Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 18 (9.5.1919)
- Date
- 1919-05-09
- Page
- Seite 276 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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„D-r. Bkoch's Wochenschrift" Nr. 18 Woch«, die Gtrnhlentze. Roman in zwei Bänden von <?. von Adkersfeld-Wallestrem. Preis geheftet 12 Mark, 'gebunden 14 Mark. R. v. Deckers Verlag, Berlin. — Dj'ljeKd neunte Roman der beliebten und vielgelesenen Autorin behandelt nach Wahrer Begebenheit die Ee^hichte einer Dame aus hohm Gesellschaftskreisen, die in ihrem. Ehvzetz, um 'Fürstin zu werden, zu verbrecherischen Handlungen verleitet wird. Wie sie ihre Taten verdeckt und wie im GegenMiel diese sich enthüllen, wird in höchst Wannender Meise entwickelt. Dabei komMjen all die glänzenden Eigenschaften, die Eufemia von Ädlersfeld-Ballestrem auszeichnen, zu vollster Entftltung: Getreue Schilderung des Lebens der hohen Gesellschaft, straffe und spannende Handlung, Humor, Geist, Gemüt ' und vornehme Denkungswrise. .'7 i ' Der Born-Indes. Zweiter und dritter.Band, Leipzigs Znsel-Balag. Bin Gorion (Beditschewsli) beschenkt uns in ^.diesen Banden mit einer solchen" Fülle hagadischer Schätze, .daß wir Gm und deM Verleger nicht dankbar genug sein können. Daß der Kreis der Haggada überschritten und auch aus anderen, selbst nichtjüdischen Quellen geschöpft wird, gereicht der Sammlung nur zum Vorteil Aufschlußreich sind schon die Kapitelüberschriften: Weise und.Leherer, Gon den zchn Geboten, Diesseits und ßenseitz (darunter Sühne und L^hn. Vom Boten des Todes u. m.), Elias-Eeschichten,. Biblische ' Mären (Dom Propheten Mose, Dom weisen König Salomo),. Von Merander, Hellas und Rom (Aristoteles Bekehrung ufw., Pythaforas, SoKates, Plato^ Virgil, Lykurgos, Medea) u. a. mk. )iese Ileberschristen lassen erraten, daß hier bisher noch wenig oder gar nicht ausgebeutete Quellen benützt worden.sind. Diese Bändchen werden sich'rasch im jüdischen Hause Heimatsrrcht er- . Werben. Wmal' der Verlag fie^ in ein prächtiges Gewand gekleidet, hinaussendet. - leichtfatzlicher Weise. Zahlreiche Tabellen, dtber 206 Textabbildungen, farbig«. Beilagen, SchristensämMlungen^ sowie durchgerechnete Üebungsbeispiele ergänzen den reichbelehrenden Tert. Ein solches Lehrbuch mutzte kommen, und empfehlen wir seinen Erwerb gerne den lausenden von technischen Werkleuten, den' Kriegsteilnehmern im Felde, den Hilfsdienstpflichtigen mrd allen technischen Anfängern und Leuten,, die sich gediegenes technisches Missen aneignen Mollen. '?- 1 -■ ( Einen offenen Brief an HE Justizrat Fuchs richtet C. Z. Klötzel in dem eben erschienenen Heft 16 der Wochenschrift „Volt und Land" (Weltverlag,-Berlin, NW. 7, Dorotheenstratze 35—36; 6 Mark vierteljährlich), unter Hinweis auf den bekannten Artikel „Was nun?"/ den Justizrät. Fuchs /Im Deutschen Reich", sowie in den „Neuen jüdischen ^Monatsheften" veröffentlicht hat und spricht ,darin von der 'Notwendigkeit, datz auch die. nichtziöuistischen Kreie des deutschen Judentums praktische Palästina-Arbeit leisten und richtet ,an Herrn Justizrat Fuchs, als Pinen Führer des deutschen Judentums, die Aufforderung, das 'Signal hierzu zu geben.' — Ueber marimaliftisches und minimalistisches Kolonisaiionsprogramm referiert Ernst H e rM a n n. Aus dem weiteren Inhalt: Karpin: Die Unterbringung der Palästina-Einwanderer. — A. D i dar: Bodenreform und Jobelgesetz. — Unter den Stimmen des .Auslandes dürste die Uebersetzung eines Kapitels aus dem Buche: »1.» Syrie d* da» ein* besonderes Interesse finden, da es die Quelle der Mißstimmung aufweist, welche in. manchen. annerionistischen' Kreisen Frankreichs herrscht. — Preis des EinzeGestes —(60 Mark.! ilM Hemy Vergfon, Das Lachen, Jena 1914, Eugen Diederichs. In vortrefflicher Uebersetzung und der glänzenden Ausstattung, die wir bei Diederichs gewohnt.sind, wird Mer dem des Fra-lzSsischen nicht Mächtigen Bergsons geistsprühende Studien »l.» rir»« geboten. Das Komische erkennt B.. als eine Folge des ihm zugrunde liegenden Automatischen oder Starren. Jede Erstarrung des Eharakters, des Verstandes und!felbst des Körpers--ist ein Zeichen nachlastender Lebenssaft, die sich am Ende isolieren, von dem gemeinsamen Mittelpunkt der'Gesellschaft loslösen, erzentrisch Werden will. Die Gesellschaft wendet sich dagegen durch eine soziale Gkste. und das Lachen. Alles, was unser Körper tuij ist in dem Matze .komisch, als er uns an einen bloßen Mechanismus erinnert. Zur Bestätigung dieser Thesen führt uns . B. durch eine Welt von Witz pnd Humor, um tzu dem Ergebnis zu gelangen : das Lachen «MM eine nützliche Funktion, indem es die Störungen des Gleichgewichtes der Gesellschaft notiert. Es braucht nicht immer aus gut« Gesinnung zu kommen, steht aber im Dienste des Enten. > GullieeesRejfev. Von Jonathan Swifts Ungekürzte Ausgabe. Uebersetzung von Fritz Thurow, Berlin, Erich Reiß Verlag 1916. — Diese, fir den Feldpostorrsänd gLdachts Ausgab» zeichnet sich durch Gr handliches Format,- Gr vvHügliches Papier und den'klaren Druck aus. .. - , A. I. u. Austria mrra — Das neue Oesterreich Bon X. P. Zet. Wien 1919. Verlag: Buchhandlung pnd Zeitungsbüreau Hermann GoldschmiedtE. m^ b. H., Wien, 1. Bezirk« - Wollzeile 11. — <Sn BrW der den ZufamMenHrstch . OefterreichUngarns schildert, dessen Schreiber «füllt ist mit den Heften Hoffnungen für Oesterreichs Zukunft. MsndSogen. Typen und Bilder aus. Men. -1912—1916. Don.Merander Salkind. Verlegt bei Hpgo Heller, Leipzig mrd Wien, 1918. —, Gesammelte Feuilletons des bekannten Wiener Schriftstellers aus Frieden und Krieg, die unsere Wiener treffend charakterisieren. *__ Taschenbuch für Biichttftennde. Fünft, Folge, herausgegeben vyn Mdolf Ereinz. Vttlag L. S1 ackmann, Leipzig, 1918. Mit Beitr^en von Bartub, E nst, Ereinz, Hachrn's, HLchlLänm. Rosegg«^ Sirobl. ' „Technisches Praktikum." Ein Hilfs- und Lehrbuch für den technischen Beruf. „ Don Obexingenieur zA. Ho ck. Zwei Bände. 7. Auflage. Preis 15 Mark. (Verlag Otto . Heim. Hörisch Dresden.) — Endlich ein Buch der Technik, nicht für Diplöm^- ingenieure und auch nicht zur -Unterhaltung für Laien geschrieben^ sondern: Gin Helfer und Führer für solche, die als Zeichner, Zeichnerinnen, Techniker^ Werkführer und sonstige , technische Beamte rijne HochschuMldung ihr Brot perdienen wollen! Wie dürstet der Kerne technische Angestelltenach Belehrung, wie dringend .notwendig ist Gm eine technische Schulung, Ein Zeichner, der keine technische Berechnung kennt, bleibt ein Automat.- Ein '.Techniker muh außer technischem Zeichnen auch die Änfangsgründe von Mathematik, Geometrie, Perspektive,. Mechanik, Maschinenlehre, "Statik, Festigkütskhie, Wärmetechnik (Kessel, Dampstnaschinen), ..Elektrottdflm, Materialkunde, Ehemie ufw. beherrschen —< und dies alles «nd noch mchr lehrt dieses vorzüglich geschriebene Werk in denkbar K. F^ Zur Abstammung Lenins erwähnt Zjawlowski jn seinem Buche „Die. Bolschewisten"^ dem Dokumente der ehemaligen - Detektivabteilung zugrunde liegen, datz sich in der genannten-Abteilung von Lenin selbst niedergeschriebene Angaben über .Lebenslauf und Familienverhältnisse befänden. Aus ihnen — die Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1697 — geht hervor, datz Lenins Mutter zu der Zeit ein Gut im Eouvemement Kasan besaß. In der vom allrussischen Zentral-Erekutivkomitee heräusgegebenen „Kurzen Biographie Lenins" wird erwähnt, datz sein Väter Volksschuldirektor war. Lenin gehört also zu den.Nichtjuden unter den höheren Kommissaren der russischen Volksrepublik. ■ Philipp H., KorneuburK. Aeber hie Vorgänge Lei der Mazgothvexteilung sind. wir - nicht genauer informierL als jeder andere Zeitungsleser. Das Mehl kam aus der Schweiz und mutzte mit Schweizer Valuta bezahlt werden; deswegen kann 'man den Preis des einheimischen Mehles von 6.40 K.. nicht zum Vergleich heranziehen. Die Mazzoth, die im Schleichhandel verkauft wurden, kamen aus Ungarn und aus der Tschecho-Slowakei geschmuggelt, und waren nicht von der israelitischen Kultusgemeinde IgelieferL^ — Ihre andere Beschwerde können Sie bloß in einer MLHlervttsammlung anbringen. — Eine Anklage gegen Landesrat [S t u r m ist nach den Gesetzen einer Republik schwer durchführbar. Abel Rappaport-Slrffttttg für SÄldiemtv«. Altzahl der Plätze: Einer im Betrage von 1100. K. Dewerbungsberechtigt find: »/Bedürftige, sittliche und fleißig» Studierende jüdischer Konfession aus .Gakatz, welch» Kn Ltziett an einem Oder-Gymnasium oder einer Ober-Realschul«, oder an der Universität, oder an der Technischen Hochschule, oder an der Handelsakademie, den Studien obliegen. ' > i b) In Ermangelung solcher Studierender.äus Ealatz: Sonstige Studierende der Universität m Wien, welche ihre Bedürftigkeit, sittliche Unbescholtenheit und besonders entsprechende wissenschaftliche Verwendung und geistige Befähigung auszuweisen vermögen. , . . Gtsnchsbeikagen: Geburtsschein, Nachweis der Zuständigkeit, Armutszeugnis, Studrenzeugnisse. iLetzter Tag der Eimeichungsftjst: 15. Mai1919. Einreichstette: 1.' Bezirk, Sritenstettengasse 4, 2» Stock (Ehlreichungsprotokoll). - > Behufs Verheiratung meiner .Nichte, einem hübschen, klugen Mädchen, Mitte der zwanziger Jahre, möchtemit einem intelligenteBj jüdischen Kaufmanne oder Beamten in Beziehungen treten. Als Mitgift stelle 16.100 bis 20.000 K, eventuell auch mehr, zur Verfügung. Tüchtigen Bewerbern der, Weinbranche wäre eventuell Gelegenheit zur Beteiligung an einem gutgehenden Flaschenweingeschäfte geboten. Vermittler werden gut henoriert —Zuschriften per Adresse: Goldborger, Wien, XI., Simmeiinger Hauptstraße Nr. 54. 0 0 0 0 0 o 0 0 o e 0 o e 0 0 Herausgeber und anrwertl cher Neda ltn r: Tr. Josef S. Bloch. — Druck den & Beck än Gehn, Wien, VH.