Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 48 (6.12.1918)
- Date
- 1918-12-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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P □uaoaaaaasasaoaGoop Yr. 48 Dr. Bloch’s Jahrgang Lentralorgan kür die gesamten Interessen des Zudentums llcivooooooociallllvcioovocicisooorinoci p - > o A. K. Posksnarilaffin«»« 8 Llesrinz-VrrKehr: S10.97S § oo g Ardcckti«« und Vkrainlftt«Hsn: g Wie» g!!/,. Praterstrstze » 8 TttopkMi 4S.ISI. | O aDncsoanoaQaaaoaaaBoaaBaBaBBDaa □ Wien, 6. Dezember 1918 TeschOisr je-r» Areik«G »rief-Xtzresse: Mi«, H/1, Pr«1erstr«he 8 T»le-r«mm.U»r«-e: Blsch's Wrchenschrifk Wien. paaaBBanaaaaaaaaaBaaocaoaaaaoaap o g | Bezugspreis: g 3 Halbjährig 10 Kronen | | Ganzjährig 20 Kronen g § Einzelexemplare 80 Heller g g «»zeigen: Die 3w«l grsvattene g g Prtitzrile 60 HeSee. ® a a P □□□DnaHBQDBoaoanoaaocioaooaaocc Q Inhalt: Leitartikel: Jiskor. — Die polnischen Barbaren. — Dr. Alfred Stern. — Das Judenmorden in Lemberg. — Jüdische Gemeinde- und allgemeine Politik. — Zum Entwurf der neuen Wahlordnung. — Randglossen zu dem von Dr. Adolf Ritter von Schwarz-Hiller veröffentlichten Entwurf einer provisorischen Wahlordnung für die jüdische Gemeinde in Wien. — Korrespondenzen. — Vermischte«. — Feuilleton: ,-Londons (Die Odessaer Börse.) — Brieflasten. — Inserate. Jiskor. Schmerz, mächtiges, erschütterndes Weh durchwühlt unser Nun ruhen sie alle, Greise und Jünglinge, Frauen und Gemüt bis auf den Grund. Unser Blick, umflort von Trauer Mädchen unter dem Schutt der ausgebrannten, zerstörten Häuser, und Kummer, verbirgt sich hinter tränengetränkten Lidern. Glücklich diejenigen, denen ein leichter, rascher Tod von Unser Herz bebt. Unser Arm zittert. Das gesamte geistige Leben der Kugel der Mörder beschieden. Sie ruhen nun wenigstens in uns wird erfaßt von einem ungeheuren aufwühlenden Gefühl in der Kühle des Grabes. Zusammen in Haufen. Anders durste der Empörung und des Abscheues. es nicht sein. So gebot es die Gewalt. Schreckliches ist geschehen^. Märtyrerblut ist geflossen in In Liebe und Wehmut gedenken wir Euer. Strömen. Unsägliche Qualen haben sie erdulden müssen die Brüder und Schwestern, Ihr heiligen Blutzeugen für die heiligen Opfer einer bodenlosen Roheit, ehe sie den mannig- Reinheit und Erhabenheit: der Lehre Israels, Ihr habt den fachsten, qualvollsten, unnatürlichsten Todesarten erlagen und Leidenskelch geleert bis auf den Boden. ' Der Niedrigkeit des ihre Seele aushauchten. Bei lebendigem Leibe haben ganze Erdenwallens entrückt, seid Ihr uns in Eurer lichten Reinheit Familien, im . grausamen Tode unlöslich vereint, den sürchterdas Vorbild der Treue, der unwandelbaren Anhänglichkeit an lichen Tod des Verbrennens erwartet, erlitten — den überden Glauben unserer Väter. Ihrem Beispiele seid Ihr gefolgt, wältigenden, unentrinnbaren. Keine Rettung gab es für diese Euer Andenken bleibt uns heMg und teuer. Aermsten. Die uniformierten Mordbrenner haben ihnen die Gott tröste ^Euere Hinterbliebenen nebst allen, die um Ausrottung zugedacht. Unnachfichtlich, unbarmherzig. schweres Leid trauern. Gott stärke Israel! Kilfe für die Opfer -er galizischen Pogrome. Während noch das von uns eingeleitete Hilfswerk für die tobe bedroht sind. Gegenüber diesem furchtbaren Elend erscheint Opfer des Krieges seinen Fortgang nimmt, dringen zu uns ereine umfassende HilfelMüng unausweichlich! schlitternde Hilferufe aus vielen Orten Galiziens, an denen die Wir erlauben uns daher an alle edlen Menschenfreunde wehrlose jüdische Bevölkerung überfallen und durch Plünderung, die innige und dringende Bitte zu richten, den beklagenswerten Brandschatzung und Vernichtung von Hab und Gut in unsäg- Opfern dieser barbarischen Greueltaten durch rasche und liches Elend gestürzt wurde. Aus den Schilderungen von Augenausgiebige Förderung der von uns eingezeugen über die in Lemberg verübten Greueltaten hat man leiteten Aktion Hilfe und Rettung zu bringen und uns mit Entsetzen entnommen, daß dort durch die Ermordung und in den Stand zu setzen, die Not der Unglücklichen zu lindern Verbrennung vieler hunderter unschuldiger Menschen zahlreiche und viele hunderte Familien vor dem gänzlichen Untergange zu Familien ihrer Ernährer beraubt wurden, daß durch die Berbewahren. Hochherzige Beiträge werden vom Bureau der Jsraewüstung ganzer Stadtviertel und die Vernichtung von Wohnungen, litischen Allianz, Wien, II., Untere Donaustraße Nr. 33 (Post- Geschäften und Habseligkeiten der jüdischen Bevölkerung Greise, sparkafsenkonto Nr. 8152), sowie durch die Redaktion dieses Frauen und Kinder ohne Obdach und Erwerb, ohne Nahrung Blattes, ferner durch Einzahlung auf unser Konto bei der und Bekleidung zurückgeblieben und bei der gegenwärtigen Oesterr. Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe und beim Winterkälte teils dem Erfrieren preisgegeben, teils vom Hunger- Wiener Bankverein dankend in Empfang genommen. Wien, den 1. Dezember 1918. / ' Der Vorstand der Israelitischen Allianz zu Wien. Als erste.größere Spenden sind der Israelitischen Allianz zngegangen: Bon Herrn Emil Lederer (speziell für Lemberg) K 60.000, vom Bankhause S. M. Ro rh sch ild L 20.000. .