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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-03-28 · 13 (28.3.1919) · p. Seite 186

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
13 (28.3.1919)
Date
1919-03-28
Page
Seite 186 (sequence 10)
Language
German
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St&r LVS Pr Broch s -Woä^nschrist #£18 Schde stqtzt. - Ach fixnüx mit «hr^SchMf mutz * «ich föÄltilf -eMa«L«. »steu zu mx fommea ßü iAffctt. «M ja. ch» Bufficht LS« ste zu Führen, mich mit ihren Lehrern , in VüSiadnvg z» je&en, wie bei anderen meiner Schützlings1 DasgeuLgt aber nicht. Aednttin illuftcfert das durch einige Fülle ^us Hrer Erfahrung und füllt den .Antrag, daß tzer Verband, der jetzt Oer gegründet wird, dies« Agende in seine Täligkeit aufnimmt. Rednerin Zogt zum Schluß: Herr Doktor- Bar »Feld sagte, daß ssem Plan der freien SchulsÄdelung, «ri» er' es nennt, storläuftg nur -in Per Aheorte besteht. <fs sird Sie interesfleren, pi Höre», daß dieser Projekt .in d»m Frischen Waisenchause zu Jerusalem, bekannt unter dem Namen seines B^rürrders, das „Schmellsrsche Waisenhaus", ausaefichrt Wurde mit $o gutem Erfolge, daß;bi« „HilfskoimMion Kr Palästina" schon jetzt darangcht. in Palästina gleich nach Friedcnsschluß auch, für jüdische Kinder rin solches Waisenhaus “ja Hegründen. . >. > Mach Frau Dr. ß r...» s so a I b Ärach Herr DirektorKhuyer, der Gren Antrag würmstens nnlerMtzte. Rur me'mre er, daß der triyentjatz kein geringer, sondern ein erschreckend großer M.;■ brachte Beistnrle aus seiner Schulprari- und jsagte, daß auch Hm als .Lehrer die Mittel, Hier iAbbilse zu schassen, poflständig Mlerr. Werhalb der Verband die Sache in den SBirfungs» «»^ feiner TLWkett ausnehmen müsse. _ Oberosftzial Moritz Uisgar.sprach über ..„Die Notwendigkrir der Lnfessionellen Gestaltung der Berufsvormrmdschaft". Er charstterisiette dir Tätigkeit.der Kultusgemeiade in der.Jugendfürsorge und' besonders die Fürsorge für jorrlasseae Kinder sowie' die. schüfen Erfahrungen, dinnt der freiwilligen Vormundschaft ■'—-cht ^wurden. Eine nichtjüdische Vormundschaft für «in jüdi- Kind sei Mr Las Kind und LSe -Gemeinschaft ein schwerer «n; such di« «rdrren Konfessionen haben sich' längst für die' konfessikmäle Gestaltung .der Vormundschaft ausgesprochen. Dr. Heinrich G i a n § permißt in der Wrsorge den wahrhaft sozialen Zug und das Bewußtst«! der Verantwortlichkeit gegenüber , dem Hckrntum. Wir Müsst« -bezirksweise alle vorhandenen Bedürft vW zu Lefti^igr» suchen, insbesondere muß für eine ausreichende ZW^Änr^DttzeSOunMtev .gesorgt werde«. ' Ws letztes d« FürKoraereferat«'sprachDr<. Kitter p. Schwarz. Älller Äer-uneheliche Kmder. In ergreifend«; Worten Mderte der dttdner. das Mwere IMrechL, Lhrs Len unehrlichru Kindern non :b« Geftllschast Augefügt wird; obwohl es Lei uns Juden ®i:m' 'HekWMdÄrtt geringe Zichl ' unehelicher Kinder gibt <1-4.8 ProIMt gegen ,42.6 Prozent Lei den- NichLjnden), müssen vir lmch Mm. MS-- - DerechtWeri und allgemeiner Aenschenl^b» auch Mrser Gruppe -unsere Vuftnerksamkeit schenken^ Redner Fordert die Weglassung des .Vermerkes der ehelichen Geburt auf den GeSürtbscheinev, die völlige Aufgabe des Kostfrauensystems und -durch »ehre genügende Zahl von Hermen, ferner die Zuerkermung des Titels „Mau" an die uncheliche Mutter. Dr. .Schwarz-Hill«r fand hierbei sehr treffend« .Worte zur LhäraKeristerung.der. verlogenen Moral der bürgerlichen Gesellschaft, die |efet> ihren Zusammenbruch erlebt. BemerLnswert ist, daß Settionsrat S u ch an«t des Staatsamtes für sozial« Fürsorge die Mitteilung macht«, .daß die wichtigsten Vorschläge der Referenten schon die Grundlage geplanter kassatorischer Maßnahmen des Äemttamtes für Mal« Verwaltung sind. - Der' zwttte Teil der' Tagung -ist dem Gegenstände „Jü- Eichung" gewidmet. Rabbiner Dr. Feuchtsang spricht über .„Die Reform des Religionsunterrichtes^ Er «rSttett zunächst die Problemie der Möglichkeit eines Religionsober Moralunterrichtes überhaupt. Aebergehend auf dir jüdische Religion legt Dr. Feuchtwang treffend die Eigenart des Jud«n4 tunrs dar, in dem Religion und Volkstum unlöslich verknüpft ßnd. Die jüdische Religio» 'steht Per autonomen Ethik am nächsten, Las wesentliche Problem .ist aber die Ausbildung der Lehrer. Der Unterricht in unseren heutigen Schulen kann den Anforderungen nicht g«mgcn, der xweistLndige . Anterricht ist ein unzureichendes Mstchmittel. Eine notwendige. Ergänzung bildet auch das jüdische Haus, den« tWsten ist noch keim 'Leben. Redner betont die Not-. wmdigkriL der Schaffung Mischer Schulen, hie mehr.sein müssen als bloße „Religionsschulen", die den ganzen Umfang des Wissens vermitteln sollen. Von einer bloßen Reform he» heutigen Religions- Unterrichtes ist nichts zu erwarten. -; Dr. Ta g l i ch L Mldert-di« Historist EnttokÄüng des jüdischen Rttigionsunterrichtes und berichtet über dir Anforderungen, welche. L« - damalige' Unterricht an die Frau stellte. Jeder Zwang zum Lern«r wurde ihr erspart, aber wenn sie ' sich Wissen ‘ arte rigneA^vollttz-' st» stand chr der Weg offen. In der Debattst nahm Prof. Freud zu den -Ausführungen kritisch Stellung. D« Fürso^v' und iüzirHungstag. habe -so -führte er aaz rvhtl wmiger Enterest« an »er Vergangenheit als an ' der -Zu« kunft. Wir «olle»: Dollmenschen und . Solljuden erzielen, dazu genügt -kein Äeliglonsunterrlcht, dazu brauchen wir' die jüdFche Schule, die uatirmal ist, aber fern von Politik und fern won chanLiniMschem Nattonalkrmus. . Aoch^tte übrigen kuWÄÄdneo unterMtzten die Forderung nach der jüdischen Schul» Äo -KardMalfottterurig «nstres EvziehrMLwe^rro. Dr.- T a gl t chi bqeichneL »l stinMr'Echüißvvtt. den Watzel des jübLichen HLUies als brrr fchwerftqr Dhaden. dem auch Äst Schule nicht helfrn könne. - > -* ' . Hottinspektor Josef Stern hält das Referat über „Das. Wesen der Horte und TügesheimMLten". Die Tagerheimstatten - sollen dem unbehüteten Schulkind während der schulfteien Zeit - Ersatz des Elternhauses bieten. Für jüdische Kinder sollen separat». Anstalten eingerichtet werden, vor allem wegen der Feste und der' tttuellen Kost. t Herr Ernst Cxuczka wandte sich gegen diese Att historischer Remint^enzen, dir die AnzulLlgltchkeit unseres Fürsorge- und' Erziehungswesens verschleiern söu. . Cr betont auch, . daß die Bristellung der Mittel -für. eine wirklich grohgilghe Jl^endärbert Pflicht der Gesellschaft ist, die Lurch ehre ÄrrmöaenL- ' steuer realisiert werden sollst und nicht durch die beliebst Ätohktatigkeit. Der Redner wirs mit MchLruck darauf hin, daß der allgemeine Umsturz in der Welt doch auch die Anschauungen über Wohltätigkeit geändert hat.. . ' 5 Dr. Heinrich Glanz fordert einen H)sstmaiischen Ausbau der schon “-bestehenden UnstrrichtslnstiLutionen, - etwa der ^Jüdisch»« Jugendkurse" und eme Beachtung auch der wittschaftlichen Seist des Erziehungsproblems, insbesondere der Derufsumschichiung. Er regt an, daß der Verband auch hie^n Fragen seine Aufmerksamkett zuwende, solange .der groß« 'Wurf Dr. Ber-nfelds nicht' venoirklichl werdenkann. Doktor Ernst' Müller weift darauf hm', daß 'Religion nicht, in, Unterrichtsstunden gelehrt werden kann, sie -könne nur aus der ganze» Sphäre, gewisser^ maßen unbewußt, entstehen. Deshalb brauchen wir dst jüdische Schul«, wo wirkliche.Erziehung an Stelle des. bloßen LnterriHsts steten kann. Aber auch der Unterricht kann nur in der jüdißhrn Schule Honrogen sein, weil zum Beispiel allgemeine Geschichte in Analogie zur jüdischen, vor allem sls Geistesgrschichte gesthtt werden muß. Dir. .H t l l e r Wendet sich als Psychologe gegen die bisherig« Methode des Neligionsunstr» ichsts. der «in Widerspruch in sich ist. Als das wichtigste Erfordernis einer Gesundung des L^iehungswesens bezeichnet-er ein - Grschlecht begeisterstr Lehrer^ die nicht wie die heutigen Religionslehrer Derleaenh^itsstchrrr' sind. Dr. Wilhelm Sie i n. bedauert. Laß die Erziehungsfrage bei der Tagung zrt kurz gekommen ist. Dir Fürsorge sei szwar ungeheuer, wichtig, aber das Kernproblem istdie jüdische Erzsthung, Mlche vor ihrem völligen Zusammenbruch steht. Mir - brauchen eine vollkommene Revolutionierung des Erziehungswrfrns und , es gibt nur rin Mittel : jüdisch« Schulen. . - Diese . können ' aber nur - irr «ine: gesunden - jüdifchen^ Semeirwe 'g«deihsst^-bi:' 'Gen . Zusammenhang' Mit allrM' Jüdischen -aufrecht' gu- ^rhältem und^ Zu beleben versteht.- - Dr. Adolf-.%ag licht wünscht äUch ewr flattere Berücksichtigung der körperlichen Ertüchtigung der Jugend. Der Dorsttzende, Dr. ».Schwarz-Hi Her, beschließ sodann' die Tagung mtt riner kurzen Dn^rachr, in der er darauf hinweist, daß bei dem ungeheuren Umfang der gesÄßstn Aufgabe dir einzelnen Probleme nur andeutungswei^ behandelt werden konnten. Dr. F'e u ch t w a n z dankt dem Präsidium, insbrso7rders pem Dorsttzende«, für die Leitung der Tagung, worauf dieselbe! für geschlossen «klärt wird. r - ' TeKvMGrdtz Ve§ 13. BGtZss.; Dieser Verein hielt and 19. Februar unh _ctm 16. Mürz unter vent Vorsitze des Obmannes Herm kaif. Rates Direktor Dr. S. Krenberger feine GeneralÄersamMluns ab. Als Güste rvaren erMencn Ehr°^ . Erden Herr Rabbiner Dr. Ta g li cht, Herr Sekreüe Guido Fuchs gelb für die Kultusgemeinde, dann die Herren Ignaz <5 lü ck, Adolf H o f nt a n N und'Ludwig Medak für die Tenrpeloereine des 5., 8* und 9. Bezirkes. Der Vorsitzende widmete den verstorbenen Präsidenten der Llultusgemernde Dr. Alfred Stern und D'r. Leopold Ko hn, dem verstorbenen Oberrabbin« -Dr. G ü d e nt a n n -sowie, den dahingeschiedm iu Vere^tts-. Mitgliedern warme Worte der Erinnerung. Gr bedauerte lebhaft, daß die Kriegsereigniffe den Geschäftsgang des Vereines so vielfach gestört haben, konnte aber Nnt Dank die gesteigerte OpferrviMgkcft der Veteinsmi^lredrr hervorheben. 'Jetztgelte ^es. wieder - .aufzubautzn und Unterbliebenes zu tun. Der Tempelbaul die -Reform der, Tempelordnung und..-wascden^ Hietzing« Tempel verein stets beschüftigte, die ersprießliche mtb erziehend« . Gestaltung des ReligiönsunterrichLes im ByWe sind die '-.großen" Aufgaben der Zukunft. Dazuversprachen Herr Rabbiner Dr. Tag licht und Herr Sekretär Fu chsgelb ihre Mitarbeit: Die oben genannten geschätzten Vertreter der befteunl^ten^Tsmpelvereme gedachten der?'-.'gch8W«r.-.Dü«WgMS"'--tz!-r Wiener Wempeloerelns.-und

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