Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 48 (6.12.1918)
- Date
- 1918-12-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Ihr. 48 &ite 785 Dornhelm Max, Arzt, geb. 18. August 1890, Wien, 6. Bezirk, Strohmayergasse 13. DornhelmLeon, geb. 26. Juni 1888, Wien, 6. Bez., Strohmayerg. 13. Engel Helene, geb. 31. Juli 1889, Lundenburg, 2. Bezirk, Pillersdorfgasse 5. Gorge Alice, Beamtin, geb. 19. Oktober 1897, Wien, 3. Bezirk, Reisnerstraße 13. Horzetzky Karl Georg, Fabrikant, geb. 6. Dezember 1881, Wien, 1. Bezirk, Schöttenbastei 16. Dr. Herz Artnr, Rechtskonsulent, geb. 19. Februar 1885, Wien, 4. Bezirk, Wiedner Hauptstraße 18. Kövi Juliana, geb. 19. Juni 1888, Freudental (Schlesien), 7. Bezirk, Westbahnstraße 37. Kövi Arpäd, Vertreter, geb. 18. Juli 1885, Wien, 7. Bezirk, Westhahnstraße 37. Lnetken Heinrich, geb. 17. Mai 1877, Gzernowitz (Bukowina), 6. Bezirk, Gumpeudorferstraße 55. Lerchenield Ludwig, Fabrikant, geb. 13. Dezember 1882, Wien, 1. Bezirk, Gonzagagasse 11. Lemberger Magdalene Theresia, Generaldirektorsgattin, gebr 6. März 18»U, Wien, 8. Bezirk, Alserstraße 25. Lukaos Alexander, geb. 19.- Juli 1859, Tokaj (Ungarn), 19. Bezirk, Winthgasse 1. Lukaos Elisabeth, geb. 11. Juli 1877, Wien, 19. Bez., Winthgasse 1. Lukaos Ludwig Franz, geh. 21. Oktober 1898, Wien, 19. Bezirk, Winthgasse 1. Lukaos Margarethe, geb. 19. Februar 1900, Wien, 19. Bezirk, Winthgasse 1. Lukaos Maris, geb. 31. Juli 1901, Wien, 19. Bezirk, Winthgasse 1. Neuhöier Margarethe, geb. 29. August 1888, Wien, 4. Bezirk, Panigigasse 172. Farola Auna, geb. 30. Juli 1894, Gzernowitz (Bukowina), 2. Bezirk, Obere Donaustraße 63. . , Pollach Emanuel, Finanzrat, geb. 29. Juli 1868, .Wischau (Mähren), 3. Bezirk, Jtteisnerstraße ü2. * Pollach geb. Schlesinger Else, geb. 9. März 1878,*Bielitz, 8. Bezirk, Reisnerstraße 32. Pollak David, Rechtshörer, geb. 18. Februar 1896, Gzernowitz (Bukowina), 18. Bezirk, Öchopenhauerstraße 19. Prover Anna, Berufspflegerin, geb. 2. Oktober 1897, Przemysl (Galizien), 19. Bezirk, Billrothstraße 78. Paunczen Rosalie, geb. 27. Januar 1893, Budapest (Ungarn). 3. Bezirk, Rechte Bahngasse 12. Rawher Nathaniel, geb. 6. Februar 1880, Wien, 2. Bezirk, Zwerggasse 1. Roubitschek Leopold, Fleischhauergehilfe, geb. 19. September 1896, Wien, 10. Bezirk, Eugengasse 55. Ruzicka Bruno, Privatbeamter, geb. 19. Juni 1883, Wien, 7. Bezirk, Seidengasse 25. Reichenstein Stephanie, geb. 1. Januar 1896, Wien, 1. Bezirk, Helferstorferstraße 6. Stössinger Oskar, Bankbeamter, geb. 15. Juni 1892, Meran (Tirol), 4. Bezirk, Mayerhofgasse 7. Schweinburg Hans, Ingenieur, geb. 27. November 1877, Wien, 3. Bezirk, Ungargasse 4. Spiegler Friedrich, Fabrikant, geb. 8. JNovember 1872, Wien, 1. Bezirk, Faikestraße. 3. Szasz geb. Kern Rosa, Direktorsgattin, geb. 24. April 1877, Csabdi (Kom. Feber), 9. Bezirk, Glasergasse 4 a. Szasz Leopold, Direktor, geh. 23. November, Budapest, 9. Bezirk, Glasergasse 4a VZrextz berichte ich Dir,, daß ich, Gott sei DaiÄ, gesund bin, so bleibe es. Mögen. Wir .auch fernerhin voneinander nur gute Nachrichten empfangen, von nun an und in Me Ewigkeit. Amen! Kerner berichte ich Dir, werte Gemahlin, daß ich gar nicht darüber staune, daß Au das Londoner Geschäft nicht ganz begreifst,. Das liegt doch auf der Hand! Denke Dir, bärtige Juden, welche ln geschäftstüchtig sind und in Großstädten leben, können sich trotzdem in „London" nicht zurechtfinden — eine Jüdin, wie Du, die ihr Leben lang in Rasrielewke verbringt, soll das daher um so. weniger begreifen können. Ich will Dir . daher den Gegenwand betailiiert auseinandersetzen, damit Du doch das Geschäft grüttdlich begreifst! Merke Di.r, liebes Weib, daß dieses Londoner Geschäft etwas ist, das man nicht sieht, eine Ware, die jedermann kauft, ohne sie Überhaupt gesehen zu haben! Käufer und Verkäufer glauben einander ehrenwörtlich und schließen die Geschäfte Mündlich ab. Der Wert dieser Ware verwandelt sich von Minute zu Minute. Jetzt steigt, später sinkt er wieder. D.as heißt, unser Rubel in Berlin pflegt zuweilen ganz in die Hohe zu sein, ein anderesmal wieder in die Hölle zu sinken! Alles hängt von Berlin ab! Die Kurse steigen und sinken blitzschnell, die Telegramme fliegen, unsere Iüdchen laufen hin und her, plaudern, pertraktieren, machen Geschäfte und werden reich; kaufen und verkaufen, häufen Geld, und darunter bin auch ich! Das Getümmel ist außergewöhnlich, fast, zum Taubwerden! Gestern habe ich einen Schluß gemacht und investierte fünfzig Rubel. Heute mittag, präzise 12 Uhr, ist eine Berichümmerung eingetreten, und ich habe sie eingebüßt! Du möchtest wohl wissen, wie das bewerkstelligt wird? Ich will Dir das ausführlich beschreiben. Beispielsweise, Du gibst dem. betreffenden Beamten fünfzig Rubel für einen Tag;-dort steht N. N„ der.den Rurs festsetzt, da kann ein Schluß zweifach gemacht werden; d, h, zwei Dausse oder zwei Baisse; oder wenn es Dir beliebt, verkaufst Du gleich an N, N., was Du nicht einmal siehst. Zur Zeit der Sperre, d. h. bei uns .in Odessa die Dämmerungsstunde, ungefähr wie die „Mincha- und Maariwzeiten" (Abendgebete) in Rasrielewke, sinkt dann der Rurs, so. bist Du aussichtslos, dann sind die; fünfzig Rubel verloren. Aas äh ein Schluß. Allein, habe doch, meine Liehe, - keinen Rümmer, Eine Einbuße von Mnfzig Rubel in Odessa ist gleich NM. Das steht gleichsam auf der Tagesordnung. Wird mir aber der. Ewige beistehen und die Geschäfte werden glatt gehen, dann verdiene ich das Zehnfache und häufe enormes Geld an. Hinsichtlich der Akzepte; des Onkels Manasse Szasz Imre, geb. 7. September 1917, Csabdi (Ungarn), 9. Bezirk,DU ganz iM Irrtum. Du bist, mit jhM .Npch Nicht Giasergasse 4 a. / L^'ganz fertig, cs haben nach viele zu ihm 'Bertrauen, West?aWteie1827^ SanderSkl)ebeilÄaan5 65 Mher zu sein pflegte. Wollte ich die At- Tanber KarnMa, geh. 13. Mai 1872, Neudorf (Korn. Preßburg),^ 3eP.*e 0C9en ßirt Diskont eskpmp.tieren, dann Hätte 1. Bezirk, Wipplingerstraße 32. Zentner geh. Schüller Marianne, 13. Bezirk, Altgasse 23. geh. 14. April 1890, Wien, Feuilleton. „gtftttatt“ (Air vdessrer Körfr). Bon Echolem Alechem, übersetzt von AbraHa« KoHaae, dz. Prag. - /III, . , . MenachM Mendel aus Odessa M seine Gemahlin 'Scheine Scheindel in Rasrielewke: „An Meine teure, keusche und gescheite Gemahlin Scheine Scheindel «mitsamt dem ganzen Hausgesinde, alle lasse ich herzlich grüßen! . ich dafür genug Abnehmer. Allein ich habe keine Lust. Sollte ich Bargeld brauchen, so habe ich es doch fm Ueberfluß. Rann ich doch eventuell, gezwungen, von meiner Ware etwas abstoßen! Allein ich stehe noch nicht dabei. Ich will lieber zukaufen. Je mehr man davon hat, desto besser ist es. Wenn jemand schlafen geht und vorher „geschlossen" hat, dann kann er sich nur beneidenz dann wird er sicher gut schlafen können, .Zeitmangels halber schreibe ich wenig. Demnächst will ich Dir aber wieder ausführlich schreiben. Inzwischen Möge aber der Ewige unsere Unternehmungen beglücken. Bon Deinem Gemahl Menachem Mendel. P. S. Du fragst, wq ich logiere und esse. Ich teile Dir, Meiner Lieben, mit, ich weiß selbst nicht« wo ich fhecke. Odessa ist eine riesengroße Stadt, die Nahrungsmittel sind hier sehr teuer, die Hauser himmelhoch, ich Mutz allnächllich auf EifeMrepWn ungefÄhU eig£ Halbs