Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 14 (4.4.1919)
- Date
- 1919-04-04
- Page
- Seite 206 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk 14 efner ÜS^MtbungVezrichnet er M GesWcht Legelsterter Lehrer, die pichtz. wie die aus jüngster Zeit als VwÄgeicheitslehrer zu bezeichnen sind." . ... ' W diM, diese MMiMlümg n die nächste Nummer IHM Mchatzten Zeitschrift äusnehmen 'zu wollen, zeichne -ich, rm vvthmein bestens dankend, .Hochachtungsvoll > i 4 als Zhr ergebener . - ' - - . i _1__ Heller, Direttor. _ We^rltte mrs dem Judentum. JoM 23.' bis 29. lMätz 1919. MfWtt Leopoldine. ftädt. Ardeitslchrerin, geb. 14. November . .1868 in Wien, 14. Bezirk, Sechshauserstratze 8. S1Ä0» Bttta. Schneiderin, geb. A2.' Febrüm,- 1672 in Jglau, . 8. G^irk, Älngegaffe 4. v DimnKNt Bertä. geb. 27. .MBtz 1691 in Wen, 2. 'Bqirk, Josestnengasse 7. < i iMbg« AM. geb. 1884 in Ratibor (Pchutz.->Schlesien), TheäterdireLor in <^er. .^ ' , WDtzer Märd. g«b. Hoffnumn, geb. 1894 in Karlsbad, Wohnhaft in <Eger (laut Mitteilung des. Rabbinates Eger). Wch« Wiaigit. Krankenpflegerin, geb. 15. August 1893 in Budapest. 3. Bezirk,. NädeHkystraste 25. - Gb«nd Richaüd geb. 6. Februar 1877 in Hamburg, 7. Bezirk, 'lZieglergässe -44. ' ' . GeÄf.Zfak. Kaüfinann, geb. 3, Mai> 1873; in Mokkrany - Mal^ '.Mafien,. 2V. BegiÄ, Heinzelmanngaffe 13. Geötz Jda. geb. 15. Oktober 1898 in Men, 13. Bezirk, Hietzinger - Kai, 5. . '' ' Havsec LeopoÜ» August, Stukkateur, 'geb. 15. Juli i1885 in - .' Weidling, 12 Btzirk, Langegasse 16. Mwy' Kscher, geb. 15. Januar 1848, Pf. S. Laurens Trebens dorf. 3. Bezirk, Obere Weitzgärbersttatze 24. MM Fritz Dtrng, Schauspieler, geb. 23. Mai 1666 in Wien, 17. B^irk. Syringgafle 17. j. Rostier Jakob. Mittelschüler, geb. 1.6. September 1900 ' in . Zastawna, Bukowina,, 8. Bezirk, Langegasse 7. Pilpel Hennin«. Krankenpflegerin, geb. 12. November 1879 in Wen. 10. Bezirk, iLyrnauergasse 6/25. ' . - - WifteGach. Infolge Uebersiedlung des >seit fast drei Jahrzehnten tn ünsner Kultusgemeinde Wirkenden Kultusvorstehers Herrn Düdwig Abeles -nach Wien jmutzte zum tiefen Bedauern aller Fülwsimgehönge« > rioon feiner MiederMchl rtzum- KultuÄiorstehE^ Abstand genommen werden. Zn jder ersten Sitzung der neugewählten Kultusgememdevertretung nahm der Vorsitzende, Kültusvorstcher Dr. Franz Schinitz, Anlatz, der unvergänglichen Verdienste des äütretenden Kultusvorstehers um die Gründung, den Bestand, das Aufstreben und Vlühen unserer Kultusgemeinde, in Ährenden Worten zu gedenken. -Seiner zielbewutzten, opferfreudigen Tätigkeit ist die Errichtung mnseres Gotteshauses, des Friedhofes und der sonstigen. Wohlfahrtsanstalten -zu 'oerdanken. Seiner vieljährigen Wirksamkeit im Bezirksschulräte Mi-telbachs ist die Errichtmig und Subventionierung / der Religionsunterrichtsstalionen zu oetdmrken, so datz flir die Förderung und sittliche Hebung,der Jugend in mustergülttger und über ländliche Verhältnisse hinäusgchend gesorgt werden Lann. Zu -seiner dauernden Ehrung und zum Ansporn für die kommenden Generationen wird sein Bild, dessen Ausführung dem akademischen Maler Wilhelm Blatt in Wien, übertragen wurde, im .Sitzungssaal« der Kultusgemeinde Mistelbach angebracht werden. Sein Wirken mnd Walten wird in rmserer Kultusgemeinde stets in Erinnerung bleiben. - BWnz. ßn t»en Vorstand der ifrael. Kllltusgenreinde in Brsenz wurden gewählt: zum! Kultusvorsteher Herr Mar Müller, zum Dorsteherstellvertreter Herr Sieg- Mund Dawi d,' zu Kultusräten die Herren Müritz!Redltzch>7und. Moritz. Klein, in den Ausschutz die Herren Leopold Sommer, Jakob Jellinek, Leopold Herhätschek, Kamuel Gläser, Adolf Lowy. A« einer Wi«ter«acht-*) ErzLhlung von Hermann Blviärnthal. Eine eisigk-alteWinternacht.' “ ' . „ ' Bleigrauhing derHiMmel ubev demSLädtchen und dÄ: Schnee wirdelte in grotzen, dicken Flocken zur Erde. hält/ neuen Echählungsbuch. '„Polnische Jugend- “ mI von HeMann Blumen ttzmtz das - in ' küchln im ischen' Büch- 'und Kunstverlag Mar HiSl, -Wien, erscheint. Wfc Lammen auf das^Buch noch tzurück. i Die eng önMnndes geschmiegten 'Häuschen stunden einsam'und trcmrig in der Schneelandschaft. ' . -Im Vorhiaüse zum Beth-ha-Midrasch> war gs warm und stich ein Prächtiges Feuer ^brannte iW . L Zwei arme Juden schliefen auf rohgezimmerten BLnken und in einem! Winkel satz David, der sechzehnjährige Sängerknabe, still vor sich MnträuMend. . Er konnte keinen Schlaf finden. Mannigfache Glider umschwevlen ch'n und seine Mantasie schwang sich aus dchn> halbdunklen Raume weit hinaus. , " ' David ^träumte, wie er als Kind auf dem Schatze seiner Multer satz. Langsam! dämmerte der Sabbat herüber. In der kleinen Stube-wüchsen die Schatten ins' Ungeheuerliche, während am! Himmel der grotze, volle Mond aufstieg. ^Zon der Gasse drang Lachen und Lärmen in die Kamüier und dem Knäblein ward es bange in der DämMerstille. - Da sägte die 'Mutter : „Ich will' dir die Geschichte von dem! Hirten David erzählen, der später König, der Juden wurde. . / ' \ Und die Mutter erzählte dem> gespannt aufhorcheNden Kleinen von dem lustigen Hirtenknaben, der den Riefen Goliath! zu Boden warf. David war nur schwäch und unanschnlich, aber der Allmächtige hat seinen Arnr gestählt. Wenn David sang, so konnte er die Zuhörer zu Tränen rühren. Er trieb die Herden vor sich 'her und jefa Gesang erfüllte die klare Luft. . .; ' •' Die Mutter hielt plötzlich 'mne. Ihr 'Blick verlor sich in d'em> .Silberschein des Mondes. Sie träumte von der Zukunft ihres Knaben und ihrer Träüm'e Inhalt war ihm nicht fremd. Wie oft hatte ihn die Mutter in Stunden der Einsamkeit mit ihren geheintsteir Gedanken vertraut gemacht. - - Auch.seine. Stimme hätte Klang, und er sollte ein' Sänger, ein Priester in Israel werden. 'Wie ein Meer, erhaben und gewaltig, wird seine Stimme dahinbraüsen und die Herzen mit unendlicher Seligkeit erfüllen. Wie berauscht werden die Andächtigen dastehen, mit zitternden Lippen und heitzen Zähren in den Augen... ,, . Und vor ihren geistigen Blicken, wird die alte Herrlichkeit Israels, neu erstehen. Den TeMpel Salomos, ganz aus purem Gold' aezimürert, sollen sie vor fich sehen, und Jerusalem — Jerusalem iw Morgenglanz^ . . An das wundervolls Land ihrer Pzorfahron werden sie wieder 'denkest und von den blühenden Getreidefeldern Kaimans die fröhlichen Lieder der Schnitter hören . . . Und in ihsten wird die Frage erwachen, ob nicht Israel schon genug Leid und Elend durchgemacht. . . Der Jüngling durMebte in Gedanken noch einmal feine Kindheitstäge. Ms ZuM zehnten Lebensjahre LlW . er bei der Mutter. ' -Sie war Mn, aber voll Zuversicht und Eättvertrauen,' nie schlich sich Traürigkeöt' bei ihnen ein. . „Gott ist grotz und seine Taten sind gerecht", pflegte die Mutter zu sagen. „Er sieht die Leiden seines.Volkes. Eines Tages wird er die Juden in das LarH ihrer Väter zurückführen..." ‘ . Und David dachte daran, wie er fich von seiner Mutter verabschiedete, um' zu dem berühmten Ehasen Reb Jankel zu ziehen. V Es -war eine klare ^SoMm'etnacht.' Alle: Bäume standen in Bllite. Eist SAck- Weges gab ihiM die Mutter das Geleite; dann stand sie' n!och lange unbewegliche da- und blickte ihM nach. . . Langsam und still. weiüend ging David über die Landstratze dahin . . . .EWstutztä^an die ernsam Zurückgebliebenen denken. . .. - - ... .. Sechs Jahre waten es nun, dätz David bei^femeM Lehrer ein zweites Heim gefunden. Wie einen Sohn hielt Man ihn im Hause, und .Esther, die Tochter Reb JaM