Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 15 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- Seite 222 (sequence 14)
- Language
- German
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«t a»8 n Lr- «MvMist " ** n> Lüsten, weil die ganze jüdische Jugend sich-freiwillig zum jüdischen Bataillon gemeldet hat. Fast -die gesamte jüdische Bevölkerung Mi einzig und allein von llnterstützungsgeldern aus Amerika, welche Wöchentlich pro .Stopf 3 bis 4 FranLn betragen. In Europa Mint man'gewiß zu 'glauben, daß sich hier das Geld in den Äraßen herumwäht, weil gar nichts mehr für .Palästina geschieht. Der Handel stockt hier nach wie vor. In Jerusalem und Jaffa scheint hie Lage Diel besser zu sein. Denn dort ist das Zentrum und sämtliche Zufuhren Werden dorthin geleitet. Der Transport dieser Dinge von dort zu uns ist jedoch ungemein schwer und teuer. Trotzdem-unsere Heranwachsende-Generation in ihrem jugendlichen Tlnverstand schon glaubt, der Messias sei gekommen, ist leider nrch lange nicht das uns durch den ProHrten »PchMtzi- Zeitalter, ,,wo der Molf friedlich mit dem Lamme Haust", herangebrochey. Neid und Feindseligkeiten, der Jahrtausende alte jüdische FHler, haben auch heute die Oberhand. Zwischen dem neuen Iischow und orthodoren Juden herrschen starke Gegeiv fätze und Fehldschasten. Beide Parteien betrachten di: anders Gesinnten mit Verachtung als unnützes, schädliches Element. Dauebsr leiden die OrthodvLM noch materiell bei Verteilung der Unterstützungen. Anstatt daß die maßgebenden Faktoren die" sich bekämpfenden Parteien zu einigen trachten, vergrößern sie noch den Zwiespalt. Niemand bedenkt, haß die alten, orthodoxen Juden, die vpr Jahrhunderten unter den größten Gefahren sich im Heiligen Lande niedergelassen, keine -Opfer gescheut, alles erfragen, ja mit ihrem Blute die 'Steine von Zion gewaschen haben, nur um das zerstörte .Land der 'Väter wieder bewohnen zu, können. Sie sind die.Urheber und Gründer aller gegenwärtig bestehenden Wohlftchrtsinstitute des alten Iischow, dem der neue, fstne Eristsrz verdankt. Dennoch -ertragen die Alten, dem hergebrachten talnnchMen Standpunkt treu, geduldig alle Unbill, da die Gegenpartei jetzt die Herrschaft 'übt. Im Urnern jedoch sind sie überzeugt, daß in der ganzen Welt spiele Millionen Brüder mit ihnen sympathisieren und in her entscheidenden Stunde nicht dulden pursten, daß das . IHrtausW^e erhaltene Heiligtum ^.Erez Jisroest' umgestLW werde. Beide Parteien,stad nur in einem^ einig, nämlich, das Land der Väter müsseausgebout und-ein selbständiges, jüdisches Heim werden. Nur kämpfen die Orthodoxen :gegen d!e!lt Chillul Schabbas und für das jüdische Zeniot, das auch b/i hen Arichern em Heil^tum . ist und fordern, die streng jüdische Erzichung der Kiyder müsse^Lchstten bleiben. Auch moderne^Bildung wollen sie dulden; nur soll dies auf streilg jüdischer Basis geschehen. Sje wollsl .also nicht bloß national^, sondern religiös? und national fein. -.Dieses forderte bereits, was ich. zum Schluss meines Briefes nicht unerwähnt -lassen will, der erste -Gründer der Wischen Kolonien, Baron Edmund, von Rothschild. Als er zu Besuch in der Kolonie Sichron Jakob an einer jüdischen Werkstätte voWexgLgapgen. ist und am Samstag darin arbeiten gehört hat, berief er sofort alle Slolonisten in die große Synagoge und hielt eine Ansprache an-dieselben. Unter anderem sagte er: ,,Ich will nur Jisröelim habsr in „Ertz Iisroel" und keine Mechaleb fchabbes. \ \ > Nuy «och einiges Lbpr unsere Geldoerhältnisse. Der Kurs der Krone, hat sich uyter dxr englischen Herrschaft^ gebessert. Für 100 K, gcht man. eiWinhalb ägyptische Pfunh, das 7 sind 45 K. GoD. Dagegen AM es mit den SpitalsoerhLltnissefl recht traurig aus. Das Hofprtal der Baronesse Rothschild in Safsed war, wie Sie wissen, während, des Krieges, ein tüMches MNitärsssMab-i Behn Abzug der Türken.ist nichts ßurückgehlirben, selbst die Wume waren in einM. furchtbaren Zustande. . Gegenwärtig ist dieses Spstäl dom amManischen. Frauen-Verein „Hadassa" wieder instand gesetzt wyrde» und wird, als englisches Militärspital benützt. Ob dieses Sxstal und» der. gegenamrtigen Leitung, dauerndbleiben wird,. weiß nieyrmrd. Das frühere Komitee hat. kein Wyrt mehr Lei der gjdgenyMügey Verwüstung. Synst ist. noch, ein städtischer HW, echl siWst hstr, her. ^rechnet die Behandlung laut, der hiMen -"HMWWe, ..MrchMr. teuer und 'selbst der MlerUmste muß ÄMchley. Wr uHrdm einen tüchtigen Arzt- und? MedMMe.. UpHg, brauchen^ Inmeinem nächsten Briefe werde ich Ihnen über unsere sanitären Verhältnisse zind das Spitalwesen eingehend berichten. Auch die Dringlichkeit der -Gründung j ü d i-s cher Waisen- . Heime möchte "ich darlegen. . '1 - WermiScttm. GioileMenst am! PieMMMe, W MMMaKssarl. 3. Bezirk, LMkittserWaste20, W .W M BMHchBe, 2. Bezsirk, TempMaste 3/ Aus Anlaß des diesjährigen PMachfestes veranstallet der Vorstand der israelitischen Kultusgenreinde. Wien — gleich wie im! Borjahre — an Stelle der in- . folge des seinerzeitigen Brandes des.. LeoZolWädW>' Tempels -entfallenden Gottesdienste folgende ÄndachtenZ und zwar im kleinen Kon^erthausfaa^ Wien, 3.' Bezirk, Vothrmgerstraße 20^ an folgenden V 0. r m i t t a sttu f(i/9? Uhr) : Dienstag den 15., Aprils Mittwoch den 16.. Aprilx Montag den 21. April und (im großen Konzertfaal — Mäskir) Dienstag den 22. April. Der Eintritt ist frei. Karten werden sticht ausgegEen. .In der BibelsHulex 2. Bezirk, Tempelgasse 3, an folgenden A de n de n: Montag den 14. April i1/^ Uhr)x Dienstag den 15. April (7 Uhr), Sonntag den 20. April Uhr), Montag den 21. Mril (7 Uhr-). Kranzab!Äsnagsspe»-e« rrguustr« d« Ehrrvra-Kadischa i« Wi«u!.? WterrstettengMe 4 Wx arrur kranke Maubenss.sspffeu- Anläßlich, des Ablebens des sei. Dr. ^rmgnn MtzNdl: N. M 50; Milhofer 10; Philipp. 10; SieM'Md Stern 10; Isidor jEestinger 10;' Robert Raditz 10; Schallinger^ Stubenring 2; 20; Schallinger, Taborstraße 17 a, .20; zusämmeu. 140 K. -Ansäßlich desMblebeirS7.dex sel. FaM MälmpMschp,Wachträg)-: Pon den Kindern 20 K. ' . - Anläßlich des Ablebens der sel. Anna Deutsch,: Heinrich Mayer 10; Bella Perlberg 40; zusammen 50 K. Anläßlich des Ablebens des sei. Hayptmanns ^Samuel Rosem-, ra.u.ch: Anna Dessau 25; Oskar Rosen.räuch 1'0; zusammen 35 Ä. Anläßlich des -Wleberrs der sel. Bella Thellec: Leo Ricka 50. K. - . ' ' Anläßlich des Ablebens des sel. BaruH Bernstein: I. D. 10; Dr Jonas Bernstein und Frau 20; Arnold Biegst 20; Dr. Siegmünd Bernstein Heinrich Felder und.' Frau 20; Wilhelm Segal 10; zusammen 160. K. - Anläßlich des,. Ablebens, des sel. Adolf Klein '. Berta Klein 10. K. ' ' Anläßlich des Ablebens der sel. Betti Pollak: .Jgn-V Gerstl 10; Gustav Pollak.20; Siegmund Nissel, 30; Dr. Mar Särk 10; zusammen 70 K. *- Anläßlich des Ablebens des sel. MM KyMberg: Hermann Kornberg 10 K. .. 7 - ' Anläßlich, des Ablebens, der sel. Fnv.ny. WM: Markus Saß 10 K. - , Anläßlich.,des. Ablebens der sel. Helene WMnkan«: Dr. M. Wohlmann 1.0; Wohlmann. 10;' Ross W.eishaus 10; Helene Stockmann 5; zusammen 35 K.! Anläßlich des Ablebens des sel. HeMänst Kestker.: Mar Wikhistm 20 K. _l__ . \ N „HikftfoWmiffwrr 191511 und „ZÄdW^ Warsenhaus" (.KWkreWf'i^s-^LMeskomM") W PWftimr, Wien. 4. BWrk, Frantenherggasse 14. Geschastslelle: Wen,.2., Kleine^Schiffgaffe 3/6. Televhqu 448ÜV. Israelitische Kultusgemeinde. Bamberg durch Vorsteher W.- B. Wassermann (Bettsllftung) 2000-Kl; Sieg. Bärber, Wien, 50 K.; Rosa,Dänemark,- Wien, 40 K.; S.chewach Knöbil, derzeit Wien^- Sammlung von H. S. Reichsseld, iSchewach Knöbil, je 5 K-; Möses Glück, Israel Hirsch, O. Lustig, je 3 K.; Jakob! Licht,. Sal. Hirschseid, Baruch. Grotzprann, Ehajim-Knöbih Ietti BäE je '2 K.'; Heisch EUU 1 K.; ' zusammen 30 Ks/; Ing. sE'. Weiner L Hermann Weinberg, Wien, Kultusvorsteher Dr. Albert Mayer. .Freistadt, A-. Eingädenh Pirmtz, Dr. Ernst Sos, Bu--- dopest, je 20 K.; Samson Vogel, Dr. Adolf Kapralik, Wechsler und? Steiner, sämtlich-,in-Wreu, je 10 K.; Redakteur -Isidor Selzer^ David Weißmann, Sophie Deutsch, sämtlich in- Wien, .Moritz Schlichter, Budapest, je 'vM.-x. .Mar,.Mz.sfiNg).'WLst.'^. K.;. Moritz Älberknöpf^ Men?' 2 Kl.; LubE Mstler, 'MM,> 1 K.;