Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 10 (7.3.1919)
- Date
- 1919-03-07
- Page
- Seite 141 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Seif* •#i. t'-i Gk. Ptoch^i Gochenfchnft Schüler spenden für Waise nheime :.. P. 'Lehrer Jakob Aoratek, Trebitsch 195 51.; M. Stengel. Religionslehrer — Sammlung: 4 a Knaben -- Volksschule, Wien. 1. Btzirk, Johannesgasse; in den.Mädchen - Bürgerschulen. J. Be- M, Zedlitzgass«, und 2. Bezirk, Sterneckplatz, insgesamt K. 59.10; Sammlung des Professor Dr. M. Rosenfeld. Wien, 51. 12.60. Aus Deutschland sind eingegangen: Synagogengemeinde Freistadt 40 Mark. - : Gpitalshilse für Palästina. Friedrich Allina, Wien, 50 51.; SB. Deutsch, Wien, 20 5t; Rahmenniederlage Eduard Denes, Wien, 10 51. Zahlstelle für Oesterreich: Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, t. Bez.,.Renngasse 3, Neue'Freie Presse, Wien, 1 Bez.. Frchtegaffe 1!: für Ungarn: Magyar-Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheck-Konto M. 1600. auf daS Konto I.KriegSspitalShilfe für Palästina". Bersin darZald"» Wien, II., Schiffamtsgafse 80. Zugunsten der unentgeltlichen Ausspeisungsattion der notleidenden Flüchtlinge sind dem Vereine nachstehende Spenden zugeflossen : Leopold Grünhut 40 51., Marian Frankel 40 51., Maser Blaustem und Menkes 20 51.; Philipp r>. Komperz 10 K.; Der- Hold Jak. Samek und Frau Ernestine März 10 51., Julius Mareffr 40 51., Jos. Ringel 30 51., Simon 51empler, Neurnarh und Herr Jos. Kanigel 20 51., Jos. Tau in 51olomea, derzeit in Wr.-Neustadt, 20 51.» Israel Fisch, Lolomea, derzeit m Wiem - 20 5t., N. Mann, Brody, derzeit in Wien» -20 Ä., Barich Pasternak, Budapest, 20 K., zusammen 290 51. - . . . Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Lafsier Herrn Bernhard Lleinmann, I., Tiefer Graben 36, und von unserem, Obmann Herrn Jakob März, I., Augustengasfe 2, in bar .oder durch Posterlagschern Nr. 106.316. Richtigstellung! In voriger Nummer ausgewiesener Tisch- Sammlung von 150 51. ist richtig Verkaufspreis von - welches unser Mitglied. Herr. Abe Hell mann, erstanden hat. Bei der „Wochenschrift" rrngelaufen: Bon Fvau Rita Lilienfeld, Wien, 8. Bezirk, 10 IS1.; B. Brunner, Wien, 9. Bezirk, 12 51.;- für einen wohltätiger Zweck: von Jenny 51ürtz Men, 6. Bezirk, 20 51.; für die Pogromopfer in (^lli;ien: von Oberstabsarzt Dr. Oswald Byk, Wien, 8 Bezirk, 20 51. AultusporfWer Salomos Brod. Am 27. .Februar ist hier Herr Salomon Br ob. Seniorchef der Firma S. Vrod & Cie., Vorstandsmitglied der israelitischen Kultusgemeinde, Präsident des Vereines zur Hebung der Gewerbe, rm 77. Lebensjahre verschieden. — Kultusvorsteher Brod hat mehr als ein Jahrzehnt der jüdischen Gemeindeverwaltung an« gehört und dort insbesondere die Interessen'der jüdischen Gewerbetreibenden vertreten.. Besondere Obsorge wandte er allen Fragen der Jugendfürsorge zu, der Reformdes Religionsunterrichtes, der würdigen Ausgestaltung des Jugendgottesdienstes. Der Verein zur Hebung der Gewerbe hat unter seinem Präsidium eine reiche Entwicklung genommen, starten politischen Einfluß geronnen und nach vielen Richtungen Segen gestiftet. Der rastlosen Arbeit, dem organisatorischen Talente des Dahingeschiedenen ist es zu verdanken, daß das Ansehen des jüdischen-Gewerbestandes bedeutend gehoben und in dem von ihm ins Leben gerufenen'Gewerbevereine würdig und der Tüchtigkeit der Wiener jüdischen 'Gewerbetreibenden entsprechend 'vertreten wurde. - Vor einem Dezennium in den. Vorstand der israelitischen Kültusgemeinde berufen, verstand er es, auf' mancherlei Gebieten segensreiche, wohldurchdachte .Anregungen tzu -geben. Seine, besonders Kultusangelegenheiten die. Erziehung der Jugend für das Judentum, , betreffenden Vorschläge wurden bereits teilweise verwertet und. in die PraM übertragen. Sonntag vormittag hat das' Leichenbegängnis unter zahlreicher Beteiligung stattgefrmden. Die yraelicische Kmrusgemcrnde war ourch, Vrze^ Präsident Hosrat Dr. Rappaport rrrH eine groß.' Anzahl VorstandsmitgliHern vertreten, ebenso wie die meisten der hiesigen Mischen Vereine, die an dem Tahiw geschiedenen einen ihrer wertvollen würdigen, aber auch mitarbeitenoen Förderer verlieren, ihre Abordnungen sandten. Die kantoralen Funktionen führte in gewohnt erhebender Weise Oberkantor Morgenstern aus, während der persönliche Freund des Verstorbenen, EhrwKrden Dr. Feuchtwang, den warm empfundenen Nachruf, der das ganze Wesen und die ersprießliche Tätigkeit! des Dahingeschiedenen WM vortrefflich charakterisierte, hielt. Hofrat D-r. Rapp apart beleuchtete das segensreiche Wirken seines nun verstorbenen Kollegen im Vorstände in vortrefflichen, ehrenden Worten. Landesschubrat Dr. Markus Spitzer sprach namens der Chewra- Kadischa tief erschütternde Abschiedsworte und würdigte speziell die Tätigkeit des Verstorbenen in Angelegenheit der Kranzablösungcn, eine Mion, die ausschließlich der Anregung des Tahingeschiedenen zu verdanken ist. Am Grabe sprachen noch Direktor Max Fischer der israelitischen Kinderbewahranstalt herzliche Worte des Abschiedes, gehörte doch Herr Brod 4fr Jahre dem Tempclvorstande dieses Vereines an Und manche segensreiche Einrichtung dortselbst ist ebenfalls das Verdienst des Verstorbenen. Nachdem noch Schriftsteller Jacques Jäger namens des Vorstandes des Vereines zur Hebung des Gewerkes tiefempfundene, ergreifende Dankes- und'Mschiedsworte gesprochen, wuröe Der Sarg ins Grab gesenkt. Wir alle werden dem edlen Verstorbenen ein würdiges Angedenken bewahren. — Friede seiner Asche l Chewra-LadWa M«r. Der Vorstand der Chewra-Kadifcha Veranstalter am Vorabend des *nR 7 Samstag den 8. Marz 1919 um 7 Uhr abends im 'Gememdetempel, 1. Bezirk, Seitenstettengasse, eine Gedächtnisfeier für die mt abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder. Ctzewra-Kadflcha Wnfhaus. Der Vorstand der Chewra-Kadifcha für Sir Bezirke 6, 7, 12 bis 15 peranftaltet am 7. Adar (9. März>, halb 6 Uhr abends, für seine verstorbenen Mitglieder ein- Trauerandacht im Tempel, 15. Bezirk. Turnergasse 22, zu welcher sämtliche Mitglieder und Gönner des Vereines sowie Angehörige der Verstorbenen Höflichst eingeladen sind. __ Wien. Sonntag, 9. März 1919, am 7. Adar Schein, nachm. 5V4 Uhr, findet in der Vereinssynagoge, 9. Bezirk, Grünetorgasse 13 (Mnllnergasse). eine Trauerand acht für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Dereinsmitglieder statt. _ Zur Eröffnungsfeier des jüdischen Studentmtagrs. Ging es endet. Als Einleitung zu dieser am 23. Februar!. I. stattgefundenen schönen, harmonisch verlaufenen Feier wurde, die „Hatikwah" auf der Orgel vorgetragen. Unser Lied erklang so fremd im fremden Tongewande. Ern geschulter Chor, gute Vokalmusik wäre viel jüdischer gewesen, hätte als musikalisch: Umrahmung des Festes erhebender gewirkt, als die jedem jüdisch empfindenden Ohre klangfremde Orgel. Dieses Orgelfyiel am Sonntag vormittag rief in mir Übrigens die Illusion hervor, als ob ich mich in — eine Kirche verirrt hätte. Es sollte Sache aller jüdisch Empfindenden, aller wahrhaft jüdisch Gesinnten fern, den zur Assimilation Gravitierenden keine Konzessionen zu machen, krineipils obsZü. Esther