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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-10-18 · 41 (18.10.1918) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
41 (18.10.1918)
Date
1918-10-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seils 66; Tr. Glüch's Wochenschrift . . Nr. 4! Dr. SaAuel Älapprrport 25, -Viktor Flutz, Jarob Schön, Frau Hernrine Wolf, Kamille Huber -je 20, Markus Bock, Frau Malvine Oppenheim, Jolan Donath -je 10, Hans Sternfeld 4, Frln. Malvine Grünwald und Frln. -Jenny' Erünwald, Machsorim. Die israelitische Kultusgemeinbe in Triest -hat, wie in jedem Jahre, die erforderlichen' Ritualien beigestellt. - Dank dieser Unterstützung seitens der -Gernemden und -Privatspender konnten den jüdischen Soldaten Zirka 2200 Machsorim, 25 Thorarollen und gegen 20 Schofarot zur Verfügung gestellt -werden. Den Vorständen der jüdischen Kültusgemeinderk und allen Spendern .sage im Namen der jüdischen Soldat«: meinen -innigsten Dank. Es wurden an 25 Plätzen Gottesdienste organisiert. Da -nicht genügend Feldrabbiner zur Verfügung, haben jüdis-Hr -Offiziere die Leitung von Gottesdiensten übernommen, wofür ihnen «der beste Dank ausgesprochen wird. Manche Offiziere haben -durch ihr warmes Interesse bie Gottesdienste sehr schön auszugestalten -gewußtihre Nainen seien öffentlich genannt: Leutnant Karl Schreiber, Tierarzt Vojnitzer, Fähnrich Kar! Friedländer, Fähnrich -Willy Hoffer und Fähnrich Erich Juhn. An Thoraspenden .sind namhafte Beträge für die Kriegswaifen und Armen in Palästinaeingelaufen, die teils direkt, teils durch die Leiturrg der israelitischen Militärseelsorger an die betreffenden Stellen abgeführt werden. Um.weitere Unterstützung mit Liebesgaben und Geldspenden Zum Ankauf von Mischer -Lektüre für die im Anschluß an die Militärsynagogen errichteten Lesezimmer-bittet: - Für die ^Leitung der-israelitischen MilLärseelsorgd, Äer k. u. k. sJsonzoi" Armee: 7 Feldrabbiner Dr. Meier «Tauber, Feldpost 465. Wien. (Auszeichnung.) Fräulein Viktoria Wang, 3. Bezirk, Gärtnergasse 5, wurde die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration taxfrei verliehen. worden. Mehrere telegraphische Benachrichtigungen -konnten dem mittlerweile an Liner Augenentzündung -erkrankten Oberkantor 'nicht erreichen, 'weshalb der Vorstand selbst mangels jedweder: Verwandschaft in Wien das Leichenbegängnis veranstaltete. Der Gesamtoorständ mit dem Präsidenten Herrn kaiserl. Rat Adolf .W e n g e r und dem .Vizepräsidenten Herrn «Oskar S-chr ame t an der Spitze, sowie i:*in Großteil der 'Vereinsimtglieder und Tempelbefu-cher mit ihren Catinnen nahmen an \fcem Lei-chenbegängnifse teil und bekundeten hiedurch die Wertschätzung-und Verehrung für die überall geachtete Dahingeschiedene. Die Trauerrede hielt Vereinsraöbiner Herr Dr. S. Funk,'der, selbst von innerer Rührung übermannt, die 'üoernns große Kudöreinhart' rahne, a!s . er tzervörtzob. wir welcher inniglicher Wehmut, Rührung kund gewissermaßen Vorahnung Herr Oberkantor G i b l ich m an nhanl Simchat-Thora die. Worte „Schmor no zauni" 'dreimal mit immer mehr gehobener. Stimme rezitierte und nunmehr'seine zwei ganz jungen Kinder verwaist antreffen wird. Diese beiden Kinder werden jedoch von dem Vorstände versorgt werden. So hat bereits Herr Präsident karserl. Rat Adolf Weng er Mit einer namhaften Tempelspendö. den Anfang gemacht- Dieses 'schöne Werk, weitergesponnen von dem Obmannstellvertreter Herrn Oskar S>chr amek und dem Vorstandsmitgliede Herrn David Tänzer, soll dem in tiefer Trauer heimkehrenden Oberkantor als Angebinde behändigt werden. Ein äußerst glückliches Eheleben, ein süßes, ungetrübtes Familienleben ist leider zerstört und vernichtet. Wien. Der Verein jüdischer Hochschüler „Cherut", Wien, veranstaltet Samstag den 19. >d. M. um 7 Uhr abends im Festsaale des Hotels „Continental", >2. Bezirk, Taborstraße ö, einen „Jiskorabend" züm Andenken der gefallenen Schomrim und Arbeiter in Palästina. Ihre freundliche Mitwirkung haben zugesagt : Herr Zimbler, erster Konzertmeister des Tonkünstlerörchesters, Fräulein Nelly Friedländer, Pianistin, -Herr Lubowski und .Herr Torczyner, Mitglied des Komödienhauses, i Die Festrede hält Redakteur.. M. 'Singer. ' - - d Wim. Am 9. d. M. fand hier die Hochzeit des Hoflieferanten Herrn Oskar Rosner mit Fräulein Klara Felicia CHaies statt. Aus diesem Anlasse spendete Herr Oskar Rosner für wohltätige Zwecke den Petras von 7000 K„ und zwar: für den Verein „Einheit" 2000 K., Mr den Jüdischen Nationalfonds 1000 K., für den Verein zur Förderung schulentwachsener, ver- LMener- Mischer Kinder 1000 K., Mr das- Jüdische Pädagogium 1000 K., Mr verlassene jüdische Kinder 1000 K., Mr den Verein „Machsike Hadath" 500 K. und für-Arme 500 K. Wtm. Kaiserlicher Rat Josef Popper hat die Oömannstelle vom Verein „Fides". 3. Bezirk, niedergelegt und Herrn Samuel Fr o sh, Landstraße Hauptstraße 21, mit feiner Vertretung betraut, d.em ^eventuelle Spenden zryusenden sind. WtM-Marrahilf. Freitag den 18. Oktober, 3/4-5 Uhr nachmittags, beginnt im Tempel, 6. -Bezirk, Schmalzhofgasse, ein Predigtzyklus des Herrn Rabbiner Dr. D r o - binskp über den „jesaianischen Gedankenkreis" und wird alle vierzehn Tage fortgesetzt. Wien. (Preiszuerkennung.) Der von der n.-ö. Handels- und Gewerhekammer für den kaufmännischen Nachwuchs zur'Pflege der türkischen Sprache gestiftete erste Preis wurde auch im heurigen Jahre dem Beamten des Bankhauses Rosenfeld & Co., Herrn.Hans Bondy, einem Sohn des Sekretärs Herrn Heinrich Bondy, verliehen. __ Kaff« KAM Jjsfef I.-HMrgMgsMMel, II., Pazmanitengasse 6. Ein überaus s-chwrrer Schicksalss-chlag -traf den im Felde weilenden Oberkantor Herrn Josef Giblichmanni Der Urlaub, der demselben infolge Ansuchen des Vorstandes über die Feiertage bewilligt worden war, ging:am Simchat-Thora zu, Ende, an welchem Tage er von senier in Gesundheit strotzenden Ehegattin wehmutsvoll Abschied nehmen mußte. Und dieser Abschied war ein ewiger. Denn in der Blüte-ihres Lebens ist ^Donnerstag am 10. Oktober Frau Anna E i b l i ch m a n n im -Alter von 28 Jahren nach dreitägigem Krankenlager durch die -heimtückische Krancheit hingerafft Najchruf M Frau Nelly OmMn, Vorstandsmitglied des „Ferienheim". Statt einer Scholle Erde auf Dein zu frühes Grab will ich Dir, Du Gute, Liebe, diese Worte tiefer Trauer weihen/ wie sie mir, mit Tränen in den Augen, .aus erschüttertem Herzen kommen. Du warst unsere Jüngste — doch hast Du seit Deiner.frühesten Kindheit mit uns Seite an Seite gekämpft gegen Armut und Elend, denen Du Dich in Deiner nievsrsagenden Güte zur Wehr setztest. Ein Kind noch an Jahren, nahmst Du die Zügel einer Mädchengruppe in die Hand, welche geschaffen wurde, den Vorstand unseres . Vereines durch; mannigfache Hilfeleistungen bei Ausrüstungen der Kolonien und bei 'Jugendveranstaltungen zu entlasten. Durch Deine Anmut und Lieblichkeit, durch Deinen angeborenen Takt, hast Du die Erfolge geschaffen, weil jeder Deinem Zauber unterlag. - Als Dich die Myrthe schmückte, da freute sich nicht nur Deine Dich anbetende Familie, auch unser „Ferienheim" 'berief Dich mit Freuden in.den Kollegenkreis ernster Frauen, um weiter mit Dir zu arbeiten an den Dir liebgewordenen Aufgaben unserer Institution. Dein entzückendes Wesen, Deine Würde und Ausgeglichenheit haben Dir m unserem Kreis nur 'Freunde gewonnen, denn wer'Dich kannte, mustte Dich lieben, und deshalb sind wir erschreckt und verstört über Dein plötzliches Scheiden, und können es nicht fassen, daßwir Dich verloren haben sollen: Dein Leben war wie ein erwärmender Lichtstrahl und' Dein Tod löst Schatten der Trauer aus, die unsere Seelen erschüttern. Viel und alles verlieren die zärtlichen Eltern, der trauernde Gatte, aber auch wir stehen weinend an der Bahre, die so viel Jugend und Schönheit vorzeitig zur Rühe trägt und uns einer geliebten Mitarbeiterin beraubft Im Geiste streue Ich Rosen auf- Dein Grab, ich weine und werde Dich nie vergessen! ' Sofie Grünfeld, Präsidentin des Kaiser Franz Joses-Ferienheim.

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