Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-02-28 · 9 (28.2.1919) · p. Seite 119

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
9 (28.2.1919)
Date
1919-02-28
Page
Seite 119 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3020846-3022353-3022362--27570-3052994
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

IM ■«t s . Dr. Blocht Petersekia uttf> Avolf Weigl,;s 20 ft..; Siegfried und Benno Lisinger, Hermann" Glasspiegl,. Albert Kohn, Markus Neumann. Johann Neumaurr, Markus Kellner, Max Eisinger Bernhard Eisinger, Adolf Eisinger, David Spitz, Emanuel Neumann, Arnold Böhmer, Siegfried Hirsch, Josef Maier, Karl« Nosenzweig, Markus Lisinger, Hermann. Wachsmann, Natan und David Eisinger, Karl Mandler und Alois Panzer, je Rabb. .Adolf Deutsch 7 ift.; Markus Wolliner, Äldsrt Jsll.stek, Kar! Konstand, Katt: Rsfenöer-7. Johanna Bauer, Stationsvorstand Frisch, Albert Wachs und Philipp Spitz in Brücklach, je 5 Ä.; grau, Jaitfchek, Aron Sar und Alfried Sar, je 4 ft.; Frau Oberlehrer Ei'inger 3 K.; Jfak Kohn, Jakob Sar, Alois Dielgut, Netti Eistnger,!EmU Tausiig und Hermann Eisinger je Z Adolf Löwy 1 Ä.; ^tsammen 535 Kronen. Aus Sammlung des Herrn B. Wulkan und Jak. ftötntr. St. Pölten:; r Albert Leicht 20 ft.; Robert Leicht 20; Simon Platz«! 20: Samuel Mandl 30; Jakob Körner 30; Julius Körner 120; Bernhard Wulkan 30; Siegfried Schwarz 20; Rudolf Frank >10; Karl Frank 20; Mar Frank 5; Hermine Ullina 20; Siegmund Allina,' 10; Karl Bondy 10; Adolf Geiduschek 5; . Hermann Gevnng 15; Siegmund Tieger 10; Michael Lang 10; Isidor Reih 26; Hedwig Mank Seidler 10; Eduard Frischer .10; Artur Kerpen 4; I. Maier 16; 'Heinrich Hacker ‘5; Julius Kohn 10; Jakob Kohn 5; Dr. Kohner 20; Bernhard Kohn 20; Johanna Morgenstern 10; Heinrich Nutzbaüm 5; Johann Ernst 20; Katharina Frank 5; Rosa Schwarz -10; .Paula Reis 10; Moritz Frischmann 5; Joachim Willner 15; Lande (Juwelier) 30; Jakob Deutsch, Wilhelmsburg 10; S. Kohn. Traisen, 5; Brunner & Buchsbaum 5; Restaurateur Fuchs 5; Anton Pentzek 5; Richard Lustig 30; Hacker. Stattersdorf 4; VaLette Fischl .10; David F-i.cher 10; Rudolf Bondy (10; Dr. Felder 5; Karl Bredy 2; Direktor der 'Filiale Länderbank st 0;, Direktor, der Filiale Anglobank 20; Dr. Steiner 10; Dr . Tausig 20; Kreidl 20; Rabinowitsch 3; zusammen 725 K. Keanzablösungsspenden anläßlich des Ablebens des Herrn Mayer Ginger. Kaufmann aus Lemberg, gesammelt durch B. Hirschbein und Michael Lauterbach: Tisenklam & Ebel, I. Reicher. L. Teppel, Fester, Feiler, L. Rosenzweig. Rubin Seiber. M. Drucker,. F. Rubinstein, R. KntSbacher, je K. 10, zusammen K. 100. Mh^rr - GMenbrnnn fchrfst SOeMswittri herbei. : Tie Hochmut der 'Wahlbewegung mit allen ihren Nebenerscheinungen ist nun an uns vorMergerauscht, von Bürgersteig und Straßen sind die unzähligen Papier-- fetzen, mit denen sie wie LMrsät waive». Angst wieder weggefegt. Der Lunte Plakatenwald an öen Planlien trägt nun wieder ein anderes Kleid. Wer der Inhalt eines Plakates, dessen unseres Erinrerns nirgendwo Er- Erwähnung getan wurde, ist im-Gedächtnis haften blieben. Hier stand ungefähr folgendes zu lesen: ..Wer Bebensmittel aus Ungarn will, wählt MAler-Guttcnbrunn!" Ein merkwürdiger Trik, der zum Lachen zwingt. Die siegreiche Entente hat aus Ungarn fcin Üeines Land gemacht, dessen Grenze gerade dort Halt macht, von wo so Wiel und so reichlich an Nahrungsmitteln auf dem Wege -über Ungarn Fn uns jgclangten., Man braucht bloß an die beiden gesegneten Gebiete Banat und Bacska zu denken. Der Gedankengang der Müller- GuLtenbrnnnschen Ko'rtesche aber war dieser: Unser Kandidat stamntt aus dem Banat, Was istmatni sicher als daß er als Mitglied der Deutschösterreichischen Nation nalversamMlung bei seinen schwäbischen Landsleuten Eim flnß. und Gewicht haben wird. . . . Wohl bekomwZ — seinen Wähler». Die jüdische Fra» in der K«ltusgemeindestude. Er» Wort für die Zuerkennunff des KultusgemeindewahlrechtrS an die Frauen. Bo« Rabbiner Dr. M. Roseumann. Die mannigfachen Wahlresorlnvorschläge für die Kultusgemeinde Wien, von denen man liest und Hort« durften wohl bald zur Verhandlung kormncn und so ist es wohl an der Zeit, fiijt das aktive und passiv? Wahlrecht der jüdischen Frauen mit aller (Mfdik&eiv1 heit einzutreterr. In den in diesem Blatte vor e n'gcp Wochen erschienenen „Randglossen" haben wir indirekt den Beweis zu erbringen versucht, daß mit dem reinen .Formalismus" in der Aenderung der bisherigen Wahlordnung nicht viel getan sei. Dias formell idealste Wahlrecht, mag es von dem klügsten Kopse ersonnensein, kann ebensowenig zur Sanierung unseres Gemeine Wesens beitragen, wie das seinsrzeit mit Jubel begrüße allgemeine.! gleiche, direkte und geheime Wahlrecht in das Abgeordnetenhaus den altösterreichischen Staat zu retten vermochte. Als Vorbedingung für die Gesundung der Kultusgemeinde haben wir die Forderung aufgegestellt, daß A. in der Leitung dckr GernLinde Fach-» männer Sitz und Stimme erhalten. Man denke sich einen Landesschulrat ohne Schulmänner, einen Sanitäts>- rat ohne Aerzte, eine juridisch-^ Gesellschaft ohne Adv»» taten und Richter und eine jüdisch «rcbgiöse Kärger» schaff, wie es <^>en ein Kultnsvorstand ist, ohne Rabbinar und Religionslehrer. So lange die Gemeinde klein war. konnten zur Not auch ohne eingehende Sachkenntnis Entscheidungen getroffen werden. Bei dem gewat'-M« Anschwellen der Gemeinde mit ihren weitumsassendc«. komplizierten Agenden und einem Stabe von fast 700 Beamten und Dienern kann jede Entscheidung, die. in Kultus und Unterricht ohne Fachmann getroffen wird, u priori als Fehlgriff betrachtet werden. Ein einfache Beispiel beleuchtet dies. DHvmr vor 40 bis 50 Jahren eine Petroleumlampe nicht gut funktionierte, nahm die Hausfrau eine Schere, schnitt den Docht glatt oder fetzttz ein anderes Mas auf und die Beleuchtung war wieder gut. Wenn heute die elektrische Lampe versagt, dann muß ein Fachmann, der Elektrotechniker, eingreisen, um den Fehler zu beheben. Aus diesem Grunde hat auch die Wiener Rabüinervereinigung in ihrem Memorandum an den Kultusvorstand vom 11. November 1918 die Forderung gestellt: 1. daß das passive Wahlrecht allen Rabbinern, Predigern, Religionslehrern, Kantoren^ Beamten und Dienern der Gemeinde verlieh,.'« weche; sowie 2., daß gewählte Vertreter der G-emeinderabbiner und der anderen Beamtenkategorien Sitz und Stimme in der Leitung der Gemeinde erhalten. B. Als zweite Vor-' öedingung für die Gesundung unseres Gemeindetebens ist die U ebernahine der Vereinsrabbiner in den Status der Gemeinde erachtet worden. Es gibt Provinzgemeind en. die mit einer Seelenanzahl von 2000 Personen (zum Beispiel Olmütz) in der würdigsten Weise ihr Rabbinat erhalten und sollte eine Gemeinde von 180.000 See len nicht mehr als sechs wirkliche Gemeinderabbiner aufweisen und die anderen als Vereinsrabbiner ohne genügende« Gehalt und zumeist ohne Pensionsberechtigung dent Wohlwollen der fast durchgehends ungenügend sundierte« Vereine überantworten? Diese Ehrenangelegenheit mäste unter selbstverständlicher Wahrung der Jntereften der bis-' herigen wirtlichen Genreinderabbiner baldigst der ^Erledigung zngeführt werden. Als dritte Vorbedingung be^ zeichneten.wir die Besoldung des Präsidiums. Wer den Betrieb 'unserer Gemeinde kennt, weist daß im Präsidium Tag für Tag stundenlang intensiv - gearbeitet . werden müßte. Eine solche täglich fünf LU sechK Stunden erforderliche Zlrveit sollte auch honoriert werde». und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.