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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-01-03 · 1 (3.1.1919) · p. Seite 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
1 (3.1.1919)
Date
1919-01-03
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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Sette 16 Dr. Glsch's Wochenschrift Nc. 1 „Wer sich um das Mahl bemüht, der soll es auch emnehmen!" Spucke ihm nur ruhig rins. Gesicht und kümmere Dich'nicht um sein Gefasel, .Was er Dir soviel von den Kriegen vorplaudert! Höre doch Mendel, wickle Deine Geschäfte ab und komme rasch her) Ein wenig hast Du doch verdient. Genug! Melange willst Du es denn so dort treiben? Allein, was nützte mir mein Gerede?! Weißt Du mich denn als Weib zu schätzen, und habe ich bei Dir überhaupt irgendeinen Menschenwert? Bin ich doch bloß Scheine Scheindel und nicht auch Blume Zlate! Blume Zlate, kaum spricht sie etwas vor ihrem Manne aus, 'und' schon erhebt er sich und zittert wie ein Blatt vor dem Winde! Also, lieber Gemahl, tue um Gotteswillen, was Dein Weib verlangt! Verkaufe, was Du besitzest und mache Dich reisefertig! Vergesse aber nicht, mir Leinen .für ein Dutzend Hemden zü kaufen, ferner Samt für ein.Kleid für meine liebe Mutter. Soll sie auch davon wissen, daß ihr Schwiegersohn in Odessa unter Verrückten gesessen war und dort Geschäfte gemacht hat! Kaufe auchein Stück guter Baumwolle, und wirst. Du noch dann im Koffer Raum haben, so kaufe auch Glasgeräte und sonstige Hausgegenstände, wie es Dir passen wird, ein. Komme schnell nach Hause, soll man mich nicht, mehr gleich einem' Dorn ansehen! Entsprichst Du aber auch jetzt meinem Wunsche nicht, so mache ich Dich aufmerksam,' daß dies Dir keine Ehre mehr eintragen wird! Es grüßt Dich Dein treues Weib Scheine 'Schernhel." (Forts, folgt.) I . Konkurs-Ausschreibung. Bei der Israel. Kultusgemeinde in Pohrlitz gelangt die Stelle des - ScSioelaefc JBodejk welcher auch die Dienste des Schames zu versehen hat und Koreh sein muß, sofort zur Besetzung., . Gehalt nach Übereinkommen und freie Wohnung. Bewerber, unter 40 Jahre alt, wollen ihre Offerte m. Kaholo, Geburtszeugnis, genauen Nachweis des Familienstandes wie auch der bisherigen Verwendung bis spätestens 15. Jänner 1919 beim gefertigten Vorstande Einbringen. ' Pohrlitz, 22. Dezember 1918. Der Kultus’vorsteher: Hermann Schnabl. WÜnsc&e einen in Wien ins" Leben zu rufen, der sieb zur Aufgabe stellen soll, die messianischen Ankündigungen des Malbim zu verbreiten. Religiöse und gebildete Juden, die mir hiebei behilflich sein wollen, werden ersucht, ihre Adressen sub „Hoffnungsschimmer Nr. 613" bei U. Dukes Nachfolger Ä.-G., Wien i/i . einzureichen. Heimkehrer y! Ktrr«1»e. Marius fGsttfrird: i B B u x e hernach. Lyrische Gedichte. Mien,!F. Fränkeh 1916. Vechinot. Philosophische Themen im '.Geiste her Kaballa und des Ehajidismus. Erstes Heft. Men, Kickl-Verlag, 1919. ' .... Markus .Gottfried ist ein hebräischer Sprachkünstler von g«naler Betknlagring. Wir haben Bereits einmal auf sein Talent hinge- Wiesen. Die Vorliegenden Publikationen sind neue ProBen seines dichterischen Schaffens. Beide sind dcrselBen Grundstimmung entsprungen. sJn den verschiedenen Formen, der geBundenen und der ungebundenen /Rede, Voll poetischer Gewalt, spricht das Weben und Sehnen, das Streben und Verlangen einer dichterisch empfindenden und «suchenden SeeAe. <Eä gilt, das Sein zu ergründen, das Problem der Wesenheit zu erfahren, zu erleben. Was' i st Alles, «ras da ist? Woran hän^t es? Woher .kommt es? Wohin strebt es? .Gottfried! drückt diese Gedanken in alter. Bewährt-, geprägter, /mystischer Sprache aus. Schlicht und einfach fließen seine Lieder. lMelodisch, ungekünstelt. Die gehobene Stimmung teilt sich.unwillkürlich dem Leser mit. Äirwh. Elegie auf die Märtyrer bei den grausamen Pogromen in Polen, von Bezirksrabbiner Benzion Latz, Verlag des Verfassers, Wien. 2. Bezirk. Taborstraße 21 a. Der Erlös des Werkes ist für die -Waisen der Pogromopfer bestimmt. m . . _ k''**erteilt Unterricht in der hebräischen Sprache und. Literatur; Gefl. Zuschriften an M. Gel 1 e r, Wien, II., Große Stadtgutgasse 20/19. G. Zu älterer leidender Dame Geh. Justffrat Neg.-Rat Dr. Adolf Edl. ». Bachras Hof- und Eerichtsadvvkat in Wien. Advokatenfürsorge. Eine Aufgabe der Rechtspfiege- Eraz und Leipzig, 1918. Verlag von Ulrich Mosers Buchhandlung <J. Meyerhoff). Kriefkafte«. M. B.. in B. Der 19. iIänner 1906 toar Samstag am 22. Te- -weth 5666. fieschicktes sympathisches Mädchen (Jüdin) mit guten Kenntnissen im Nähen und Frisieren wird für Wien zur Bedienung einer Barne gesucht. Verläßlichkeit und Eignung zum Beruf Bedingung. Anträge unter „Hoher Lohn und gute Behandlung“ an die Administration dieses Blattes. möchte-ich für meine Schwester, sehr liebe intelligente Frau, für Nachmittage Posten als Gesellschafterin: und zu leichter Pflege. Anträge unter „E. K.“ an die Administration dieses Blattes. Stütze der Hausiran, wird neben Erzieherin in religiösem Hause aufgenommen. Gefl. Zuschriften mit Lohnansprüchen unter Chiffre »G.« an die Administration dieses Blattes. HelmkeSir*efY 27jäbriger junger Mann, Vertrauensperson, während der Kriegsdauer als Unteroffizier eine Kanzlei selbständig geleitet, vor Ausbruch des Krieges in einer Kleiderfabrik im .Kontor, Lager und als Reisender mehrere Jahre tätig gewesen, sucht passende Stellung. Beste Referenzen. Gefl. Zuschriften erbeten an J. K., Wien, XX., Romanogasse 11/13. Tüchtiger Israel. Lehrer Volks- und Mittelschulgegen tänden. Honorar mäßig. Auch gegen bescheidenen Mittagstisch. Zuschriften an R. Rosen, VIII. Bez;, Langegasse 25, H, Stiege, 3. Stock, Tür 23. _ G. Prima geschmolieies Gansfett (strengfensclier) zu verkaHi«n. Zu erfragen bei „Wienea“ II., Ob. Donaustr. 91 HertmsgeBer «nd verastwsrtlicher Redakteur: Dr. Jslsk T — D-rk »5. 8 f tz s - Ä is»,' Y.B.:

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