterAOrjacht werden. FAr die UnterbrinWNU der 'Kinder kommen in Betracht: ein Heim in Mars, die von den Vereinen „Frauenhort" und. „Philanthropia" Kur Verfügiung gestellten Heime Ln Seidenstem, VeM. Laintz, ferner, für eine kleinere AnZcchl von Kindern verschiedene in der Kiähe Wiensbefindliche Heime, die alljährlich während LG Sommers Kinder aufnehmen: Mit der Durchführung der .. Aktion wird dB Kinderfürsorgeamt der israelitischen Kultusgemeinde Wien betraut. ___ LjaD 25Mrige AmtsjudilÄum des ÄWbiners Dr. H. E. Kaustnanu aM Virovitica, . Am- 7. Juni dieses Jahres sollte Se. Ehrwürden .HiM^MMmer.Dr. H. E. Kaufmann sein 25jähriges AurLsfiMfäum feiern. Um jedoch den ihm zugedachten Ehruntzen tzu entgehen, brachte per Jubilar bffe diesjährige Wochenfest in Wien zu. So der Postverkehr mit Jugoslawien geöffnet wird, werden wir in der Lage sein, die Verdienste des' Jübilärs in unserem Blatte zu feiern und das Wirken des Herrn Rabbiners Dir. Kaufmann als Wbbiner, Schriftsteller und Zionist ausführlicher zu sprechen. Seminar für jüdisches Recht. Sonntag, den 16. Juni 1919, lirMr vormittags, spricht Dr. N. Go Id stein über „Ehefähigkeit und Ehchrnderuiffe". Ort:!X:, Türkenstraße 9, 3. Stiege. Kinder-Sömmerfest. Der Verein „Jüdische Kmdersteunde" veranstaltet am Dienstag, den 17. Juni 1919, um 6 Uhr nachmittags, im großen Konzerthaussaah M., Lothringerstraße, ein großes K i n d e r - S o m m e r f e st. Eiwiuusgewähltes' Programm wird, wie immer, so auchdiesmal für die Urttechältuug.der Kinder: Sorge tragen. 7 Karten zum Preise' von 2—10 Kwven erhalttich in der Buchhandlung 7 R. Löwit, I., Roteuturmstratze Nr. 22, und. in der^Verkaufsstelle der „Morgenzeitung". II., Schmelzgaffe. Mit Rücksicht auf die kurze Zeit d s Vorverkaufes Wird die baldige Besorgung der Eintrittskarten nahegelegt. KÄ«zept-AKt-ernik Eme inallen Teilen güuugene Akadeune in dem herrlichen Parke des'. EthÄungshrimes in Mauer (Leitung: Dr. Josef Liebers und Frl. Mizzi Jagenbrein) unter dem bewährten Arrangement des Herrn Max Schwager füllte am 9. d. M. die, vielen Parkanlagen des mustergültigen Heims. Den musikalischen Teil feilte in künstlerischer DaMetung >' die^BivlinLnstlerin - Frl. Erna H audek, ckrefflich vom dramattscheu Schriftsteller Herrn Oskar-Bendiener am Klavier be- Llyvch bfi> dea gesanglichen - mit übergroßem Beifall ausgenvmmenen P«t stMenmusgPeichnet die Frau Opunsängerin Elsa Reis-Weiß-. bergM die bekannten Opernsänger Max. /Heitner,. Mich. Striks Tenor, -und' -der Bäritvnist Hermann Reich in Solo - und iir Duetten M«Ane -SchWäger am Klavier begleit-i) -ans ' Amlkttte aus dem Jüdentum. Vom i. .bis 7. Juni. Klein Margarete, Schauspielerin, geb, 14. März 1890 in Miskolcz, Salzburg. Köuyi Hugo» Bankdirektor, geb: 20. Jänner 1876 in Budapest, Kaiserin Zita-Ring, Hotel Grand. Merten geb. Culp Julia Bertha. Konzertsängerin, geb 6. Oktober 1880 in Gromrngen, l., Kaiserin Zita-Ring, Hotel Bristol. Reindler Mihi, ceb. 24. Jänner 1893 in Vieh osen, VII., Seidengasse 39 v. R-zsa Risa, geb. L9. Juni 1890 in Wien, III., Pfefferhofgasse 6. Schauer H-nriette, Reisende, geb. 13 Juni 1896 in Wien, XVI., Wichtelgasse 37. Schöu Paula, Beamtin, geb. 30.. Februar 1894 in Wien, XVI., Wattgaffe 18. " TauSz Friederike, geb.^19. Februar 1903 in Wien, XIII., .Goldschlagstraße 140. Trierer Edgar, Textiltechniker, geb. 14.'Juni 1892 in Karlsbad, Xlll., Fenzlgasse 33. Wgllack Johanna, geb. 1681 in Nikolsburg, Groß-Enzersdorf. Eintritte in das Judentum. Vom 31. Mai bis 7. Juni 1919. Eazmanu Maria Jofefir, Private in Stramberg, geb. 30. Dezember. 1894 in Gurschdorf. Schönwetter Moritz, Mechaniker, Wien, V., Siebenbrunnengasse 56, geb. 13. August 1895 in Wien. (Rücktritt.) Tabakiu Peie Riwe, Schneiderin in Wien/ XX., Treustraße 38, geb. angebl. 3. Jänner 1898 in Friedrichsfeld. (Mcktritt.) . Es mar n«s rm gui»e.*) Dem jungen Gutsherrn war es längst aufgefallen, baff der große Martin, der polnische Diener des Hauses, . obschon Katholik, dennoch an Freitagabenden, ganz besonders^aber am jüdischen Versöhnungsfeste, im feiertäglichen Schnürrock, blanken Halbstiefeln und die viereckige Mütze auf dem Kopfe den jüdischen Friedhof besuchte und nach kurzem Gebet, wie in Erinnerung versunken, heimkehrte. Eines Tages fragte er den 'Alten nach der Bedeutung dieses Besuches. ,Dünger Herr," antwortete der Greis- „ich bete M einen guten Mann, der dort schläft.KommhManie (Herr), an seinem Grabe-werde ich euch alles Mitteilen." Am schmucklosest Grabe des öden Friedhofes begann der Alte zu erzählen: „Den Namen des Mannes kann ich auf diesem Steine zwar nicht lesen, doch mit unvergänglicher Schrift ist sein Andenken in meine Seele gegraben. Er hieß Rüben und - war nur ein. jüdischer Handelsmann. Es war dpmäls, als wir Molen hofften, uns noch einmal von dem fremden Jochefrei machen und unter dem Schutze des geliebten weißen Adlers selbst unsere Geschicke leiten» zu können.- Wir unterlägen, obgleich wir wie die Löwen kämpften. Unsere-Sensen vermochten zu wenig gegen die La.nzen, und bald war der^.OLßl^MeiL'pWpuB niedergestochen oder^gefängengenoMmeN:- Mir. gelang es,- zü enWehen.' Nunwar aber der Schulze meines -Dorfes,-' einerst vor kurzer Zeit dort .eingewanderter Russe, mit den Kosaken geritten. Er . hatte mich erkannt, und das war mein Verderben. Ich tvrte zwei. Tage im Wstlde umher, da ich fürchtete, bei der Heimkehr gefaßt zu werden, doch fand ich/ keinen ' *) M. Gropp erzählt in der „Freis. -Ztg." eine -sehr intrr- Mante wahre Eefchichle aus- Polen,- die wir hier auszüglich Mitteilens. ' . ' . - s '; '