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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-11-08 · 44 (8.11.1918) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
44 (8.11.1918)
Date
1918-11-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Nr. 44 Seite 714 D>r. Bloch's Wochenschrist entsandt, wo er zur Förderung der österreichischen Interessen Dienst versehen fjollte. Dr. Vorsry zog es aber vor. nach London zu reisen, wo er 'mit den dort anwesenden tschecho-slowanschen Kreisen in engste Fühlung trat. Von London reiste Dr. Borsky nach Paris. Nun wurde er 311m' tschechischen Gesandten' in Rom ernannt. , AtMmer, Araber und Mdm. Sir Mark Sykes veranstaltete zu Ehren, der zionistischenarmenischen und syrischen Deputationen, die Lloyd -George in Manchester begrübt hatten, einen Lunch. Sokolow sagte, daß "Lloyd George und Balfour Freunde der Sache der Nationalitäten sind, die vertreten waren? Er hoffe, daß, die Zusammenarbeit uM meine Ehre und um mein Lebensglück gebracht haben. Für Meine langjährigen Kämpfe gegen diese Geister, dm jetzt zu Gespenstern herabgLsunken sind, habe ich mehr gelitten, als irgend jemand vermutet. Aber für Rache ist am Geburtstage des heiligsten Gutes, das ein Volk besitzt, der Freiheit und Unabhängigkeit, keine Zeit. An diesem Tage soll die Liebe und Vergebung allein dem Wiegenkinde zu Paten stehen." Die PMu in GaWar. gegm die Juden. Das Jüdische Korrespondenzbureau im^ Haag meldet: Die Polen haben die Versammlungen, die einberufen worden waren, um' die Forderungen der galizischen Juden zu proklamieren, verboten. der Juden, Araber und Armenier, die nötig ist. wenn, diese Nationen Erfolge erzielen wollen. Zustandekommen werde. Der Vertreter der Manchester Syrischen Komitees Kahla beglückwünschte die Zionisten zu ihren groben Fortschritten. Die Syrer sympathisieren mit den Bestrebungen der Zionisten. Sto (bin. der: Präsident des armenischen Komitees, betonte die Notwendigkeit der innigen Zusammenarbeit der Juden. Araber und Armenier. Sykes wies in seiner Antwort u. a. auf die freundschaftlichen Beziehünaen hm. die.WeizMann in Palästina Mit dem Scheriff Feyzak. dem Sohne des Königs von .Hodschas, angeknüpft hatte. Er warnte vor der türkischen halben Lösung-der nationalen Fragen. Tschechen und Juden. - Im deutsch geschriebenen, tschechischen Blatt „Anion" in Prag veröffentlicht der bekannte Politiker Graf Adalbert Sternbera eine Artikelserie unter dem Titel ..An der Wiege der neuen Welt". In den beachtenswerten Ausführungen, die für allgemeine Gerechtigkeit eintreten, lautet eine Stelle, die sich; auch auf die Juden bezieht: „Me Völker, welche diese oder jene Schichte verbannt. oder vertrieben haben, haben aM meisten selbst Die Wischjs Legion k PiMfLMa. Ein Havasbericht meldet, daß die Truppen des . Königs von Hedschas beim' Beginn des neuen Feldzuges in Palästina 400 Mann zählten. Im' Laufe der Ope- - ratic-nen stieg die arabische Streitmacht-, auf 10.000 Mann. Was die jüdischen Truppen in Palästina betrifft, liegen noch keine genauen Ziffern vor, doch ist bekannt, wie das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag meldet, daß sich in Palästina allein mehr als 1000 Juden dem jüdischen Regiment anschlossen. Die Zahl der jüdischen Truppeir, die aus England, Kanada, den Vereinigten Staaten und Aegypten kamen, dürfte mindestens 10.000 betragen. Wiewohl die jüdischeLegionsbewegung noch - nicht zu voller Entwicklung kam! und insbesondere den jüdischen Legionären in Rußland die Möglichkeit entbrach, nach Palästina Zu gelangen, ist demnach, der jüdische Anteil an den Gesechtsoperationen in Palästina ein bedeutsamer. Ein Bericht aus Jaffa meldet, bajj dia jüdischen Truppen sich mit besonderer Bravour schlugen und die türkischen Stellungen in unwiderstehlichem Ansturm nahmen. Alle englischen Offiziere rühmen den Mut, die Anerschrockenheit und Tapferkeit der jüdischen -Legion. darunter gelitten. Spanien, welches die Protestanten und Mauren vertrieben hat. Frankreich die Hugenotten usw., baden es mit dem Verlust der Weltmacht zu büßen aebabt. Ein Staat ist kein Racher, kein Scharfrichter, ein Staat ist ein Vater, und je demokratischer er aufgesaßt wird, desto gerechter, gütiger und desto gesetzlicher soll er sein. Wehe, wenn ihr in die. Fehler eurer hussitMen und protestantischen Vorfahren verfallen solltet! Wehe! Denn dann koMMi eine .neue Zeit der ärgsten Prüfung für unser Voll und die 'Fremdherrschaft ist wieder zu erwarten. Zeigt euch des großen Glückes durch Mäßigung würdig. -; '; : An der Wiege des' neu errichteten Reiches Svatopkuks Muß eine Gsneralamnestie erfolgen. Der Ruf Muß an alle ergehen, an Deutsche, an Adelige und Juden. Kommt uudwerdet patriotische Staatsbürger dieses neuen Reich es! Wir erbürgen Eu HO rdnung und Gesetzlichkeit! Ihr aber gelobt deM Lande Treue und Gehorsam! So wird der Grundstein zu einem zukunftsreichen, wirklich lebensfähigen Svatoplukischen Reiche gelegt werden. '' > Durch And rohen von Konfiskationen^ der Guter, von PogroMen gegen die Iü=j den. Unterdrückung der Deutschen werden wir vom Anfang an wieder jenen Weg betreten, der! uns bereits Mehrmals in der G eschichte nick»n zur Freibeit und Größe, sondern Zur Knechtschaft geführt hat. Ich kann heute so schreiben. 'benrl ich schreibe gerade für jene, die mich durch' zehn Jahre! Die EnLrechLuiN der Juden Polens.!Em Gewattstreich der Assimilanten. DeM Jüdischen Preßbureau in Stockholm' wird aus Berlin gedrahtet: ' . Auf Drängen der polnischen Regierung hat die jüdische Gemeindeverwaltung in Warschau „in Anbetracht der veränderten politischen Lage" die anberaumten W a tzlen zur jüdischen Gemeindeverwaltung bis zu einem von der polnischen Regierung zu bestimmenden Zeitpunkt verschoben. Dieser Beschluß rief die stärkste Erbitterung unter der jüdischen .Bevölkerung hervor. Fast alle WahlloMitees der jüdischen Parteien beabsichtigen Protestresolutionen zu.veröffentlichen. Die jüdische Presse, mit dem „Moment" an der Spitze, verurteilt in scharfen Ausdrücken das Vorgehen der Gemeindeverwaltung. .Man sieht In diesem Schritt einen Versuche der gegenwärtigen plutokratisch>-assimilatorischen Gemeindeverwaltung, die wenigen Reformen, die durch die neuen, demokratisch gestalteten Mahlen herbeigeführt werden sollten, zu verhindern und drei Millionen Juden zu Beginn der Befreiung und Vereinigung Dolens der elementarsten nationalen Rechte, zu berauben. ® . —r— ■ Das Programm der Mals Zion KalsWnaS. Dem Jüdische'.! Preßbureau in Stockholm wird aus I London telegraphiert: AM 7. und 8. September fand in, Jaffa em'e , Konferenz der ^Jüdischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Poale Zion) statt, an der PertreL er aus

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