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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-03-14 · 11 (14.3.1919) · p. Seite 155

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
11 (14.3.1919)
Date
1919-03-14
Page
Seite 155 (sequence 11)
Language
German
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•t, 11 Dr. Bioch's ^bvchenjchrifr -erte- 171 tüM-en oneMsche Mchritte ein, verchasterrn die RädeLA- 'Mh«x MV'Letzen einige MnidmHÜichi Krschihßen.. 'Hur HAufrechterhaltANg der Ordnung wurdenreg'iLMnKZtreue MHji^enMMÜWen m die Stadt dirigiert und nur dani her Energie 'der Behörden wurden die Münderungen unterdrückt und die ndlkkommene Ruhe wieder hergesiellt. Md^che KkirMeWehimr and KrirgsdrsäMigte! Aus unserer Eristenz herausgelissen, find wir nach viereinhalb Jahren an Leib und Seele gebrochen, Wirtschaftlich, ruiniert, sei vs aus dem Schützengraben, lei es aus >der Gefangenschaft, heimg^kehrt. Hier wurden wir trotz der Opfer als jüdische Drückeberger' empfangen und beschimpft.. , Finden wir auch so 'keinerlei' Anerkennung von seiten des Staates und der.Gesellschaft, 'so werden unsere Rechte, sei es bei dem Ansprüche bei der 'Wirderanstellung im Staate oder im Privatdienste, sei es bei -den Bestrebungen auf Wiedererlangung einer Eristenz, mit Füßen getreten, aus dem einzigen Grunde, weil wir Juden find. (Siehe Entlassung jüdischer Aerzt«, Nichtrmfnahme jüdischer Arbeiter in städtischen Betrieben usw.) Aus diese Entrechtung undkultnrwidrige ^Verhetzung, für 'die es wohl nicht nötig ist, Beispiele anzuführen, -gibt es nur eine Antwort, das ist Selbsthilfe für die Organisation! , Wir wollen nicht weitere Verleumdung erdulden und uns die Ehr« rauben lassen, wir wollen nicht Gnade 'und Dank, sondern Selbsthilfe, Schutz den Krüppeln, -Franken und Kriegswaisin! Recht der Schwachen auf Fürsorge! Den Gesunden Arbeit statt Almosen! s i Jüdische Kriegsteilnehmer! Tretet zahlreich dem Verbände bei. denn nur «in starker Verband verbürgt,uns die Durchsetzung unserer Forderungen und Wahrung der Interessen der Kriegsteilnehmer -gegenüber der.Gesetzgebung iuitb ber Gesellschaft. Der Lrekutrvausschuß der. jüdischen Soldatenfürsorge .als Proponentenkomitee. Wie», V!., Mariahirserstraße 47, IV. Stiege, Aß. MWM DKMhaZsrr m seiW» 80. Grbmtstase. Dieser Tage begeht der Vorsteher.der Jimsörucker Gemeinde, .Herr Wilhelm Dannhau ser, seinen '30. Geburtstag. Es ist 'sicherlich nicht ßu viel gesagt, wenn wir 'behaupten, daß der Mubrlar einer der Vorkämpfer, vielleM der Vorkämpfer .des 'Maum>.-den- Jugendjahrär entwachsen, finden wir ihn im öffentlichen Leben. Niemals -stch vordrängend, sondern immer von der öffentlichen Meinung in den Vordergrund gedrängt, ist er zu 'gleicher Zeit Mitglied 'des Eemeinderates. der Handelskammer, des Staatseisenbahnrates, Zensor der österr.-ungar. Bank.usw, Ueberall geschätzt durch die Objettioität seines Urteils und die - Geradsinnigkeit seines Charakters. 28er jemals Ge lrgenheit hatte, in die staubbedeckten Protokolle des Innsbrucker Wemeinderates Einsicht zu nehmen, wird wohl über diealten Ueberlieferungen und verzopften Arbeitsmethode der Vergangerrheit mitleidig lächeln. Doch aus diesen vergilbten Papieren wird ihm eine' Persönlichkeit entgegenleuchten, die ihn innerlich nicht nur fesseln, sondern ihm auch >den Zoll der Bewunderung abringt. Man sieht hier, wie Dannhau ser mit gewissenhafter Gründlichkeit den Stoff Gehandelt, aus den entlegensten Wissensgebieten fein« Argumente holt und -oft Meisterstücke des Urteiles und der straffen Beweisführung liefert. Stets -von politischen Gegnern umtobt, verlor er niemals die ruhige (Geschlossenheit, blieb er stets Herr über sich selbst und nur die sAugen verrieten hie und da dis Ergänze seiner Seele. Nur wenn es galt, gegen Finsternis und »Vorurteil zu kämpfen, ungerechtfertigte 'Angriffe gegen Juden und Judentum abzuwehren, da flammte in dem kleinen Manne 'mit dem "durchgeistigten Gesichte der alte Judenstolz auf, und seine Worte verwandelten sich zu gewaltigen Wurfgeschossen. Mehr aber -noch ulH im öffentlichen Leben, wirkte und.schuf ..Da-nncha u se r auf dem Gebiet«, des jüdischen Gemeindewesens. Dem traditionellen Judentums .mit lHerz und Seele treu ergeben, war die Liebe zum Judentum, die Sorge'um die Erhaltung der Religion, die Triebfeder, der innerste Nerv seiner umfassenden TätWeit. Von reiner Gesinnung 'getragen, flrhlt er. sich in seinem Berufe als Vorsteher nur als Sendbote unserer Propheten, deren schöpferischer Geist aufihn ein strömt. Daß er die erste Synagoge in -feinem -Hause errichtete, wollen wir ihm -nicht hoch ein schätzen. Daß ier aber trotz heftiger Widerstände im Vereine mit einigen ^Mistigen Mitarbeitern' — wir erwähnen bloß den Namen Louis Dauer — nicht ruhte, und rastete, bis her hier dm Gemeinde westn gründete, .war «ine Tat, die ihm die idauernde Dankbarkeit alher Jpden Tirols sichert. Alle unsere Institutionen bleiben!mit hem Namen D annhau se r enge verAüpft und -tragen das -Gepräge feines Geistes. ' So kann der Jubilar auf ein Leben »der erfolgreichsteil Arbeit zurückblicken, auf ein Leben, -das ihm ein«: reichen Schatz der 'Achtung. Liebe und rühmlicher Anerkennung eintnrg. UchMxrW-rk raciitif chrr SaMmM» urch WchrBaWOMiN. Dieser Verein ist eine Schöpfung Les ungarischen Judentums, deren Tätigkeit und nahezu hundertjähriges Programm trotz des veränderten Zeitgeistes kein« Aenderung bedarf. Der 'Verein erzieht inteMg-ente, ehrlich denkende und gut ausgebildete Handwerker. Gärtner und Landwirte, und me vorher hat diese Tätigkeit eine größere Aküralität besessen, aks in der heutigen schweren Epoche der wirtschaftlichen Regenerierung des Landes. Anläßlich der am 5. v. M. abgehaltenen 'Sitzung des Direktionsausschusses gedachte Präsident Baron Doktor Adolf Mahner schmerzerfiM des außergewöhnlich schweren Verlustes, der den Verein durch den Tod des Äwsschutzmitgliedes Herrn Jacques Simon getroffen Hat. Der plötzliche Tod des Lehreroerwalters der' Gattenbauanstalt. Herrn Josef Jeklinek. hat den Verein gleichfalls in tiefe Trauer versetzt. Gin'überaus schätzbarer, eifriger und berufener BereinsbeaMtee ist m ihm hei-nr gegangen, der in der Eärtnerausbikdung Vortreffliches geleistet und sich afigenieme Anerkennung erworbM hat. Der Bericht des Direktors hebt die auf dein Gebietender Berufswahl und des Lehrlingsschutzes erreichten Reftil-, täte hervor.- auch ist ihm. zu entnehmen, daß zwanzig Gewerbefachschchlern Stipendien im Gesamtbeträge von 2370 St. bewilligt worden sind. Die moraWhen -und Produktionsergebnisfe der Gartenbauanstalt entfprMen den Erwartungen. Der Ackerbauminister hat als Subvention eines Kurses für landwirtschaftliche Hausindustrie 1000 St. angewiesen. Der Verein hat unter unerhört schweren Lebensbedingungen für die Verpflegung, Be kleidung und Ausbildung von Mehr als 320 armen, ver lassenen Kindern (darunter Kriegswaisen) zu sorgen. Den Einklang zwischen Ausgaben und Einnahmen zu erreiche», was mit der ungestörten Fortsetzung her segensreichen Tätigkeit des Vereines gleichbedeutend ist. erheischt große Opfer. Alke Menschenfreunde Mögen dies woRwoUend beherzigen. Kr «»»z*KWß»ugsstze»tze» z»gu»-««devßch«»r«««Mscha i»«ie« ^eiLe»strtte«z«ffe 4 für «rwe kr«nked!anbe«rzen»sirn Anläßlich des Ablebens des sei. MyMa Weiß : FarEe M>. I. Navlota 20 K.. Hugo Ehrenstem IO K.. Siegfdied ^tdhii 10 K.. zusammen 40 K^ t 1 . i Anläßlich des Ablebens des sel. E»ik NtBker: Siegnmnd Brandweiner 20 K., Mar Breth 50 K., zusammen 70 K. i Anläßlich des Ablebens des sel. M»r AeWNn: Ernst Kühn 20 K. \ i k ' Anläßlich des Ablebens des stl. (gufrw Frantt: Emil Wmrtt 20 K.. Ing. S. Frankl 20 K.,,Rosa'Frankl 20 K., Betti FranN 10 K.. Eva Roftnthäl 10 K.. Julius Rofenrhal >20 K., zusammen 100 TK. v Anläßlich des Ablebens des sel. JuUvs StWerberger r Jtznnz Gewitsch 50 K.. Gustav Bachner 20 K., Dr. Attur Kvhn 2O-K., Karl Sieger L0 K., S. Ghiger 20 K., »Gustav Wlitßher 20 K., Johann Weiß 20 K., Jr^ef Mr L0 K., zufaMne» LÄO 'K. Anläßlich des Ablebens des sel. JMor Weißenstcrn r Familie Weißenstem 20 K. Anläßlich des Ablebens des sel. Hemrich DsWOer:. Hekmann Denis 10 K., Dr. Emil Winter 20 K., Hugo und Elsa Winter 20 ft., Mar und Lisl Feigl 20 K.. Mar Quittner 50 M., zusammen 120 K. . ' Anläßlich des Ableberrs der fel. Martha Devtsch: Leopold Blum 50 St., Jakob Blum 20 K., Albert Blum 30 K., zusammen 160-K.; , Anläßlich des Ablebens des sel. Moritz Moezuftes: Doktor Arnold Ascher 10 K. > - Anläßlich des Ablebens , des stl. .Bütor N«uO»mr: KaMttic Neumann 100 K., Salomon Meister 5 K., Gustav Meister 4 M.. Mar Weiß 5 K.. Josef RosenFweig 10 K., S. Back 20 K. D. Dirnfeld 20 ft., Klugnrrinn 10 K., Nagel 20 K. Bauer 20 K.. zusammen 205 K.

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