Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 11 (14.3.1919)
- Date
- 1919-03-14
- Page
- Seite 159 (sequence 15)
- Language
- German
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Sik. 11 Dr. Btoch'o Wochen jchrijt &ttt* m tW«l - MvM 3* *6. EGipehe. LraftKurtüu gchv. 18. Krüruar 1867 »HKl» &**• tttmut««-. 'Äta |UUlU.lU. gftQ, -in Wien. 3. Bezirks MatkhÄusgasse s. SpitzerStrfsrie, grb. 18. Nove-mbrr 1898 in Rodarih. 19. Betzmtzr Thi-nanistratzs 2L v. AM fbmtti g^bv 10. Mm 1892 inkWl«n>^ 3. Bezirk. KoNev- Mse 16. . - ' 1 Wm. Bei bei:, am 20. Februar erfolgten Ausschusswahl wurden gewähll.: Jakob Krimmermann, Ferdinand Mso Halfcheck, Ludwig Pollatschek, Jsak Deutsch, Siegfried Adler, David Schlesinger, David M andl; in den Vorstand am 6. März: Jakob K u mm e r m an n als Vorsteher, David S chl e s i n g e r als Vorsteherstellvertreter, Siegfried Adler als 1. Beirat. Ludwig PallatsHek als 2. Beirat. Wr/Eeastadi'. Vergangenem Sonntag fand in der hiesigen SynagoM dir Trauung des als Schriftsteller bekannten RvchtsanraaltW. Dr. Hugo Wolf, Sohnes des gewesenenlangjährigen Kultuspräsidenten, ThefmWes Dr. Wilhelm Wolf, mit der Medicinae 'Lmrdidatin Fräulein Grete Sch-önb-er ger, Tochter des' Gutsbrfitzsrs Herrn Isidor Schönberger, statt. Den- Trammgsatt vollzog Herr Nabhinatsverweser Markus Alerander Landau, derin: einer erhebenden, begeisterten Ansprache dem Glück« Ausdruck gab;.- seinem beiden ehemaligen Schüler, die beide aus echten jüdischen Häusern stammen. 'trauen und segnen zu können. Wr>- Neustadt. Bei der vorige Woche stattgehabten Neuwahl - des Vorstandes des Frauen- - und Mädchen-WohltätigkeLsvrrcines wurden dir bisherige verdienstvolle- Präsidentin Frau Dr. Karo lim-' K arpfen und deren tatkräftige Stellvertreterin Frau Hedwigs Dpa y e r, Gattin des Kültusprästdenten Herrn Adolf Mäyer fen., wiedergewählt. Neugewählt wurden Mau Julie Vr ü nwal d zur Kassierin, Fräulein Rosa M ayer zur- Kontrolkorin, Fräulein Gretes Hw f f mau n> zur Schriftführerin und die Dmnen Helene- Ge r st l und Hermine M a y e x als Ersahmitglieder. NeoMKHru. Am 13. Februar l. I. fand hi:r eine Neuwahl dev gefsmtch GememdevertreAng statt. Djx allgsneine, Beteiligung war; emo sehr ^rege; bei welcher chieorthodorL Ri<^ung den Sieg, dcwantrug. Gewähch wurdsnfolgende Herren - inden Ausschuß', JWaz- Drechsler, SteüMrHen; Dr. Molf Grüner, Neun- Lrchen; Johann fFäu l.Pittm; Mar K o hm;, Neuniirchen; Simon L'dwck; Niunlirchen; David - Ls doch: ..Gloggnitz; Ludwige NeM MMNM,- Neunkirchen; Heinrich Reiningsr, Neunkirchen; Mar Schle singer, Neunkirchen. Als Ersatzmänner wurden gewählt die Herren: Dr- Heinrich Eh-r e n h a ft, Ternitz; Müritz Ger st l, Neunkirchen, Bahnstratze; Sälömvm- Jaul. Im dem verstärken Ausschuß wurden gewählt dio-Herre»,: Em. Glbert, Schwarzau; Samuel Feiner, Neunkirchen; Markus -Fischer, Neunkirchen; Isidor König, Breitenau; Leopold L ö b l, Scheibllngkirchen; Moritz Löbl, Neunkirchen; Julius iLöwy, Adolf Preis und Julius. Schifcha, sämtlich in Neunkirchen. — Bei der am 20. Febrüav stattgefundenen konstituierenden Ausschutzsitzung wurden der langjährige Präsident Dr. Adolf Grüner, Rechtsanwalt in; Neunkirchen, als. Dorstchsr, JgnoK. Drechsler. als' VorsteherstellveÄre^er; . Simon L ö w y als Beirat gewählt. Die MKerikamWM LebMSRiitteL und die Juden. M* »«stS»d« K,d»»7 Das Pretzbureau der polnischen Gesandtschaft in WienPemchted: Das Mitglied der. amerikanischen ApprooisioniekungskomMission und Her jüdischen' Fürsorgekommission Boris Bogan besuchte,, laut einer Meldung deckMarWauer: „Mryer.Mlsky" vom-12^ dt M, die chdischen MdäMünen in Warschau und teilte^ ihnen mit, dass; die Zudem «Mprschendi dem? .Prozentsätze des jüdischem BevöMruE in- Polen 5 & PE oHen-t d ev a nre - r iI amtf feew £‘e,B cirsmit tel erchalte w nrertre». Das MpproVisioniemngsnrmist'M in Warschau setzte diV RchrVäsentanten dev jüdischen KslLusgsmsch^Win KemiMs; dass jedepr ZudMfölr bte3 Ofter-n^ 4 Pfund' ZWizchftMhl. Ehen zugeteilt werden. SslssstoerstLndlich sind die- Engländer Iud«r. Ihre Mehrzahl glaubt es zwar noch immer nicht und ziM es-seWamer Weise-vor, für Christen gehalten M werden. aber das sindvermutlich unverbesserliche Antisemiten. EineaufgokArte Minderheit schwört: darauf, datz die Engländer- Juden von den „verlorene» zehn Stämme»" sind, sintemalen bloh Mei von dm zwölf 'Stämmen (Levi und- Juda) aus der babylonischen Gefangenschaft rach -Palästina zu'rückgekehrt und dort zur Zeit .des Todes Ehristt wohnhaft gewesen feiön. Die Sehnsucht, flkr Jud.en M. gelten, regt sich in- England schon längst, aber erst im letzten Jahrhundert hat M sich regelrecht eingefleischt. Mm dem Buche .des luciLischsn S^eleutnants- Richard Brothers^) bis zu dem der Lad» CaMneM und den ähnlichen Schriften des FraryossM SOtar» thin-Chagny^) ist eine ganze SemrttsierungsliteratW über die Engländer erschienen. Ein eigener Dererrtz die British Jsraelrte Association, betreibt die wissenschaftlich« Feststellung der erotischen TWe und legt: m mehreren Fachzeitschriften, .wiez. B. „The- Banner of Israel', immer neu herzugeschlepptes Beweismateriai nieder.. Die einschlägigen Bücher und Flugschriften erscheinen ber°dem Verleger Robert Banks, und Racket Court in West Street, London, ist das anglr»-israelitische Hauptguarteer. Eine Merkwürdige Fachliteratur daW Vielem dieser Traktate sind einfache Au^ählungem von Beweisgründe», welche gleich, Zmnmerfchlägen auf John Vulls harten Schädel niedergehem. Sv Edward Hines „Siebenundvierzig Identifikationen der britischen^ Nation mit dem verlorenen HausMJsraek" und Poo!es „FüMig Gründe, warum die^PngeWeUen Jfraekrtem smd^. . OiMMvdWE Gelehrsamkeit hat-ihre: spatzigen Seiten Habe ich. seWer nicht vor: zwanzig Jcchren an dieser Stelle- Herrn Theodor EärMur: bekämM, der damals in einem dicken Bu chWfonnenklar bewiesen hatte, dass der trojansschaKrieg in England stattgefunden und Jliow die jeHge^ BrfiHsfsstadt El» (sprich: IW gewesen? And dM Akyffes der Gründen von Lissabon (Ulisipv) gewefen und dah sehr« Circe im Zierikzees (daher der Name!) aust der belgischen Jnset SchEwen gewohnt? (S. auch mein Buch: „GWOliche Lleisen".) " ZG beweisen lässt sich äTes. besonders m urgm üchttichen Dingen.' Ww-MM ist es z. B.- aus^ÄM romantischen Meere der heiligen SchrWs» StöWV ausWmrgeln, die der Brrtisch-JftaeMschsn Gesellschaft passen. Inden Propheten wimmelt es davon. „Lasscdie Jnfet vor mir schweiget, heißt es Jesaia 41, 1; „W Inseln werden auf fein Gesetz warten^, 4t, 1: „lcHt sie dein Herrn die Ehre gebe» und seinen Ruhmin den Inselnverkündigen", 42, 12 usw. .-Höre das- Wortd^ Herrn; o PoU und verküMge es in den fernen- Inseln^, rüst^ Jersmia, der bann auch verrät, wv diesem sernM JnMn liegen: „GehS hin und prÄng«' geyen die Mitternacht undi sprich: „Kehre Meder) du abtrünnige JfraE^ tzäkßn an disßi „Mitternacht' mit Jefaia IH S zuschmMr 0,Jch will vom Morgen deinen Samen birüWÄ und will dich vom Wend sainmeN^'), so hat man die eim fachsta Rechnung vom der Wtzkt: Mittsrnachk- (Mr1! Wefton) — RorÄveften) die eir^igM? großen $** •fetit nordwestlich von Palästina sind Mer die HMfchM Mein. Ieremia 3; 18^ heißt eK soMr: „Z»--d«p Mt wird das Haus Judas gehen pnr Hause JfmrM u«d 0 1d<r üistorx of our saxon origin, conneeting us witK th« Io«k ten trist es (179^: *) Les vM»! isr«ONs»^t1888Y *) Darunter Oa Sömüiqua Albion (1898).