Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 19 (16.5.1919)
- Date
- 1919-05-16
- Page
- Seite 290 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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ä . „Dk. Wchtz^s WöHmWift" 9k. 19 €d»ättzgtt Ernst '0*fnit1, ftüd. ined., geb. 22. Oktober 1893 \ jm Wien, 1. Bezirk, Franz Josefskail, ' - * . P«r, «eb.; 15. Mni 1888 in Wien, 6; Bezirk, ... Liniengasse 18. Sisgtc Artur, Kellner, geb. 25.^, Juni 1897 in Wien, 3. Bezirk, ^".GHtckeMchsse 19. St^Mach Gisela, geb. 14. April 1905 in Wien, 21. Bezirk. WMMttelstratze 7. Steinet Friedrich, Student, geb. 7. August 1897 in Wien. 13. Dtzirk,. Wattmanngass« 25. . ' ADely Bel«, Direktor, geb. 13. Januar 1868. in Neusatz-?19. Bezirk Wmanistratze 2.^ . , Babusz GustLM, Apotheker, geb. 3; August 1891 in Nagyoarad, 3. Bezirk, Marokkanergasse 2^. Wetz Llldnig, Privatbeamter, geb. 15. März 1693 in Wien, .15. Bezirk, Hütteldorferstratze 26. Zow« -Friedrich, stud. phils., geb. 31. Mai 1895 in Wien. 1. Bezirk, Ädlergasse 4. . . ’ * # * " ■ Neustadtk. Laut Zuschrift der Bezirkshauptmannschast Scheibbs vom 10. April 1919, Z 465/ä, ist Herr Landesgerichtsrat Leopold Lang in Eaming, am 9. Oktober 1835 in Neustadt! geboren, aus dem Judentum au^etreten. _ - . - Gbensthitz: Sonntag, den 4. Mai t I. fand im Sitzungssaale des jüdischen Votksgemeindehauses eine zahlreich besuchte Bersanrmlung der Hiesigen Judenschast statt. Herr Dr. Theodor H-aas -aus Brünn beleuchtete in einer 'schwungvollen, grogangekegten Rede die Ziele der 'Organisation des Nätionaljudentums und seine Rede klang in der Aufforderung, zahlreich der in Eibenfchitz zu gründenden nationaljüdischen Vereinigung beizutreten, aus. Den Vorsitz führte S. E. Herr Rabbiner Dr. Hermann Handk.und appellierte derselbe in demselben Sinne gg. die Teilnehmer und schloß mit Dankesworten an den Referenten die Versammlung. Anschließend fand die Konstituierung des provisorischen, jüdischen Ortsvölksrates statt, bei welcher Kultusvorsteher Herr Gustav Neubauer - Samek zum Obmann gewählt wurde. BerÄn. Die ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, die ursprünglich für Pfingsten diesesJcchressovrgesehentoär, -st Mit Rücksicht aushir zu erwartenden GnschLänbrü^en des EisenblWverkehres um' eine Woche Hevlegt maibttt und findet nunmehr endgültig anr 15. und 16. Juni 19Z.9 statt. Die Tagung wird in B e r I i n > abgehalten Werdens.. Die Delegiertentagung wird mit einer Gedenkfeier für die im Kü^e gefallenen Verbanösmitglieder -eingeleitet. Die weitere Tagesordnung ist, wie folgt, festgesetzt: -Sonntag, den 15. Iuni 1919: 1. Bericht des Verbandsvvrfitzenden. 2. Generaldebatte ^insbesondere Ausspräche über Neutralität, Kongretz, Palästinapage Md über die besonderen Ausgaben der jüdischen Jugend beim ~Wiederaufbau Deutschlands). — Montag, den 16. Juni 1919: . ' Referate über: 1. „Wie fördern wir tzen religiösen Sinn der Mdischen Jugend?" . 2. „Frühehe, Mischehe, serual- «Wche Fragen und. die ssoziale Umschichtung der Jugend im neuen Deutschland." 3. „Die Bekämpfung des" Antisemitismus." 4. Satzungsänderung«!. 5. Festsetzung des Verbandsbeiträges. O. .. Mchlen. 7. Anträge. 8. -Verschiedenes. Me P««ier ««lex römischer Herrschaft. Bon Matthias Mieses. IV. ' > ' Zur Punierlande selbst waren auch die Juden als -ahlreich vertreten. Wenn auch in der ferwen' Berber«, ebenso wie in .Sarmatien nur vereinzelte Bekenner des MoWsMüs MeMdLW Diaspora erstreckte sich schon zu Beginn MWäWchm Äera?Aberdas gesamte Mstengebiet-Nordafrrkas, spchiell grotz waren die Ansie-dlungen der Juden «Mt NA uiü» in Kyrenaika?) Die große Menge der Judenschast in Karthago betzAlgt vor allem die Größe der jüdischest Nekropole ' st MikthäRabbakhi V. . . . ' ' - M. Siachmut: Die Juden in Nordafrika ln Ms. für Geschichte ündW'ffenschaft des>AndentnniZ, I,, 22. ' ' dortselbst. wo etwa 1600 Personen begraben sein dürsten, ebenso, die sticht wenigen Inschriften, wie auch die Synagogenruinen fn Karthago und lltica?) Die Juden der Africa propria standen gerade, wie ihre heidnischen, punischen Landsleutein lebhaften Beziehungen zu "der' palästinensischen Metropole.- Rabbi Akiba, der berühmte geistige Urheber des Barkochbaaufstandes, der Geistesheros, der die letzte große Auflehsnung Israels gegen politische Knechtung, gegen fremdländische Uebermacht mit dem strahlenden Glorienschein des Messianismus, gusststttete, eine der angesehensten Autoritäten 'der alten ' rabbinischen Literatur, reiste nach Afrikas) wahrscheinlich um mit dessen jüdischer Bevölke- . rung in. Kontakt zu kommen und dort eine .ähnliche Erhebung heroorzurufen, wie sie um jene Zeit auch im nachbarlichen Kyrenaika stattfand. Die Juden des" römischen Karthago beteiligten sich Luch literarisch am geistigen Leben des asiatischen Judentums. Die beiden Talmüde erwähnen mehrere jüdische Gelehrte des dritten und vierten Jahrhundertsals.deren.Ursprungsort Karthago >. angegeben wird. Rabbi Jizchak aus Karthagos) Rabbi Chanan aus Karthago?) Rabbi §hma aus Karthago?) Rabbi abbaan aus Karthago?) usw. Die Juden^ des. Pumerlandes 'bildeten eine Fortsetzung der ägyptischen kyrenaischen Judenheit, sprachen daher zweifellos zumeist nicht ihre semitische.Heimatsprache, nur griechisch. Die von ihnen hinterlassenen Inschriften sind in der überwiegenden Mehrzahl. in der Sprache Helsas' abgefaßt. Doch gleitete das semitische' Milieu, das Ur Verbindungen mit dem Jordanland sorgte, auch, in sprachlicher Beziehungen,, an den über hellenistische Ländereien gekotn^menen Hebräern nicht ganz spurlos hinweg. Dies beengen sowohl die in aramäischer Sprache tätigen Rabbinen des palästinensischen Talmud-- kreises, wie aucheiniges epigraphisches . Materials. dtzß„ in hebräisch er und aratnäischer Spräche beschrieben,' unter den TrAmMern -Karthagos gefunden wurde?) . .Der Verkehr zwischen den ehemaligen palästinensischen Landesgenössen in der nordasstikanischen neuen Heimat dürfte ein r^ht herzlicher Gewesen, sein. Jüdisches Wesen, mdsaische..Glaubensmeinungen und Vorstellungen fanden beim!' punischen Volke der Römerzeit auffallend... rasch Anhänger. ' , : Tertullfan berichtet, daß die Einwohner der Provinz Afrika den Sabbat, die jüdischen Fast- und,Festtage sowie die Speisegesetze r^ipieren?) Der römische-Kaiser Alerander .SeveruS, der pu-' nischen Ursprungs war, verehrte die Statuen von Abraham, Moses mtb' Christus. Alexander- Severus pflegte den vom großen jüdischen Rabbi, dem Schulhaupte Hillel, der kurz vor Beginn der üblichen Äera lebte, als Hauptthese der jüdischen Religion aufgestellten und speziell Proselyten gegenüber propagierten Gründsatz: „Mas'dir nicht lieb, tu nicht anderen",^) bei jedw Zurechtweisung zu gebrauchen-^) Alexander Severus dürfte wohl mit' jenem römischen Kaiser Antoninus identisch sein, der nach rabbrnischer Sage mit Juda dem Fürsten — dem Kodifikgtor des Mischna — befreundet gewesen sein und sogar im geheimen sich, zum Judentum bekannt haben W.12) Bei einem Punier, der dazu in Syrien erzogen wurde, ist eine grundsätzliche Hinneigung zum . _ * 3 4 * * 7 8) fauUJoiiceauj: 'Les colonies Juives dans TÄfrique xomaine Revue d’eludes ptives, XLIV, 4. 4) Rosch-Haschana 26 a. . Brach oth 29 a. ' . . ' °) Kthüboth 27 d. : ~ . 7) Jerusch. Prachoth IV 3. 8) Rachmut ib 31, 55. - .*) TertMianus: Ad natianes 18. -°) Sabbat' 30. - ' '; .. . ' ' ' . 1X) Historia Augusta :. Alexander - Severus, 65; . : > V' ") Abödä Sara 10 b.