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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-05-09 · 18 (9.5.1919) · p. Seite 274

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
18 (9.5.1919)
Date
1919-05-09
Page
Seite 274 (sequence 14)
Language
German
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Mm MatHias Mi eses. M. (Fortsetzung.) unter römischer %,it VvrstÜlnrrg der Juden vom idealen RechLsempfinden der Punier motzen allerdicktzs zum-Teil nicht bloß in sprachlichen Sympachien gewNMlt Haben. Er schein', daß sich Hier manches Dcho eÄKs verblaßtenMythus Leimiischtk^ der M und ffstr sich ursprünglich mir dcM Prmiertum nichts gemetzr Hat^. Me AeWpter sahen im - äußersten Westen das Paradies. Die Griechen erzählten von den elysischen Gefilden^), von den Inseln der Glückseligen, die sich hinter hem afrikanischen Westen- Lefinden.n) Ans hem Ansenchalte der. gerechtes Wg^ schiedLnen, Mstaltete sich.' dchm> auch Lei den Griechen» dP Sage von einem westafrikanischen Wand^ dessen irdische, lebende, diesseitige BövölkerMtz! einen besonderen GerM-- LWeitssimr an.den Dag 1«A. Herodot LerWLt von einemnordafriLunschen Bolksftamme, dessen Angehörige niemals betrugen. Derselbe wohnt nach ihm weit wesdlich von Len Karchedoniern/gcir Mrthaginiensern). im lyrischen Lande, jenseits der Fäulen Herakles.^2)! - Das panische Nordafrifr gab dem Mischen VE? auch Stoff Wr Sagen ab. N^hrmals wird im Talmud und Midrasch Mitteilung, die dann auch duvch MisMn Einsiuß Lei den Puniern seWst Eingang stnck> gebrachit, - ^ß die Stammväter der Punier vor dem Einzug 5% Mden unter Josua nach: Palästina aus gutem Willen! Und eigener Initiative Palästina verließen und-nach NordasrrVa auswanderten.^3) Der Ursprung der Punier soMe ' Mch ikt Mischen in dem Giraaschi dLs sein,^ was sonst in "der NichHWiWrn Lite-' rätrsr nirgends erwähnt wird. Als Eigennam-e kommt in einer pmnschen Anschrift vor.^^ MePnuier, die ehemals in Palästina ansässig waxen , solüen Ansprüche auf den Besitz dies Fudenland-eZ gehabt LschMMaNjirWhlte sich Hg-M inPalästma: Die Afrikaner (Wmier) waren zu Alexander dem Großen gekommen, nrch MtLn die Krden Hvegrn de^ RwuLeß! Hves Ursprünge sichen Heimatlands^ verklagt. 15) . .. - Die .HeMrnft der Punier aus dem vorisraelitischrn Prlästina, der Fortbestandeiiur Spielart des HÄräischen in der asiMnischen Provinz führte in Mrabbinischex Zeit Ä: manchen Kreisen zur Meinungdie Bevölkerung VorLasrikas, be& Pnnrerlandes, wäre -überhaupt eine rWig israäitische, schaue auf -einen reinen hebvLisckrtt Wprnng Wrück, bilde die Nachkommenschaft der verloren gegangenen zehn Stamme.^) In Alexandrien tvüDe LrzahÜ, Diodoros der Mwe JuLas tfnt Maurin raniLN, auf dessen Hofe pnnisch gesprochen wunde, wäre v on HeraNes mit einer Enkelin Abrahams gezeugt wor-- i ^Änch das' Mische Märchen LemächtiM sich NordaMW: Man zerlegte zuweüen Leiden JiÜM in! der alMckbinischen Literatur das Wort -Karthago m seiner römischst' Genitivform Carthagmis' rn ein' hybrides: aÄNnaffchHrÄhisches Carthagyne (Oartda arÄmäised rrN'iÄ. Stadt, 8^7^ grstHischiFstäu)" undfabeM von eurer NnaSonenstadt isi AfriA, die AleMN'der der Großes auffnrM, dort mit WMneni tzvot hewirtet wurde urD in ,6} Geojr. Istini mioores p. 123; Hoiner«?: FliaS IV, 541; “) Hesiodor: Opsra et dieB,p. 167. ‘ ~ . ,s) HerodotvS; Historiae IV. 196. *•) Jer. SLebuoth VI, 9, Midrasch Nadö» Gesetz Xl.IV. Corpus loser. Sem. J, 439. **) ©anljebrtjt 91a, - ä*3 ib 94 a. . *) W-MryM: H«M. Gtudieft lü. Lian wurde srzählr, Last er Hirfchtz sing,, ihre. Hörner mir Gold bedeckte, und diese dann nach dreizehn Jahrren zurstckkehrten.^) . « ' Das Asiika MischW Mätrchens Befand sich hinter' „den Bergen dar Finsternis".-o) Woher in Dunkelheit gehüllte.BeMshöihen zur' Provinz Afrika, welchen Sinn Hat -der Zusammenhang Uvi--? scheu Bergen, und Finsternis? Hier hatte ein - geographisch-astronomisches Wan--- tasiebild der Antike von «allgemeiner Bedeutung die Hand im Spiele. > :; > X Der Westen, wo die Avune tn den Schjlund Nacht sirrkt, dünkte der einfältigen Menschheit Ursprünge licher Kulturen als ein Meservoir der FinDvnis. Die Bokker des westlichen -Teiles sdes Mittelländii schen Meeres glaubten im Altertum ein „Meer dev Finsternis", ein, nebelhafter westlicher .Dzeün", befind«' sich jenseits der Säulen des Herkules uÄd wärre nicht W befahren....Festns Aviena, dersrömischL Dichter, der dieA.. mitteilt, beruft sich! dabei auf harthaginrensische Quellerr „ ßimiko tradit“,21) das christliche Mittelalter, dessen Herr-- schastsgebier der europäische Okzident bildete, war ebenso von einem „wäre teuebiaruni- oder „mare. tenebi osihhk überzeugt.22) Auch« die Araber, deren Kultnrsihren Höhepunkt im iäußersten europäischen^^ Westen erreichte, wissen von einem sinsteren westlichen!-Meer zu Bericksien.2^) , Anders war die Sachlage Hei den Wlkern. des östch lichen MisielmeerbeckLNZ. Hisc dehnte sich nicht ins Uferlose eine alLr Halt- und Stützpunkte entbehrende See, hier konnte das fegen«pendenae, verkch>rsbermit1«Llnde, leicht beschiffbare Meer nichtzum unheilvollen Magazin der Dunkelheit werden, , hier mußten Berge zum 'Lagerraum werden, woher die Finsternis hei Untergang Mt Sonne hervorbricht und die Mchtflütew hMMMHMsk'.?' Himmels verscheuchen. - An Berge als GrenzwäHter der Finsternis dachten auch die alten Helldnün. Bei Hesiod, bei dem die Vorstellungen vomErebos in dev Tie,\t und der Nacht imWchsn durcheinander gehen, steh'-t Atlas am Rande der Erde, wo sich Nacht und Tag begeginen.2^ Diesen Mas ftchten die Griechen pn?der -Westküste Afrikas- <m iyitf: westlichen Grenze der Erdedorthin versetzten ihn auch Sträbo> Ptolemäus. Plinius und S.ocin verlegten der« hohen Atlasberg in die lerra ineogvita des mittlerm Afrika. Zum! Schluß wu!rde ntit dem Neüten Mas: HM Gebirge an der Küste hinter Aegyptep, im heutigen italienischen Lhbien, belegt, welcher Name bis heut« blieb.2») > . ' Dieser Atlas, der GrenZberg der Nacht, lebte nochzu Beginn der Aera in der Vorstellung der Phönizier.. Der römische Schriftsteller. Marrmus Tyrius, der ein gebürtiger Phönizier aus Tyrns war, erzähltdaß der Atlas von der See durch einen gähnenden Abgrund in der Gestalt eines Halbkreises geschieden ist. Die Wände sind felsig undsteil und jedes Hinabsteigen ist unmög« lich.2°) - - ' V.’; . - Y; ' - In beirt jüdischen kosmologisch-mystischen Büche Henoch, das in den letzten Jahrhunderten vor, der üblichen Aera entstandheißt es, der welLMrückte Held dieses Ui ") Midrasch Raböa Genrsis XXXIU. LDH ") Jalkut Hoheli,» 994. - -°) Thamud 30. .Festur Aviena: OrL waritlma 368—L8V.- I: **) Peschel: Das Zeitaltsr der Entdeckunaen 32. >r) Massoudi: kisrr«» ü'or XI.VI. ") Pau!y: Reale'nzyklop. des klast. Mtrrtumö. Herausgegeben, von Wiffowa II, 2128, Stuttgart 1896; **) Letröune : Essai sür ies id6es cosmögrapbiquet, - qui ss rattaehent au nom d’Atlas in Faruaaes Bulletin. unireis«l: des seieucea man 1831, p. 10. «) lläiimd» Tjrnu» TRI, 7.

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