Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 51 (27.12.1918)
- Date
- 1918-12-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3022300-3022352--27431-3052847- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sk. 51 Tr. BloWZ Wochenschrift beite 837 dmsalls/ daß Ne Negierunjg dann die nötigen Schritte tun wird. . - > - Die Resolution wird in der nächsten Sitzung zur Wstimmung gelansgen. __; Eine Note der schwedischen Negierung in bezug auf die Mrs zuverlässiger Quelle erfährt das Jüdische Preßbureau rn Stockholm) daß! der schwedische Mußenminister Hellner eine Note M die Gesandten der Ententemächte und Amerikas in Stockholm überreicht Hat, in der er im Namen der schwedischen Regjetung unmitteMre! wirksame Maßnahmen Kim! Schutze der jüdischen Bevölkerung in Galizien iund Polen 'verlangt. Tie Mischen Flüchtlinge \m tschecho-stowakffchpn Staat. lAus Prag wird gemeldet, daß nach einer lam 12. Dezember erfolgten Intervention des ehemaligen Reichsratsabgeordneten Heinrich Reimes gemeinsam Mit Prost Dr. Alfred -Engels 'Heiter der FtüchtliN^sfüjrforge, und Sekretär E. Wold stein beim Minister für öffentliche Arbeiten Fr. Stanek, beschlossen, die lAufenthaltsbe^ williMng für die jüdischen Flüchtlinge auf unbestimmte Zeit zu verlängern.! < Wie das Exekutivkomitee der vereinigten jüdischen Organisationen in Zürich! drahtet, hat eine Deputation desselben in dieser Angelegenheit bei der tschecho-skowakischen Vertretung in Genf vorgesprochen. Diese hat an , die Prager Negierung! das 'telegraphische Ersuchen gerichtet, die Entscheidung der Angelegenheit bis nach Ankunst des Präsidenten Masaryk aufzuschieben. Die Genfer Vertretung werde diesebf die .Ansgelegenheit vortragen. Das StockholMer Jüdische Presfebureau teilt mit: Das vereinigte jüdische Komitee in Stockholm hat-sich in Angelegenheit der -Ausweisung der jüdischen Flüchtlinge im tsch echo-slowakischen Staat an den Vertreter der zionistischen Organisation bei den Friedensverhandlungen in Paris Sokolowl Mit der Bitte um -Intervention bei dem tsch echo-slowakisch en Minister des Aeußern Dr. Benes -gewendet. Der holländische sozialistische Senator van Kol veranlaßte über Ersuchen der holländischen Zionisten das Haager tschechische Komitee, telegraphisch an die Prager Regierung zu iappellierest, daß diese eine Verlängerung des Aufenthaltes der im jüdischen Staat weilenden Flüchtlinge gewähre. -Ebenso telegraphierte die belgische Zionisten-Federation in der gleichen Angelegenheit an Ne Regierung der tschechoslowakischen Republik. -Gm TeleggtjM W ukminischen Juden zuW Fried enszekländer und -durchs internationale Garantien untgr der Kontrolle des Völkerbundes: ä) der bürgerlichen nNd nationalen Rechte der Mischen Bevölkerung sowie des Rechtes Icyrf eigene Feiertagsnnd Sabbatruhe. d) der national-chersonelten Autonomie in allen ^andern, wo die juNsche -Bevölkerung in dichten Massen wohnt, sowie -auch in hm anderen Ländern, wo die-jüdische Bevölkerung entsprechende Ansprüche stellen wird. 5. Wiederherstellung der durch den Krieg ruinierten jüdischen Wirtschaften. Für die Verwirklichung der obigen Ausgabe verlangt die Mische Nationalversammlung die Zulassung einer Repräsentanz des jüdischen Volkes »zur Friedenskonferenz neben den Vertretern anderer Nationen. Die Delegierten sind: Ussischkin, Achad H aaM, Rabbiner A h r o n so h n, G r u s e nb e r g und K r ein i n. Die sozialistischen Fraktionen beteiligten sich nicht an der Wahl der Delegation. - _ TelegraMm des serbischen Kronprinzen und Regenten Alexander -an einen Oberrabbiner. Aus Vukovar wird uns berichtet: Die heutige (19. Dezember) NuMmer des hiesigen Blattes „Novo Doba" („Neue Zeit") enthält folgende Notiz: Der hiesige Oberrabbiner erhielt aus Belgrad vom Regenten^ und Kronprinzen Alexander dieses Telegramm: „Dr. Julius Diamant, Oberrabbiner von Syrmisn, in Vukovar. Tief ergriffen Mich Ihre aufrichtigen Glückwünsche, die Sie an Meinen erhabenen Vater, Seine Majestät den König Peter I., und an mich richteten .anläßlich des historischen Ereignisses der Vereinigung unserer ganzen dreinamigen Nation der Serben, Kroaten und Slowenen auf ihrem ganzen ethnographischen Territorium unter dem Szepter der Dynastie der Karagyorgjevice! Mein erhabener Vater und ich werden nach den Grundsätzen der vollständigen Freiheit und Gleichberechtigung regieren. Alexander." , Das Jüdische Preßhureau in Stockholm mePet: -In Kiew fand kürzlich, die provisorische National-- Versammlung der ukrainischen Juden statt. Alle 'jüdischen Parteien waren vertreten. Der bürgerliche Zionismus verfügte Wer eine -große Mehrheit der Delegierten. Die Friedenssordernngien'des jüdischen Volkes wurden von der NationalversaMmlnUgi in nachstehender Mit Stimmenmehrheit angenommener Entschließung formuliert: „Namens dreier Millionen Juden in der Ukraine verlangt die Mische Nationalversammlung von der Friedenskonferenz:; 1. Die Anerkennung Mer einheitlichen Mischen Nation. l '' ’ 2. Die Einschließung der -einheitlichen jüdischen 'Nation inden Völkerbund -als gleichberechtigtes- Mitglied. ' 3. Die Sicherung durch internationale Garantier, der notwendigen BsNngungen für die Wiederherstellung eines. Mischen nationakpolitischen Zentrums in der ge-» fchichtlich en Heimstätte des'jüdischen Volkes in Palästina. . 4. Die Sicherung durch die Verfassungen der Ein- Prosessor Masaryk an die zionistische Dereimgungj -Amerikas. „Im Namen desiMationalrates» und, wie ich» -zu sagen ermächtigt bin, im Namen unseres ganzen Volkes danke ich Ihnen Herzlichft für ihre freundliche und großmütige Anerkennung unserer nationalen Politik und der Tätigkeit unserer Truppen, die in Rußland, Frankreich- und Italien kämpfein. Unseren zukünftigen Staat stellen wir uns so vor, daß er den garrzen Komplex innerhalb der gegebenen historischen Grenzen umfaßt; dies bedeutet, daß es einige nationale Minoritäten geben wird. Die Vermischung der Nationalitäten) die in Böhmen und der Slowakei leben, ist so eng, daß eine wirkliche territoriale Abgrenzung unmöglich ist, denn wir körknen -es uns nicht leisten. Tausende nnd -aber Tausende unseres Volkes zu verlieren, und wir wünschen nicht, -die Minoritäten anderer Völker zu unterdrücken. »Es bleibt nur eine gerechte 'Anordnung -übrig — den Minoritäten die gleichen Rechte imi öffentlichen Leben und in den Schulen zu gewähren — und dies ist stets unser nationales Programm und erbieten den Deutschen gegenüber gewesen. Als Tatsache bezieht sich das gleiche Programm auf die Mische Minorität. Die Juden werden dieselbe Gleichberechtigung genießen wie Ne -übrigen Bürger unseres Staates. Ferner muß ich'betonen, oäß wir das unmoralische und tyrannische österreichische System der Staatskirchen beseitigen werden, welches Ne Religion nnd die Kirche zu politischen Zwecken mißbrauchte. Was die zionistische jBchNegung anbetrifft, so kann ich nur meine Sympathie für -sie und die nationale Bewegung im jü- Mchen Volk im .allgemeinen Ausdrücken, weil sie von