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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-11-01 · 43 (1.11.1918) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
43 (1.11.1918)
Date
1918-11-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 43 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 697 war auch dieses Werk nur möglich durch die .Hilfe dev Frauenvereine von V inkow c e und V utovar, der tätigen, mit- Frau Grünfeld seit langem' bekannten Präsidentin- Regine R o s en b e r g und ihrem Stabe, namentlich Frau Elise Aug enfeld, Frau Berta Obersohn in Vukovar, und Obmann Herrn Gustav. Gänse, Enten, köstliche Donaufische waren die tägliche Speise, die Milch wurde nur in Krügen, wie Wasser, verabreicht, diePutzta lockte mit ihrer behaglichen Sonnenwärme zu Sonnenbädern, tägliche Donaubäder erquickten die Kinder, die meist ^einzeln 'in Familien untergebracht waren, sich aber zum Spiele und Baden vereinigten. Was Wunder, datz die Gewichtszunahmen bis zu sechs Kilogramm betrugen. Besonders hervorgehoben mutz das reizende Mädchenheim' werden, das Herr und Frau Gutsbesitzer Moriz Brau n in zwei bis drei Zimmern ihres gemütlichen Wohnsitzes sich errichteten. Frau Braun ist eine jener Gutsbesitzerinnen, wie sie in ungarischen und russischen Romanen häufiger vorkoMmen als in der Wirklichkeit, die zuM Wohls ihrer Untergebenen Medizin und Rezeptiertunst studiert hat, welche alle Künste der Hauswirtschaft meistert, eines der Kinder mütterlich gepflegt, alle in kostbaren Handarbeiten und Ausbessern ihrer Garderobe unterwiesen hat; jenen zehn Mädchen, ihren künftigen Gatten und Kindern, mutz es für immer ein Gewinn fein, datz. sie Wochen in Gesellschaft, dieser Frau weilen durften. Von der Güte kroatischer Frauen und Herren kann sich aber nur der einen Begriff machen, der sah, wie reichlich die Kinder' zum Abschied beschenkt wurden, so datz' die Mutter auch den zu Hause gebliebenen Lieblingen für einige Zeit die Kost aufbessern kann. Einzelne besonders erholungsbedürftige Kinder verblieben bis 15. September, und allen jenen, die sich brav auffführtech ist schon heute dfe Erlaubnis zum WiederkoMmen im nächsten Jahre.gesichert. Datz die Reise mit 85 Kindern zur Kriegszelt trotz des! grotzen Entgegenkommens der Behörde keine leichte Sache ist, ist begreiflich; wer aber die grotzzügige Art kennt, mit der Sofie Trünfeld, die von ihrer Nichte Rosa und einer Krankenschwester begleitet war, derartige Schwierigkeiten überwindet — so mutzte sie auf der Heimreise rasch 1500 K. opfern, um die Ertrawaggons an einen anderen Zug anhangen zu lassen —, brauchte um die Kinder nicht besorgt zu sein. .Zwischen Ungarn und Kroatien bestand nur ein Wettstreit, wer bei den Kindern ein besseres Andenken hinterlassen solle. Das Rote Kreuz in Pest empfing die.Kinder auf.dem! Ostbahnhofe mit eineM opulenten Frühstück, in Begleitung wurden sie durch die schöne Stadt ins Stadtwäldchen geführt. sahen den herrlichen Park und die Hunyadyburg. durften sich beim Karussell vergnügen und erhielten ein ungarisch reichliches Mittagmahl. UM diesen Pefter Aufenthalt hat sich Professor Sarbo, der glänzende Leiter der Flüchtlings- und Verwundetenfürsorge am Bahndienste, besondere. Verdienste erworben. Wenn man bedenkt, wie es' gerade uns Mittelstands- Müttern, die für standesgemätze Wohnung und Kleidung zu sorgen haben, ganz unmöglich wird, unseren Kriegskindern während den Entwicklüngsjahren die notwendige Nahrung zu geben, wie eine Schädigung in diesen Jahren nie wieder durch noch so reichliches Leben in anderen Epochen gutgemacht werden kann, so Müssen, wir dankerfüllt zu Sofie Grünfeld aufblicken, die es versteht, die. Schätze der Güte und OpferwiNigkeit, die in kroatischen Herzen schlummern, zu heben und zu organisieren. «Datz dieses unter oberster Patronanz unseres' gütigen Kaiserpaares stehende Werk uns nicht nur unsere Kinder gekräftigt hat, sondern dazu beigetragen hat, datz so viele dankbare Eltern- und Kinderherzen von diesseits der Leitha ihr Leben lang der Wohltäter Hon drüben dankbar gedenken werden, dieses schöne Werk neuer Völkerverbrüderung, ist mit das Werk von Sofie Grünfeld, in deren Schuld wir Mütter für immer - stehen. 'Dankbare Mütter heimgekehrter Zöglinge. Arlszeichnung jüdischer Persönlichkeiten in Madrid. Das Jüdische Pretzbureau in Stockholm berichtet: Der bekannte Schriftsteller und Zionistenführer Mar Nord au, der seit Kriegsbeginn sich in Spanien aufhält, wurde zum Ehrenmitglied der medizinischen Akademie in Madrid ernannt. Die historische-Akademie in Madrid ernannte den jüdischen Gekehrten Richard Gsttheil in Newyork und Herrn Ignace Bauer in Madrid zu ihren Mitgliedern. tDernusdbtes. Der Wiederaufbau des Lespoidstadter Tempels. Dem Komitee (2. Bezirk, Temyelgasfe 3) sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommsn: XXXIII. Spendenliste. Herr Bernhard Goldstein, Wien, 1. Bez., Erhöhung auf K. 8889.— Banku. Wechselstuben-Akt.-Ges. „Merkur" „ 2603.— Firma I. Flutz, Freiberg „ 893.— Herr Mar Mellinger, Wien, 2. Bez. „ 309.— Herr Jecheskiek Rosner, Wien, 2. Bez. „ 166.— Herr P. Josef Gottesmann, Wieir, 2. Bez. „ 56.— Herr Siegmund Freund, Wien,- 1. Bez. „ 56.— Herr Alois und Frau Käthe Grünhut, Wien, 2. Bez. „ 56.— Herr Leopold Löbl, Wien, 20. Bez. „ 26.— Herr Julms Frankl. Wien. 2. Bez. ,, 16.— Herr-Siegmund Stern, Wien, 2. Bez. 26.— Herr Karl Kalmann, Wien, 2. Bez. „ 26.— Herr Josef Karpfen, k. k. Finanzrat, Wien, 3. Bez. 26^— Herr Isidor Löwy. Wien Herr Nathan Reisner, Wien, 2. Bez., " 10.— Erhöhung auf 126.— Herr 'Emil Silberstein, Wien, 2. Bez. 36.— Herr M. Schwarz, Wien, 19. Vsz. »> 26 — Herr Mich. Nick, Lemberg „ 26 — Herr Otto Weitz, Zagreb 20 — „M. S." 26.— „Tempelspende" K. 25.— Herr Samuel Dürheim, Wien 16 — Herr Jacques Fried, Wien, 1. Bez. 30.— Herr Leopold Loschitz, Wien, 1. Bez. 36 — Herr Heinrich, Wien, 3. Bez. 10^- Herr Armin Gustav Kohn. Wien, 2. Bez. 26.— Herr Moritz Strach, Wien, 1. Bez. 26.— Herr Ignaz Wodicka. Wien, 20. Bez. Herr Regierungsrat Ignatz Wilhelm, ,> 26 — Wien/ 9. Bez. p 46.— Herr Edmund Metzl, Wien, 2. Bez. 5.— Herr Ignatz Neufeld, Wien, 9. Bez. p*' 16 — S. Löwy's.Witwe, Wien, 2. Bez. 10 — Herr D. Donnebaum, Wien, 2. Bez. 9* 26.— Frau Lora Rosenbaum, Wien, 7. Bez. 36.— Frau Cölestine Korkes, Wien, 2.'Bez. Ml 5.—»

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