Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-02-14 · 7 (14.2.1919) · p. Seite 96

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
7 (14.2.1919)
Date
1919-02-14
Page
Seite 96 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/3020846-3022353-3022360--27545-3052967
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

. BL. < : ,/M %■-■■ MNvKt J&uk Lergiert fit ihren Arbeiten starken Multeo-. UM LrtiMeN' WWMntLr-.ÄSdMirkKch. gerstreicheMännek. HM es zwei solche „Dramatiker" in der Äile, so war tzer.'V Konkn^enzkampf eine natürliche Folge. Sie bespöttelten einander, karikierten auch gegenseitig^ vhn e sich Dabei mit Handschuhen anzufassen. '; ’.: . .. v Zu Großmütters Zeiten, will heißen während ihrer ßünMen Äahie, galten Iaikes Levi, in Zelem (Deutsche. Äreuz) geboren, und Wolf Ungar als „gefeierte Dichters Bei einer Gelegenheit hatte Levi seinen Konkurrenten angerempelt, worauf ihm dieser in einem j.StüE an - den Leib ging» das uns Großmutter wiederholt vorgesungen hat, Folgender Vers ist mir noch im Ge- /MW« : - - „Sagt's mir nur, was kann der Wolf dafür, ^3(^1111^ legt c^öuitb oor seiner Tir?; Er hat büummen seine festen Schlag'» Der Chuzpe nik*) geht aber nir e weg. _ Drauf sog jach: „Ganef, wa.t du, nur.; Man werd' diach wieder tloigen!"**) . TOshideroi — di öereibi deroi, ' .'.Mleiech...is'--er gefloigen."*'**) , FakuRSte« ssfgsMlt WrUsb u. a. m. Ars sM v«e Wichtigsten Forderungen Wäre von' ÖVr jüdischen' Parte! die. AUfhehÜM der Sonntagsruhe für diejenige^ Betriebe t und Geschäfte, deren. Besitzer und Angestellte Jsraeliien find, insofern« die.elbsn nachw i^.ich die Sabbqtruhe einhalten, anzüstreSen.; - - . . Wer , möchte bejirei.e.,, daß" ein« Organisation, dt: sich von Haus. aus'' die" vorstehe ldeü ZÄe setzt. 'Mische -. Äealp'Sbf dieser Grundlage in ebenso vornehmer als entschiedener Weise verfolgt, durchaus geeignet wäre» die be echligen Jnrer.ssen der Juden wirlsamsü zu ftr^er« und dem Judentum die Sympathien der Oeffentlichteii aus allen Gebieten des staatlichen Lebens zu gewinnen. Rechtsanwalt Dr. Eduard THaler. Anton WlßdgLNL: Dasärae. lEineiTragödie. GclL. 5 Mart. Verlag L. Staackmann, Leipzig. > Die Tragödie der liebeleeren Ehe, die in ihrer fortzeugenden Verkörperung den erschütternden tragischen Höhepunkt erreicht, könnte sman das neue Drama von Anton Wildgans cheihen. An rein Menschliches Motip^ W hier aus eine Höhe dichterischer Anschau, ring, psychologischer Entwicklung und ergreifender An clage geführt. Der Ehe zweier Menschen, die sich nie verstanden, imner fremd waren, isk ein Sohn entsprungen. Der junge Me rsch steht zwischen den beiden Eltern, eifersüchtig von Vater und Mutter umworben. Wie zMi Mühlsteine ze.reibt der Zwist der Eltern. Len Heranwachsenden Jüngling . . . dieser Eltern, die sich verpfuscht und verkrüppelt in ihm fühlen, in dem Sproß, der das grausame Widerspiel ihrer unversöhnlichen Kräfte in e i n e m Herzen vereint, i 7 Dazu muh man sich, vorstellen, baß das nach überlieferter Melodre gesungen wurde, lleherhaupt wäre es hier am Platze, einige Worte Mer die traditionellen Ee- - D»ge voxzubringen. Dabei müßte ich vuf Noten hin- WEM Re mir leider augenblicklich nicht zur Verfügung stHeü. Hömel fei aber bei' dieser Gelegenheit bemerkt. Daß tzch einige davon bis zum heutigen Tageerhalten "Haben. Sie haben sich wie gewisse' Eebetmelod'.en, TvVMlDeyerHtion zu ^Generation vererbt und nichts dabei £ von Hrer UiWrattttistik verlören. Man füllte sie auf- FW-Wem gänzliche^ Derschrbmdes. * > . MoMÄ^g folgt.)! / : JnselälmanaH für das Jahr 1919. Im Jnselverlag zu Leip. zig. Leicht kartoniert Mk. 1.25. Mit Beilagen von Ho-fmansrhal uud anderen bedeutenden Dichtern.der Gegenwart. Im Iah« 1S06 ist km Wiener Verlag Sk. LS wir ei-re Denlschrjft von Dr. M. R o s e.n m a n n, b.titelt r,. Jüdische ReLlpol. il in Oesterreich", erschienen, em ..Vademekum für ernst Denkende", ui: sie sich be^eichnete:. : Wer d.eie Denkschri't heute,!i'st, mußk.n- ^Wtjeren-batzbasvondem Ver.asser für eine vernünftige,' zi sbewußte Politik der Juden' aufgesteNte Programm noch heule. ja nach dem dWchfchkagendrn demolralischn Zug-der Zeit erst, recht, uns nach jeder- RichtMg hin eimr solchen zur Grundlage d.enen kann. S j.st die Kultusgemeinde.und auch nicht em Verband der m i.'hen Ce- Melnden im ganzen- Lande: se! dazu beru e'n, d:e post i,che' n i-ischastlichen und sozialen Ve.hältnis'e der Juden wahrzunehmen. Auch den jüdische» Vereinen.-" dir sich den Schutz der p^Ii i chen .Rechne l^r.Juden zur. Ausgabe machen, hafte der Manrei der Unoer- Lritwörtlichkeit^^ ihter'^^ Lestüng an, der Yr von vornehe.ein' daran hindere. ej«e erfolgreiche WMamklir zu ent'a.ten. Das Judentum brauche eine vollständige- OrqansLt.on und an deren S.ize eie veranüoor-liche Vertretung als Organ für d.e hohen poü..schen FunAionen, ^-.?M«7Don Dr^ Rosenmann für. eine .in defem Sime zu -^rünbGb« MWch'P-lMch^^ MaÄeiaufgestellten Prr>g: ammpunlte HÄNtzn Wr ejne solche auch heute richtuNgeebend 7e.n. ' D.e'e ^HlrEmußhe vor allem jm Lager des Judentums bin end und ÄWch«nd,AKach aüßen> ausgleichend, und 'xerföhne.id. wr und so oft es ober nötig ist, abwehr.nd und Rechte fort ernd wirken. Auf- Kade .der Partei fei es, durch Versammlungen. Vorträge und Zeitschriften das jüdisch^, Pübl.kum politisch üno üirt'chast.ich -u Lchnkn. ' Die' Hauptaufgabe der Parrei nach außen hin bestehe ind. er -Durchsetzung und Verwirklichung der vollständigen G.ri hberechligüW rder .Juden, . Zu diesem Behuse habe. sie bestimmte Postulate an die Volksvertretung zu stel en, deren Be echtigung von. vörurkeilslöser Seite "eingeLäunit ' weiden müsst. Zu -d e en Postulaken -zählt : der Verfasser die Einführung der hebräischen als obligater Lehrgegenstand für. die jüdischen Schüler M dE ß-Wttelschulen., zumal die heilige Sprache an Klas j;i ät und ßSedeutung Kr die .'Menschheit weder , hin'er der lateini/chen, HM^HSyM 'Her igriechlschen zürückstehe. die Er ihtung von Lehr» Kr Hebräisch und.jüdische Geschichte in Den 'phi.i.ophs.chea ^^Trechling. *+) Ten Prozeß machen. -HxiAfkasteN. ... R. B.,.Wien.. Mar Friedmann ist, bereits als Christ gedsrey und kann nicht als „Täufüng" angesehen werden.' Für- Sozia!- vemokrästen zu stimmen, tjt gegenwärtig nach dem ant.sen i ischenrAuftre.eii des Vizebürgettuerstecs «Reumänn^gej»en.LdiL^ jSplfchM -.Nuchd' M.lgW für-MiWn-Me«n»XseMtb.eWuDn. Juden -rein unmöglich, ..insbejoiide.e, wenn emwanosreie Vtanner von 'Ehäräkter' üts' Wähk- '«erber g^zeiÄLerstehen.-• - - . - - - ^-'-7 Simon Lowy, Wien, Radehkystraße. Sie schreiben uns: „Als Abonnent und langjüy.iger, eifriger Lestr Jg.es geschätzten, das Judentum so warm oert.erenden Biat.es, erwac.e ich sormnch voll llngr.dnlü.das «ilwSchenrlrche Erscheinen i.er „Wo^ensry.ist", re. .ich'so manche genußreiche Stünde der Erbauung, unö ^rhotUNZ7 jacher gei,ägen rLrfrijchüng veidänte. Bei Durchsicht oec am i. d< M. ersch ene.stn legten viummec Ihres Grattes jeooch, als ich Ihre „Giessen zur Tägesgeschichte" durchlas, entschlüpfte mjr unwiUtürlich der Stoßseufzer: „O lehre mich das Denken zü, verges.en!" .Sie scheinen in dieser Kunst bereits z.emiihe Fortsch.ir.e gemachr zu -haben, sonst könnten Sie unmöglich die ec,te Glosse mit so pathe i chen Worten der Ausforöerung zur Wahl des Herrn De. F-änz Klein schl.e^en. Bei j.desmaliger Vlennung dieses Namens tr.tt ii: Gestalt des unglückjeiigen Leopold Hilsner, dieses Märtyrers des Judentums, vor mein geijtlges Auge; aber auch Ihr tapferes, unerschrockenes, seinerzeitiges Eintreten für -Recht und Wahrhei., 'Ihre wiederholten, jroes menschlich fühlende , Herz erschütternoen lind ergreifenden Appelle uno nicht nur, Ihre, senoern meh.erer Kor- , po.a.ienen, wie des Vereines gegen Antist. insmus uns berühmter deutscher äilaturforscher zur- Rettung dirsts Opfers eines Ju,uz.erb.echens erhobenen Protege drängen sich in,meine Erinnerung— ri: alle beim damaligen Justizminister Dr. Franz Klein wie ein Eummiball an einer harten' SteinttiaUtt abprallten. Wie kann ein gläubiger Jude diesem Manne seine S i.nme geben?" Wir antworten hieraus, dag Sie sich in ciiem, schweren Irrtum befinden. Zur Zeit, als der Prozeß Hilsner traurigen Andenkens sich, abspielte, war nicht Franz Klein n it seinem unbeugsamen Rechtsslim, sondern im Gegenteil, der sattsam gekennzeichnete Ignaz ' R u b er" Jujttzminister, demallein - l i- Verantwortung für den Justizmord an Hilsner zufäilt. Franz Klein dagegen ist.stets für Ije Ibnschuld Hilsners eingetreten; Jgna; Ruber, der spätere Präsident des. Oberste» EerichtShosess war auch ein Hindernis jedem'Versuch einer Wiederaufnahme des Prozesses. - Sie -haken demedlen Franz Kleinein-schweres Unrecht, zugefügt, und 'sind verpflichtet, .das gutzumachen.. - Ab. Eal. Die gewünschten Bücher ,erhalten Sie ^dur'ch 'di: Buchhandlung R. Löwit,- Wien, 1, Bchirk, Rotentürmstraße, oder Josef 1 Schl.singer. Wien. 1. .Bez.rk, Seitenstettengasse. K. Phil. .. Die Frage der Trennung des Staates >oon der Kirche dürste. nicht so .bald aktuell' werden. Ernste Staatsmänner -werden gegenwärtig alles vermeiden^ was nach einem' Kulturkampf äusjieht.- 7 ,' ' ' «. i: vvi verrvwoMicher Pedaftnrrr r». 9»srf S. Slvch — Druck so» S. Bkü L Hvhn Kjev, M.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.