Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-10-25 · 42 (25.10.1918) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
42 (25.10.1918)
Date
1918-10-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022300-3022343--27279-3052686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Sette 684 D>r. M.: 42 - Wien, 22. OktoLer 1918. Löbliche Redaktion! In den zionistischen Versammlungen,' denen ich in den letzten Tagen beiwohnte, ist immer .von Einberufung der Nationalversammlung auf breitester Grundlage die Rede> ohne daß zu meiner Ileberraschung das Wort „Frauenstimmrecht gefallen wäre. Wir' zielbewußten jüdischen Frauen wollen hoffen, und ich bin überzeugt davon, sollte es. notwendig sein, darum zu ringen, daß das Volk einer Miriam Deborah und Judith auch - in dieser Hinsicht den Völkern des Erdballes vorangehe. Die Tränen beraubter Mütter und .Witwen, die Hinterlandsarbeit von Mädchen und Frauen, die Pioniermühen der tapferen Palästinenserin seit vierzig Jahren sollen in der Art geehrt und anerkannt werden, wie es den Führern her Bewegung bei ihrem Jns-Lebentreten vorgeschwebt hat. Hochachtungsvoll;;; _Clotilde Benedikt. Der Dank des! Ministers. Die „Wochenschrift" war kürzlich inder Lage, mitzuteilen, daß der Minister deS Innern Men Mitarbeitern und Angestellten der Zentralstelle der Fürsorge für Kriegsflüchtlinge durch ihren Leiter, den Gemeinderat Dr.' Rudolf Ritter. von S H w a r z - H i l I e r, für ihre vierjährige treue und aufopferungsvolle Tätigkeit im Dienste des Staates den besten und herzlichstM Dank des Ministeriums des Innern aussprechen ließ. Hierin liegt eine Auszeichnung des gesamten Beamtenkörpers der erwähnten Zentralstelle, die unter der Aegide ihres Leiters wirklich hervorragendes geleistet hat. Map. muß es aber auch anerkennen, daß.keine Zentrale im Kriege so klaglos funktionierte wie' diese, trotzdem sie die schwersten Arbeiten zu bewältigen und die größten Aufgaben zu lösen.hatte. Galt es doch, für Hunderttausende von Menschen zu sorgen, die der Krieg in die .Fremde geworfen hat! Daß alles so erakt und tadellos abgewiäelt wurde, ist vornehmlich das Verdienst Dr. von Schwarz-Hitlers, der über organisatorische Fähigkeiten verfügt und die zahlreichen arbeitswilligen und arbeitsfreudigen Kräfte der guten Sache zweckentsprechend dienstbar gemacht hat. Es freut uns, zu konstatieren, daß nebst den Sektionsleitern und magistratischen.Hilfsorganen auch eine erkleckliche Anzahl männlicher . und weiblicher Mitarbeiter aus der Reihe der Flüchtlinge selbst seit vier-Jahren schon an dem grandiosen Werke nüttun und sich die Achtung und das Vertrauen ihres Vorgesetzten im vollsten Maße erworben haben. Von den vielen seien hier nur genannt: Herr Dr. Joachim Ekln er, Sekretär der Flüchtlingszentrale, der sich nicht nur durch eisernen Fleiß und unbedingte Verläßlichkeit, sondern auch durch feinen Takt und liebenswürdige Zuvorkommenheit auszeichnet: ferner Herr Isidor Schaffer, früher Sekretär der Sanoker Waggonfabrik, der als routinierter und äußerst fähiger Beamter gilt und in dem ihm zugewiesenen Ressort stets nur das Beste leistet: dann der bekannte Schriftsteller Herr Dr. S. Fink elfte in, der sich bei Men. Anlässen und namentlich als Leiter der FUchtlingsbibliothek und Lesehalle besonders verdient gemacht hat, u. v. a. Der Dank des Ministers wird diesen qualifizierten Mitarbeitern und Angestellten nur ein Ansporn sein, weiter im Dienste des Staates getreu auszuharren nach dem Vorbilde ihres ununterbrochen auf seinem Posten stehenden Chefs, für den als Mensch und Politiker die Parole gilt: Nicht rasten und nicht roften! - . , I.. O. . Vermischtes» r. ■ 2000 Mische Flüchtlinge ans PakMna unterwegs nach Oesterreich. Auf unsere.Anfrage beim hohen k. u. k. Ministe-, rium des Aeußern, wie den in Konstantmopel aufgehaltenen und laut telegraphischer Nachricht unseres dortigen Konsulates von der schwersten Not bedrohten österreichischen und ungarischen Staatsangehörigen von hier aus geholfen werden könnte, wurden wir von dem! genannten Ministerium telephonisch verständigt, daß nunmehr auf seine Veranlassung 2 0 0 0 jüdische Flüchtlinge güf dem Wege über Odessa hierher reisen. Der Zustand, in dem diese Armen, die seit Wochen ünd Monaten unterwegs und des NotWendlgsten bar sind, hier ankommen werden, stellt uns vor die Aufgabe, schon jetzt Vorkehrungen zu treffen, um dieses Zustromes Herr zu werden. Wir wenden uns an alle Menschenfreunde mit der dringendsten Bitte, uns in der Fürsorge für diese Unglücklichen nach Kräften zu unterstützen. ’ Die Hilfskommission1915 für Palästina. Spenden erbeten an.bas Bankhaus 'S. M. v. R o t hschild. Wien. 1. Bez.. Renngasse 3, auf Konto,^Hilfskommission 1915 für Palästina". , Hilfskommission 1915 Ur Palästina, Geschäftsstelle 2. Bez., Kleine Schiffgasse 3/6. Telephon 44871. Benczi Czaller, Marmdrossziget 40.000 K„ Rabbiner M. Kramer, Wien (für Waisenhaus) 2500, Rabbiner M. Kramer, Wien, für Vethausverein „Achdus Jisroel" 500, Rabbiner Dr. Ludwig Lazarus. Göding (Sammlung von Salomon Lechner, Adolf Kohn) je 50. Bernhard Krakauer 30, Bernhard Klinger 25, Adolf Steinih. Arthur Weinberger, Fritz und Josef Frankl, Elias Siebenschein, Moritz Glück, Ing. Mar KrauS, Alfred Baderle', Rabbiner Dr. Lazarus. Bernhard L^rner je 20, Heinrich Soffer 15,. Wilhelm Jokl, Dr. Ludwig Körner, Gustav Stern, Julius Hoitafch. Dr. Julius Frankl, Dr. Mar Burbaum, Jenny. Wozasek, Leopold Holzmann. Julius Mayer, Julius Müller, Johann Lampl, Wilhelm Glück, .'Julius Herzka, Josef Samstag, Emanuel Herzog, Simon Fischer, Wilhelm Grünwald. Eduard Seelenfried, Hermann Lustig. Hedwig Brammer, Dr. Adolf Mchndl, Dr. Markus! Rybaczewsky. Hugo Tupler, Karl Fürst, Hermine Füchsel, Ignatz Meist. Adolf Bock, Siegmuud Marer, Siegmund Feldmann, Albert lElück. Arnold Herzka, Leopold Herzog, Mar Elbert, S. Kunstädter je 10. Jakob 'Teller 6, Dr. Berthold König. Hermann Reich, Arthur Fischer, Adolf 'Löffler, Sigmund Ornstein, Staatsbahnrat Schlesinger. Olga'Lechner, Franz Weist, Bernhard Lampl. Arnold Freund. David 'Tupler, Betti Berger, Albert Stern. Moritz Rumpler. Alois Schlesinger, 'Rudolf Rainer, Heinrich Samstag, Karl Glogau, Bernhard -Kraus, Friedrich Müller, Betti Böhm je 5. Moritz Brandt 3t Kehrer Fischbach Hugo Rauer je 2, zusammen 831 K.: 'Rabbsner NuchiM Weidenfeld', Dabrova 187, Bethausverein „Tefilath Jeschurun" idurch Herrn Bethausvorstand David Maldmann, Spenden -von Hirsch 100, Sammlung S. L. Bergmann 56, Bernhard Mayer, Moritz KrauS je 50, .S. Stern, Leo. Seinfeld. Grünberg -je 30, Kurzfeld. FuliuS Schick, Osterweil je 20, Rottner, Heinrich Ellinger, Dr. 'Adolf Frey, Fries, Kellner. S. Rottner, Goldstern je 10, Isidor Löblowicz 5, insgesamt 48tL St.; 'Israelitischer Bethausoerein „Adas Jeschurun" 141, Israelitischer Kultusvorstand L. Morgenstern, für die Kultusgememde Tysmienica. Sammlung des Herrn Moses Korn im Bet- „ hause „Klaus". Kultusgemeinde, 'Jonas Smdrich. Mendel Berger je 10, Abba Brauner 7, Kultusvorstand Leo.Morgenstern, Wolf Sitzer, Leiser Sprechmenn, 'Jsak Hut, Leibüsch Kader je 5, Chuner Kriege!, Asriel Stern je 4, S. Lunenfeld, M., S„ Provisor. Salomon Laden, Feiwel Stretiner, Manche Gebura, Salomon Fischer, -Jakob Scheiner, L. GotteSmann. S. Z. Lerner, Samuel Schofar, M. Greif, Abraham Scharf, Ist. EiSner, S. Friedländer je 2, Chune Geller. H. 'Grob je 1, zusammen 100 K.; Sammlung der Herren Abraham Held und Salomon Stimm 40, Gesamtbetrag dieser Sammlung 140 >K.; Jakob Gruber, Wien 120, Sigfried Landau, Wien 100, Mecher Charap, Jänow 84. Kultusgemeinde Nikolsburg, Tempelspenden von .Ernst Spitzer. Viktor 'Fitzer je 20, Jmre Klein, Manfred Spitzer. Gustav Pist je 10, GustaV Abeles 5. Josef'Pater 4, Adolf Sonnenmark 2, Bernhard Teltscher, Heinrich Tochl je 1, zusammen 63 ^K.; Rabbiner Friedmann, Gwozdzies 70. Tempelverein l Schmalzhofgasse, von Cm'. Fischmann 50. Ad. Dollar 4, zusammen 54 St.; David Schleifer, Spende

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.