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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-03-28 · 13 (28.3.1919) · p. Seite 177

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
13 (28.3.1919)
Date
1919-03-28
Page
Seite 177 (sequence 1)
Language
German
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Ir. 11 Dr. Sloch’s S«chrs««^ .#Ml Zentraloraan tür die gesamten Interessen des Judentums jQ aoaaÖDaQBpaqsgQcnäBaaacuiBaäaBj^Q o i p I; . JL &. $s>föjael3föp«inl iv L CbMing-DerLrhr: 810.876 - 8 °» . - g g . : RidcM« lmL MnndMni!i»r g | :. < ß g U/1. Vri^rfwche» g | T«8apho«z 45.339. | Qi|BaBmiD0.Q.09gjiagai»naDasBgDD3BQ ■sesssss QaBBaamimaacaDoaDBBaeaaaoacmtttS s Mt«, 28. Mrz 1919 Erfcheiiü jedsn Freitag - 5 s » 8 s » Brief-Adresse: Wien, W. Prslerflratze S rSezramm-Ldreßg: Blsch's WschevschrW WM. » Dszvtzsprris: | HaMhrig Ist Kronen 5 SssUSHrig SO Kronen |- Ei^ex«wl«r W HeSsr 8 Z Skrr«i8e«».S>i» Svmr geftMitnt» f § VetttgE SS Hell». * g a a □.aonQQaaQanaoBoaacananannooaooaCI min im. in I m '> .. ' '■■■■ »CT T»h«Üt: Leitartikel: Der Kampf M die Orgel in -er Wiener Gemeinde. — Vom Jahrmarkt des Lebens: Glossen zur Tagergeschichte: 8egen die Juden. — D«S 5kultus«emeindepraAra«m der vereinigten Wiener Tempelrereine. — Ein jüdischer Held. Die Großbanern. — Revglution und Entthronung in biblischnr Zeiten. — Hilfsaktion für die Opfer der Pogrome in Galizien. — Korrespondenzen: Jüdischer FugendfürssrKe- und Erzfchuugstag. — Aufruf! — Wien. — Lempelvoxem des 13^ Bl^irke». — Zur Reform unseres Religionsunterrichtes. — Pietätvolle Feier imBudaprster Rabbinerseminar. — Dermischtes. — Feuilleton: LaS Synagogen-Egf» in Kutteuplan. — Literatur. — Briefkasten. — Notiz. — Inserate. i I HEUTE LIEGT DER: ERLAGSCHEIN BEI 2 §)«r Kampf «m die Orgel i« der Wiener Gemeinde.*) Bon Dr Max Sruvwald. ^7—- ,!V. Der „Mirrhsr- Wien'r Traditi»« der . / Wiener Gemeinde. '! j,Dist Orgel, dar klinge»-« ChristentrKn." . : i ' ' i Ludwig August Frankl.. Die WiMp israeMsche ^ultusgemeinde darf auf eine ruhmreiche Vergangenheit zuruMlicken. An ihrer .Spitze standen als .Mäsidenten Männer, wie Josef Ritter von W erth eimer upd Ignaz Kurauda^ In ihr wirkten Hervorragende Vertreter der jüdischen Theologie, wie M ä n nh ei m er und I e IT inek. In ihren Tempeln liehen ^ihre gottbegnadete Stimme Künstler hören, wie ein SaloMon .S u lg e-r und Josef G öl Hst ein. Alles Männer von zeitgemäher Bildung und freier, fortschrittlicher Gesinnung, voA Verständnisses für die wahren Erfordernisse des Zeitgeistes. Und auch den Dichter Ludwig August Frankh der als Sekretär unserer Gemeinde während ihrer klassischen Periode -hr Berater und Inspirator war, kann man doch wohl keinen „Finsterling" nennen. Ihn. dessen Feder das erste Frechests- - lieb stuf österreichischem! Boden geschaffen und dessen ■; *) Dem Verfasser Md-. schriftlich ' zahlreiche Zustimmung^« kundgehungen aus den verschiedensten Kreisen der Gemeinde zugekommen. Allem, auch Herr Rabbiner kDr.Ziegler ans -Karls^ Lad/ der in Mien : besonders .in fortschrittlichen.Preisen des Juden- .tucher viele Verehrer.zählt, änderte Kitte Zlebereinsthnmung Mit den Ausführungen bas Herrn Rabbiners Dr.GruNVakd inj derletzten Ru n'-mer. Redaktion .der. KWochenschrifi". . Anregung und eifriger Werbetätigkeit unser Schilkevdenkmal feine Entstehung zu verdanken hat. Dies Maren die Geister, die unserer KenSmde ihre Gestalt verliehen haben, in der sie M zahlreiche Gemeinden Europas und Amerikas zum Muster geworden ist. Sie alle haben, wahrend in Deutschland, WaoA reich und Italien die Assimilatorische Orgelpropagasda siegreich durchdrang, mit Klan und Absicht-in unserer Gemeinde ein starkes Bollwerk dagegen geschaffen. Sie alle vertraten in klarer, reifer Erkenntnis der besonderen lokalen Bedingungen Md Erfordernisse unserer Gemeinde die Ueberzeirgung, dah in den Wiener Gemeirchetemprvr für die Orgel kein Raum und Boden sei. Im Jahre 1857 wurde im Wiener KultusvorMnde der Äntrag erngebracht, in den soeben erbauten Leopold städter Gemeindetempel! eine Orgel einzufuhre«. Mit der Beratung über den Gegenstand betraute man ein Komitee, und vor diesem hiett Dr. Ludwig August "Frankl einen Bortrag, der nicht allein das Komitee . zur Ablchnung der Orgel bestimmte, sondern auchüber diesen Kreis' hinaus einen solchen Eindruck hernarries, dah Leopold Low, einer der hervorragendsten Vorkämpfer für den Fortschritt in der Iudenheit Ungarns, ihn In seiner ZeUchrift „Ben Ehananja^f veröffentlichte. In diesem Uortrage, der, wie eine Fußnote stusdrückl«tz bemerkt, auf Ersuchen der Redaktion ihr zur Veröffentlichung mitgeteilt worden war, betont Frankl, nicht aus rituellen oder andere« orthodoxen Gründen, sondern nur als Laie nach fuWktwem. WWsmden gegen die Orgel sprechen zu muffen. Er sagt u. a.: jSBkm wir durch Me Stra^ gehen und Org^WÄM «ruehmen, so steht vor unserer .Phantasie der meMlefende Priest« und wir empfind«: LVeihrauchdust." „D te Orgek ist d«s kkinsende Christentum, die Gotrf, mit ihreL- Lrmrzstlnni aus der-chriftlichromantischen Anschauung hervorseKlMm» des gemauerte." „Aber auch Derstandesgrüude find getteno zu machen. ^Es erWeren Millionen Christen ' der Erde» dwen der WLrnuch Lder Orgel, dieses für die ÄrrHe uusschlieHtich »brauchten Instrumentes, nahsliegt. Aber die unierten und nWyntzrmn ^»ri«ch«n Hab« in chren hMdarWUpnd Mvtpv^krsey, Mw

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