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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-12-27 · 51 (27.12.1918) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
51 (27.12.1918)
Date
1918-12-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seit» 836 Dr. MüH's Wochenschrift «Lr »1 Hast Du keinen besseren Zweck gefunden, als Dein Geld für körpcrirche Gemisse zu verschwenden?! Wer ich eigentiicr> jener Verrückte - in Ode; ich,, der nur immer ^innonen, schieden hört? Datz er doch seihst in Stücke Zerrissen werden möge! Fehlen ihm etwa. Kriege?! Wiegt doch meine Mutter zu sagen: „Wenn sich jemand erwürgen will, so soll er nur ruhig bei sich selbst beginnen!" Ia, Du hach goldene Uhren und Armbänder in Odessa gesehen! So kann sich Deine Mutter darüber freuen! Was habe ich, Mendel, von Deinen Geschenken, welche Du in den Schaufenstern ausgestellt siehst? Wie meine Mutter scherzweise zu sagen pflegt: „Wir haben Tafel und Mehlspeise, allein keinen Mund dazu." Also höre, gehe in ein Geschäft und kaufe mir ein Stück Leinen für Wäsche und Webe für .Polster, zwei Wolldecken, SLlbergeräLe und dergleichen. Schap doch, Mendel, wie elend ich es bei Dir habe! Wehe mir, datz es nur so öeschieden ist! Blume State prahlt mir gegenüber und rümpft die Nase in die Höhe. Worauf sfolzierr sie denn eigentlich? Sie hat sich eine Perlenschnur angeschafft. Daß sie doch daran erwürgt werden möge! Ja, ^'ie hat es bei ihrem Manne wirklich gut: Ia, es haben fchvn so manche Weiber Glück! Bloh mir ergeht es so schlecht! Jede Kleinigkeit mutz ich ihm mehreremal wiederholen! Stelle Dir vor. Du hast noch einen „Schluß" gemacht! Ich rate Dir vernünftig, verkaufe Deine Ware rechtzeitig! Er kümmert, sich aber nicht darum und kauft immerfort zu! Was ist denn Dir dort geschehen? Hattest Du Angst, Lu würdest die Ware später nicht .mehr bekommen?' Ich begreife schon, was für Geschäfte Du dort machst, und Wie es sonst in Odessa ausschauen mutz, WO man von Sabbaten und Feiertagen nichts mehr weist, der Vvrbeter seinen Bart rasiert — datz doch alle Leiden auf sein Haupt kommen mögen! Nach meiner Ansicht mutzte man eine solche Stadt und solche Sünden gleich einer Pest fliehen! Lr dagegen ist ganz in ihr versenkt samt Händen und Fützen und hat gar nicht die Absicht, von dort wegzukommen! Daher höre mal, was Dir Dein Weib sagt: Bedenke und treibe Dich dpch nicht soviel herum in diesem Odessa! Datz sich doch ein7Feuer auf Dich hinunterlasse, wie es Wünscht Dein treues Weib Scheine Scheindel. V. Sage doch. . Wenachem Mendel, wer ist denn eigentlich, diese „Fankoni"? Warum beschäftigst Du Dich mit ihr soviel? Du schreibst mir so , viel von ihr und scheint bri ihr Tag und Nacht zu sitzen. Ist das ein Mann oder ein Weib? D. O." (Fortsetzung folgt.) Knefimsterr. 2>r. B. E. Den Aufsatz können Sie sich in der Redaktion aß*' holen. Es ist ein schwerer Irrtum, anzunehmrn, daß das. rassische Judeutum „eine Stütze des Bolschewismus" sei. Trotzky, Kamenew luiö Hasse sind Täuflinge, vollständig affimrlierte Russen, die bei jeder Gelegenheit erklären, „Internationalisten" zu sein. Bei sämtlichen fitdijchen Gemeindewahlen in Rußland haben die Bolschewiken eine flieh erläge erlitten. In der russischen Roten Garde' ist kein einziger xZUöe, wohl aber zahlreiche in der Äetßen Garde. Ein Judenmädel Dora Kaplan endete am Galgen, weil sie gegen Lenin ein Änentat versucht hatte. Ein junger jüdischer Advokat Wilenken gründete ein Komitee zur Bekäutpfung der Bolschewiken, er wurde erjchossen. Ebenso in Petersburg M ar g ulie s. Die Zahl der jüdischen Opfer des Bolschewismus ist enorm. Daß man trotzdem bemüht ist, die Juden für den Bolschewismus verantwortlich zu machen, entspricht der traditionellen Politik aller reaktionären Parteien. Frau M E. Wir geben gern ihrer Anregung Raum, daß doch die Stunden, in denen die Gemeinde-Mikweh geöffnet ist, öffentlich kundgegeven, jedenfalls aber nicht von einem Tag aus den andern bedeutend geändert werden sollten. Wenn es sich bestätigt, Boiksbäder bis in den Abend benützt werden dürfen, jo so gleiche für die Mikweh geltcn. Dr. R. Heiutteyrer finden sofort bei jüdischen Oekono stellung. sie wollen sich um nähere Auskunft mi Herrn.Jsidor 11. FerdinLndsstraße 28, welchen. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: D' . , Notiz. Der vorigen Nummer unseres Blattes ist ein Prospekt der Ceutral-Wechselftubeu Actien-Gesellschaft in Wien, Bauernmarkt 10, zugelegen, welches Institut wir unseren Lesern auf dach allerwärmste empfehlen. Die Central-Wechselstuben Actien-Gesellschast übernimmt jede Art der Vermögensverwaltung »spesenfrei und erteilt alle Auskünfte kostenlos. . ÜC&siiki&ars^ Bei der israel. Kultiisgemeinde in Waagneustadtl, ehedem Vägujhely, jetzt Nove Mesto nad Vakom, ist die stelle eines Gemeindesekretärs (Notars) zu besetzen, der korrekt deutsch und tschechisch, eventuell in einem anderem Idiom der tschecho-slowakischen Republik (slowakisch) konzipieren kann, Kenntnisse im Hebräischen in solchem Maße besitzt, um die einschlägigen Ausdrücke in Wort und Schrift zu * benützen. Bevorzugt werden Bewerber, welche von anerkannten Rabbinaten Schächtungsbefugnisse besitzen, oder welche bereits in Ungarn gewirkt und die ungarische Sprache. einigermaßen beherrschen. Anerbieten unter Angabe des Alters, Familie und bisherigen Lebenslauf nebst Gehaltsansprüche erbeten an die Israelitische Kultiisgemeinde in Nove Mesto n. V. (Vägujhely) via Ung.-Hradisch—Vlara - Treuem. KoifeMS-Aisseiimlrang. Bei der Israel. Kultusgemeinde in Pohrlitz gelangt die Stelle des , Sclioclaet Bodek weicher auch die Dienste des Schames zu versehen hat und Ivoreh sein muß, sofort zur Besetzung. Gehalt nach Übereinkommen und freie Wohnung. Bewerber, unter 40 Jahre alt, wollen ihre Offerte m. Eabolo, Geburtszeugnis, genauen Nachweis des^Familienstandes wie auch der bisherigen Verwendung bis spätestens 15. Jänner 1919 beim gefertigten Vorstande einbringeu. Fohrlitz, 22. Dezember 1918. Der. Kultusvorsteher: Hermann Schnabl. Hörtlefarer e*nen gesucht. Schriftliche stration dieses Blattes. Offerte unter »Knabenhort* an die Admini- G. rrr Zionistischer Zentralerem in Wien. Eissladtmg' zu der am 28. Dezember 1918 um ya6 Uhr abends in den Hernalser Brauhaus-Sälen, XVII. Frauengasse Nr. 27, stattfindenden Massen versassa m iMiig. Thema: Aktuelle jüdischeJFragen. Redner: Frau Anitta Müller, Ing. Robert Stricker, Dr. Isidor SchaliU Dr. Fritz Löhner. Prima geschmolzen® Gansfett 'koscli’er)' zai;^erka’iitein« Tragen bei „Wienea“ ti, Ob. Donaustr. 91. Druck von L. Beck & Sohn Wier, ¥11.

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